Mein Jobcenter missachtet Rechte auf Datenschutz

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Hallo

ich bekomme gerade beim Lesen eines anderen Threads einen Anfall.

Gestern, bei Antragsabgabe meines AlG2-Antrages hat die SB der Leistungsabteilung sich Kopien von folgenden eingereichten Untelagen gemacht.
In Unkenntnis habe ich dem nicht widersprochen

- Perso
- Krankenkassenkarte
- Mietvertrag
- Scheidungsurteil
- Kontoauszüge

Ich bin außer mir, denn die Dame ließ meine Einwände nicht zu.

Was kann ich unternehmen, dass diese Daten aus meiner Akte verschwinden.

Die sagt, sie macht es immer so.

Das Vrhalten dieser SB ist ja wohl absolut rechtswidrg.

Danke im Voraus für Eure Meinungen und Hilfestellungen hierzu.

LG Ranja
 
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Habe mich durch die Datenschutzbestimmungen durchgearbeitet, jedoch ganz einfach ist dieser Text nicht zu verstehen.

Wäre es denn sinnvoll, den Datenschutzbeauftragten anzuschreiben und den Vorgang zu schildern?
Dann kann auch konkret und rechtskonform festgestellt werden, ob es rechtens ist, welche Daten widerrechtlich in meine Akte gelangt sind.
 
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Das sind alles Unterlagen die zur Einsicht vorgelegt werden müssen, aber nicht zum kopieren.
Vor dem Datenschutz braucht man keine Angst haben, auch muss man keine Angst haben sich deswegen an den Datenschutz zu wenden.

Den Datenschutz kannst du vorab anrufen, die werden dich mit dem richtigen Ansprechpartner verbinden. Dann hast du gleich einen Ansprechpartner wenn du ihnen etwas schriftlich zukommen lassen sollst.

Wie kann man nicht bemerken, dass die Kopien macht?
Entweder steht der Kopierer im Zimmer oder die irren SBs düsen mit den Unterlagen auf den Flur, dann fragt man wo sie mit den Unterlagen hin wollen oder was sie damit machen.

Auch solltest du hier eine Beschwerde hinschreiben.

nuernberg.kundenreaktionsmanagement@arbeitsagentur.de

Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit - Dienststelle

Und dann würde ich noch den Datenschutz von meinem Bundesland kontaktieren. Dann bekommt das JC es gleich von alles Seiten

Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit - Landesdatenschutzbeauftragte
 
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Danke, Sperling für Deine sehr hilfreiche und aufschlussreiche Antwort.

Natürlich habe ich es bemerkt, konnte meine Einwände jedoch nicht begründen, zumal ich nicht genau informiert war, welche Anlagen kopiert werden dürfen, und welche nicht.

Ich konnte mich auf alle Eventualitäten nicht vorbereiten.

Hatte sogar einen Beistand, der mich hier auch nicht bestärkt hat in meiner Gegenwehr.

Der war sogar von einer Stelle, die sich die Begleitung von Elos auf ihren Irrwegen beim Amt auf die Fahne geschrieben hat. Leider war mein Beistand hier nicht ausreichend informert.

Ja, dumm gelaufen.

Ich werde den von Dir vorgeschlagenen Weg einschlagen und mir das nicht gefallen lassen.

Das werden haarige Zeiten. Mein Vorgehen wird auf jeden Fall Rachegelüste seitens des JC wecken. Doch alles brav mitmachen bringt sowieso nichts.
Im Gegenteil: dann machen die mit einem, was sie wollen.

LG Ranja
 

Falling Down

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Und dann würde ich noch den Datenschutz von meinem Bundesland kontaktieren. Dann bekommt das JC es gleich von alles Seiten

Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit - Landesdatenschutzbeauftragte
Wenn es sich nicht um eine Optionskommune handelt, wird sich der Landesdatenschutzbeauftragte allerdings für nicht zuständig erklären.

Ist es eine Optionskommune, ist aber der Bundesdatenschutzbeauftragte und das "Kundenreaktionsmanagement" nicht zuständig.
 
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Das sind alles Unterlagen die zur Einsicht vorgelegt werden müssen, aber nicht zum kopieren.
Vor dem Datenschutz braucht man keine Angst haben, auch muss man keine Angst haben sich deswegen an den Datenschutz zu wenden.

Den Datenschutz kannst du vorab anrufen, die werden dich mit dem richtigen Ansprechpartner verbinden. Dann hast du gleich einen Ansprechpartner wenn du ihnen etwas schriftlich zukommen lassen sollst.

Wie kann man nicht bemerken, dass die Kopien macht?
Entweder steht der Kopierer im Zimmer oder die irren SBs düsen mit den Unterlagen auf den Flur, dann fragt man wo sie mit den Unterlagen hin wollen oder was sie damit machen.

Auch solltest du hier eine Beschwerde hinschreiben.

nuernberg.kundenreaktionsmanagement@arbeitsagentur.de

Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit - Dienststelle

Und dann würde ich noch den Datenschutz von meinem Bundesland kontaktieren. Dann bekommt das JC es gleich von alles Seiten

Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit - Landesdatenschutzbeauftragte
Diese Antwort verwirrt mich jetzt mal wieder (doppelt). :confused:
Ich hatte eine ähnliche Frage vor wenigen Tagen gestellt und bekam folgende korrekt erscheinende Antwort von Laribum :


AW: Inwieweit muss ich zwischen ALGII und SGBXII (Grundsicherung) unterscheiden?

AW: Inwieweit muss ich zwischen ALGII und SGBXII (Grundsicherung) unterscheiden?

Gruß von Jivan
 
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So, ich habe gerade mit einem der Bundesdatenschutzbeauftragten in Bonn telefoniert.

Es wurde mir geraten, schriftlich eine Darstellung des Sachverhaltes an den Datenschutzbeauftragten des hiesigen JC zu geben.


Eine Beschwerde in Nürnberg würde hier nichts bringen, da das JC denen nicht unterstellt sei.

Dann mach ich das mal.
 
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So, ich habe gerade mit einem der Bundesdatenschutzbeauftragten in Bonn telefoniert.

Es wurde mir geraten, schriftlich eine Darstellung des Sachverhaltes an den Datenschutzbeauftragten des hiesigen JC zu geben.


Eine Beschwerde in Nürnberg würde hier nichts bringen, da das JC denen nicht unterstellt sei.

Dann mach ich das mal.
Viel Erfolg. :icon_daumen:
 

Lilastern

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Für was braucht sie dein Scheidungsurteil?

An deiner Stelle würde ich den Beauftragten für Datenschutz einschalten.

Da kommen sicherlich noch mehrere Antworten.
 

hartaber4

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Parallel:

Antrag stellen auf Löschung/Sperrung der Daten.

Ggf. Rechtsweg (Klage SG)

P.S.

Es gibt viel zu wenig Rechtsprechung in diesem Zusammenhang.
 

Lilastern

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Habe mich durch die Datenschutzbestimmungen durchgearbeitet, jedoch ganz einfach ist dieser Text nicht zu verstehen.

Wäre es denn sinnvoll, den Datenschutzbeauftragten anzuschreiben und den Vorgang zu schildern?
Dann kann auch konkret und rechtskonform festgestellt werden, ob es rechtens ist, welche Daten widerrechtlich in meine Akte gelangt sind.
Ja, das würde ich an deiner Stelle auf jeden Fall machen.
 
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Den Datenschutzbeauftragten informieren ist zwar wichtig und richtig, nur leider ändert das auch nix an diesen rechtswidrigen Machenschaften.

Die werden angeschrieben, reden sich raus, beteuern ihre Unschuld und das wars, ganz ohne Konsequenzen.

Mit dem nächsten Ahnungslosen wird dann wieder genauso verfahren.

"Die sagt, sie macht es immer so."

Das ist das beste überhaupt, ist mir auch schon etliche Male so unterkommen.
Da sieht man deutlich, was hier für Koryphäen auf die "Kunden" losgelassen werden. Da ist nichtmal ein Unrechtsbewusstsein vorhanden. Aus Boshaftigkeit, Unwissenheit oder schlicht und einfach Dummheit. Wahrscheinlich ist es eine Kombination aus allen drei.
 
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Für was braucht sie dein Scheidungsurteil?

An deiner Stelle würde ich den Beauftragten für Datenschutz einschalten.

Da kommen sicherlich noch mehrere Antworten.
Um auszuschließen, dass ich unterhaltsberechtigt bin.

Das hätte sie eigentlich nur einsehen dürfen, aber nicht kopieren.
 

Anna B.

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Hallo,

das ist mir auch aufgefallen..

ich hatte ja auch die Beschwerden an den Bundesdatenschutz gegeben..die haben mir bestätigt, dass ich Recht habe...
baten mich dann, meinen Namen bekannt zu geben, damit sie dann direkt bei der Behörde tätig werden können...

was kam dabei heraus? Die Behörde hat den Bundesdatenschutz fromm, frei und fröhlich jede Menge Lügen serviert und danach "kann kein Fehlverhalten der der Behörde festgestellt werden"...

und dieses Schreiben des bundesdatenschutzes wurde dann auch für die Stellungnahme fürs Sozialgericht zur Grundlage genommen, dass die Behörde Recht hat.

ich habe daraufhin wieder den Bundesdatenschutz schriftlich informiert und denen mitgeteilt, dass die Angaben der Behörde schlichtweg falsch und erfunden sind...daraufhin bekam ich vom Bundesdatenschutz eine email...mit der Info, dass meine Angaben mit zur Akte genommen werden und letztendlich, wenn es so wäre wie ich die Sache darstelle, dann hätte ich Recht...!!
so, vielen Dank auch liebe Arbeitsbehörde...anscheinend kommt man bei Ihnen nur mit Lügen und Manipulationen weiter...

wir haben zum Glück Beweise, die genau darstellen, dass die Behörde die Unterlagen manipuliert hat...und die Beweise gehen per Post an das sozialgericht...

Auch in meinem Fall hat die SB gesagt: wiesooooohooo? das machen wir immer so....

und genau aus dem Grund, weil die einfach oft nicht wissen, was die da tun und weil "es immer so gemacht wird"...habe ich mich entschieden, das eben so nicht mitzumachen...
das ist soweit gegangen, dass meine Leistung eingestellt wurde und jetzt seit März eine Klage läuft....
und der Bundesdatenschutz und der Verstoß durch die Behörde gegen den Datenschutz spielen eine sehr große Rolle...

auf den Ausgang bin ich gespannt..sollte mir mein Recht verwehrt werden, werde ich bis vor das bundessozialgericht gehen...ich hab Zeit...
 
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Parallel:

Antrag stellen auf Löschung/Sperrung der Daten.

Ggf. Rechtsweg (Klage SG)

P.S.

Es gibt viel zu wenig Rechtsprechung in diesem Zusammenhang.
Wenn ich jetzt einen Antrag auf Löschung der Daten einreiche, und die "Dame" sich weigert, ist mir das höchstpersönlich viel zu viel Arbeit.

Warum nicht von oben über den Datenschutzbeauftragten?
Da profitieren doch auch andere Antragsteller von, weil dann ja vielleicht eine Dienstanweisung geändert wird.

die "arme" SB berief sich nämlich darauf, dass ihr Vorgesetzter - ob in Kenntnis oder Unkenntnis der Datenschutzgesetze sei mal dahingestellt - diese Daten benötigen würde.

Wie gesagt, ich hatte den Kaffee schon lange auf. Das ist alles so müßig und ko*** mich an, wie mit uns umgegangen wird.

Wer sich nicht wehrt, dem wird's Recht verkehrt!
 
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Den Datenschutzbeauftragten informieren ist zwar wichtig und richtig, nur leider ändert das auch nix an diesen rechtswidrigen Machenschaften.

Die werden angeschrieben, reden sich raus, beteuern ihre Unschuld und das wars, ganz ohne Konsequenzen.

Mit dem nächsten Ahnungslosen wird dann wieder genauso verfahren.

"Die sagt, sie macht es immer so."

Das ist das beste überhaupt, ist mir auch schon etliche Male so unterkommen.
Da sieht man deutlich, was hier für Koryphäen auf die "Kunden" losgelassen werden. Da ist nichtmal ein Unrechtsbewusstsein vorhanden. Aus Boshaftigkeit, Unwissenheit oder schlicht und einfach Dummheit. Wahrscheinlich ist es eine Kombination aus allen drei.
Also Rausreden wird sie sich nicht können. Hatte einen Beistand, der zumindest ein Gedächtnisprotokoll angefertigt hat.

Will zu meinen Beistand nur soviel preisgeben.
Es besteht die Möglichkeit dies public zu machen. Bei nachgewiesener Unrechtmäßigkeit, wird es weitergeleitet an tacheles. Das muss ich aber mit meine Hilfestelle konkretisieren.

Wenn man schon etwas unternimmt, dann so folgenschwer fürs JOKEcenter, wie möglich. Wir müssen auch die Konsequenzen für unser Fehlverhalten tragen. Nur: uns wird Fehlverhalten unterstellt, denen kann es nachgewiesen werden.

Ein kleiner, aber gemeiner Unterschied.

LG Ranja
 

TimoNRW

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Am besten ist ja noch mein Thema mit der JC Aussage:

Wir machen das so weil viele Elos falsche Angaben machen bzw. Fehler machen :icon_neutral:
 
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Das berechtigt aber nicht, geltende Gesetze einfach auszuhebeln.

Timo, stell doch mal bitte den Link ein, finde den Thread nicht
 
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