Mein Frau soll Oma Pflegen. (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

E

ExitUser

Gast
Hallo vollendendes mein Frau soll ihre Oma pflegen die Pflegestufe 1 hat.So meine zwei fragen sind.

1.Ist sie für das Jobcenter weiter vermittelbar? Muss sie weiter irgend welche Maßnahmen machen?

2.Wird es angerechnet?

L.g
Danke
 

Birgit63

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
11 Mai 2011
Beiträge
623
Bewertungen
560
Also wenn die Oma nicht an Demenz erkrankt ist, ist deine Frau volle 8 Std. vermittelbar. Bei Pflegestufe 1 ist der Pflegeaufwand insgesamt: 90 min - davon Grundpflege: 46 min täglich. Daher ist deine Frau natürlich voll vermittelbar. Das Pflegegeld wird nicht angerechnet.
 

Porks

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2008
Beiträge
585
Bewertungen
309
hi

das ist so nicht ganz richtig . Denn Pflege geht vor . Und wenn der Dr der Oma schreibt , dass Sie Pflege zu verschiedenen Zeiten braucht und auch Unvorhergesehene Zeiten dabei sind und sie eine Pflege von Fremden ablehnt kann der vom Amt sich Querstellen aber er kommt damit nicht durch . Es kann halt sein , dass der MDK dann nochmal kommt und der Entscheidet dann .


War bei meiner Mutter genauso. Die vom Amt wollten das erst genauso handhaben . Aber der Dr schrieb ein Gutachten und der SoVD hat dem Amt erst mal die Rechtslage erklärt und dann war es gut. Sonst wäre es halt vor Gericht gegangen den ein Kranker ist keine Maschine der genau nach Uhr auf Wc geht usw.
 

Birgit63

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
11 Mai 2011
Beiträge
623
Bewertungen
560
Bei Pflegestufe 1 geht man davon aus, dass der Kranke noch alleine auf die Toilette gehen kann. Die Grundversorgung bezieht sich auf die Körperpflege und die findet nun mal morgens und abends statt. Daneben kann man noch gut arbeiten gehen. Ich weiß wovon ich rede. Ich habe meine Eltern beide gepflegt. Sie hatten beide die Pflegestufe 2 und ich bin sogar noch Vollzeit arbeiten gegangen. Allerdings hatte ich Hilfe von meinem Mann. Aber auch dieser ist Vollzeit arbeiten gegangen. Allerdings im Schichtdienst. Wir haben uns das gut eingeteilt. Allerdings muss man auch arbeiten gehen wollen. Ansonsten kann man sich natürlich gut hinter die Pflegestufe verstecken oder es zumindest versuchen.
 

Pixelschieberin

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
2 Juli 2011
Beiträge
4.817
Bewertungen
11.156
[...] Allerdings muss man auch arbeiten gehen wollen. Ansonsten kann man sich natürlich gut hinter die Pflegestufe verstecken oder es zumindest versuchen.
Wahrscheinlich hast du bei der Unterstellung, die (mich) zwischen den Zeilen ansprang, die Option Demenz ausgeblendet.
Demente können zwar noch in der Lage sein, den Toilettengang (irgendwie) zu bewerkstelligen - die Pflegepersonen haben jedoch eine 24-Stunden-volle-Mann-Deckung zu bewerkstelligen, damit die Bude weder geflutet noch abgefackelt wird.
Dazu kommt die mit der Krankheit einhergehende Bockbeinigkeit, der wesentlich schwerer zu begegnen ist als der von Dreijährigen in der Trotzphase.
Es ist nämlich nicht davon auszugehen, daß die jedes Mal auf Neue mühsam beigepulten Lernergebnisse nachhaltig sind.

Wer sich DAS - aus Nächstenliebe seinen Angehörigen gegenüber - antut - oder weil er kein Geld locker machen kann, um eine menschenwürdige Unterbringung zu sponsorn, der sollte m. E. nicht geschmäht werden, weil er die Peanuts, die es dafür gibt, in Anspruch zu nehmen gedenkt - oder einfach keine Kraft mehr hat, um "arbeiten gehen zu wollen".

Das Salär reduziert sich nämlich drastisch, lädt sich ein "unprofessioneller" Angehöriger die Pflege auf seine schmalen Schultern - nur weil er den Pflegebedürftigen den Zuständen - selbst in Residenzen für Betuchte - nicht ausliefern mag.

Abgesehen davon, daß diese Angehörigen ihr eigenes Leben auf unabsehbare Zeit nicht mehr leben werden können - rufe ich mir die Sätze für pflegende Angehörige ins Gedächtnis und rechne die auf die tatsächlich zu erbringenden Leistungen um - DER Stundensatz wird noch nicht mal in 4. Welt-Ländern "aufgerufen".
 

Porks

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2008
Beiträge
585
Bewertungen
309
hi
Birgit63
Bei Pflegestufe 1 geht man davon aus, dass der Kranke noch alleine auf die Toilette gehen kann.

Es ist aber nun mal so jeder Mensch ist anders .Und darum gibt es Ärzte/Gutachter die das dann Abschließend beurteilen müssen und Notfall muss dann ein Gericht aus allen Ergebnissen ein Urteil fällen . Weil oft ist da noch viel mehr zu bedenken wie zB Medi, Arztbesuche oder Haushalt/Essen und wer weis was noch alles und das geht halt nicht immer nach Plan .
 

Birgit63

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
11 Mai 2011
Beiträge
623
Bewertungen
560
Hast du meinen ersten Post überlesen? Da habe ich die Demenz angesprochen. Bei Demenz liegt die Sache ganz anders. Davon hast du aber vorher nichts geschrieben. Demenzkranke kann man natürlich nicht alleine lassen. Aber das steht sicherlich im Gutachten des MDK.
 

Pixelschieberin

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
2 Juli 2011
Beiträge
4.817
Bewertungen
11.156
Hast du meinen ersten Post überlesen? Da habe ich die Demenz angesprochen.[...]
Asche auf mein Haupt - der bemäntelte Anwurf, daß eine pflegende Angehörige möglicherweise gar nicht arbeiten wolle, führte zum klassischen Überstrahlungsfehler.
Bei mir rangiert Pflege unter Schwerstarbeit, geht sie in nicht zu unterschätzender Weise an die Psyche.
(Wenn DAS keine Arbeit sein soll...)
Selbst wenn keine (nennenswerte) Demenz vorliegt, ältere Pflegebedürftige haben "special needs", die in diesen Feigenblatt-Formularen nicht vorkommen.
Allein schon die Minuteneinteilungen sind ein Hohn - und - Schlag ins Gesicht derer, die das in der vorgegebenen Zeit bewerkstelligen sollen.
Obendrein der Umstand, dass der Pflegebedürftige bei der "Begutachtung" erfahrungsgemäß alle Reserven kurzfristig bündelt - was dazu führt, daß der tatsächliche Pflegeaufwand zu Lasten der Betroffenen "runtergerechnet" wird.
Daß das die hilfsbereit-pflegende Person - wie auch immer - abfedern wird, ist bei dem Verfahren einkalkuliert.
Ich würde keinem, der sich zu Gunsten seiner Angehörigen entscheidet, keine zusätzlichen Einkünfte durch Lohnarbeit erzielen zu wollen, unterstellen, nicht arbeiten zu wollen.
Pflege ist kein nine-to-five-Job.
Die drastisch minimierten Kröten, die dem "unprofessionellen" Pfleger zugestanden werden, rechnen sich m. E. bei der Gegenüberstellung -
tatsächlich zu erbringender Aufwand versus Ersparnis, was nicht ausgezahlt werden muß, wenn kein Pflegedienst in Anspruch genommen wird.
Es ist doch eine Tatsache, daß Pflege arm macht, sobald man nicht in einer Liga mit auskömmlichen Gehaltsklassen/Erbschaften mitspielt.
Mein Respekt gilt allen, die sich für diesen Weg entschieden haben. Selbst wenn sie aus welchen Gründen auch immer (Überforderung z. B.) die mehr-als-doppelte Belastung, der ihr euch ausgesetzt habt, nicht bewerkstelligen können.
 
Oben Unten