Mein erster Kontakt mit ALGII (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

icheben81

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Hallo zusammen,


beim dritten Anlauf hat es heute endlich geklappt dass ich den Antrag stellen konnte. Jedoch weiss ich ehrlich gesagt nicht woran ich bin, da viele Dinge widersprüchlich und nicht verständlich waren.

Ich habe mich Ende Mai arbeitslos gemeldet. Der Bearbeiter dort konnte meinen ANtrag nicht annehmen, da ich bisher noch keine Kündigung von meinem AG erhalten habe. Er schickte mich dann schliesslich zum Kreishaus, wo ich einen Antrag für ALGII stellen könnte.
Das hatte bis heute nicht geklappt, da die zuständige Bearbeiterin lieber Mittagspause und Schwätzchen hält, als effektiv zu arbeiten. Für einen Antrag braucht sie mehr als eine Stunde.
ALs ich sie dann fragte wann ich denn in etwa mit, zumindest, einer Teilauszahlung rechnen könne, da ich seit zwei Monaten keinen Lohn bekommen habe, sagte sie mir "Sie wohnen ja im selben Haus wie Ihre Eltern, dann sollen die Ihnen was leihen!" Als ich ihr sagte das ich trotz dieser Tatsache seit Jahren nichts mit meinen Eltern zu tuen habe, sagte sie nur man können nichts machen.
Da auf einem Merkblatt etwas wegen Nebengewerbe stand, sagte ich ihr, dass ich seit 1.3. ein Kleingewerbe angemeldet habe, jedoch kaum Gewinn mache und in den letzten Wochen diesbezüglich nicht tätig bin da mir das Geld für Einkäufe fehlt.
Daraufhin meinte sie, dass die ganze ANtragsstellung umsonst gewesen sei, sie hätte mich in die Abteilung Selbständigkeit schicken müsste.
Dann die erste Kuriosität: zuerst sagte sie ich MÜSSE das angeben, das käme sowieso raus und dann gäbe es Sanktionen, dann sagte sie ich solle nichts sagen, was keine weiß macht keinen heiß. Zum Schluss sagte sie dann ich solle das Gewerbe abmelden.
Im Anschluss daran folgte ein Erstgespräch. Der Herr fragte mich wieso ich mein Studium abgebrochen hätte, ich solle das doch weiterführen, ohne Diplom ginge heute nichts mehr.
Ich habe ihm dann zu verstehen gegeben dass es für den Abbruch privete bzw. gesundheitliche Gründe gab und auch finanzielle, da ich als knapp Ü30 monatlich ca 170€ KV zahlen müsste. Er konnte diese Argumente nicht verstehen und meinte sinngemäß wo ein Wille, da ein Weg.
Sofort erzählte er mir wie toll dort alles sei. Man bekäme Weiterbildungen etc bezahlt, alles super, alles toll.
Als ich ihm sagte das ich seit geraumer Zeit eine Weiterbildung anstrebe, meinte er das die von mir ausgesuchte Weiterbildung nicht gefördert wird, da es eine schulische Weiterbildung sei. Auch die Tatsache dass diese Weiterbildungen im Kursnet stehen, von der Handwerkskammer durchgeführt werden und per Bildungsgutschein gefördert werden interessierte ihn nicht. Die Träger wollten ja nur Geld machen und sie deshalb bei Kursnet einstellen. Er könne mir allerdings eine Umschulung zum Altenpfleger anbieten.
Bildungsgutscheine wäre sowies keine da, da dieses Amt 6000 bedürftige hätte und pro Jahr nur 12 Bildungsgutscheine.
Ich solle doch erstmal bei einer Zeitarbeitsfirma arbieten, damit ich die nächsten Monate überbrücken könnte. Dann gab er mir noch den Hinweis, ich sollte weniger reden und mehr tun, also die Sachen nicht im Voraus be-/verurteilen sondern schauen wie es ist, wie zB über eine Zeitarbeitsfirma arbeiten.
Zum Schluss musste ich noch eine EGV unterschreiben, nichts wildes, dass ich an dem Beratungsgespräch teilnehmen muss, welche UNterlagen ich mitbringen soll etc.
Als ich den Raum verlassen wollte meinte er noch, ich solle für das Beratungsgespräch die Infos über die Weiterbildung ausdrucken und mitbringen und dem Kollegen vorlegen, vielleicht könne man ja etwas machen.

Ich finde das alles recht merkwürdig, ich bin mal gespamnnt was das noch so gibt.
 

wommi

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Alles, was Du geschildert hast, hat es bereits gegeben und wurde hier diskutiert.
Deshalb empfehle ch, die Suchfunktion zu nutzen und Dich vorab ein wenig schlau zu machen !
Vieles von dem, was Dir nach Deinen Darstellungen die Mitarbeiter erzählt haben, ist schlichtweg falsch ! Wenn die allerdings merken, dass Du dich vorbereitet hast, weden sie vorsichtiger.
Um das nicht nochmal so zu erleben, nehme zu weiteren Gesprächen unbedingt einen Beistand mit (suche mal nach Beistand !) - Du wirst sehen, was die JC-MAs plötzlich alles wissen !
 

gelibeh

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Zum Schluss musste ich noch eine EGV unterschreiben,
Man muss nie eine EGV unterschreiben. Man kann sie mit nach Hause nehmen und in Ruhe prüfen bzw. hier prüfen lassen. Ist die okay dann kann man immer noch unterschreiben wenn nicht, wartet man auf den Verwaltungsakt und legt Widerspruch ein. Es gibt keinen Grund so etwas sofort zu unterschreiben.
 

icheben81

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Danke für Eure Tipps!!! Werde mich nachher ausreichend informieren!

Zum Thema EGV: ich fragte ob ich diese nicht mitnehmen kann zwecks durchsicht und er meinte dann dann käme es zu einem Verwaltungsakt und ausserdem könne ich diese ja widerrufen.

In der EGV stand, meiner Meinung nach, nichts heikles. Ich solle zu dem Beratungsgespräch Zeugnisse, Bewerbungsanschreiben, Führerschein etc mitbringen und mich um eine Arbeit bemühen.
 

wommi

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Da hat der SB doch glatt gelogen - eine unterschriebene EGV kann man nicht widerrufen !
Gegen einen VA allerdings kann man Widerspruch einlegen !
 
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silka

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In der EGV stand, meiner Meinung nach, nichts heikles. Ich solle zu dem Beratungsgespräch Zeugnisse, Bewerbungsanschreiben, Führerschein etc mitbringen und mich um eine Arbeit bemühen.
Du hast die EGV unterschrieben?
Dann hattest du den Mitarbeiter wohl falsch verstanden.
Der müßte wohl doch gesagt haben:... dann dann käme es zu einem Verwaltungsakt und ausserdem könne ich diese (diese EGV-VA) ja widerrufen.
Dann stimmts wieder und er hätte nicht gelogen.
Natürlich wird viel gelogen.
Hier könnte man aber durchaus denken, daß du den Unterschied zwischen einer frw. vereinbarten zweiseitigen Vereinbarung=EGV und einem Verwaltungsakt, der die nicht zustandegekommene EGV ersetzt, noch nicht kennst und diese Aussage falsch verstanden hast.

EGV-VA---ein die EGV ersetzender Verwaltungsakt ist dann eine einseitige behördliche Auflage.
Erst gegen einen Verwaltungsakt kann man mit Widerspruch (nicht Widerruf) o.auch mit Rechtsmitteln vorgehen.
Gegen eine (einfache) EGV jedoch nicht. Die stellt keinen Verwaltungsakt dar, sondern soll ja gerade im Einvernehmen und freiwillig abgeschlossen werden. V wie Vereinbarung!!
Daß nichts Heikles drinsteht, denkst du dir so.
Vielleicht ists auch so. Du wirst es merken.

Was ist jetzt mit Geld? Hast du gleich auch Vorschuß beantragt?
Das könntest du jetzt sofort machen. Wenn du mittellos bist und dir Alg2 dem Grunde nach zusteht (was ja wohl der Fall ist), dann kannst du nach § 42 SGB I Vorschuß in Bar oder Bargeld und Sofortige Auszahlung verlangen.
Dazu müßtest du natürlich wieder hin zum Tempel und persönlich und schriftlich dein Verlangen deutlich machen.
Wann hast du das Beratunggespräch?--Kannst du das dort dann mit dem Vorschußantrag erledigen?
die nächste Alg2-Zahlung ist doch regulär erst am 1.7. zu erwarten.

Ich schätze, man will dich bis zu Zahlung deines ausstehenden Lohnes austrocknen und dann zuständigkeitshalber wieder zur Agentur für Arbeit und ALG 1 schicken.
Allerdings:
Alg2 ist bei Hilfebedürftigkeit die vorrangige Leistung und später regeln das AfA und Jobcenter untereinander.

Läuft denn jetzt die Sache mit deinem AG? Warum hast du keine Kündigung vorliegen? Was ist dort seit 2 Monaten los?

Ergänzung:
Den Bildungsgutschein dann trotzdem schriftlich mit Begründung beantragen. Nicht soviel erzählen lassen!
 

icheben81

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Er verwieß mich auf die am Ende der EGV stehenden Sätze "....Für diesen Fall gebe ich Ihnen gemäß §24 SGB X Gelegenheit, sich bis zum 15.12.2013 zu den entscheidungserheblichen Tatsachen zu äußern"

Das nannte er "...da brauchen Sie sich keine Sorgen machen, wenn Sie damit nicht einverstanden sind, dann können Sie das widerrufen...".

Nennt mich dumm oder naiv. Ich weiß derzeit nicht wo mir der Kopf steht.
Ich habe seit zwei Monaten keinen Lohn erhalten, ich bin nicht gekündigt worden, nichts. Das alles findet seinen vorläufigen Höhepunkt am 26.6., da ist der Gütetermin.

Geld habe ich keines erhalten. Die Damen, die meinen ANtrag heute morgen aufgenommen hat, sagte mir ich solle Herrn XY anrufen, zwecks Termin zur Abgabe des Antrags und dann auch wegen dem Geld nachfragen. Aber erfahrungsgemäß sagte sie, ginge da nichts per Vorkasse, schon gar nicht weil mein Antrag noch nicht abgegeben ist. Und der erste Eingang auf dem Konto könnte 3 bis 4 Wochen dauern.
Also habe ich erstmal keinen Cent.

Ich bin ganz ehrlich! Dadurch dass mir derzeit wirklich alles zu viel ist kann ich auch nicht so wie ich will. Ich befürchte immer etwas nicht richtig oder falsch verstanden zu haben und setz dann meine Ansicht nicht richtig durch.
Wie eben heute morgen: ich sagte dass ich die EGV mnitnehmen will zum checken und er kam mir dann mit Verwaltungsakt. Da dachte ich sofort: da hast Du bestimmt was falsch verstanden. Mach mal nicht auf dicke Hose sonst blamierst Du Dich noch.
Ausserdem ist es so, dass ich eh schnell gereizt bin. Und momentan geht das noch schneller. Als er zB sagte ich solle nicht so viel reden sondern mehr machen, da hätte ich ihm am liebsten seinen Schreibtisch um die Ohren gehauen.

Zum Thema Beistand. Ich habe nachgedacht und muss ehrlich sagen dass ich niemanden kenne der dafür in Frage käme.


Was wäre denn jetzt wenn ich am 26.6. den Prozess gewinne, eine ordentliche Kündigung zum 30.6. bekomme? Dann wäre die EGV doch ungültig, oder?
Dann stünde mir ALG1 zu. Bekäme ich dann später, wenn dass ALG1 beendet ist und ich in ALG2 gehen müsste eine neue EGV?
 

kelebek

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...

Was wäre denn jetzt wenn ich am 26.6. den Prozess gewinne, eine ordentliche Kündigung zum 30.6. bekomme? Dann wäre die EGV doch ungültig, oder?
Dann stünde mir ALG1 zu. Bekäme ich dann später, wenn dass ALG1 beendet ist und ich in ALG2 gehen müsste eine neue EGV?
Das am 26.6. ist ein Gütetermin zu einer von Dir am zuständigen Arbeitsgericht erhobenen Kündigungsschutzklage gegen Deine (schriftlich ergangene?) Kündigung durch Deinen Arbeitgeber?
 

icheben81

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@kelebek
nein, eratmal wird der Lohn von April und teilweise noch März eingeklagt. Eine Kündigung habe ich nie erhalten! Es gab "Streit" und meine angebotene Arbeitskraft hat er nicht angenommen (wenn's denn der Richter so sieht wie mein Anwalt!)
Beim Gütetermin muss man gucken was für die Zeit nach April geregelt wird. Vom Chef wurde ich winfach so zum 30.4. abgemeldet ohne.mich darüber in Kenntnis zu setzen.

@ollunddoll
danke!!
 
S

silka

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Nennt mich dumm oder naiv. Ich weiß derzeit nicht wo mir der Kopf steht.
Das ist so in solchen Situationen. Da braucht einer weder dumm noch naiv zu sein. Das sind vollkommen fremde Gewässer, in denen man auch noch mit Sturm und Leck im Kiel segelt...
Du solltest Stück für Stück die Brocken sortieren. Dabei kann das Forum helfen.
Ich versuch meins:
1. EGV ist unterschrieben, nichts Heftiges zu finden---erstmal aus dem Kopf verbannen. Aber evtl. dort genannte Termine nicht vergessen!
2. Gütetermin am Arbeitsgericht. Gut so. Da läuft also Kündigungsschutzklage und ein RA ist auch dabei---also alles beiseite legen bis kurz vor 26.
3. Vorschuß---ganz wichtig---Morgen früh (Freitag) hin, Antrag stellen, sofortige Barzahlung verlangen, bei Sturheit den Teamleiter verlangen, NICHT gereizt sein, sondern geduldig und deutlich und sachlich in Abständen von 1 Stunde dein Verlangen vorbringen. Mittellosigkeit nachweisen per akt. Kontoauszug.
Ein Vorschuß muß spätestens 4 Wochen nach Antragstellung ausgezahlt werden---d.h. frühestens am Tage der Antragstellung!!Also morgen!!
4. Außer eigenen Anträgen und Geldquittungen NICHTS mehr sofort unterschreiben.
5. Ein Beistand muß keiner mit Wissen sein. Der braucht nur 1 Std. Zeit, 2 Ohren und evtl. einen Stift und Zettel haben. Ich habe die Erfahrung selbst und auch als Beistand gemacht, daß bei Anwesenheit eines Beistandes, der nur zuhört und Notizen macht, die Termine sehr viel sachlicher ablaufen.
6. Denk JETZT NICHT an das, was wäre, wenn---das ist jetzt im Moment nicht relevant. Am 25.6. ist dazu noch Zeit, das zu erörtern. Lieber erstmal das Wichtige: An Geld kommen.

Hier mein Vorschlag:
sehr g D+H,
hiermit beantrage ich gem. § 42 SGB I Vorschuß auf Sozialleistungen nach SGB II, die mir dem Grunde nach zustehen. Ich bin nachweislich mittellos und verlange die unmittelbare Auszahlung der Alg2-Leistung Juni 2013 in bar, hilfweise als Barscheck.
Datum Unterschrift

2fach ausdrucken. Morgen mitnehmen. 1Exemplar abgeben als Antrag, 1als Empfangsquittung unterschreiben lassen, wieder einstecken als Beleg. Der SB füllt dann sowieso noch ein intern-Formular aus, du brauchst aber den Beleg, daß du den Antrag am xx gestellt und zugestellt hast.
Gutes Buch mitnehmen.
Dann dort warten, Buch lesen, Verlangen in Abständen wiederholen. Nicht ausfallend werden (schnell kommt die Bullerei)
Bis zum Sprechzeitschluß aushalten. Die haben immer Bargeld!!Den Teamleiter verlangen.
Du hast ein Recht auf diesen Vorschuß! Auf Sofortzahlung auch. Ganz eindeutig!
-----
Fertig.---Punkt 3 bleibt übrig für morgen!!

Ich bin auch ehrlich:
Ich habe zu Beginn meiner Odyssee nichts gewußt und habe 1,5 Jahre mich durch Foren und Gesetze und Richtlinien gelesen und habe auch einen RA wegen solcher Sachen gehabt.
Man merkt dann, daß man nur selbst für seine Sache was tun kann. RA tun was für ihren Unterhalt, die Sache selbst ist meist Fließband und lange Bank bei Gericht. Das glaubt man aber erst hinterher.
Was ich weiß, weiß ich nur aus eigener Erfahrung und durch Lesen/Schreiben/Lernen in Foren. Glaubs oder laß es bleiben;-)
 

icheben81

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Vielen lieben Dank!!!!!

Eine Frage zu dem Vorschuss habe ich noch, damit ich morgen nicht ganz dumm da stehe.
Datum der Antragstellung. Im Grunde habe ich doch noch gar keinen Antrag gestellt!? Die Dame hat mich heute aufgenommen und mir den Antrag ausgedrukct und mir gesagt ich müsse für die Abgabe einen Termin machen.
 
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@icheben81

Ich kann Dir nur empfehlen, auch wenn es Stunden, gar Tage dauert.
Lese Dich hier im Forum durch. Du kannst irgendwann das Thema SGB2 nicht mehr hören. Aber es ist wirklich lehrreich. Es gibt soviele Stolperfallen und Schutzmechanismen des Amtes. Wer naiv rangeht kann da echt böse fallen.
Gutgläubigkeit kann da existenzbedrohend sein. Es geht oft darum Kosten einzusparen an den sogenannten Kunden.

Ich bin so vorgegangen, ich habe mich immer zu dem belesen, was gerade anstand. Also z.B. Antrag, Nachreichung Papiere, Meldetermin oder eben spezielle Konstellationen. Wenn es gar nichts gab zum finden, dann klar, hab ich auch offen gefragt und hier tolle Hilfe erhalten. Lasse keinen Tag verstreichen, Du wirst es brauchen. Und das was bislang nicht optimal gelaufen ist, egal. Aber ab sofort kannst Du was ändern.

Wenn Du die Gegenseite kennenlernen willst, nimm mal ne Suchmaschine und suche nach Inge Hannemann. Sowas ist auch noch gut als Vorbereitung bei Meldeterminen.
Ingesamt muss ich sagen: Dafür, das hier die bösen Verlierer und der Abschaum der Wirtschaft sind, so wird man ja als ALG2 Empfänger oft dargestellt geht es hier sehr hilfsbereit, menschlich, aber auch fachlich wirklich super ab. :icon_daumen:

Ich halte es daher auch so, das ich um etwas zurück zu geben ebenfalls versuche aus meiner gemachten Erfahrung hier anderen zu helfen.
Geben und nehmen, denn zusammen ist man stärker und das müssen wir sein.
:wink:

Ich sag immer, auf dem Amt ein :icon_dampf::icon_kotz2::icon_twisted: sein und hier miteinander, nebeneinander, füreinander.
 
S

silka

Gast
Datum der Antragstellung. Im Grunde habe ich doch noch gar keinen Antrag gestellt!? Die Dame hat mich heute aufgenommen und mir den Antrag ausgedrukct und mir gesagt ich müsse für die Abgabe einen Termin machen.
Doch, hast du. Dein Alg2-Antrag gilt als gestellt und die Leistungen stehen dir ab dem 1.6. (Monatsersten) zu.
Wenn es zB bis Oktober dauert, bis ein Bewilligungsbescheid kommt, hast du trotzdem ab dem 1.6. Anspruch auf Alg2.
(Oktober war jetzt Schocktherapie und nicht ernst zu nehmen;-)
Deswegen auch Anspruch auf den Vorschuß, weil du mit dem heutigen Tag als Antragsteller geführt wirst.
Keine Bange---du hast schon den richtigen Status.
Durch die "Aufnahme der Dame" bist du im System.

Hockst du in Berlin, wo diese Anträge immer nur persönlich mit einem SB zusammen ausgefüllt werden?
In anderen Orten schickt man den Antrag per Post an den Laden.
 

icheben81

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Danke, ebenso schöne Grüße nach irgendwo;-)

Ich habe noch eine Frage zu der Sache mit dem Gewerbe.
Ich habe dies seit 1.3. angemeldet. Allerdings mache ich im Monat nur 30€ Gewinn, höchstens! Derzeit kann ich nichts verkaufen, weil ich ja kein Kapital für Einkäufe habe. Ist es so, dass ich dann einen "anderen" Anspruch habe? Die Frau sagte dann müsste ich in die Abteilung für Selbständige und dann sähe das alles anders aus.
 
S

silka

Gast
Ich habe noch eine Frage zu der Sache mit dem Gewerbe.
Ich habe dies seit 1.3. angemeldet. Allerdings mache ich im Monat nur 30€ Gewinn, höchstens! Derzeit kann ich nichts verkaufen, weil ich ja kein Kapital für Einkäufe habe. Ist es so, dass ich dann einen "anderen" Anspruch habe? Die Frau sagte dann müsste ich in die Abteilung für Selbständige und dann sähe das alles anders aus.
Nein, einen anderen Anspruch hast du nicht, aber evtl. einen andern Ansprechpartner, aus der Abteilung "Alg2 für Selbständige".
Dein Anspruch ist ebenso der Regelbedarf und Einkommen aus Erwerbstätigkeit wird dann mit Freibeträgen berücksichtigt.
Alles anders?---nö, wirklich nicht.
Die hat doch wirklich keinen blassen Schimmer. Ist wohl wirklich nur die "Empfangsdame"
Anspruch Alleinstehend 382,- Regelbedarf
+ KdU(Kosten der Unterkunft)
Einkommen aus selbständigem Gewerbe sind wie andere Erwerbseinkommen bis 100,- anrechnungsfrei, d.h. alles bis 100,- mtl. kannst du auch immer behalten.
:icon_pause:
 

icheben81

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So, ich war gerade dort um das, was Silka mir geraten hat, zu tun.
Ich habe der Dame gesagt dass ich gestern wegen Vorschuss gebeten habe, dieser Bitte jedoch nicht nachgekommen wurde.
Sie rief dann den für mich zuständigen Sachbearbeiter an, der dann irgendwas mit ihr beredetet, machten noch ein paar dumme Scherze über die Leute und dann fragte sie ob ich am Dienstag um 9:00h Zeit hätte.
Das mit dem Vorschuss ginge nicht laut Sachbearbeiter, dazu müsste er zuerst ein Gespräch, sog. "Kompetenzcheck", führen.
Dann lachte diese junge Göre noch so dumm und meinte wie ich mir das denn vorstellen würde, ich hätte den Antrag doch gestern erst gestellt. Der Herr Sachbearbeiter hätte mir ja nun jetzt schon kurzfristig einen gegeben.
Dann merkte sie noch an "...Sie wohnen ja noch bei Ihren Eltern, dann gucken Sie dass Ihre Eltern sie noch etwas versorgen...". Ich stellte klar dass wir zwar in einem Haus wohnen, aber ich meinen eigenen Haushalt habe und da ich über 25 bin, meine Eltern nicht mehr für mich sorgen müssten.
Dann gab ich ihr das Schreiben (Silka´s Worte 1:1), sie stellte mir eine Quittung darüber aus und dann war´s das.

Immerhin: kein Geld, aber dafür einen Termin zum Kompetenzcheck:icon_kotz:

Ich würde dem Kerl ja echt gern.....
 
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silka

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So, ich war gerade dort um das, was Silka mir geraten hat, zu tun.
Hallo, du hast leider nun gerade NICHT gemacht, was ich geraten hatte.
Sorry, dann wird man eben abgewimmelt...besser noch... abgefertigt.
Ich hatte dir gestern sogar mehrfach geraten, verlange Vorschuß, bringe dein Verlangen wiederholt und deutlich und sachlich im Stundentakt vor und verlange den Teamleiter, wenn Gören oder Kerle dir Grünkohl erzählen.
Ich hatte geraten, nimm ein Buch mit (weil du Geduld haben mußt).
Ich hatte geraten, geh erst aus dem Tempel, wenn du Bargeld oder den Barscheck über die Junileistung hast.
Das kannst du alles nachlesen.

Du hat dich ratzfatz abspeisen lassen.
Du warst schon um 9 Uhr zurück. JC machen 8.30 auf. Du hast gar keine Geduld gehabt!
Ich hatte geraten, geh gleich früh hin, damit du genug Zeit für die Öffn-Zeit bis 11.00 am Freitag hast.

Tut mir leid, ich schreibe hier immer deutlich, sogar so deutlich, daß man mich öfter schneidet, cuttet oder sperrt.
Was an meinen Hinweisen war denn für dich nicht zu verstehen?
 

gelibeh

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Dann lachte diese junge Göre noch so dumm und meinte wie ich mir das denn vorstellen würde, ich hätte den Antrag doch gestern erst gestellt. Der Herr Sachbearbeiter hätte mir ja nun jetzt schon kurzfristig einen gegeben.
Dann verlangt man den Teamleiter und fragt auch gleich mal nach dem Namen des Geschäftsführer des JC, weil man sich beschweren will, dass die den §42 SGBI nicht richtig umsetzen.
 

icheben81

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Ok, dann habe ich das falsch gemacht und das geht auf meine Kappe!!
Ich hatte es so verstanden, und auch gedacht das es so geht, das sie einen quasi in die Warteschlange stellen, sprich das Schreiben annehmen und dann sagen ich solle warten bis jemand Zeit hat.
Ok, dumm gelaufen...
Sei´s drum...davon abgesehen dass ich das Geld nicht bekommen habe, ist das Verhalten der MA bzw. des Sachbearbeiters falsch, oder nicht? Ändert jetzt die Tatsache dass ich nicht jede Stunde einmal gefragt habe etwas daran!?
Sie war nachdem ich das zweite mal gesagt habe dass ich Geld brauche schon pampig, der Kollge vom anderen Schalter kam schon rüber und der Sicherheitstyp hat auch schon genervt geguckt.
Ok, ich hätte es darauf ankommen lassen können und wäre ausgerastet, ist nun mal so dass es bei mir relativ schnell geht. Hätte ich das riskieren sollen?
Ich dachte mir, ich hab jetzt 3 mal gefragt, der SB mit dem die junge Frau telefoniert hat hat auch keine Lust etwas zu tun und drückt mir einen Termin rein und bevor Du die Nerven verlierst, geh besser.

Davon abgesehen werden bei uns die Pforten schon um 8h geöffnet ;-)
 
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@icheben81

Wenn 1981 Dein Gebdatum ist, biste ja noch schön jung.
Deshalb erkläre ich mal die andere Seite. Angenommen:
Du bist SB. Nun kommen 10 Leutchen an.
Die ersten 3 wirste simpel los mit einer einfachen Ausrede.
Die nächsten 3, da machste ne kompliziertere Ausrede, ähnlich
wie in Deinem Fall.
Und die letzten 3 wirste los, weil Du gaaaanz böse guckst und
wilde Gesetze und böse Folgen von Dir gibst.
Nur einer, der will nicht gehen. Der bleibt einfach und wiederholt
wie ein Roboter seine Forderungen, ist aber nicht beleidigend,
nicht aggressiv, nicht gewalttätig. Aber standhaft und unermüdlich.
Ich will damit sagen, das wenn von 10 Leuten 9 ohne was wieder rausgehen,
der SB nen Orden kriegt, weil er nur einen durchgelassen hat.
SB`s sind wie Torhüter. Die wollen das JC sauber halten von Ansprüchen.
Die, die gutmütig sind, gutgläubig sind, keine Ahnung haben, sich schnell verunsichern lassen usw., das sind die, die auf der Strecke bleiben.
Das willst Du bestimmt nicht, oder? Du willst nicht zu den 9 wirbellosen gehören oder? Also pack die Inch Geschütze aus. Du kannst das.
Wie sagte die Fürst so schön? Fr. X ist mittellos und das bedeutet sie bekommt Geld UND ZWAR JETZT.
Ich weiß, die Pumpe läuft, die Stimme zittert, die Hand, gerade beim ersten schweren Gefecht, aber man gewöhnt sich dran.
Ich nehm auch immer einen MP4Player mit, damit die Lebenszeit nicht komplett weg ist.
Frechheit kann auch siegen. Mir ist ein Fall bekannt, da ist derjenige wie Heinz Erhardt einfach mal in ein Büro eingetreten und in das nächste. Er dachte, dort wäre er mit seinem Anliegen richtig. Die Kollegen haben den zuständigen SB dann jeweils informiert. Und der war irgendwann genervt, weil er die Angst bekam, das der da jeden Raum guten Tag sagt und hat ihn dann endlich reingelassen. So dummfrech, weißt wie ich mein?
Da muss man aber so ein bisschen den Charakter für haben.

Stell Dir vor, Du hast seit 3 Tagen kein Wasser getrunken und brauchst nun Geld für ne Flasche. Sonst ist Ende. Mit dem Gedanken gehste da psychisch rein. Draussen ist Wüste, drinnen gibt es nen tollen Automaten, da kommen bunte Papierschnipsel raus.
:icon_daumen:
 

obi68

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Ich weiß, die Pumpe läuft, die Stimme zittert, die Hand, gerade beim ersten schweren Gefecht, aber man gewöhnt sich dran.
So ist es, aber das Gefühl, wenn man einen Sieg errungen hat, ist atemberaubend.

Und ebenso wie die anderen in Zukunft vorsichtiger werden, wie sie einen behandeln, wird man selbst immer sicherer.

Man muß "nur" den Anfang wagen.
 
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