Mein Arbeitsvermittlerin möchte eine Terminaufstellung über die Frühförderung meiner Tochter, kann mir jemand sagen wozu der SB diese Angaben benötigt und bin ich verpflichtet ihr diese Termine auf zu schreiben?

Julialuna8657

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Huhu

Ich bin 33 und Alleinerziehende Mutter von zwei Kindern. Falls es wichtig ist ich habe das alleinige Sorgerecht für alle zwei.

Meine Tochter besucht die Kita für 6 Stunden. Einmal in der Woche geht sie zur Frühförderung und zur Logopädie. Regelmäßig muss sie zum HNO, Augenarzt und SPZ. Antrag auf Doppelförderung wurde bei ihr gestellt.

Mein Sohn geht ab Sept. in die Kita und einmal in der Woche zur Physiotherapie und regelmäßig zum Orthopäden.

Ich soll von beiden Kindern die Termine auf listen. Von meiner Tochter den Behandlungsplan zum Arbeitsvermittler mitbringen.
Kann mir einer sageb warum? Dachte immer die Kindrtermine sind meine privat Angelegenheit.

Liebe Grüße
 

gila

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Teilst du uns bitte noch mit, wie alt deine beiden Kiddies sind?
 

Julialuna8657

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Meine Große ist 3 Jahre.
Ein Verdachtsfall auf: Autismus, ADHS, Wahrnehmungsstörung und Konzentrationsschwäche wird aber noch geprüft

Mein Sohn ist motorisch Entwicklungsverzögert und Verdacht auf Epilepsie wird auch geprüft
 

Nena

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Kann mir einer sageb warum? Dachte immer die Kindrtermine sind meine privat Angelegenheit.
Offensichtlich berufst Du Dich darauf, dass Du wegen dieser vielen Termine keine anderen wahrnehmen kannst (Stellensuche? Jobcentertermine? Bewerbungen?). Wenn Du Dich darauf berufst, solltest Du es auch nachweisen können (zumindest darlegen). Sonst sieht es aus wie eine bloße Behauptung.
 

Seepferdchen 2010

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Hallo Julialuna8657 und :welcome:

Ich war so frei und hab' den Titel Deines Fadens mal etwas griffiger gestaltet.
Ich möchte dir noch mal in Erinnerung bringen die Forenregel 11, bitte immer eine aussagekräftige Überschrift

Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11

Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!!oder"Arbeitsvermittlung und Förderplan"

sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 150! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

und auch im Texteingabefeld bei der Überschrift findest du dazu den Hinweis.

Schau bitte in diesen Link, hier hat unser @Admin2 genau erklärt warum eine

aussagekräftige Überschrift so wichtig ist:


Ich wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum.
 

Julialuna8657

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Ich sollte nir die Genehmigung zur Frühförderung einreichen. Auf was berufen hab ich mich nicht.
Bin bis Sep so oder so in Elternzeit da ich keinen Krippenplatz habe.
Bis die Einladung kam, kam ich nicht malauf die Idee mich von etwas freistellen zu lassen.
 

gila

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Sehe ich nicht so. Erst einmal, ohne dies näher geprüft zu haben.
Wann ich wo und auch welche medizinischen Termine habe für mich und/oder Kinder geht m.E. erstmal niemand etwas an - allenfalls die Tatsache, DASS hier für die Kinder aus medizinischen Gründen ein gewisser Aufwand und Förderbedarf da ist.

Hier ist vielleicht erstmal zu klären, inwieweit jedes einzelne der Kinder ein Grad der Behinderung oder auch sogar eine Pflegestufe zusteht und inwieweit dann eine Arbeitsaufnahme zumutbar ist - in welchem Umfang.

Hast du noch einen bestehenden Arbeitsplatz oder sollst du beruflich was suchen?

Nachsatz: ich würde mich um Anerkennung von Behinderung kümmern - und dann auch an einen Mehrbedarf deswegen denken!

 

Julialuna8657

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Nein ich habe keinen Arbeitsplatz. Von Beruf bin ich Heilerziehungspflegerin. Habe bis zur ersten Schwangerschaft darin gearbeitet.

Pflegestufe würde ich momentan bei keinen der Kinder durchbringen. Meine Tochter ist im Sozialverhalten schwierig und sprachlich hinterher bedarf aber keiner Behandlungspflege.
MeinSohn ist zu klein um das zu beantragen. Er ist 12 Monate alt und motorisch auf den Stand von ca 7.
 

gila

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Wieso bist du in dieser Situation denn bei einem Vermittler?
Das Jüngste ist 12 Monate - beide Kinder haben ihre Schwierigkeiten - bis zur Vollendung des 3. Lebensjahres eines Kindes besteht keine Pflicht zur Arbeit - WAS will denn da der Vermittler?
 

Julialuna8657

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Weil meine Elternzeit bald vorbei ist. Wenn mein jüngster in die Krippe geht bin ich laut Theorie wieder vermittelbar.
 

gila

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Das Jüngste ist oder soll in eine Krippe? Mit 12 Monaten?
Wieso? Da kriegen kaum Mütter MIT Job einen Platz - sind die Plätze in deiner Stadt so ausreichend?

Du solltest dich mal tiefergehend erkundigen z.B. bei einem Sozialverband oder Caritas etc. was deine Rechte sind, besonders im Hinblick auf 2 derzeit noch unklar erkrankte Kinder und Unterstützungsbedarf!
Vielleicht gibt es auch einen Verband Alleinerziehender, an den man sich wenden kann?
Oder sonstige Beratungsstellen in deiner Stadt.
 

Julialuna8657

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Warum sollte er nicht mit 12 Monaten in die Krippe? Ich denke es tut im gut mit Gleichaltrigen und vll macht er dann einen Sprung nach vorne.
Warum Problem? Es geht mit den Plätzen. Wenn man sich zeitig genug kümmert. Meine Große war auch mit 14 Monaten in der Krippe es tat ihr gut.
Vll liegt aus auch daran das ich aus den Osten in der Provinz wohne.

Neratungsverbände haben wir auch. Ich bin bei der Diakonie.
 

Gaestin

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es könnte zu früh sein, wenn er Probleme hat. Und man muss erst arbeiten, wenn er drei ist.
Der Druck wird natürlich höher, wenn man einen Krippenplatz hat. Ich würde noch ein paar
Monate mit der Entscheidung warten. Gilas Ratschlag ist gut.
 

Caye

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Allein schon die regelmäßigen Termine, zu denen die Kids gebracht werden müssen, sollten für PG 1 ausreichen, mit sozialen und sprachlichen bzw. motorischen Defiziten eher mehr.

Korrektur: Da Kinder unter 18 Monaten automatisch einen PG höher eingestuft werden, wäre es beim jüngeren Kind direkt erstmal mindestens PG 2.
 
Zuletzt bearbeitet:

HermineL

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Korrektur: Da Kinder unter 18 Monaten automatisch einen PG höher eingestuft werden, wäre es beim jüngeren Kind direkt erstmal mindestens PG 2.
Was auch einen finanziell nicht unerheblichen Vorteil in sich birgt.

Weil meine Elternzeit bald vorbei ist. Wenn mein jüngster in die Krippe geht bin ich laut Theorie wieder vermittelbar.
Falsch.

§ 10 SGB II
1) Einer erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person ist jede Arbeit zumutbar, es sei denn, dass
1. sie zu der bestimmten Arbeit körperlich, geistig oder seelisch nicht in der Lage ist,
2. die Ausübung der Arbeit die künftige Ausübung der bisherigen überwiegenden Arbeit wesentlich erschweren würde, weil die bisherige Tätigkeit besondere körperliche Anforderungen stellt,
3. die Ausübung der Arbeit die Erziehung ihres Kindes oder des Kindes ihrer Partnerin oder ihres Partners gefährden würde; die Erziehung eines Kindes, das das dritte Lebensjahr vollendet hat, ist in der Regel nicht gefährdet, soweit die Betreuung in einer Tageseinrichtung oder in Tagespflege im Sinne der Vorschriften des Achten Buches oder auf sonstige Weise sichergestellt ist; die zuständigen kommunalen Träger sollen darauf hinwirken, dass erwerbsfähigen Erziehenden vorrangig ein Platz zur Tagesbetreuung des Kindes angeboten wird,
4. die Ausübung der Arbeit mit der Pflege einer oder eines Angehörigen nicht vereinbar wäre und die Pflege nicht auf andere Weise sichergestellt werden kann,
5. der Ausübung der Arbeit ein sonstiger wichtiger Grund entgegensteht.).
Bis das dein Kind das dritte Lebensjahr vollendet stehst du der Vermittlung nicht zur Verfügung. Ganz egal was dir ein übereifriger SB erzählen möchte. Wenn dein Kind heute ein Krippenplatz hat ist das schön aber es gibt keine Verpflichtung dazu und du kannst das Kind jederzeit wieder darunter nehmen. Selbst wenn du nur 2 Tage etwas mit dem Kind unternehmen willst. Das steht dir frei und kann nicht vom JC eingeschränkt werden.

Ich hätte dem JC erst gar nichts davon erzählt denn es geht sie schlicht nichts an. Wenn der SB meint du könntest ja nun vermittelt werden ist er schief gewickelt. Anders sieht das er ab der Vollendung des dritten Lebensjahres aus, dann kann das JC Zwang ausüben bis dahin hat es sich aber an § 10 Abs.1 Satz 3 SGB II zu halten.

Die BA selber weist in ihren fachlichen Hinweise zu § 10 SGB II unter RZ.10.15 auch darauf hin.

(3) In einer Familie mit einem Kind, welches das 3. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, kann sich einer der Partner wegen der Kinderbetreuung auf die Unzumutbarkeit der Arbeitsaufnahme berufen. Der sachgerechte Gebrauch des Rechts setzt eine Aufklärung über Rechte und Möglichkeiten voraus, wozu auch Hinweise auf lokale Angebote der Kinderbetreuung von Dritten gehören. Die Partner sind frei darin, zu bestimmen, wer die Kinderbetreuung übernimmt. Die Entscheidung ist unabhängig von der Frage, welcher Partner Elterngeld bezieht oder Elternzeit in Anspruch nimmt.
Aber auch bei Kindern über 3 Jahren kann nicht generell davon ausgegangen werden das die Eltern der Vermittlung uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Hierzu der gleiche fachliche Hinweis ebenfalls unter Rz. 10.15_

(4) Bei Kindern, die das 3. Lebensjahr vollendet haben, ist die Arbeitsaufnahme zumutbar, wenn eine bedarfsgerechte Betreuung des Kindes durch Dritte geleistet werden kann. Dies ist der Fall, wenn nachweislich geeignete Kinderbetreuungsplätze z. B. in einer Kindertagesstätte zur Verfügung stehen.

Ein erhöhter Betreuungsbedarf kann bei verhaltensauffälligen Kindern bestehen, z. B. bei hyperaktiven Kindern.
Bedeutet im Klartext das auch bei Kindern über 3 erst einmal ein Kinderbetreuungsplatz vorhanden sein muss bevor man der Vermittlung zur Verfügung steht. Gerade der letzte Satz kann hier im Fall der TE Bedeutung haben wenn ich Ihre Aussage hier lese:
Meine Große ist 3 Jahre.
Ein Verdachtsfall auf: Autismus, ADHS, Wahrnehmungsstörung und Konzentrationsschwäche wird aber noch geprüft
Nach m.M. steht die TE derzeit weder in Bezug auf das Kind unter 3 noch auf das Kind über 3 der Vermittlung zur Verfügung.

Hinweis für TE: Verweise den SB auf die fachlichen Hinweise der BA zu § 10 SGB II und darauf das du weder in Bezug auf das eine noch auf das andere Kind derzeit zur Verfügung stehst. Bei dem älteren Kind bist du eigentlich allerdings in der Nachweispflicht was ein Attest und die Zeiten an denen du dich darum kümmern musst betrifft. Eigentlich weil du schon alleine wegen des kleineren Kindes nicht zur Verfügung stehst. Dennoch macht es schon Sinn die Nachweise zu erbringen. Sei es auch nur dafür Ruhe vor dem SB zu haben.
 

wheelie

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Moin,

als erstes der Tipp, für Eltern mit behinderten Kindern, oder welchen, wo der Verdacht auf Behinderung besteht, gibt es das ziemlich gute Forum rehakids punkt de. Da lohnt sich mal reinzuschauen.

Du schriebst von Behandlungspflege für den Pflegegrad, genau die ist nicht gemeint, sondern die Grundpflege. Behandlungspflege ist alles, was medizinisch ist und nur jemand machen kann, der angelernt ist oder so. Grundpflege ist alles, was den Alltag betrifft, und da würde ich es wirklich vielleicht mal versuchen. Pflegegeld darf nirgendwo angerechnet werden und kann einem oft sehr viel weiter helfen.

Da Deine Kinder keine Gehbehinderung haben, glaube ich, dass ein Schwerbehindertenausweis bezüglich Mehrbedarfe eher weniger bringt. Das ist doch eigentlich nur, wenn man aufgrund von Rollator oder Rollstuhl oder Blindheit mehr Platz benötigt, soweit ich weiß. Insofern würde ich dann eher probieren, einen Pflegegrad zu bekommen. Dazu würde ich für das Gutachtengespräch mir auch einen Zeugen hinzunehmen, zum Einen, um nicht mit Gutachter und Kindern allein zu sein, und zum anderen für die 2 Ohren mehr. Zudem würde ich vorher ein Tagebuch führen, was Du wann für welches Kind an Tätigkeiten hast, das muss dann ein Teil des Gutachtens werden und hilft oft sehr.

Wenn der SB für das große Kind so etwas haben möchte, würde ich vielleicht den Arzt bitten, dass er ein Attest ohne Diagnosen ausstellt, in dem bestätigt wird, dass das große Kind Deinerseits besondere Aufmerksamkeit benötigt, und zudem x Termine mit der und der Dauer in der Woche hat, um ärztlich verordnete Therapien und Termine wahrzunehmen. Also alle für den SB relevanten Informationen ohne inhaltlich drauf einzugehen, denn das geht den mal gar nix an.

Zusätzlich würde ich noch einmal deutlich drauf hinweisen, dass Du bis zum 3. Lebensjahr des 2. Kindes zu gar nichts verpflichtet bist, mit Paragrafen. Oftmals reicht das schon, um SB den wind aus den Segeln zu nehmen. Du zeigst, dass Du Dich auskennst, und weißt, wie Deine Rechte und Pflichten sind.

Lg wheelie
 
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