Guten Tag allerseits,
vor einiger Zeit stellte ich einen Antrag auf Anerkennung einer (Schwer)Behinderung.
Meine Diagnosen sind Depressionen, eine Angststörung, ADHS (ausgeprägt) und eine (Kombinierte) Persönlichkeitsstörung.
Im Dezember beantragte ich die Zuerkennung eines GdB bzw. der Schwerbehinderteneigenschaft. Zuerkannt wurden mir auf Anhieb 40%. Tatsächlich mehr, als ich erwartet hatte!
Kurz mal ein wenig zu meiner Geschichte:
Ich kämpfe mich mehr oder weniger durchs Studium, weil ich mich selbst finanzieren muss, obwohl ich aufgrund meiner diversen krankheitsbedingten Symptome, die da wären:
Verpeiltheit/Unbeholfenheit, nichtvorhandenes technisches/handwerkliches Verständnis, Paranoia, soziale Ängste und aus Erfahrungsmangel und Mangel an "sozialem Instinkt" auch Inkompetenz, Impulsivität, permanente Gefühle von Unzulänglichkeit, Sensibilität/Neigung zur Reizüberflutung, starke Labilität/geringe Belastbarkeit, chronische Suizidalität, Autoaggression, Panikattacken, extremes Grübeln, Tollpatschigkeit, Stimmungsschwankungen, Minderwertigkeitsgefühle, Mangel an Selbstvertrauen und -wertgefühl, Grobmotorik, Chaotischsein (Vermüllung, Verdreckung zu Hause), Konzentrationsmangel, Schlafstörungen, allgemeine Gereiztheit, Vergesslichkeit, permanente Schuld- und Schamgefühle (ganz wichtig!) -
bereits acht Jobs nach relativ kurzer Zeit verlor. Da auch die ganzen Jobversuche nicht reichten, meinen Lebensunterhalt zu decken, folgt nun noch während des Bachelors die Privatinsolvenz.
Außer meinem Partner, der durch die meisten der o.g. Punkte belastet ist, was wiederum meine Beziehung schädigt, und meinem Vater, mit dem ich die u.g. Sache kläre, habe ich keine (! keine Beschönigung) sozialen Kontakte.
Ich fühle mich in Gegenwart anderer wie "gesellschaftlicher Abschaum" und meide Kontaktaufnahme zu anderen um jeden Preis.
Mein Psychiater äußerte, ich hätte seiner Ansicht nach definitiv einen GdB von 50 (in meiner Paranoia rechne ich ja damit, dass meine Ärzte hier mitlesen...). Ich erwartete eigentlich, erst einmal einen GdB von 20 o.ä. zu erhalten - aber tatsächlich wurden es direkt 40.
Ein GdB von 40 ist höher als erwartet, hilft mir allerdings nicht wirklich weiter, da der einzige Anlass zur Beantragung eines GdB das Zusprechen der Schwerbehinderteneigenschaft und damit die Option für meinen Vater, wieder Kindergeld zu beziehen, war. Information am Rande: ich bin "bereits" 27 und habe nach Erhalt einer Sondergenehmigung der Bezirksregierung mit 19 die Oberstufe erneut besucht, mit 22 noch die 13. Klasse wiederholt, weil meine Mutter an ihrer Leberzirrhose verstarb, daher erst mit 23 das Abi erhalten.
Kindergeld ist essenziell, um während des Studiums das Existenzminimum zu erreichen, aber von einem GdB von 40 und psychatrisch attestierter verminderter Studier- und Erwerbsfähigkeit lässt sich die Famillienkasse nicht beeindrucken, ohne GdB von >= 50 und bei Ausübung eines Jobs im Umfang von mehr als 15 Stunden pro Woche liegt die Weiterbewilligung im Ermessen des Sachbearbeiters.
Etwas mehr als 15 Stunden pro Woche muss ich allerdings arbeiten, wenn ich es nicht darauf anlege, meine Wohnung zu verlieren. Es zeichnet sich seit Aufstockung des Pensums bereits eine Verschlimmerung der Symptomatik ab (Verschlimmerung der Autoaggressionen (ich arbeite bei den Diagnosen tatsächlich im Callcenter. ), Schlafstörungen, Gereiztheit), aber Miete, NK, KV, Semesterbeitrag und Essen wollen bezahlt werden. Wohngeldanspruch besteht seit Ende 2018 auch, wurde nun beantragt, wird mich etwas entlasten, das Ruder aber auch nicht vollständig "rumreißen".
Meine Mutter lebt nicht mehr, mein Vater lebt als Rentner selber unterhalb des Existenzminimums und hat sich für mich schon verschuldet, daher drängt es natürlich.
Ich habe bereits einen dreißigseitigen Widerspruch verfasst, den ich meines Erachtens nicht sinnvoll kürzen kann. Da im März der Semesterbeitrag von ca. 300Euro fällig ist, hätte ich in diesem Monat nicht einmal den "Eigenanteil" für einen Anwalt bei Beratungshilfe oder einen Mitgliedschaftsbeitrag bei einem Behindertenverein. Und der Widerspruch muss im März begründet werden.
Entschuldigung, falls ich unstrukturiert schrieb.
Hat jemand Tipps? Zum Widerspruch? Allgemein?
Vielen Dank!
Viele Grüße
Liska
vor einiger Zeit stellte ich einen Antrag auf Anerkennung einer (Schwer)Behinderung.
Meine Diagnosen sind Depressionen, eine Angststörung, ADHS (ausgeprägt) und eine (Kombinierte) Persönlichkeitsstörung.
Im Dezember beantragte ich die Zuerkennung eines GdB bzw. der Schwerbehinderteneigenschaft. Zuerkannt wurden mir auf Anhieb 40%. Tatsächlich mehr, als ich erwartet hatte!
Kurz mal ein wenig zu meiner Geschichte:
Ich kämpfe mich mehr oder weniger durchs Studium, weil ich mich selbst finanzieren muss, obwohl ich aufgrund meiner diversen krankheitsbedingten Symptome, die da wären:
Verpeiltheit/Unbeholfenheit, nichtvorhandenes technisches/handwerkliches Verständnis, Paranoia, soziale Ängste und aus Erfahrungsmangel und Mangel an "sozialem Instinkt" auch Inkompetenz, Impulsivität, permanente Gefühle von Unzulänglichkeit, Sensibilität/Neigung zur Reizüberflutung, starke Labilität/geringe Belastbarkeit, chronische Suizidalität, Autoaggression, Panikattacken, extremes Grübeln, Tollpatschigkeit, Stimmungsschwankungen, Minderwertigkeitsgefühle, Mangel an Selbstvertrauen und -wertgefühl, Grobmotorik, Chaotischsein (Vermüllung, Verdreckung zu Hause), Konzentrationsmangel, Schlafstörungen, allgemeine Gereiztheit, Vergesslichkeit, permanente Schuld- und Schamgefühle (ganz wichtig!) -
bereits acht Jobs nach relativ kurzer Zeit verlor. Da auch die ganzen Jobversuche nicht reichten, meinen Lebensunterhalt zu decken, folgt nun noch während des Bachelors die Privatinsolvenz.
Außer meinem Partner, der durch die meisten der o.g. Punkte belastet ist, was wiederum meine Beziehung schädigt, und meinem Vater, mit dem ich die u.g. Sache kläre, habe ich keine (! keine Beschönigung) sozialen Kontakte.
Ich fühle mich in Gegenwart anderer wie "gesellschaftlicher Abschaum" und meide Kontaktaufnahme zu anderen um jeden Preis.
Mein Psychiater äußerte, ich hätte seiner Ansicht nach definitiv einen GdB von 50 (in meiner Paranoia rechne ich ja damit, dass meine Ärzte hier mitlesen...). Ich erwartete eigentlich, erst einmal einen GdB von 20 o.ä. zu erhalten - aber tatsächlich wurden es direkt 40.
Ein GdB von 40 ist höher als erwartet, hilft mir allerdings nicht wirklich weiter, da der einzige Anlass zur Beantragung eines GdB das Zusprechen der Schwerbehinderteneigenschaft und damit die Option für meinen Vater, wieder Kindergeld zu beziehen, war. Information am Rande: ich bin "bereits" 27 und habe nach Erhalt einer Sondergenehmigung der Bezirksregierung mit 19 die Oberstufe erneut besucht, mit 22 noch die 13. Klasse wiederholt, weil meine Mutter an ihrer Leberzirrhose verstarb, daher erst mit 23 das Abi erhalten.
Kindergeld ist essenziell, um während des Studiums das Existenzminimum zu erreichen, aber von einem GdB von 40 und psychatrisch attestierter verminderter Studier- und Erwerbsfähigkeit lässt sich die Famillienkasse nicht beeindrucken, ohne GdB von >= 50 und bei Ausübung eines Jobs im Umfang von mehr als 15 Stunden pro Woche liegt die Weiterbewilligung im Ermessen des Sachbearbeiters.
Etwas mehr als 15 Stunden pro Woche muss ich allerdings arbeiten, wenn ich es nicht darauf anlege, meine Wohnung zu verlieren. Es zeichnet sich seit Aufstockung des Pensums bereits eine Verschlimmerung der Symptomatik ab (Verschlimmerung der Autoaggressionen (ich arbeite bei den Diagnosen tatsächlich im Callcenter. ), Schlafstörungen, Gereiztheit), aber Miete, NK, KV, Semesterbeitrag und Essen wollen bezahlt werden. Wohngeldanspruch besteht seit Ende 2018 auch, wurde nun beantragt, wird mich etwas entlasten, das Ruder aber auch nicht vollständig "rumreißen".
Meine Mutter lebt nicht mehr, mein Vater lebt als Rentner selber unterhalb des Existenzminimums und hat sich für mich schon verschuldet, daher drängt es natürlich.
Ich habe bereits einen dreißigseitigen Widerspruch verfasst, den ich meines Erachtens nicht sinnvoll kürzen kann. Da im März der Semesterbeitrag von ca. 300Euro fällig ist, hätte ich in diesem Monat nicht einmal den "Eigenanteil" für einen Anwalt bei Beratungshilfe oder einen Mitgliedschaftsbeitrag bei einem Behindertenverein. Und der Widerspruch muss im März begründet werden.
Entschuldigung, falls ich unstrukturiert schrieb.
Hat jemand Tipps? Zum Widerspruch? Allgemein?
Vielen Dank!
Viele Grüße
Liska