Mein Antrag auf eine Umschulung bzw. einen Bildungsgutschein wurde abgelehnt. Welche Möglichkeiten habe ich jetzt noch?

Vincent

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Hallo ☺ ich habe ein Problem. Vor einiger Zeit habe ich einen Bildungsgutschein beantragt um eine 2-jährige Umschulung zum Fachinformatiker zu machen.
Mein Sachbearbeiter hat mich zum medizinisch-psychologischen Dienst des Jobcenters geschickt. Schriftlich habe ich überdurchschnittlich abgeschnitten. Einzige Auflage, die mir die Dame dort mitgeteilt hat war, neben der Umschulung eine Psychotherapie zu machen.
Ich war zufrieden und 95% sicher dass alles klappt. Sogar ein Beratungsgespräch bei der Umschulungseinrichtung hatte ich schon. Ich hätte sofort beginnen können. Das war Ende Ausgust.
Leider habe ich dann von meinem Sachbearbeiter einen Ablehnungsbescheid erhalten. Er war von meinen Gründen die Umschulung zu machen nicht überzeugt und das Schreiben vom medizinisch-psychologischen Dienst war auch nicht ideal was die Psyche betrifft.
Habe Widerspruch eingelegt inklusive psychiatrischem Attest. Der wurde gestern abgelehnt. Jetzt bin ich komplett ratlos.
Mein Sachbearbeiter kritisierte zudem, dass ich mich nicht um eine betriebliche Ausbildung gekümmert habe. Das Problem ist, dass ich einen ziemlich schlimmen Lebenslauf habe und selbst zu einem Vorstellungsgespräch niemals eingeladen werden würde.
Ich weiß nicht, wie genau ich hier alles erklären soll. Jedenfalls beschränken sich meine psychischen Probleme auf eine kleine Sache die mich davon abgehalten hat in der Vergangenheit Ausbildungen zu beenden. Ich glaube tatsächlich, dass ich das mit einer begleitenden Therapie schaffen würde.
Jedenfalls habe ich keine Ahnung wie es jetzt weitergehen soll. Ich habe Angst vor einer perspektivlosen Maßnahme. Im Februar beginnt die nächste Umschulung. Ich bin mir sicher, dass ich die Umschulung mit sehr gut abschließen würde. Noten waren nie das Problem. Aber niemand traut mir das offensichtlich zu.
 

Seepferdchen 2010

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Moderation Themenüberschrift:


Hallo @Vincent und :welcome:


Ich möchte Dir Forenregel 11 in Erinnerung bringen, immer eine aussagekräftige Überschrift für neue Themen zu erstellen.

Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage, die sich auch auf den Inhalt deines Erstpostings, bzw. Dein Anliegen bezieht, soviel Zeit sollte sein.

Ergänzend verlinke ich auf Forenregel #11 und den diesbezüglichen Hinweis der Administration.
Um Dein Thema wieder allgemein für weitere Antworten zu öffnen, kannst Du rechts oben, über deinem Beitrag,
unter dem 3. Menüpunkt "Deine Themenüberschrift bearbeiten" wählen und selbige aussagekräftiger gestalten.
Danach informiere bitte über den Menülink Kontakt zu Moderatoren, daß das Thema wieder geöffnet werden kann.

Wir bitten zukünftig um Beachtung und wünschen einen angenehmen und hilfreichen Aufenthalt im Forum.


Umschulung/Bildungsgutschein abgelehnt​



Stell dir einfach folgende Situation vor und frage dich selbst, ob du so auch mit deinen Mitmenschen kommunizierst:

@Vincent : "Hey du, ich brauch mal Hilfe."
Helfer: "Was gibt's denn?"
: "

@Vincent: Umschulung/Bildungsgutschein abgelehnt​

"
Helfer: "Und weiter? Hast du auch eine Frage dazu?...."
 

BerndB

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Hier nur das, was mir gerade so einfällt:
Jedenfalls beschränken sich meine psychischen Probleme auf eine kleine Sache die mich davon abgehalten hat in der Vergangenheit Ausbildungen zu beenden. Ich glaube tatsächlich, dass ich das mit einer begleitenden Therapie schaffen würde.
Eine wichtige Voraussetzung für die Förderung einer Umschulung: Es muss absehbar sein, dass die Umschulung mit Erfolg beendet werden kann. Hier hat dein SB Zweifel und als Grundlage nimmt er mit großer Wahrscheinlichkeit das medizinisch-psychologischen Gutachten. Es liegt also am medizinischen oder psychologischen Dienst der AA bzw. evtl. auch an Gutachten, die dieser Dienst bei deinen Ärzten eingeholt hat, falls du dem Einholen der Gutachten zugestimmt hast.
Und wenn mediz. Gründe gegen den Erfolg einer Umschulung sprechen, muss erst das mediz. Problem gelöst werden. Wobei es mich natürlich nichts angeht, ob das überhaupt möglich ist oder du mit dem Problem leben musst.
Sogar ein Beratungsgespräch bei der Umschulungseinrichtung hatte ich schon.
Das hat leider nicht viel zu sagen, denn Kursträger müssen ihren Kurs voll bekommen.

Mein Sachbearbeiter kritisierte zudem, dass ich mich nicht um eine betriebliche Ausbildung gekümmert habe. Das Problem ist, dass ich einen ziemlich schlimmen Lebenslauf habe und selbst zu einem Vorstellungsgespräch niemals eingeladen werden würde.
Wieso sollst du dich um eine betriebliche Ausbildung bemühen? Die AA darf meines Wissens nicht vorschreiben, wo du deine Ausbildung machst. Also ob in einem Betrieb oder bei einem Bildungsträger.

Natürlich gibt es eine Klagemöglichkeit. Aber ob sich ein Richter gegen mediz. Gutachten stellt. Die Frage wäre nur, gibt es einen guten Kurs, den du gerne machen würdest und bei dem kein Abschluss vorgesehen ist und dich trotzdem weiterbringt.
Oder ganz andere Frage: Läuft das Ganze schon als berufliche Rehabilitation oder kannst du eine solche beantragen? Die berufliche REHA wird in der Regel von einem anderen Sachbearbeiter abgewickelt. Aber auch er muss sich an die Gutachten halten. Er kennt aber evtl. andere Ausbildungsgänge.
 
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