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Mein Antrag auf Bewerbungskostenerstattung wurde abgelehnt, trotz Zusage in der Eingliederungsvereinbarung/ VA

hartzeline

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Laut meiner EGV-Va werden Bewerbungskosten pro Bewerbung mit 4 Euro erstattet. Für die Erstattung sind eine vorherige Antragstellung und ordnungsgemäße Bewerbungsunterlagen/Anschreiben an die Arbeitgeber Voraussetzung.

Jetzt hab ich heut den Ablehungsbescheid mit u. a. folgendem Text im Briefkasten:

"Eine Förderung aus dem Vermittlungsbudget ist für Bewerbungen möglich, die aus Sicht eines potenziellen Arbeitgebers nach Form und Inhalt das ernsthafte Interesse an der tatsächlichen Aufnahme der Arbeit erkennen lassen. BSG vom 5.9.06 Az 7a AL 14/05R) Die vorgelegten Bewerbungen sind in Form und Inhalt unzureichend und somit nicht erfolgversprechend. Eine Förderung ist daher nicht möglich.
Bewerbungskosten werden nur erstattet, wenn schriftliche Bewerbungen in Form, Aufmachung und Gestaltung die Arbeitssuche des Bewerbers unterstützt."

Meine Bewerbungen sind ohne Schreibfehler, mit Absätzen, mit Anrede und Schlußformel, ... dass sie alle gleich lauten dürfte kein Argument sein, denn ein anderer Arbeitgeber weiß nicht was ich einem anderen geschrieben habe.

Und der Witz ist ... dieses Bewerbungsschreiben entstand aus der Feder meiner letzten ach so tollen Bewerbungsmassnahme

Was tun? auf jeden fall widerspruch ? oder keine chance weil "kann" leistung?
 
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Seepferdchen

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AW: Ablehnungsbescheid für Bewerbungskosten

@hartzeline

Meine Bewerbungen sind ohne Schreibfehler, mit Absätzen, mit Anrede und Schlußformel, ... dass sie alle gleich lauten dürfte kein Argument sein, denn ein anderer Arbeitgeber weiß nicht was ich einem anderen geschrieben habe.
Ich gehe mal davon aus das du hier deine Bewerbungen als Serienbrief erstellt hast, richtig?

Und zum Thema Serienbriefe schau mal hier rein Post von @0zymandias

Serienbewerbungen erstattungsfähig
Es liegt nämlich auf der Hand, dass sich ein Arbeitssuchender mit gleichartig formulierten Anschreiben an potentielle Arbeitgeber wendet. Das ist auch unschädlich, da dem einzelnen Arbeitgeber diese Standardisierung verborgen bleibt. Deshalb kann dem Kläger nicht vorgeworfen werden, seine Bewerbungsanschreiben seien standardisiert.
SG Leipzig, Urteil vom 19.11.2012, S 23 AS 1868/12
https://www.elo-forum.org/2271187-post9.html
 

Seepferdchen

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AW: Ablehnungsbescheid für Bewerbungskosten

ich finde, daß Serienbriefe nicht mal bekrittelt werden
Was meinst du bitte mit diesem Satz bzw. Wort "bekrittelt"?
 

Seepferdchen

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AW: Ablehnungsbescheid für Bewerbungskosten

Ich habe mal dieses Urteil vom Ablehnungsbescheid rausgesucht, das JC
beruft sich auf dieses Urteil:

Ein Bewerbungsschreiben ist einer Nichtbewerbung gleichzusetzen und kann damit sperrzeitauslösend sein, wenn es für den Bewerber erkennbar geeignet ist, dass ihn ein verständiger Arbeitgeber schon wegen des Inhalts oder der Form des Bewerbungsschreibens aus dem Bewerbungsverfahren ausscheidet.

Quelle:
https://openjur.de/u/169033.html

Lies dir das mal durch ggf. findest du einen Ansatz für dich und einem Widerspruch?
 

Kreativlos

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AW: Ablehnungsbescheid für Bewerbungskosten

Da frage ich mich doch, wie sieht eine Form der Bewerbung aus? Ab wann wird der Inhalt zu einer Ant-Bewerbung?

Meines Wissens gibt es keine Vorschriften und kein Gesetz dazu, wie eine Bewerbung auszusehen hat.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

hartzeline

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AW: Ablehnungsbescheid für Bewerbungskosten

Bewerbung als Fachverkäuferin

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bewerbe mich und stelle mich kurz vor:

Nach Abschluß meiner Ausbildung als Veräuferin fand ich aufgrund der damaligen Arbeitsmarktsituation zunächst keine Stelle und überbrückte die Zeit der weiteren Stellensuche mit einer Tätigkeit in einem lokalen einkaufsmarkt in Obersdorf. Darauf folgte eine kurzfristige Anstellung als Verkäuferin eines großen Schuhgeschäftes.

Da der Beruf der VerKäuferin nach wie vor mein Wunschberuf ist, bin ich überzeugt, dieses Ziel zu erreichen. Die beständige Aktualisierung meines Fachwissens gehört neben meiner Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit u. a. zu den Eigenschaften, die Sie ebenso voraussetzen dürfen, wie die korrekte Abwicklung branchenüblicher Aufgaben.

Über die Möglichkeit, das hier gewonnene Bild in einem Vorstellungsgespräch abzurunden und Sie von meiner Motivation zu überzeugen, würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichem Gruß


Ist das eine Anti-Bewerbung?
 

Curt The Cat

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Moinsen hartzeline ...!

Ich war mal so frei und hab' den Titel Deines Fadens etwas abgerundet. Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11
[FONT=Arial,Wide Latin]11. Themen/Threads erstellen
[/FONT]
[FONT=Arial,Wide Latin]Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder [/FONT]Ablehnungsbescheid für Bewerbungskosten[FONT=Arial,Wide Latin], sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt![/FONT]
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 110! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

Erhellendes zum Thema findet man auch hier ... ->klick

Ich wünsche Dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt hier im Forum.


:icon_wink:
 

atasteofbunny

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AW: Ablehnungsbescheid für Bewerbungskosten

Ganz ehrlich: Als Anti-Bewerbung sehe ich das nicht, aber wirklich überzeugend klingt das auch nicht. Ich gehe mal davon aus, dass die Schreibfehler nicht im Original sind. Was aber fehlt, ist, was du an deinem Beruf magst (Freude am Umgang mit Menschen z. B.) und auch zu deinen positiven Eigenschaften und Fähigkeiten schreibst du wenig (ich weiß nicht, was das bei Verkäufern konkret sein kann, aber ich stelle mir sowas wie "Serviceorientierung", "Freundlichkeit auch in stressigen Situation", "sicherer Umgang mit der Kasse, speziell mit dem ...-Programm" vor. Schön ist auch immer ein Satz, warum du dich ausgerechnet bei dieser Firma bewirbst (muss aber nicht, bevor das gekünstelt klingt, würde ich das auch lieber weglassen).

Dass es mit dieser Bewerbung keine Bewerbungskosten gibt, ist natürlich doof für dich. Aber vielleicht ist dieser Wink mit dem Zaunpfahl ja doch ganz hilfreich und du überarbeitest deine Schreiben noch mal grundlegend.
 

erwerbsuchend

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AW: Ablehnungsbescheid für Bewerbungskosten

ich bewerbe mich und stelle mich kurz vor:
Diesen Satz kannst du weglassen, denn der Leser sieht ja, dass du dich mit diesem Schreiben bewirbst.

Nach Abschluß meiner Ausbildung als Veräuferin fand ich aufgrund der damaligen Arbeitsmarktsituation zunächst keine Stelle und überbrückte die Zeit der weiteren Stellensuche mit einer Tätigkeit in einem lokalen einkaufsmarkt in Obersdorf. Darauf folgte eine kurzfristige Anstellung als Verkäuferin eines großen Schuhgeschäftes.
Diesen Absatz solltest du grundlegend ändern. Wie lange warst du nach deiner Ausbildung arbeitslos? Warum erwähnst du diesen Punkt im Anschreiben? Wenn du bisherige Arbeitsstellen im Anschreiben erwähnst, dann solltest du besser direkt die AG nennen. So klingt das etwas zu seltsam. Der Leser fragt sich, warum nennt die Bewerberin nicht die AG direkt beim Namen? Solltest du diesen Punkt nur für das Forum anonymisiert haben, dann habe ich nichts gesagt :wink:

Da der Beruf der VerKäuferin nach wie vor mein Wunschberuf ist, bin ich überzeugt, dieses Ziel zu erreichen.
Warum ist das dein Wunschberuf? Dies müsste mehr herausgearbeitet werden.
 

Solanus

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Grundsätzlich Widerspruch und notfalls Klage mit Anwalt.

Möge doch der SB begründen, was konkret in den Bewerbungsschreiben zu bemängeln wäre.

Die Formulierung in der EGV ist bindend. Da steht nichts von Formerfordernis oder ähnlichem. Da steht nur nachgewiesene Bewerbungen und die Form des Nachweises.

Hier gehört dem SB ganz ordentlich auf die Finger geklopft. Sonst kommt der auf die Idee, generell ALLE Anträge mit seiner Begründung abzuweisen.
 

Seepferdchen

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@hartzeline

dass sie alle gleich lauten dürfte kein Argument sein, denn ein anderer Arbeitgeber weiß nicht was ich einem anderen geschrieben habe.
Also so wie ich deine Bewerbung gelesen habe, hast du das als ein Serienbrief verfasst.

Und der Witz ist ... dieses Bewerbungsschreiben entstand aus der Feder meiner letzten ach so tollen Bewerbungsmassnahme
Nun das ist kein Witz, wenn das ein Dozent so aufgesetzt hat..........:doh:

Das Bewerbungsschreiben kannst du so nicht lassen, daher dringend überarbeiten, wie bereits hier erwähnt.

Laut meiner EGV-Va werden Bewerbungskosten pro Bewerbung mit 4 Euro erstattet.
Wieviele Bewerbungsanschreiben hast du denn deinem Antrag beigefügt?
 

Pixelschieberin

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Wer ist der bescheidende SB?
Der Deutsch-Dozent oder von der Bewerbungsschreiben-Polizei?
Meines Wissens gibt es für eine Bewerbung keine gültige Norm.

Randbemerkung:
Bei der Debatte wurde noch gar nicht berücksichtigt, daß den SB der Wortlaut der Bewerbung gar nichts angeht.

Aus meinem Könnte-Noch-Mal-Interessant-sein-Depot:
Falls du das noch nicht selbst gefunden hast - die Argumente könnten für die Debatte um Datenschutz, Persönlichkeitsrechte, auch die deiner Vertragspartner, Vertraulichkeit des Wortes, etc. interessant sein.
Hier (m)ein Link-Sammelsurium zum Thema "Wer darf meine Bewerbungspirouetten sehen":

- Der Auflehnende - Bewerbungsunterlagen + Schriftverkehr an-von Jobcenter weitergeben ist verboten
- Tenzen - SB will Bewerbungsunterlagen kopieren und zur Akte legen
- Faden von saininja - SB verlangt Bewerbungsvorlage
- teddybear - Maßnahmeträger Bewerbungsunterlagen vorlegen - personenbezogene Daten müssen nicht preis gegeben werden

Die m. E. interessantesten KO-Argumente, was unbefugte Einsichtnahme unbeteiligter/unautorisierter Dritter angeht,
liefert ein Rechtsanwalt, der sich Arbeitsrecht auf die Fahne geschrieben hat:
- Tilo C.L. Neuner-Jehle - Bewerbungsunterlagen im Arbeitsrecht
Benennung der Urheberschaft wurde im Artikel ausdrücklich erwünscht

Um dieses Thema entspann sich bereits eine angeregte Diskussion
Spring in den Faden von elomon
 

Pauer

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Meines Wissens gibt es für eine Bewerbung keine gültige Norm.
Eine Norm gibt es natürlich nicht - es sind aber verkehrsübliche Erfordernisse in die Bewertung und Beurteilung einer Bewerbung einzubringen und zu beachten.
Das o.a. Bewerbungsschreiben erfüllt solche verkehrsüblichen Erfordernisse nicht. Auch wenn es sich nur um die Bewerbung als Verkäuferin handelt, darf hier mehr Sorgfalt erwartet werden, um den Anschein einer ernst gemeinten Bewerbung zu erwecken.
 

Kerstin_K

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Nenn doch bitte mal dienauen Punkte, die hier angeblich nicht erfüllt werden.
 

Pixelschieberin

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[...] Das o.a. Bewerbungsschreiben erfüllt solche verkehrsüblichen Erfordernisse nicht. [...]
Die von der Bewerbungsschreiben-Polizei wissen immer ganz genau, wie es zu sein hat. :wink:

Frage 10 Leute und bekomme 10 Meinungen.

Hast du ausgeblendet, daß den SB der Text gar nicht vorzulegen ist?
Datenschutz und so...
Mit gesunder Datensparsamkeit erübrigten sich nämlich jedwede Debatten um Stilfragen, die stets vom eigenen Geschmack geprägt und deren Feinheiten nicht wissenschaftlich meßbar sind.
 

hartzeline

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Wer ist der bescheidende SB?
Der Deutsch-Dozent oder von der Bewerbungsschreiben-Polizei?
Meines Wissens gibt es für eine Bewerbung keine gültige Norm.

Randbemerkung:
Bei der Debatte wurde noch gar nicht berücksichtigt, daß den SB der Wortlaut der Bewerbung gar nichts angeht.[...]
die anschreiben habe ich beim letzten gespräch meiner sb gegeben. der ablehnungsbescheid kam nicht von meiner sb ... von einer anderen sachbearbeiterin.

die bewerbungsanschreiben habe ich bis jetzt immer mit dem antrag auf bewerbungskosten abgegeben.

dann habe ich jetzt alles falsch gemacht was ich falsch machen konnte :doh:
 
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Kerstin_K

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Also gegen die Ablehnung würde ich angehen, das steht ausser Zweifel.

Aber hat Dir nie jemand gesagt, dass man Anschreiben individuell nach der ausgeschriebenen Stelle gestaltet?
 
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