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Mein Antrag auf Bewerbungskostenerstattung wurde abgelehnt, trotz Zusage in der Eingliederungsvereinbarung/ VA

hartzeline

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#1
Laut meiner EGV-Va werden Bewerbungskosten pro Bewerbung mit 4 Euro erstattet. Für die Erstattung sind eine vorherige Antragstellung und ordnungsgemäße Bewerbungsunterlagen/Anschreiben an die Arbeitgeber Voraussetzung.

Jetzt hab ich heut den Ablehungsbescheid mit u. a. folgendem Text im Briefkasten:

"Eine Förderung aus dem Vermittlungsbudget ist für Bewerbungen möglich, die aus Sicht eines potenziellen Arbeitgebers nach Form und Inhalt das ernsthafte Interesse an der tatsächlichen Aufnahme der Arbeit erkennen lassen. BSG vom 5.9.06 Az 7a AL 14/05R) Die vorgelegten Bewerbungen sind in Form und Inhalt unzureichend und somit nicht erfolgversprechend. Eine Förderung ist daher nicht möglich.
Bewerbungskosten werden nur erstattet, wenn schriftliche Bewerbungen in Form, Aufmachung und Gestaltung die Arbeitssuche des Bewerbers unterstützt."

Meine Bewerbungen sind ohne Schreibfehler, mit Absätzen, mit Anrede und Schlußformel, ... dass sie alle gleich lauten dürfte kein Argument sein, denn ein anderer Arbeitgeber weiß nicht was ich einem anderen geschrieben habe.

Und der Witz ist ... dieses Bewerbungsschreiben entstand aus der Feder meiner letzten ach so tollen Bewerbungsmassnahme

Was tun? auf jeden fall widerspruch ? oder keine chance weil "kann" leistung?
 
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Seepferdchen

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#2
AW: Ablehnungsbescheid für Bewerbungskosten

@hartzeline

Meine Bewerbungen sind ohne Schreibfehler, mit Absätzen, mit Anrede und Schlußformel, ... dass sie alle gleich lauten dürfte kein Argument sein, denn ein anderer Arbeitgeber weiß nicht was ich einem anderen geschrieben habe.
Ich gehe mal davon aus das du hier deine Bewerbungen als Serienbrief erstellt hast, richtig?

Und zum Thema Serienbriefe schau mal hier rein Post von @0zymandias

Serienbewerbungen erstattungsfähig
Es liegt nämlich auf der Hand, dass sich ein Arbeitssuchender mit gleichartig formulierten Anschreiben an potentielle Arbeitgeber wendet. Das ist auch unschädlich, da dem einzelnen Arbeitgeber diese Standardisierung verborgen bleibt. Deshalb kann dem Kläger nicht vorgeworfen werden, seine Bewerbungsanschreiben seien standardisiert.
SG Leipzig, Urteil vom 19.11.2012, S 23 AS 1868/12
https://www.elo-forum.org/2271187-post9.html
 

hartzeline

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#3
AW: Ablehnungsbescheid für Bewerbungskosten

ich finde, daß Serienbriefe nicht mal bekrittelt werden (oder verstehe ich da was falsch? )... oder ist damit inhalt gemeint?
 
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Seepferdchen

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#4
AW: Ablehnungsbescheid für Bewerbungskosten

ich finde, daß Serienbriefe nicht mal bekrittelt werden
Was meinst du bitte mit diesem Satz bzw. Wort "bekrittelt"?
 

Seepferdchen

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#6
AW: Ablehnungsbescheid für Bewerbungskosten

Ich habe mal dieses Urteil vom Ablehnungsbescheid rausgesucht, das JC
beruft sich auf dieses Urteil:

Ein Bewerbungsschreiben ist einer Nichtbewerbung gleichzusetzen und kann damit sperrzeitauslösend sein, wenn es für den Bewerber erkennbar geeignet ist, dass ihn ein verständiger Arbeitgeber schon wegen des Inhalts oder der Form des Bewerbungsschreibens aus dem Bewerbungsverfahren ausscheidet.

Quelle:
https://openjur.de/u/169033.html

Lies dir das mal durch ggf. findest du einen Ansatz für dich und einem Widerspruch?
 

Kreativlos

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#7
AW: Ablehnungsbescheid für Bewerbungskosten

Da frage ich mich doch, wie sieht eine Form der Bewerbung aus? Ab wann wird der Inhalt zu einer Ant-Bewerbung?

Meines Wissens gibt es keine Vorschriften und kein Gesetz dazu, wie eine Bewerbung auszusehen hat.
 
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hartzeline

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#8
AW: Ablehnungsbescheid für Bewerbungskosten

Bewerbung als Fachverkäuferin

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bewerbe mich und stelle mich kurz vor:

Nach Abschluß meiner Ausbildung als Veräuferin fand ich aufgrund der damaligen Arbeitsmarktsituation zunächst keine Stelle und überbrückte die Zeit der weiteren Stellensuche mit einer Tätigkeit in einem lokalen einkaufsmarkt in Obersdorf. Darauf folgte eine kurzfristige Anstellung als Verkäuferin eines großen Schuhgeschäftes.

Da der Beruf der VerKäuferin nach wie vor mein Wunschberuf ist, bin ich überzeugt, dieses Ziel zu erreichen. Die beständige Aktualisierung meines Fachwissens gehört neben meiner Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit u. a. zu den Eigenschaften, die Sie ebenso voraussetzen dürfen, wie die korrekte Abwicklung branchenüblicher Aufgaben.

Über die Möglichkeit, das hier gewonnene Bild in einem Vorstellungsgespräch abzurunden und Sie von meiner Motivation zu überzeugen, würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichem Gruß


Ist das eine Anti-Bewerbung?
 

Curt The Cat

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#9
Moinsen hartzeline ...!

Ich war mal so frei und hab' den Titel Deines Fadens etwas abgerundet. Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11
[FONT=Arial,Wide Latin]11. Themen/Threads erstellen
[/FONT]
[FONT=Arial,Wide Latin]Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder [/FONT]Ablehnungsbescheid für Bewerbungskosten[FONT=Arial,Wide Latin], sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt![/FONT]
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 110! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

Erhellendes zum Thema findet man auch hier ... ->klick

Ich wünsche Dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt hier im Forum.


:icon_wink:
 
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#10
AW: Ablehnungsbescheid für Bewerbungskosten

Ganz ehrlich: Als Anti-Bewerbung sehe ich das nicht, aber wirklich überzeugend klingt das auch nicht. Ich gehe mal davon aus, dass die Schreibfehler nicht im Original sind. Was aber fehlt, ist, was du an deinem Beruf magst (Freude am Umgang mit Menschen z. B.) und auch zu deinen positiven Eigenschaften und Fähigkeiten schreibst du wenig (ich weiß nicht, was das bei Verkäufern konkret sein kann, aber ich stelle mir sowas wie "Serviceorientierung", "Freundlichkeit auch in stressigen Situation", "sicherer Umgang mit der Kasse, speziell mit dem ...-Programm" vor. Schön ist auch immer ein Satz, warum du dich ausgerechnet bei dieser Firma bewirbst (muss aber nicht, bevor das gekünstelt klingt, würde ich das auch lieber weglassen).

Dass es mit dieser Bewerbung keine Bewerbungskosten gibt, ist natürlich doof für dich. Aber vielleicht ist dieser Wink mit dem Zaunpfahl ja doch ganz hilfreich und du überarbeitest deine Schreiben noch mal grundlegend.
 

erwerbsuchend

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#11
AW: Ablehnungsbescheid für Bewerbungskosten

ich bewerbe mich und stelle mich kurz vor:
Diesen Satz kannst du weglassen, denn der Leser sieht ja, dass du dich mit diesem Schreiben bewirbst.

Nach Abschluß meiner Ausbildung als Veräuferin fand ich aufgrund der damaligen Arbeitsmarktsituation zunächst keine Stelle und überbrückte die Zeit der weiteren Stellensuche mit einer Tätigkeit in einem lokalen einkaufsmarkt in Obersdorf. Darauf folgte eine kurzfristige Anstellung als Verkäuferin eines großen Schuhgeschäftes.
Diesen Absatz solltest du grundlegend ändern. Wie lange warst du nach deiner Ausbildung arbeitslos? Warum erwähnst du diesen Punkt im Anschreiben? Wenn du bisherige Arbeitsstellen im Anschreiben erwähnst, dann solltest du besser direkt die AG nennen. So klingt das etwas zu seltsam. Der Leser fragt sich, warum nennt die Bewerberin nicht die AG direkt beim Namen? Solltest du diesen Punkt nur für das Forum anonymisiert haben, dann habe ich nichts gesagt :wink:

Da der Beruf der VerKäuferin nach wie vor mein Wunschberuf ist, bin ich überzeugt, dieses Ziel zu erreichen.
Warum ist das dein Wunschberuf? Dies müsste mehr herausgearbeitet werden.
 

Solanus

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#12
Grundsätzlich Widerspruch und notfalls Klage mit Anwalt.

Möge doch der SB begründen, was konkret in den Bewerbungsschreiben zu bemängeln wäre.

Die Formulierung in der EGV ist bindend. Da steht nichts von Formerfordernis oder ähnlichem. Da steht nur nachgewiesene Bewerbungen und die Form des Nachweises.

Hier gehört dem SB ganz ordentlich auf die Finger geklopft. Sonst kommt der auf die Idee, generell ALLE Anträge mit seiner Begründung abzuweisen.
 

Seepferdchen

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#13
@hartzeline

dass sie alle gleich lauten dürfte kein Argument sein, denn ein anderer Arbeitgeber weiß nicht was ich einem anderen geschrieben habe.
Also so wie ich deine Bewerbung gelesen habe, hast du das als ein Serienbrief verfasst.

Und der Witz ist ... dieses Bewerbungsschreiben entstand aus der Feder meiner letzten ach so tollen Bewerbungsmassnahme
Nun das ist kein Witz, wenn das ein Dozent so aufgesetzt hat..........:doh:

Das Bewerbungsschreiben kannst du so nicht lassen, daher dringend überarbeiten, wie bereits hier erwähnt.

Laut meiner EGV-Va werden Bewerbungskosten pro Bewerbung mit 4 Euro erstattet.
Wieviele Bewerbungsanschreiben hast du denn deinem Antrag beigefügt?
 

Pixelschieberin

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#14
Wer ist der bescheidende SB?
Der Deutsch-Dozent oder von der Bewerbungsschreiben-Polizei?
Meines Wissens gibt es für eine Bewerbung keine gültige Norm.

Randbemerkung:
Bei der Debatte wurde noch gar nicht berücksichtigt, daß den SB der Wortlaut der Bewerbung gar nichts angeht.

Aus meinem Könnte-Noch-Mal-Interessant-sein-Depot:
Falls du das noch nicht selbst gefunden hast - die Argumente könnten für die Debatte um Datenschutz, Persönlichkeitsrechte, auch die deiner Vertragspartner, Vertraulichkeit des Wortes, etc. interessant sein.
Hier (m)ein Link-Sammelsurium zum Thema "Wer darf meine Bewerbungspirouetten sehen":

- Der Auflehnende - Bewerbungsunterlagen + Schriftverkehr an-von Jobcenter weitergeben ist verboten
- Tenzen - SB will Bewerbungsunterlagen kopieren und zur Akte legen
- Faden von saininja - SB verlangt Bewerbungsvorlage
- teddybear - Maßnahmeträger Bewerbungsunterlagen vorlegen - personenbezogene Daten müssen nicht preis gegeben werden

Die m. E. interessantesten KO-Argumente, was unbefugte Einsichtnahme unbeteiligter/unautorisierter Dritter angeht,
liefert ein Rechtsanwalt, der sich Arbeitsrecht auf die Fahne geschrieben hat:
- Tilo C.L. Neuner-Jehle - Bewerbungsunterlagen im Arbeitsrecht
Benennung der Urheberschaft wurde im Artikel ausdrücklich erwünscht

Um dieses Thema entspann sich bereits eine angeregte Diskussion
Spring in den Faden von elomon
 

Pauer

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#15
Meines Wissens gibt es für eine Bewerbung keine gültige Norm.
Eine Norm gibt es natürlich nicht - es sind aber verkehrsübliche Erfordernisse in die Bewertung und Beurteilung einer Bewerbung einzubringen und zu beachten.
Das o.a. Bewerbungsschreiben erfüllt solche verkehrsüblichen Erfordernisse nicht. Auch wenn es sich nur um die Bewerbung als Verkäuferin handelt, darf hier mehr Sorgfalt erwartet werden, um den Anschein einer ernst gemeinten Bewerbung zu erwecken.
 

Kerstin_K

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#16
Nenn doch bitte mal dienauen Punkte, die hier angeblich nicht erfüllt werden.
 

Pixelschieberin

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#17
[...] Das o.a. Bewerbungsschreiben erfüllt solche verkehrsüblichen Erfordernisse nicht. [...]
Die von der Bewerbungsschreiben-Polizei wissen immer ganz genau, wie es zu sein hat. :wink:

Frage 10 Leute und bekomme 10 Meinungen.

Hast du ausgeblendet, daß den SB der Text gar nicht vorzulegen ist?
Datenschutz und so...
Mit gesunder Datensparsamkeit erübrigten sich nämlich jedwede Debatten um Stilfragen, die stets vom eigenen Geschmack geprägt und deren Feinheiten nicht wissenschaftlich meßbar sind.
 

hartzeline

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#18
50 anschreiben

Wer ist der bescheidende SB?
Der Deutsch-Dozent oder von der Bewerbungsschreiben-Polizei?
Meines Wissens gibt es für eine Bewerbung keine gültige Norm.

Randbemerkung:
Bei der Debatte wurde noch gar nicht berücksichtigt, daß den SB der Wortlaut der Bewerbung gar nichts angeht.[...]
die anschreiben habe ich beim letzten gespräch meiner sb gegeben. der ablehnungsbescheid kam nicht von meiner sb ... von einer anderen sachbearbeiterin.

die bewerbungsanschreiben habe ich bis jetzt immer mit dem antrag auf bewerbungskosten abgegeben.

dann habe ich jetzt alles falsch gemacht was ich falsch machen konnte :doh:
 
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Kerstin_K

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#20
Also gegen die Ablehnung würde ich angehen, das steht ausser Zweifel.

Aber hat Dir nie jemand gesagt, dass man Anschreiben individuell nach der ausgeschriebenen Stelle gestaltet?
 

hartzeline

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#21
Ist nicht böse gemeint, aber bei dem Anschreiben würde ich als SB auch mehr als nur einmal hinschauen.
solch ein unfug hab ich bei dem ach so tollen bewerbungstraining gelernt ...

Also gegen die Ablehnung würde ich angehen, das steht ausser Zweifel.
was muss ich da schreiben? und an wen?
 
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Seepferdchen

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#22
@hartzeline

50 anschreiben
Angesicht dieser Anzahl, habe ich noch zwei Fragen, sind diese Bewerbungen Eigenbemühungen oder auf Grund von Vermittlungsvorschläge vom SB?

Und in welchen Zeitraum hast du diese Bewerbungsschreiben gemacht,also in Monate, wieviel?
 

Sonne11

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#24
Wenn man sich das Urteil durchliest, mit welchem das JC die Ablehnung begründet, passt das Urteil zur Bewerbung von hartzeline doch gar nicht. Du sollst hier für dumm verkauft werden und vielleicht soll so eine kommende Maßnahme gefüllt werden?

Ganz klar Widerspruch und dann klagen, wenn der WS abgelehnt wird.

Eure Tipps, wie ihr was schreiben würdet, was ihr nicht schreiben würdet tun hier doch nichts zur Sache, weil die Bewerbung zwar kurz, aber für Verkäufer doch normal sein dürften?

Das JC stützt sich auf ein Urteil, wo Bewerber ganz klar geschrieben hat, was er nicht hat und nicht kann. Das ist hier in der Bewerbung nicht zu finden.

Schreibe in den Widerspruch (nur als Idee):

Widerspruch gegen Ihren Ablehnungsbescheid vom.....2018

Begründung:
Ihre Begründung mit dem genannten Urteil ist komplett nicht nachvollziehbar. Der Sachverhalt und Inhalt der Bewerbung ist ein komplett anderer.

Ich habe weder genannt, was ich nicht kann, noch ist in irgendeiner Form eine ablehnende Formulierung zu finden. Anrede, komplett zusammengefasste, persönliche Eigenschaften und Kenntnisse wurden genannt.

Meine Bewerbung wurde während einer vom JC finanzierten Maßnahme erstellt. Sie wurde nie durch einen Mitarbeiter des JC beanstandet. Es wurden für diese Bewerbungen bislang Kosten erstattet.

Ein Bewerbungstext hat individuell zu sein und spiegelt den Bewerber wieder. Genau das tut meine Bewerbung. Die persönliche Einschätzung und angebliche Meinung eines Sachbearbeiters, hat in diesem Fall nicht die geringste Bedeutung. Da ganz klar in den Bewerbungen ein Interesse für die Arbeitsstelle bekundet wird. Zumal persönlich bei Bewerbungsgesprächen, meine Bewerbung nie negativ angesprochen wurde.

MfG

Meine Meinung:
Wenn irgendein SB meint, es wären keine ernsthaften Bewerbungen, dann dürften diese auch nicht zu den Eigenbemühungen zählen. Wurde das beanstandet? Nein? :wink:

Mein Rat: stelle monatlich Bewebungskostenanträge! Nicht immer so lange warten.
 

Seepferdchen

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#25
Sorry @Sonne11

Eure Tipps, wie ihr was schreiben würdet, was ihr nicht schreiben würdet tun hier doch nichts zur Sache, weil die Bewerbung zwar kurz, aber für Verkäufer doch normal sein dürften?
Ich finde den Hinweis durch aus gut und soll @hartzeline auch helfen ihr Anschreiben zu überdenken.

Auch als Verkäuferin sollte zumindest erkennbar sein, das sie das Stellenangebot aufmerksam gelesen und die Anforderungen in der jeweiligen Stellenausschreibung gut erbringen kann, das heißt zumindest in einem Satz miteinbringen.

Genau das fehlt gänzlich im Schreiben und einiges mehr.

Bei einer Klage beim SG wird ganz bestimmt der Richter in diese Richtung Fragen stellen, darauf sollte man vorbereitet sein.
 

Kerstin_K

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#26
Ich denke , wir müssen hier aber zwei Dinge von einander Trennen. Einmal die Ablehnung des Antrages. Die ist aus meiner Sicht klar rechtswidrig.

Unddann it da eben die 2. Scheine. Diese Bewerbung ist zwar nicht so grottenschlecht, dass sie ien Ablehnung des Antrages auf Bewerbungskosten rechtfertigen würde, ganz besonders auch, weil genau dieses Anschreiben erschreckender Weise in einer vom JC bezahlten Massnahme erstellt wurde, aber das Bwerbunganschreiben it eben alles andere als optimal. Wie jetzt ein optimales Anschreiben auszusehen hat, darüber kann man streiten, aus meiner Sicht geht da nichts, ohne die jeweilige Stellenausschreibung gesehen zu haben.
 

swavolt

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#27
Ich sehe da keine Anti-Bewerbung. Alles wesentliche drin.
Die ist sogar besser als meine Standard-Bewerbung.

Widerspruch und ggf. Klage.
 

Hannes63

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#28
Laut meiner EGV-Va werden Bewerbungskosten pro Bewerbung mit 4 Euro erstattet. Für die Erstattung sind eine vorherige Antragstellung und ordnungsgemäße Bewerbungsunterlagen/Anschreiben an die Arbeitgeber Voraussetzung.
Vorherige Antragstellung, gut, damit kann man ja leben das ist auch nicht das Problem.

Aber was sind "ordnungsgemäße Bewerbungsunterlagen"?
Das ist zu unbestimmt und hat in einer EGV/EGV-VA nichts zu suchen.
Diese Passage lässt Interpretationsspielraum zu welchen deine SB jetzt natürlich zu ihren gunsten nutzt.

Solche EGV bzw. EGV-VA hätte ich nicht akzeptiert da man keine Verbindliche Zusage zur Erstattung erhält.
Aber für dich ist das Ding jetzt wohl durch, ich nehme mal an dein EGV-VA ist älter als 4 Wochen?

Das nächste mal solch einen Passus keinesfalls akzeptieren.
 

Spiegelsaal

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#29
Es gibt keine richtige Bewerbung, da können die ganzen Dozenten in ihren "Trainings" erzählen was sie wollen. Mir hat mal ein AG beim Vorstellungsgespräch gesagt, es kommt oftmals auf die Laune, den Zeitpunkt und die äußeren Faktoren (privat/geschäftlich) an, inwieweit eine Bewerbung positiv oder negativ bewertet wird und wen man einlädt. AG sind auch nur Menschen und sie entscheiden auch mal nach Bauchgefühl, oder welcher Wochentag gerade ist.

Eine klare Anti-Bewerbung muss also schon konkrete Angriffspunkte haben: "Du"-Schreibweise, Beleidigungen usw. Alles andere ist Geschmackssache und darüber hat sich kein SB oder Dozent eine Meinung zu bilden, die Sanktionswürdig wäre, bzw. die Bewerbungskosten abzulehnen, ergo - Widerspruch.
 

Kerstin_K

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#30
Was esalllerdings gibt, sind subobtimal Bewerbungen, in denen der Bewerber einfach nicht für sich wirbt und Chancen verschenkt.

Ich erzähle da gerne die Geschichte einer Bekannten: Schwere, progressive Behinderung, E-Rolli. Der lebenslauf zerschossen durch zahlreiche Krankenhaisaufenthalte usw, deshalb abgebrochene Ausbildung, Schuljahre wiederholt, keine Berufserfahrung....Also sowieso schon extrem schlechte Cahncen auf dem Arbeitsmarkt.

Was macht die gute: In Ihrem Lebenslauf stand als ALLERERSTES: GdB 100, Diagnose (lateinischer Fachbegriff), dann im weietren Verlauf immer wieder abgebrochen wegen Krankheit, genauestens, was bei jeder OP gemacht wurde usw. Das Anschreiben war auc mehr eine Krankengeschichte als eine Bewerbung.

Sie fragte mih dann mal, ob ich eine Idee hätte, warum sie noch nie ein Vortellungsgespräch hatte. Naja, die Antwort auf die Frage war ja offensichtlich. Ich habe sie dann gefragt, ob sie wegen oder trotz ihrer Behinderung eingestellt werden will. Dann haben wir den Lebenslauf und das Anschreiben komplett umgekrempelt. Klar kann man so eine schwere Behinderung nicht komplett verschweigen und die Lücken und Brücke im Lebenslauf verschwinden auch nicht komplett. Aber wir haben das so umgebaut, dass das nicht mehr im Vordergrund stand, sondern dass was sie noch kann. Vier Wochen später hatte sie ihr erstes Vorstellungssgespräch und drei Monate später war sie in einem gut bezahlten Job, den sie bis kurz vor ihrem Tod ausfüllen konnte.
 

Tetorya

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#31

Sehe ich auch so. Einfach ein Urteil.
Wenn man sucht, findet man bestimmt auch genug Urteile,
die genaus das Gegenteil bestätigen und es ist ein Urteil
kein geltendes Recht.

Ähnlich, wie die "Wegeunfähigkeitsbescheinigung "

Die picken sich das raus, was denen in den Kram passt.

Komischerweise halten die sich, aber nicht an solche,
auch wenn die deutlich mehr sind ( in einer bestimmten Situation ).

Also Geld für Bewerbungen ist in der Regelleistung nicht enthalten. Alles ist strickt verteilt.

Und wenn die möchten, dass du dich bewirbst und die Kostenübernahme sogar per EGV zugesichert worden ist,
dann sollen die diese auch übernehmen.

Klagen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
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#32
Einmal davon abgesehen, daß man die Anschreiben gar nicht beim JC vorlegen muß. Das verletzt nämlich den Datenschutz.

Das Problem sehe ich auch in der vorherigen Beantragung. Da entscheidet quasi das JC, wo du dich überhaupt bewerben darfst. Denn es darf ja die Erstattung im vorhinein ablehnen.

Ist das eine "normale" EGV, oder eine EGV per VA?
Edit: Sehe gerade EGV-VA.
 
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Holler2008

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#34
Mittlerweile dürfte die Widerspruchsfrist vorbei sein.

Ich sehe es auch wie Sonne:
Zum einen enthält die Bewerbung nicht die negativen Punkte aus dem Urteil
und mein Hauptpunkt wäre im Widerspruch gewesen, die Bewerbung ist genau so formuliert wie es in der Maßnahme gelehrt wurde!
 
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