Mein AlG1 hat in diesem Monat nicht ausgereicht, da Tierarztkosten, kann ich einen Antrag auf Vorschuss stellen?

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chris2019

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Hi,

Ich bin der Chris. 30 j alt.

Ich beziehe momentan Alg1. Leider hatte ich diesen Monat zu viele Ausgaben.

-Tierartz
-Raten
...

Ich weiss, wir haben erst den 7.04, aber ich habe tatsächlich nur noch 90€.

Ich konnte meine Katze nicht sterben lasssen. Ich hoffe ich werde hier jetzt nicht als blöd abgestempelt 🤭

Ich wollte wissen ob ich einen Vorschuss bekommen könnte und nächsten Monat weniger bekomme?

Danke euch 🙌
 

Seepferdchen 2010

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Hallo chris2019

Ich beziehe momentan Alg1.

Hierzu mal eine Frage, wie hoch ist dein ALG I? Warum meine Frage nach der Höhe vom ALG I
ggf. hast du noch Anspruch auf Wohngeld?

Ich konnte meine Katze nicht sterben lasssen. Ich hoffe ich werde hier jetzt nicht als blöd abgestempelt

Nein wirst du nicht, vieleicht mal ein Hinweis für dich:

Es gibt TA die auch eine Ratenzahlung vereinbaren, einfach mal fragen.

Es gibt zum Beispiel eine Tiertafel und auch die mobile Tierarztpraxis, gib im Net einfach mal diesen Suchbegriff mit deiner Stadt ein, dann werden dir einige Links angezeigt.
 

vidar

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Moin @chris2019,

Da das ALG-1 aus einer Versicherung stammt und somit auch keine staatlich Sozialleistung darstellt, wird es nicht möglich sein ein Darlehen durch den Arbeitslosenversicherungsträger erhalten zu können. Überprüfe doch mal, ob du vielleicht einen Anspruch auf Wohngeld hast. Ansonsten wirst du hier wohl nicht darum kommen, auf eine andere finanzielle Unterstützung zurückgreifen müssen. (Kontoüberziehung, Familie, Freunde etc.)

Nur bei einem Hartz IV-Bezug (SGB II) wäre es unter bestimmten Bedingungen/Voraussetzungen für dich möglich gewesen ein Darlehen gewährt zu bekommen. https://harald-thome.de/fa/harald-thome/files/sgb-ii-hinweise/FH-42a---04.08.2016.pdf
.
 

Helga40

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Dafür gäbe es auch im SGB II kein Darlehen. Abschläge auf Leistungen des kommenden Monats sind in § 42 Abs. 2 SGB II geregelt:

(2) Auf Antrag der leistungsberechtigten Person können durch Bewilligungsbescheid festgesetzte, zum nächsten Zahlungszeitpunkt fällige Leistungsansprüche vorzeitig erbracht werden. Die Höhe der vorzeitigen Leistung ist auf 100 Euro begrenzt. Der Auszahlungsanspruch im Folgemonat verringert sich entsprechend.
 

gila

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Ich konnte meine Katze nicht sterben lasssen. Ich hoffe ich werde hier jetzt nicht als blöd abgestempelt 🤭
Das mit deinem Tier ist sehr verständlich, mein Töchterchen hat auch so ein Herzenskätzchen. Sie hat dafür eine andere Lösung gefunden, weil Tierarztkosten immer mal wieder sein können und eine Versicherung nicht immer sinnvoll ist.
So spart sie jeden Monat per Dauerauftrag einen kleineren Betrag auf ein extra Konto, dass ich verwalte, und hat in Facebook auch eine kleine Helfergemeinde für Ihr Katzenkonto, immer wieder gibt es Leute, die ihr ein bisschen darauf einzahlen und die Tierarztkosten werden dann auch von diesem Konto bedient. Nach einer Weile ist eine schöne Reserve da für überraschende Tierarztkosten.
Versuch es doch mal auf diese Weise und vielleicht können ja Freunde und Familie den einen oder anderen kleinen Betrag dafür locker machen als Spende . Gegenleistung Kuchen backen oder sonst was... Du glaubst nicht wie das funktionieren kann.
 

Helga40

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Und diese Verfahrensweise ist dann auch jederzeit innerhalb des Rechtskreis vom SGB 3 adäquat möglich?
.

Habe ich das behauptet? Du hast geschrieben, dass es im SGB II ein Darlehen gäbe. Das wollte ich korrigieren, da das so nicht stimmt. Nicht mehr und nicht weniger.

Da Alg 1 nachträglich gezahlt wird, ist ein Abschlag durchaus möglich. Für die Tage, auf die bereits Anspruch besteht, also 1.4. bis x.4.

Je nach Höhe des Alg verschiebt es das Problem aber nur von Monat zu Monat.
 

gila

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Danke für die Info. Also müsste man das Ganze dann Abschlag nennen und schon mal nicht Vorschuss?

Nachtrag. Bis jetzt findet sich im SGB III da nicht wirklich was, lediglich im Paragraphen 337 sgb III ist die Rede von

(4) Zur Vermeidung unbilliger Härten angemessene Abschlagszahlungen geleistet werden.

Jedoch dürfte das wohl kaum zutreffen wenn jemand einen Monat mal mit seiner Kohle nicht auskommt, und sich nicht irgendwelche Rücklagen geschaffen hat. Das würde ein heilloses Abrechnungsdurcheinander bei der Bundesagentur werden, wenn jeder seine privaten Schwierigkeiten mit mit seinem Budget auf die AfA oder das JC abwälzt.
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
Man kann immer und alles bei jedem beantragen.
Du kannst auch einen Kasten Bier pro Woche per Lieferung frei Haus beantragen.
Ob Du aber die Katzenarztkosten oder das Bier bekommen wirst ist eine andere Frage.
Korrekt wie gila sagt kann man bei ALG1 einen Abschlag für die bereits vergangene Zeit des laufenden Monats beantragen.
 

vidar

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Habe ich das behauptet? Du hast geschrieben, dass es im SGB II ein Darlehen gäbe. Das wollte ich korrigieren, da das so nicht stimmt. Nicht mehr und nicht weniger.
Bitte mal tief durchatmen ;)
Ich denke schon, dass es im SGB II auch eine Darlehensgewährung gibt. Für eine nähere Informationen darüber hatte ich übrigens auch einen Link hinsichtlich der Fachlichen Weisungen zum § 42a SGB II mit integriert.
Da Alg 1 nachträglich gezahlt wird, ist ein Abschlag durchaus möglich. Für die Tage, auf die bereits Anspruch besteht, also 1.4. bis x.4.
Dies war in dieser Form aber nicht aus deinem vorherigen Post zu entnehmen. Du bezogst dich dort doch auf den Rechtskreis von SGB II, oder? Wo findet man denn adäquates über eine mögliche Abschlagszahlung im SGB III.
.
 
Zuletzt bearbeitet:

Couchhartzer

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Und diese Verfahrensweise ist dann auch jederzeit innerhalb des Rechtskreis vom SGB 3 adäquat möglich?

Habe ich das behauptet?
Nein hast du nicht.
Und genau deswegen hat Vidar das ja auch sehr deutlich und unschwer erkennbar (anhand des abschliessend gesetzten Fragezeichens / das ist das krummgeklopfte Ausrufezeichen am Ende) als Frage gekennzeichnet. ;)
 

vidar

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OK, denn werde ich mal die entsprechende Rechtsgrundlage für eine Abschlagszahlung hinzufügen.

§ 337 SGB III Auszahlung im Regelfall (hier Absatz (4))

§ 337 SGB III Auszahlung im Regelfall

(1) Geldleistungen werden auf das von der leistungsberechtigten Person angegebene Konto bei einem Geldinstitut überwiesen, für das die Verordnung (EU) Nr. 260/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. März 2012 zur Festlegung der technischen Vorschriften und der Geschäftsanforderungen für Überweisungen und Lastschriften in Euro und zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 924/2009 (ABl. L 94 vom 30.3.2012, S. 22) gilt. Geldleistungen, die an den Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt der leistungsberechtigten Person übermittelt werden, sind unter Abzug der dadurch veranlassten Kosten auszuzahlen. Satz 2 gilt nicht, wenn die leistungsberechtigte Person nachweist, dass ihr die Einrichtung eines Kontos bei einem Geldinstitut ohne eigenes Verschulden nicht möglich ist.
(2) Laufende Geldleistungen werden regelmäßig monatlich nachträglich ausgezahlt.
(3) Andere als laufende Geldleistungen werden mit der Entscheidung über den Antrag auf Leistung oder, soweit der oder dem Berechtigten Kosten erst danach entstehen, zum entsprechenden Zeitpunkt ausgezahlt. Insolvenzgeld wird nachträglich für den Zeitraum ausgezahlt, für den es beantragt worden ist. Weiterbildungskosten und Teilnahmekosten werden, soweit sie nicht unmittelbar an den Träger der Maßnahme erbracht werden, monatlich im voraus ausgezahlt.
(4) Zur Vermeidung unbilliger Härten können angemessene Abschlagszahlungen geleistet werden.
.
 

gila

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Bis jetzt findet sich im SGB III da nicht wirklich was, lediglich im Paragraphen 337 sgb III ist die Rede von

(4) Zur Vermeidung unbilliger Härten angemessene Abschlagszahlungen geleistet werden.

Habsch doch oben schon benannt....

Und auch dazu angemerkt dass das für solche privaten Fälle voraussichtlich wohl weniger zutreffend ist. Unbillige Härten damit ist wahrscheinlich eher gemeint wenn längere Lücken entstehen würden dadurch dass der Erstantrag vielleicht eine Weile zur Bewilligung braucht oder sonstige Sachen noch zu klären sind, ähnlich wie im SGB II, halt zur Sicherung der notwendigen Existenzgrundlagen.
 

Helga40

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Bitte mal tief durchatmen ;)
Ich denke schon, dass es im SGB II auch eine Darlehensgewährung gibt. Für eine nähere Informationen darüber hatte ich übrigens auch einen Link hinsichtlich der Fachlichen Weisungen zum § 42a SGB II mit integriert.

Klar gibt es Darlehen im SGB II. Z. B. bei nicht geschütztem Vermögen, für unabweisbare Bedarfe, für Monate, in denen eine Einnahme erwartet wird... Aber nicht dafür, dass man bereits am Monatsanfang sein gesamtes Geld ausgegeben hat. Da gibt es dann nur die 100 Euro Vorschuss.

Dies war in dieser Form aber nicht aus deinem vorherigen Post zu entnehmen. Du bezogst dich dort doch auf den Rechtskreis von SGB II, oder? Wo findet man denn adäquates über eine mögliche Abschlagszahlung im SGB III.

Nö, weil ich auch nicht auf die Frage des TE geantwortet habe, sondern nur deine Behauptung, es gäbe in einem solchen Fall im SGB II ein Darlehen, nicht so stehen lassen wollte, da sie falsch ist.

Die Rechtsgrundlage für eine abschlagsweise Zahlung des Alg hat Gina bereits genannt.
 
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