Mein ALG I Antrag wurde abgelehnt, da ich die Anwartschaft zum Zeitpunkt des ersten Tags der Freistellung nicht erfüllte. Ist dieser Ablehnungsgrund berechtigt? (2 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 2)

Lilac

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Hallo,

ich habe eine Frage zu folgendem Fall:

Aufgrund meines insolventen Arbeitgebers, wurde ich unter Berücksichtigung der Kündigungsfrist unwiderruflich freigestellt und erhalte kein Gehalt. Somit bin ich nicht mehr beschäftigt, aber noch angestellt. Der Anspruch auf das Gehalt bleibt bestehen.

Mein Antrag auf ALG 1 wurde nun abgelehnt, da ich die Anwartschaft zum Zeitpunkt des ersten Tags der Freistellung nicht erfüllte. Allerdings habe ich diese im Laufe der Freistellung erfüllt. Zwar war ich da, wie gesagt, nicht mehr beschäftigt, aber immer noch angestellt und habe den Anspruch auf das Gehalt und sämtliche weitere Beiträge erworben.

Vor einiger Zeit hatte ich persönlich mit einer Mitarbeiterin der Bundesagentur für Arbeit gesprochen, welche mir sagte, dass ich dann auch ab dem Tag der Anwartschaftserfüllung (d.h. im Laufe der Freistellungsdauer) einen Antrag auf ALG1 stellen könne.

Da der Antrag jetzt aber angelehnt wurde: Ist die Aussage der Mitarbeiterin falsch? Und habe ich definitiv keinen Anspruch, da die Anwartschaft zwingend zum Zeitpunkt zum Beginn der Freistellung (und nicht erst in deren Verlauf) erworben werden musste?

Vielen Dank!

Lilac
 

Seepferdchen 2010

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Guten Tag Lilac und :welcome:

Ich war so frei und hab' den Titel Deines Fadens mal etwas griffiger gestaltet.
Ich möchte dir noch mal in Erinnerung bringen die Forenregel 11, bitte immer eine aussagekräftige Überschrift

Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11

Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!!oder"Anwartschaft während Freistellung"

sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

und auch im Texteingabefeld bei der Überschrift findest du dazu den Hinweis.

Schau bitte in diesen Link, hier hat unser @Admin2 genau erklärt warum eine

aussagekräftige Überschrift so wichtig ist:


Ich wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum.
 

BerndB

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Du findest hier etwas zum Thema. Als Suchbegriff "Freistellung" eingeben. Da ich mich mit dem Thema nicht auskenne, kann ich es auch nicht bewerten.
 

Lilac

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Hallo,

zunächst vielen Dank für die Antworten und Links. Daraus verstehe ich die Situation so, dass offenbar kein Anspruch auf ALG 1 besteht, da ich seit der Freistellung kein Gehalt erhalte. Ganz sicher bin ich mir aber auch nicht, denn dann frage ich mich, weswegen mir durch eine Mitarbeiterin der AfA eine andere Auskunft erteilt wurde, obwohl ich den Fall exakt geschildert habe. Auch eine andere Mitarbeiterin für die Vermittlung, mit der ich sprach, ging fest davon aus, dass ich einen Anspruch hätte.

Mein Anspruch auf das Gehalt bleibt ja bestehen und kann zudem als Forderung gegenüber dem Insolvenzverwalter geltend gemacht werden. Uns wurde auch gesagt, dass dieser Anspruch auf die AfA übergehen würde, wenn ALG 1 gezahlt würde. Auch deshalb dachte ich, dass hier vielleicht auch für mich ggf. ein Anspruch bestünde. Ein Widerspruch für den Ablehnungsbescheid dürfte somit wohl zwecklos sein, oder?

Wenn ich das Gehalt nun irgendwann vielleicht doch noch einmal erhalten sollte, würde dann - theoretisch - nachträglich noch ein Anspruch auf das ALG 1 entstehen?

Falls jemand hier doch noch tiefergehende Kenntnisse dazu hat, wäre ich sehr dankbar. Derzeit bekomme ich überall eine andere Auskunft.

Vielen Dank,

Lilac
 
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abcabc

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Hey,
auf Auskünfte von SBs bei der Afa/JC/..... würde ich mich an deiner Stelle NIEMALS ungeprüft verlassen....


Ein Widerspruch für den Ablehnungsbescheid dürfte somit wohl zwecklos sein, oder?
Natürlich fristgerecht Widerspruch einlegen. Es gilt immer: Lieber ein Widerspruch zu viel als einer zu wenig. Vor allem wenn es um tausende Euro geht. Falls du bis dahin keine sichere Kenntnis hast, zur Not kurz vor Fristende einen allgemein gehaltenen Widerspruch, in dem du ohne gesetzliche Grundlagen zu nennen behauptest, dass der Ablehnungsbescheid falsch ist, da du Anspruch auf ALG I hast. Grund: Arbeitsverhältnis besteht weiter, genauso die Zahlungspflicht des AG.


An deiner Stelle würde ich mich von einem Anwalt beraten lassen. Sowohl was ALG I betrifft, als auch wie du möglichst viel deiner Ansprüche (Gehalt) im Insolvenzverfahren durchsetzen kannst....
Hast du eine Rechtsschutzversicherung? Bist du Mitglied in einer Gewerkschaft oder hast einen Anwalt in der Familie/Freundeskreis/....? Sonst wäre ne Option beim Amtsgericht einen Beratungsschein zu beantragen - das geht aber nur, wenn du nicht zu viel Vermögen oder Einkommen hast.....
Oder zur Not selbst zahlen...
 

Silvia123

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Ich habe mal in einem Filmstudio gearbeitet das in die Insolvenz getrieben wurde. Damals bekam ich Konkurs Ausfallsgeld vom Arbeitsamt. In die Richtung würde ich mal schauen. Wobei ich nicht weiß wie das heute ist.
 
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