Mehrverbrauch durch Wasserrohrbruch

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Lechuck76

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Hallo habe meine Nebenkostenabrechnung bekommen und soll fett Nachzahlen.

Besonders die Kosten des Wasser und Abwasser sind mir extrem aufgefallen über 1300 mehr als die Jahre davor obwohl wir weniger Mieter im Haus haben.

Wir hatten vor längerer Zeit nen Rohrbruch im Haus und ich vermute der Vermieter legt den Mehrverbrauch jetzt auf die Mieter um.

Da auch andere Punkte der Abrechnung meiner Ansicht nach nicht stimmen habe ich schon nen dicken Brief aufgesetzt.

Kann ich mit dem Mehrverbrauch so argumentieren?

Da ich nicht vermute das irgend ein Mieter ein Schwimmbad in seiner Wohnung betrieben hat, kann ich mir die Summe nur mit dem Wasserrohrbruch den wir vor einiger Zeit hier im Haus hatten erklären. Hierüber erbitte ich Auskunft denn meiner Ansicht nach dürfen die Kosten eines Mehrverbrauches durch einen Wasserrohrbruch nicht auf die Mieter umgelegt werden.
Imerhin ist das Haus ja auch Versichert. Sollte die Versicherungen den Mehrverbrauch nicht abdecken möchte ich hierfür Belege. Dazu eine Erklärung wieso unverschuldet die Mieter dafür aufkommen sollen.
Bei wem würden Sie denn die Kosten des Mehrverbrauches durch einen Rohrbruch abrechnen wenn jeder Mieter einzelne Wasseruhren hätte?
 

Lechuck76

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In dem Link geht sich um Mietminderungen.

Mir geht es um den Mehrverbrauch durch den Wasserrohrbruch und der Umlegung dieser Kosten auf alle Mieter in der Betriebskostenabrechnung.
Angenommen die Hausversicherung ist nicht nur für den Schaden sondern auch für den Mehrverbrauch aufgekommen. Dann bekommt er die Kosten doppelt von uns zurück?
 

Hartzeola

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Am Besten hol Dir einen Beratungsschein für einen Rechtsanwalt beim Amtsgericht Deiner Stadt, wenn Du kein höhes Einkommen hast.

Ich denke allerdings, Du wirst wie bereits geschrieben erst zahlen müssen und dann versuchen, Deine mögliche Ansprüche gegenüber dem Vermieter geltend zu machen.
 

spin

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Der Hauseigentümer kann sich von den Kosten der Abwasserreinigung für die Wassermenge durch den Rohrbruch befreien lassen. Üblicherweise geht das.
 

Texter50

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Ich denke allerdings, Du wirst wie bereits geschrieben erst zahlen müssen und dann versuchen, Deine mögliche Ansprüche gegenüber dem Vermieter geltend zu machen.

Man sollte das entweder
- unter Vorbehalt zahlen, was dem Vermieter schriftlich mitgeteilt wird und auf dem Überweisungsträger
- zumindest den üblichen Teil zahlen, aus dem letzten Jahr und den Rest nach der Prüfung

Warum gibt es keine Wasserzähler für jede Wohnung?
 
S

silka

Gast
Wir hatten vor längerer Zeit nen Rohrbruch im Haus und ich vermute der Vermieter legt den Mehrverbrauch jetzt auf die Mieter um.
Da auch andere Punkte der Abrechnung meiner Ansicht nach nicht stimmen habe ich schon nen dicken Brief aufgesetzt.
Das würde ich nicht tun mit dem dicken Brief.
Ich würde kurz und knapp Widerspruch gegen die Jahresabrechnung der BK einlegen. Dazu kurz die Punkte benennen, hier Wassermehrverbrauch, X und Yund Z.
Mit dem Wort in der Überschrift ist klar, was du willst---nämlich der Abrechnung widersprechen.
Was du dir denkst, was der Vermieter sich denkt und macht und tut und was wäre, hätte, könnte, wenn--- das gehört m.E. nicht in einen Widerspruch!

Widerspruch heißt auch: Ich zahl erst mal nicht. Was der will, ist nicht nachvollziehbar.
Signal an den Vermieter:Soll der erstmal nachweisen. Punkt.

meinst du mit 1300 mehr --Euro für alle Mieter zusammen?
 

Lechuck76

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Hallo,

Sind 1300 Euro verteilt auf alle Mieter.

Alle Jahre davor waren die Kosten für den Wasserverbrauch ungefähr gleich mit leichten Schwankungen.
Und dieses Jahr über 50% mehr als zum Vorjahr oder auch die letzten 3 Jahre.
Bei dem Rohrbruch war ne Hauptwasserleitung defekt und der ganze Keller stand unter Wasser und auch einige Wohnungen musste renoviert werden. Die Mehrkosten kann ich mir nur mit dem Bruch erklären

https://www.anwaltskanzlei-knapp.de...df?PHPSESSID=e056bdfe69541dc75c55ea420a6ddad9

Hier steht das der Mehrverbrauch nicht Umlagefähig ist.

Die Nachzahlung wurde übrigens schon von meiner Freundin überwiesen ich war 3 Wochen im Ausland auf betrieblicher Weiterbildung.

Aber so lange ich in der 12 Monatsfrist bin kann ich dem Ding doch trozdem noch wiedersprechen?

Das Verhältnis zum Vermieter war bis Dato immer recht gut. Also ich will nicht direkt mit dem Anwalt drohen sondern versuchen die Sache so aus der Welt zu schaffen.
Darum der dicke Brief wo ich meine Standpunkte drin deutlich mache.
Wir hatten z.B. auch eine Mieterhöhung und laut BGB wird eine Mieterhöhung erst 3 Monate nach erhalt des Schreibens wirksam. Der liebe Vermieter hat aber scheinbar die Miete direkt erhöht und das so auch berechnet. Anders komme ich nicht auf die selben Werte wie er, was die gezahlten Nebenkosten angeht.
 

Hartzeola

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Aber so lange ich in der 12 Monatsfrist bin kann ich dem Ding doch trozdem noch wiedersprechen?

Fristen für die Widerspruchsfrist bei der Nebenkostenabrechnung

Nachdem dem Mieter die Nebenkostenabrechnung zugegangen ist, wird diesem gemäß § 556 Abs.3 eine Frist von 12 Monaten zugesprochen, in denen er die Nebenkostenabrechnung auf ihre Richtigkeit hin prüfen kann. Einwände gegen die Nebenkostenabrechnung müssen dem Vermieter somit spätestens mit Ablauf des 12. Monats nach Erhalt der Nebenkostenabrechnung schriftlich mitgeteilt werden.

Widerspruchsfrist Nebenkostenabrechnung | Achtung Mieter
 

Lechuck76

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Habe gerade mit dem Vermieter telefoniert wegen belanglosen Sachen,
am Ende des Gespräches habe ich mal kurz den enormen Wasserverbrauch angesprochen und gefragt wie ers sich das erklärt.
Erklärung war das ja auch hin und wieder die Mieterzahlen schwanken eine Frau jetzt auch im Haus ein Kind hat etc.
Darauf sagte ich die Mieter Anzahl ist auch schon in den Jahren davor immer mal gestiegen oder gefallen und trozdem war auf jeder Abrechnung so ziemlich jedes Jahr der selbe Verbrauch mit kleinen Schwankungen.

Darauf war kurz Stille und ich fragte: Das hat nicht zufällig etwas mit dem Rohrbruch zu tun den wir hier im Haus hatten?
An diesem Punkt merkte ich wie sein Puls spürbar in die Höhe ging und er nicht wirklich wusste wie er argumentieren soll und ist auch direkt laut geworden. Er meinte nur er kann das bade und Waschverhalten der Mieter nicht kontrollieren und auch nicht ob jemand über Nacht den Wasserhahn laufen lässt. Und ein Wasserrohrbruch würde niemals den hohen Anstieg erklären!
Alles klar aber baden und etwas mehr Waschen verbraucht über 50% mehr.
Das Gespräch musste ich leider beenden weil mir das zu dumm wurde, ich bin übrigens sachlich geblieben und habe auch nicht zu laut geredet. Am Montag geht der Widerspruch raus oder besser noch ich schau mal im Haus nach weiteren Leuten das Sie sich an einem Sammelwiderspruch beteiligen.
Sind zum Teil alles ältere Leute hier die zwar meisten etwas meckern untereinander aber immer bezahlen.
 

Claus.

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1300€ Wasser- und Abwasserkosten entsprächen etwa 650 cm3 Wasser.

650´000 Liter wären ein Swimmingpool mit 15 x 22 x 2 Meter. Oder einem über 38´235 Minuten = 637 Stunden = 27 Tagen durchgehend voll aufgedrehtem Wasserhahn. Oder es wäre jetzt jemand wirklich vollständig sauber, nach 2800 mal die Badewanne benutzen.

Ist euer Keller überhaupt so groß? Und wieviele Mietparteien habt ihr im Haus?

Meinem Gefühl nach kann ein Wassermehrverbrauch durch einen Rohrbruch nicht auf die Mietparteien umlagefähig sein, weil er eigentlich nur durch eine Verletzung der Sorgfaltspflichten des Vermieters zustande kommen kann.
Dazu war mir noch so, als hätte ein Vermieter von Haus aus schlechte Karten beim Eintreiben von nicht einzeln gezählten Wasserverbrauchskosten.
 

Lechuck76

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Deine Gedankengänge gefallen mir.
Kannst du kurz erläutern was für Preise du für frisch und abwasser eingesetzt hast. Und wie du genau 1300 Euro auf die Kubikmeter bringst.

In unserem Haus leben insgesammt 12 Personen.

Der Rohrbruch war in der obersten Etage irgentwo ist da ne Wasserleitung geplatz und das Wasser durch den Luftschacht in den Bädern nach ganz unten gelaufen und hat sich im Keller gesammelt. Natürlich ist auch ein Teil aus den Lüftungsschlitzen in den einzelnen Wohnungen gelaufen und die Decken im Bad waren komplett nass, bei allen Wohnungen auf der Seite.
Ich habe keine Ahnung wie lange das jetzt genau so lief bis wir es bemerkt haben und im Keller das Wasser abstellten. Aber das sprudelte da kräftig runter.
 

EMRK

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@LeChuck

Wende dich umgehend an den DMB. Die prüfen die Abrechnung und können dir genau sagen, ob es hier mit rechten Dingen zugeht oder nicht.

Deutscher Mieterbund e.V.: Vereine

PS. Eine Mitgliedschaft wird vorausgesetzt. Jedoch beinhaltet diese einen Rechtsschutz und ist m.E. auf Dauer günstiger als ein B-Schein + Folgekosten. Ich habe deren Hilfe schon selbst mehrfach in Anspruch genommen; spreche also aus eigener Erfahrung.
 

Claus.

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650cm³ (oder auch 650ccm geschrieben) = 0,65l
:rolleyes: Hast recht; muß natürlich m3 heißen.

Ich zahle m.E.n. nicht ganz 2€ (1,96 ?) pro m3. Also 80ct. für das Wasser und Abwasser nochmal 1,20€.
Simpel gerechnet 1300€ / 2€ pro m3 = 650 m3.

Aber das sprudelte da kräftig runter.
Kräftig ist immer relativ. Grad bei Wasser verschätzt man sich da gern.
Wenn eine Leitung komplett abgerissen ist, läuft zwar eine riesige Menge raus, aber das sollte man eigentlich ziemlich schnell merken weil der Wasserdruck im gesamten Haus urplötzlich gewaltig in die Knie geht.
Wenn dagegen eine Leitung lediglich seitlich aufreisst, dann spritzt es da eher im ´Wasserhahn-Bereich´ raus; also mit 10-22 Liter pro Minute. Bei "plötzlich" undicht gewordenen Verbindungen ist es eher noch weniger, gibt aber trotzdem nette Fontänen und Rinnsale.

Letzteres könnte entsprechend auch bedeuten, daß die Leckstelle über Wochen oder auch Monate nicht bemerkt worden sein könnte. Wenn Wasser durch Gemäuer läuft, braucht es komischerweise ziemlich lange bis es unten ankommt. Wände arbeiten da anscheinend erstmal recht effektiv als Schwamm.
 
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