Mehrfache gesundheitliche Einschränkungen - trotzdem voll einsetzbar. Wie geht es weiter?

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franzi

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Folgendes Fallbeispiel:

Kunde X
- ist schon mehrere Jahre arbeitslos
- hat mehrere chronische gesundheitliche Einschränkungen, GdB
- ist Mitte 40 bis Mitte 50 (bis zur Rente ist es also noch weit)
- der SB sagt: "Da Sie so lange aus dem Beruf raus sind, und wegen Ihrer gesundheitlichen Probleme sind sie nicht mehr vermittelbar. Bewerben hat bei Ihnen keinen Sinn mehr."
- der Amtsarzt schreibt in seinem Gutachten: "Person X ist vollschichtig einsetzbar." (mit diversen Einschränkungen, aber vollschichtig. So eine Stelle muss man erst mal finden! Und der Arbeitgeber muss einen dann auch wollen!)
- aktuelle Eingliederungsvereinbarung besteht nicht

Bestimmt gibt es tausende solcher Kunden, die sich in ähnlicher Konstellation befinden.

Wie geht es in diesen Fällen hinsichtlich der Betreuung im Jobcenter weiter?

Kommt man wieder in eine Maßnahme?
Oder in eine Arbeitsgelegenheit etc.

In die Grusi kann man ja nicht abgeschoben werden.
Heilung der gesundheitlichen Probleme ist nicht möglich.
EM- oder EU-Rente geht auch nicht.

Welche Leistungen zur Eingliederung werden in diesen Fällen noch erbracht?


(Einige Jahre zuvor war die Situation noch etwas anders: man war jünger, hatte noch Hoffnung auf Besserung der Gesundheit. Hat sich aber leider trotz intensiver Bemühungen (Therapien etc.) nicht erfüllt.)
 

Susanne42

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Wenn du die sozialrechtliche Anforderungen auf Erwerbsminderungsrente nicht erfüllt hast bekommst du im Falle einer Erwerbsminderung GRuSi
 

saurbier

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Hallo fanzi,

ja sowas kenne ich auch, sogar mal wieder ganz aktuell.

Ende der 90iger durfte ich mich nach meiner Reha wenn auch bei der AfA dennoch arbeitslos melden. Da sagte mir dann auch der zuständige Vermittler - ach lieber Herr nach ihren ärztlichen Unterlagen bewerben sie sich am besten bei der NASA, für freischwebende Tätigkeit mehr ist ja nicht drin -.

Und heute, wo die DRV mir die bisherige Arbeitsmarktrente nicht weiter bewilligen will, nun ich hab mich die Tage erneut bei der AfA gemeldet, da hat der zuständige SB bereits bei der Anmeldung zu mir gesagt, ach ja gut ich hab ihre alten Unterlagen (von meiner Meldung 2012 nach der Reha) gefunden, na mit den Daten und ihrem jetzigen Alter (ü62) ist da keine Vermittlung mehr drin.

Das Problem ist hier ausschließlich die DRV, denn dank der vielen "Rentenverbesserungsgesetze" wird dort das Geld imm knapper und man zwingt die Herrschaften eine noch härte Gangart bei den Bewilligungen zu fahren, das ist politische Absicht. Das kann man doch auch an dem neuen Teilhabegesetz erkennen, man will die Arbeitnehmer bis zum letzten Tropfen ausquetschen.

Vom Prinzip her, kann man dem einzelnen noch nicht einmal einen Vorwurf machen, denn es kommt ja direkt von ganz oben den von uns? gewählten Politikern.

Du siehst doch wie verlogen die Herrschaften in Berlin (Politiker) agieren, auf der einen Seite fordern sie öffentlich das man die Arbeitnehmer bis ins hohe Alter flexibel weiterbilden muß um sie fitt für den Arbeitsmarkt zu halten, ja verlängert dafür sogar den ALG-I Bezugsdauer auf max. 3 (Planung) und andererseits hört man bei der BA und DRV bereits jenseits der magischen 40 auf eine Umschulung in Erwägung zu ziehen.

Nun ja, die nächste Generation hat leider eher seltener das Glück noch über einen Arbeitsplatz von der Wiege bis zur Bahre zu verfügen, denn heute kommt man aus der Uni und darf sich mit Teilzeitjobs und befristeten Arbeitsverträge herum schlagen, da lernt man dann meist vieles neben vielleicht noch einen handfesten Beruf, das ist eben die geärnderte Arbeitswelt. Das sich das die jungen Menschen von der Politik abwenden kann man schon verstehen, wenn man ihnen nicht einmal die Möglichkeit bietet überhaupt etwas für eine spätere Altersvorsorge bereits in jungen Jahren zu verdienen. Wen wundert es da, daß wir immer mehr studierende und damit Akademiker bekommen, die sich dann in der ganzen Welt nach guten Posten umschauen können. Da sieht man doch wie Weltfremd unsere Politiker arbeiten, wir bilden die Menschen teuer aus die dann mangels hier zu Lande gut bezahlter Arbeitsplätze lieber International umschauen, ja umschauen müssen.

Und unsereins der nach dem ALG-I dann mal im ALG-II landet, dem hat man mit diesem System seine Existenz ruiniert. Das nur weil unsere Politiker nicht über den Tellerrand hinaus schauen wollen, also mit einer Zukunftsperspektive. Nein die schauen nur das sie ihre Wahlperiode im Bundestag überstehen, denn danach haben sie ja entweder eine gesicherte Altersvorsorge als minimum oder aber ein gutes Startbrett für ihre eigene Zukunft dank der guten Lobbyisten im deutschen Bundestag.

Für die JC sind sicherlich so kranke nicht gut, denn die SB´s wissen ja auch nichts mit ihnen anzufangen. Das konnte ich 2012/2013 kurzfristig selbst miterleben. Ich hatte da noch das unglaubliche Glück das ich an einen sehr guten Teamleiter geraten bin, weil mein ursprünglicher SB mit meinen Fall einfach nicht klar kam. Wie auch, wenn jemand direkt von der AfA kommt weil die Herrschaften wegen der vollen EM-Arbeitsmarktrente ja nicht mehr zuständig sind. Was sollte er mit mir machen, Arbeitsmarktrentner, SchwerB mit GDB 100, kurz vor einer weiteren OP und schon seit ewigen Jahren eine BU-Rente dazu noch ü55. Da wußte dann auch der Teamleiter nicht weiter und meinte nur da muß die Reha-Abt. mal schauen.

Für die JC sind solche Fälle bei vernünftigen SB´s / Teamleitern eben nicht mehr in Arbeit vermittelbar, denn auch die wissen aus langjähriger Erfahrung das selbst die ZAF´s sowas nicht wollen und ein Abschieben ans SBG XII ist mal nicht drin. Da blieb denen bis dato eben nur die berühmt berüchtigte Karteileiche.

Das wird sich nun aber dank der neuen politischen Spielkarte - Teilhabegesetz - wohl ändern. Nicht das "ich" entgegen den Berliner Affenzirkus daran glaube das ein Arbeitgeber unsereins zum Zwecke der Arbeit und des Geld vedienes einstellt, aber mal ehrlich wie dumm muß eine gieriger Arbeitgeber denn sein, wenn er solche Menschen nicht einstellt. Er bekommt 5 Jahre alng eine Subvention von 100/100/90/80/70%, damit hat er einen Arbeitnehmer der ihm doch nichts kostet, ganz im Gegenteil der füllt sein Portemonnaie, denn mal ehrlich etwas Geld verdient jeder Arbeiter mit seiner Arbeit selbst wenn diese nicht Produktiv ist. So und nicht anders haben dann auch die Herrschaften der CSU/CDU wohl gedacht als sie ihren Lobbyistenforderungen mal wieder gefolgt sind.

Unter uns, denkt doch nur mal an das System in der ehemaligen DDR, da gab es Vollbeschäftigung, ja warum nur. Klar wenn jeder Mensch eine Arbeit macht (machen darf), egal wie Produltiv diese ist. Früher hat man das in Behörden und großen Unternehmen/Konzernen nicht anders gehalten und selbst die schwächsten mit durchgezogen. Das fing dann gegen Ende der achtziger Jahre an sich langsam zu ändern und bekam nach dem Mauerfall den ersten starken Schub wegen der massiv angestiegenden Arbeitslosigkeit und hat sich dann nach Schröders Arbeitsmarktreform eben radikal geändert. Ab da wurde nur noch auf maximalen Profit gesetzt, hatte man jetzt entlich die Möglichkeit den Kostenfaktor Mensch gegen eine billigere Variante auszutauschen - den "Zeitarbeiter" und "Hartz IV Sklaven" -, der für noch so wenig Geld jede erdenkliche Arbeit annehmen mußte.

Heute gut 20 Jahre später kommt der neue Clou der Politik - das Teilhabegesetz -, jetzt setzt man nicht nur noch auf Zeitarbeiter und Hartz IV-Sklaven, nein jetzt Subventioniert man diese Menschen auch noch, setzt sozusagen ein Kopfgeld auf diese aus, damit die Arbeitgeber zugreifen.

Ich frag mich da echt, wie pervers doch inzwischen Teile unserer Gesellschaft und damit selbst so manche Politiker als sogenannte Volksvertreter inzwischen geworden sind. Für mich zeigt sich wieder einmal wie weit sich auch die Grünen - von der SPD und der CDU/CSU und auch FDP brauchen wir gar nicht zu reden, denn deren Einstellung dazu konnte man ja in Phönix über die Bundestagsdebatte verfolgen -, von den Menschen entfernt haben.


Grüße saurbier
 
E

ExitUser

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Bis auf die Tatsache mehrere Jahre arbeitslos trifft der beschriebene Ist Zustand auf Millionen Menschen zu
betroffen sind auch viele Jüngere die unsere Arbeitswelt nicht ertragen können auch wenn Sie können wollten

Lösen lässt sich das nur durch selbstbestimmtes Arbeiten und dazu braucht es ein anderes Verständnis was Arbeit ist.
Leistungen zur Eingliederung ändern nichts an der Tatsache das es meistens die Arbeitswelt ist die diese Menschen in diese Situation bringt

So wie die zuständige Behörde mit ihrer Klientel umgeht wird das kaum mit deren Leistungen und Maßnahmen zu lösen sein
Ich denke das dadurch eher noch eine Verschlimmbesserung eintritt und sich der ungute Zustand festigt, physisch wie psychisch.

Ich musste schon mit 26 aus der geregelten Arbeitswelt aussteigen und das obwohl ich immer Arbeit gefunden habe und auch recht beliebt war
erst die selbstbestimmte Arbeit hat mich dann richtig leistungsfähig werden lassen und viele Krankheitsbilder hatten sich erledigt
Ich könnte Heute auf gar keinen Fall mit meinen jetzt mehr altersbedingten Beinträchtigungen in einer "normalen" Arbeit bestehen
Da ich aber selber entscheide mit nur ganz wenig Einschränkung, was ich wo und wie arbeite und auch wie viel, bin ich voll leistungsfähig
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

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Kommt man wieder in eine Maßnahme?
Oder in eine Arbeitsgelegenheit etc.

Ab und an wird noch mal ein Gutachten gemacht, bis alle Fragen geklärt sind. Dann bekommt man vielleicht noch ein paar Alibi-VV. Die meisten Maßnahmen sind für Rehafälle nicht geeignet. Es gibt Angebote, wo man in zwei drei Berufe reinschnuppern kann und über ein Praktikum dann auch vermittelt werden soll.

Welche Leistungen zur Eingliederung werden in diesen Fällen noch erbracht?

Z.Bsp. Lohnzuschüsse, sollte man denn eine AG finden. Diese neue Teilhabechancengeschichte ist ja m.W. für Rehafälle nicht gedacht.
 

saurbier

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Hallo Susanne42,

Wenn du die sozialrechtliche Anforderungen auf Erwerbsminderungsrente nicht erfüllt hast bekommst du im Falle einer Erwerbsminderung GRuSi

Ja da hast du recht, nur gibt es da eben den kleinen winzigen Haken, daß wörtchen "WENN".

Du kennst doch sicherlich auch den Spruch - wenn das wörtschen wenn nicht wär wär mein Vater Millionär - oder.

Die DRV zieht ihre Bewilligungsschlinge immer weiter zu. Inzwischen liegt die Bewilligungsquote doch schon bei unter 40% so man den Statisken überhaupt noch glauben schenken darf, denn auch dort gibt es den schönen Spruch - glaub keiner Statitik die du nicht selbst gefäscht hast -.

Man sieht doch aktuell hier im Forum wie viele Probleme mit der EMR haben und selbst mit den Weiterbewilligungsanträgen, so wie ich doch auch.

In meinem Fall muß man sich das mal auf der Zunge zergehen lassen, trotz Gerichtsurteil für eine BU-Rente und inzwischen ü20 Jahre Rente lehnt mir die DRV jetzt meinen neuesten Weiterbewilligungsantrag mit der Aussage ab - Nach Aktenlage reichen die vorhandenen medizinischen Unterlagen nicht aus, um die von lhnen geltend gemachten Ansprüche zu erfüllen -.

Man muß sich dazu doch mal vor Augen halten, in bin inzwischen ü60 und hab die letzten 7 Jahre die volle EM-Arbeitsmarktrente erhalten, weil die letzten 3 Rehas mir inzwischen nur noch eine Erwerbsfähigkeit zwischen 3-6 Std./tägl. bescheinigten. Und nicht zu vergessen die vorherigen zwei Anträge wurden jeweils binnen 1 Woche bewilligt.

So läuft es doch leider bei vielen inzwischen ab.

Es kann ab 2019 natürlich auch etwas mit dem neuen Teilhabegesetz zu tun haben, insofern die DRV davon träumt man könne hier eine EMR vermeiden, nur weil die Menschen wegen solch einer Subvention noch Arbeitsplätze erhalten. Aber das Teilhabegesetz ändert ja nichts an den gesundheitlichen Einschränkungen und für diesen Kreis von Menschen gab es zudem schon immer eine Massive Lohnsubvention, die eben überhaupt keinen nennenswerte Nutzen brachte. Im übrigen soll so wie ich das Gesetz verstehe, es ja nur für ALG-II Empfänger gelten, die mehr als 7 bzw. 5 Jahre bereits Leistungsempfänger ohne Vermittlung sind und eben multible Vermittlungshemmnisse aufweisen.

Ich behaupte mal, all die neuen Leistungsverbesserungen in der gesetzlichen Rente (Rente mit 63 nach 45 Berufsjahre, Mütterrente, Leistungsverbesserungsgesetz(e) 2013/2018/2019 bei der EMR etc.) führen dazu das das Finanzloch der DRV sich immer größer wird (der Finanzminister will ja nicht mehr staatlichen Zuschuss zahlen), was diese wiederum dazu zwingt die Hürden für den Zugang in eine EMR immer höher aufzubauen.

Da interessiert es die DRV auch nicht, daß es dadurch zu noch mehr Klagen kommt, was wiederum unnötige Kosten verursacht und den Nebeneffekt hat das unsere Sozialgerichte (eben auch wieder aus reinem Kostendruck wegen Personalmangel) ihrer Aufgabe kaum noch nachkommen können. Das ganze zieht eben ein Rattenschwanz nach sich, der sich letzten Endes erneut negativ in der Kasse der DRV niederschlagen wird. Man darf nicht vergessen, ein durch eine enorme Verfahrensdauer extrem verzögertes Klageverfahren kann die DRV im Endeffekt zum Schadensersatz verpflichten.

All die früher zur Beschleunigung und Vereinfachung vorgenommen bürokratischen Maßnahme (z.B. das standardisierte sozialmedizinische Gutachten (Reha-Abschlussbericht)), scheint keineswegs so Anwendung zu finden, wie es eigentlich vorgesehen ist wenn sich die DRV nicht an den dokumentierten Aussagen hält bzw. halten will. Da wird dann häufig noch ein oder gar mehrere Gutachter eingeschaltet, nur weil man den sozialmedizinischen Gutachten ja was - nicht traut -.

Ich hab das 1998 leidlich selbst erleben dürfen, als man meine Reha vorzeitig beendete mit der Feststellung das ich meinen tatsächlich von mir geliebten Beruf nicht mehr ausüben können. Und aus dieser wie weiteren Maßnahmen kenne ich viele denen es nicht anders erging.

Der Rentenantrag wird abgelehnt, der Widerspruch als unbegründet zurückgewiesen bzw. ebenfalls abgelehnt. Da geht man nicht mal auf die speziellen gesundheitliche Dinge ein, sondern führt ellenlange Gesetzespassagen auf welche die Ablehnung angeblich rechtfertigen, wissend das die wenigsten die Gesetze kennen noch viel weniger sie verstehen. Das alles mit dem reinen Kalkül das man so mal 60% der Anträge vom Tisch hat (weil man ja der deutschen Rentenversicherung als Behörde schon glauben darf und vor Gericht doch sowieso keine Erfolgsaussichten gegen ein Behörde hat). Deshalb geht ja leider auch nur ein Bruchteil vor Gericht, wohl aber auch weil die wenigsten noch nach 18 Monaten Krankheit und wohlmöglich weiteren 12 Monaten ALG-I es an der Kraft für einen Prozeß als auch noch den finanziellen Mitteln für einen guten Rechtsanwalt leider fehlt. Wer sagt den Menschen denn schon, daß es Prozeßkostenhilfe gibt, oder gar das ein Sozialgerichtsverfahren a) für den Kläger kostenfrei und b) sogar ohne Rechtsanwalt geführt werden kann.



Grüße saurbier
 

saurbier

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Hallo cibernauta,

Ab und an wird noch mal ein Gutachten gemacht, bis alle Fragen geklärt sind. Dann bekommt man vielleicht noch ein paar Alibi-VV. Die meisten Maßnahmen sind für Rehafälle nicht geeignet. Es gibt Angebote, wo man in zwei drei Berufe reinschnuppern kann und über ein Praktikum dann auch vermittelt werden soll.

Also ich halte es eher mal für einen Witz, daß die JC noch weitere Gutachten erstellen lassen, denn das kostet denen viel zu viel Geld. Nein, die berufen sich auf auf das äD-Gutachten und damit ggf. dann auf die Entscheidung der DRV, denn danach ist man ja in der Lage noch mehr als 6 Std./tägl. zu arbeiten. Das man hingegen soviel gesundheitliche Einschränkungen hat, daß eine Summierung der Fälle eigentlich zu einen vollen EMR führen müßte steht dabei auf einem ganz anderen Blatt.

Schau mal hier:


und in der Folge dann die bisherige Entscheidung des BSG dazu:


Ja es gibt sogar die Möglichkeit seitens der DRV in deren eigenen Häusern eine ABE (Arbeitsbelastungserprobung) durchzuführen, ebenfalls als Partner in den BfW´s, nur da schnuppert man ja nur um zu sehen welche Fähigkeiten wohlmöglich für eine neue berufliche Orientierung vorliegen. Selbst ein praktikum sagt ja nichts darüber aus, ob man dann später überhapt gesundheitlich dazu in den Lage ist den Beruf mit all seinen Anforderungen auszuüben.

Z.Bsp. Lohnzuschüsse, sollte man denn eine AG finden. Diese neue Teilhabechancengeschichte ist ja m.W. für Rehafälle nicht gedacht.

Ja ja diese Lohnzuschüsse. Das kenn ich selbst, die hat mein damaliger Chef nach meiner BU-Verrentung natürlich gerne mitgenommen (6 Monate 100%), nur ich hatte damals (2002) das besondere Glück, das ich in der Firma bereits Jahrelang gearbeitet hatte - eben bis zur BU-Rente - und mein Chef mich jetzt dank meiner speziellen Berufskenntnisse als Springer nur zu gerne beschäftigte um so Arbeitsspitzen und Terminaufträge noch besser abdecken zu können. Er brauchte jetzt niemanden mehr nach zusätzlichen Überstunden für den oder den eiligen / kurzfristigen Auftrag zu fragen.

Aber mal ehrlich, wieviele Arbeitgeber sind denn bereits SchwerB oder gesundheitlich eingeschränkte überhaupt einzustellen, abgesehen von Minijobbern. Ich hab den Versuch doch 2012 nach dem Ende meiner Reha und Meldung bei der AfA gestartet. Ich hab mich mangels passender Job-Angebote für eine sozialversicherungspflichtige Teilzeitarbeit von Firmen bei den ZAF´s beworben. Ja die haben mich alle zum Gespräch eingeladen und die gespräche waren auch alle sehr freundlich, die meisten kannten sogar meine bisherige Firma/Chef nur leider als die erfuhren das ich bereits SchwerB bin und dazu ja nur eine Teilzeitstelle suche, war es das dann. Die kannten alle sehr wohl den Umstand das ich eine massive finanzielle Subvention über Jahre hinweg bekäme, nur das war eben für die kein Anreiz. Ich bekomme heute noch hier und da mal eine telefonische Anfrage von den ZAF´s ob ich denn immer noch eine Arbeit suche, nur wenn ich da meine SchwerB erwähne (damals noch GDB 30) dann kommt gleich die Antwort - das müssen wir zuerst mit unseren Auftraggeber besprechen -. Hallo das ist doch nur eine billige Ausrede, denn nicht die Auftraggeber sind mein Arbeitgeber der die Subvention erhält, sondern die ZAF und die will eben keine sozialversicherungspflichte Teilzeitarbeitskraft einstellen.

Heute werden überall nur noch Vollzeitkräfte gesucht, welche in der Lage sind Überstunden zu leisten und vor allem kein gesundheitliches Risiko bedeuten. All dem entspricht ein SchwerB genauso wenig wie jemand der massive gesundheitliche Einschränkungen aufweist.

Und das neue Teilhabegesetz, ja das ist wie alles was die Regierung in den letzten Jahren auf den Weg gebracht hat, ein unausgegorenes Papier mit unzähligen Lücken, die clevere Unternehmensanwälte ratz fatz ausnützen werden. Das ganze ist nicht das Papier wert auf dem es gedruckt wurde, leider.

Im übrigen will man ja damit Hartz IV Empfänger die mindestens 7 respektive 5 Jahre (mit Kind) keine aktive Vermittlung mehr hatten, durch die massive Lohnsubvention den Einstieg in Arbeit ermöglichen.

Für mich sieht das ganze doch viel mehr so aus, daß hier clevere Lobbyisten auf der Suche nach der staatlichen Subventionskasse ihre Freunde in der CSU/CDU solange bearbeit haben bis es dazu kam, denn es gibt ja noch mehr als 2 Mio. Menschen mit denen man noch kräftig Geld verdienen könnte.

Da könnte man den so Betroffenen auch gleich das Geld in die Hand drücken und sagen geht hier und da ehrenamtlich helfen (als Begleiter in Altenheimen etc.), da hätten wir wohl mehr davon.


Grüße saurbier
 

franzi

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Ihr Lieben, danke erstmal für die Infos.
Ich musste mich erstmal setzen und die Sache sacken lassen .... :unsure:
Jahrelang wurde ich darauf "getrimmt", palettenweise Bewerbungen zu schreiben, war in diversen Maßnahmen, Praktikas etc. - Irgendwann fühlte ich mich wie ein Feuerwehrmann, der auf Abruf immer leistungsbereit sein muss (selbst wenn er es nicht ist).

Daneben habe ich mich jahrelang intensiv um Wiederherstellung meiner Gesundheit bemüht. Auf diesem Weg gab es immer wieder zahlreiche Rückschläge, und neue Erkrankungen kamen hinzu.
Irgendwann stresst einen dieser Kampf auch.

Hinzu kommt, dass man natürlich nicht jünger wird. Bin bald 50. Man glaubt es kaum! :feiern: Und die Jugend rückt nach und will natürlich auch Arbeitsplätze, die sogar für die Gesunden schon Mangelware sind.

Nun stellt sich die Frage, wie es konkret weiter geht:
  • Werden überhaupt noch EGVs abgeschlossen oder läuft das langfristig ohne weiter?
  • Die Aussage, dass ich keine Bewerbungen mehr schreiben muss, habe ich bisher nur mündlich erhalten. Bekommt man das auch schriftlich?
  • Sollten noch VVs kommen, werde ich mich natürlich bewerben. In den letzten Jahren hatte ich pro Jahr etwa 3 bis 4 VVs. Das war wohl schon ein Indiz dafür, wohin die Reise gehen wird ...
  • Gibt es dann noch Einladungen zu Meldeterminen? Wenn ja, wie oft pro Jahr?
  • Welche Verpflichtungen hat man sonst noch gegenüber dem JC (außer, Krankmeldungen reinzusenden)?
  • Wie sieht es aus mit Ortsabwesenheit?
  • Gibt es sonst noch irgendwas zu beachten, was ich hier nicht aufgelistet habe?
  • Wir haben einen SB, der für Reha-Fälle zuständig ist. Bei dem war ich nie. Würde das etwas bringen, mal mit dem zu sprechen?
  • Was ist, wenn ich aus gesundheitlichen Gründen auch in dem Teilhabechancen-Bereich nicht einsetzbar bin? (Oder man mich nicht nehmen will? Der Arbeitgeber muss mich ja auch wollen!)
 

franzi

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Würde das alles bedeuten, dass ich bis zum Eintritt der Altersrente in ALG II bleibe, ohne vermittelt zu werden, ohne Bewerbungen zu schreiben etc.?
Unter welchen Bedingungen wird man in die GruSi geschoben?
 
G

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Würde das alles bedeuten, dass ich bis zum Eintritt der Altersrente in ALG II bleibe, ohne vermittelt zu werden, ohne Bewerbungen zu schreiben etc.?
Scheint so. Stelle Dich darauf ein.

Ein Freund von mir lebt so schon seit 3 Jahren nach Ende des ALG1, er wird nur noch zu den Verlängerungsterminen vorgeladen und ansonsten in Ruhe gelassen.


Unter welchen Bedingungen wird man in die GruSi geschoben?
Für GRUSI qualifizierst Du DIch wenn Du Du von ALG2 in eine nicht ausreichenden Erwerbsminderungs- oder Altersrente gehst.
 

franzi

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Das bedeutet, falls ich bis zum Erreichen der Altersrente beruflich nicht auf die Beine komme, falle ich in die GruSi ...
 

saurbier

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Hallo franzi,

nun ja, ob du später in die Grusi fällst, hängt ja davon ab, wieviel du mal zu Lebzeiten (äh jahre bis zur regulären Regelaltersrente) an Rentenbeiträge gezahlt hast, freiwillig oder eben vom Erwerbseinkommen.

Wenn da nicht viele Berufsjahre zusammen kommen, nun ja dann gibt es leider mal nicht viel, so ist das System eben konzipiert.


Grüße saurbier
 

Annie

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In die "Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung" fällst du erst wenn du die Regelaltersgrenze erreicht hast, oder wenn du auf Dauer voll erwerbsgemindert bist. Bei teilweiser Erwerbsminderung bzw. zeitlich begrenzt kriegt man "Hilfe zum Lebensunterhalt". Ansonsten halt ALG2.
 

JulieOcean

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Nachdem ich diesen Thread gelesen hab, wird mir einiges klar.

Ich (ü50) habe ebenfalls etliche dauerhafte gesundheitliche Einschränkungen. Bin aber als vollschichtig arbeitsfähig.

Vor gut drei Jahren sagte die damalige SB, dass ich wegen der Einschränkungen nicht mehr vermittelbar sei. Seither hatte ich keinen Stress mehr mit dem JC. (Außer in Leistungssachen.)

Jetzt erwartet ein neuer SB plötzlich, dass ich mich wieder bewerbe, und mir wurde eine Gesundheits- Maßnahme angekündigt. :icon_kotz2:

Auf meine gesundheitlichen Einschränkungen ging der SB-Neuling praktisch nicht ein. Sobald ich darauf hinwies, sagte er nur: «Sie sind vollschichtig vermittelbar.»

Also ist jetzt Ärger programmiert. Ich persönlich vermute, dass das JC auf gesundheitlich Eingeschränkte Druck ausübt, um uns aus der Statistik und ggf. aus dem Leistungsbezug zu kriegen.

Für mich hieße das, ich müsste mich oft krankschreiben lassen, damit irgendein Druck nicht noch mein Restleistungsvermögen auffrisst und meine Gesundheit weiter schädigt. Meine 100-Euro -Nebentätigkeit kann ich dann in die Tonne treten. Das Geld wird mir bitter fehlen.

Schöne Ausichten!

Und besten Dank an die vermeintlichen Arbeitsvermittler. (Das war jetzt ironisch)
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Aber mal ehrlich, wieviele Arbeitgeber sind denn bereits SchwerB oder gesundheitlich eingeschränkte überhaupt einzustellen, abgesehen von Minijobbern

Meiner z.Bsp. und die ganzen Absolventen, die die Bfw's halbjährlich in den Arbeitsmarkt entlassen stehen ja nun nicht auf der Straße. Das ist immer eine sehr individuelle Sache und eine Portion Glück gehört auch dazu. Man kann es nur immer weiter probieren. Ich dachte auch, ich würde keinen AG mehr finden, weil mein Lebenslauf durch die Behinderung auch noch relativ verkorkst ist.

Als das Gutachten mit "vollschichtig belastbar" vorlagt, konnte ich mich dennoch weiter auf Teilzeitstellen bewerben, weil die SB einfach einsah, dass alles andere mit meinen Einschränkungen keinen Sinn macht.

Irgendwann fingen sie dann wieder an mit Nebenjob oder mehr arbeiten. Das wurde dann durch ein neues Gutachten unterbunden.

Jahrelang wurde ich darauf "getrimmt", palettenweise Bewerbungen zu schreiben,

Hast du das nie hinterfragt? Ich habe keine einzige geschrieben, bis sie mir endlich die Reha bewilligt haben. Danach natürlich schon, aber dann natürlich überwiegend in meinem neuen Beruf.

Auf meine gesundheitlichen Einschränkungen ging der SB-Neuling praktisch nicht ein. Sobald ich darauf hinwies, sagte er nur: «Sie sind vollschichtig vermittelbar.»

Das wird er müssen, dafür würde ich an deiner Stelle sorgen. Hast du einen GdB, eine Gleichstellung?

Bei teilweiser Erwerbsminderung bzw. zeitlich begrenzt kriegt man "Hilfe zum Lebensunterhalt".

Nein bei Teil-EM bekommt man weiter Alg-II, sofern Rente oder Einkommen nicht bedarfsdeckend sind!
 
E

ExitUser

Gast
Bei den Arbeitgebern muss unterschieden werden einmal die eine Produktion haben und die welche eine Dienstleistung erbringen
In der Produktion ist es einfacher Leute einzusetzen wenn deren Profil den Anforderungen entspricht
Ist Einschränkung kein allzu großes Problem, wenn körperliche Einschränkungen vorhanden sind
Anders ist das bei Dienstleistern die direkten Kundenkontakt haben, da geht Einschränkung schon bei der Optik los
Da sind dann Piercing, Tattoos und blaue oder sonst wie Haare nicht zielführend und Smartphone in der Hand geht gar nicht

Ich bin fest davon überzeugt das wenn der Zwang zur Arbeit weg-fällt, also auch dieser blöde Spruch Recht auf Arbeit
Und vor allem wenn mal klar gesagt wird arbeiten gehen verursacht auch Kosten, ich brauche also schon vorher Geld
und zwar mindestens in der Höhe der Armutsgrenze
Dann wäre es viel einfacher das sich Menschen einbringen und einer Sinnvollen Tätigkeit nachgehen
Einer Tätigkeit die immer frei zu wählen ist, auch dann wenn es jetzt weltweit mehr Sklaven gibt als zu Zeiten der Sklaverei
Die ganze Kontrolliererei funktioniert eh nicht und dient im Prinzip nur dazu Menschen unmündig zu halten und einzuschüchtern
Klar ich kann die Angst verstehen, freie Menschen, womöglich noch Frauen oder welche mit Migrationshintergrund geht gar nicht.

Ein Problem vor allem für ein Mann oder/und Frau Unternehmer ist auch die Tatsache das sich Jemand anzustellen selbst mit üppigem Zuschuss nicht rechnet das ist viel zu viel Arbeit, für die Zeit ist bei Eigenarbeit mehr verdient, alles ausprobiert.
 

franzi

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Tja, auch ich habe erstmal einige Zeit gebraucht, um zu realisieren, was eigentlich Sache ist.

Dass ich nicht mehr vermittelbar bin, hätte man mir in zwei ruhigen, sachlichen Sätzen mitteilen können. Stattdessen fast 30 Minuten ausführliches Geschwurbel, mit Vorwürfen, verbalen Angriffen etc. Das wird wohl deswegen so gemacht, um die Aufmerksamkeit davon abzulenken, dass
  • sämtliche Eingliederungsmaßnahmen des JC nichts gebracht haben
  • auch die meisten VVs für die Tonne waren (berufsfremde Tätigkeiten etc.)
  • man sich nicht wirklich intensiv um meine Vermittlung bemüht hat (oft ein halbes Jahr lang nix von denen gehört)
Es wird also auch dann, wenn man aus gesundheitlichen Gründen (wofür man ja nichts kann) nicht mehr vermittelbar ist, alles Mögliche an Gründen hervorgeholt, warum man selbst "schuld" sei an der Situation:
  • zu "oft" krankgeschrieben (trifft aber auf mich gar nicht zu. Ich bin zwar chronisch krank, aber akute Erkrankungen, für die ich eine Krankschreibung gebraucht hätte, hatte ich eher selten)
  • zu alt (das ist ein dehnbarer Begriff)
  • zu unattraktiv (das ist auch Geschmackssache). Man kann mit Ü40 immer noch ansprechend aussehen
Die medizinische Reha, die ich vor einigen Jahren hatte, hat bei mir keine gesundheitliche Verbesserung gebracht. (Dort hat man sich auch nicht wirklich um die Patienten gekümmert.)

@JulieOcean Das habe ich mir schon gedacht, dass der Friede nicht ewig währen wird ...
Ich schätze mal, dass die bei unserer Personengruppe in gewissen Abständen, z. B. alle 5 Jahre, immer wieder Gutachten beim ÄD einholen werden. Es könnte ja theoretisch sein, dass sich die Gesundheit verbessert hat.

Allerdings hängt es auch mit dem Beruf bzw. der Ausbildung zusammen, die man hat.
Hast du einen gefragten Beruf, eine besondere Ausbildung, wo noch Chancen bestehen, dich zu vermitteln?
Mit Ü50 bist du ja nicht mehr ganz so jung.
Was soll das für eine Gesundheits-Maßnahme sein? Spaziergänge mit Lamas?
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

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Wir haben einen SB, der für Reha-Fälle zuständig ist. Bei dem war ich nie. Würde das etwas bringen, mal mit dem zu sprechen?

Wenn du vorgelassen wirst. Mit Behinderung oder chronischer Erkrankung solltest du eigenlich nur noch von der Rehastelle betreut werden, falls euer JC eine solche hat.

Was ist, wenn ich aus gesundheitlichen Gründen auch in dem Teilhabechancen-Bereich nicht einsetzbar bin? (Oder man mich nicht nehmen will? Der Arbeitgeber muss mich ja auch wollen!)

Für Rehabilitanden gibt es andere Maßnahmen. Dieses ganze Teilhabegedöns würde ich vergessen. Hast du mal eine Rehamaßnahme gemacht im Bfw o.ä.? Das fängt in der Regel mit einer Bestandsaufnahme/ Leistungserprobung an und endet im Idealfall mit einer passenden Qualifizierung.

Man muss es halt auch einfordern, gerade wenn man nicht den typischen Weg (Erkrankung mit AU, Klinik, Rehaempfehlung) gegangen ist.

Ich wusste jahrelang gar nicht, wie es weitergehen sollte, bis ich recherchiert habe und die Berufsfindung beim Bfw gefunden habe. Dann war noch einiges an Überzeugungsarbeit nötig, da überhaupt reinzukommen.
 

franzi

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Ich hatte das Thema bei meinem früheren SB schon mal angesprochen. Da hieß es: "Wir haben keine Reha-Abteilung".
Tatsächlich gibt es aber bei uns jemanden, der Reha-Fälle betreut (habe es auf dem Flur an einem Türschild gelesen).
In Sachen beruflicher Reha wurde mir nie etwas angeboten. Das Thema wurde gar nicht erwähnt.
Ich hatte lediglich eine medizinische Reha, die von der Rentenversicherung bezahlt wurde. In dem Entlassungs-Schreiben stand: "Es konnten weitgehende Verbesserungen erzielt werden." - Was leider nicht stimmt!

Ich habe auch nie an einer Reha-Maßnahme teilgenommen. Wird das von der Rentenversicherung finanziert? Wenn ich nicht förderungswürdig bin (da "zu gesund"), wird man mir das auch nicht gewähren.
Solange die Rentenversicherung aus medizinischer Sicht keinen Reha-Bedarf sieht, wird sie mir das auch nicht bewilligen.
Ich werde das nochmal ansprechen. Gibt es einen Rechtsanspruch auf berufliche Reha?

Was nutzt mir dann die passende Qualifizierung, wenn ich dann wieder keine Arbeitsstelle habe?
 
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Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Was nutzt mir dann die passende Qualifizierung, wenn ich dann wieder keine Arbeitsstelle habe?

Das weißt du ja vorher nicht.

Gibt es einen Rechtsanspruch auf berufliche Reha?

Ja. Stell doch einfach mal einen Antrag auf LTA. Träger dürfte die BA in Zusammenarbeit mit dem JC sein.
Bei mir hat sich das auch ewig hingezogen. Irgendwann wollte ich klagen und dann wurde auf einmal die Berufsfindung angemeldet.

GdB hast du schon?
 

franzi

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Ich bin ja angeblich wegen meines Alters und meines Aussehens nicht mehr zur Vermittlung geeignet.
GdB 30.

Von der Auswahl, die hier angeboten wird, bin ich nicht wirklich überzeugt ...

 
G

Gelöschtes Mitglied 63723

Gast
Was versteifst Du Dich immer auf Dein Aussehen? Was SB gesagt hat, das solltest Du schnell vergessen, auch wenn es beleidigend war.
Schaue ich mir die SB´s hier in unserem JC so an, dann kann ich mir bei solchen Aussagen nur an den Kopf fassen.
Zumal der "Stil" unserer SB´s nur zeigt, wie abwertend wir als Kundschaft gesehen werden.

Und was das Alter angeht, es gibt noch kein Mittel um sich 20 Jahre jünger zu machen.
Lass Dir vom unverschämten SB nichts einreden.
 

franzi

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Die Sache mit dem Aussehen wurde mir von einem früheren SB auch schon mal an den Kopf geworfen.
Man erwartete von mir, dass ich zu Meldeterminen genauso erscheine wie ich bei einem Vorstellungsgespräch auftreten würde: eleganter Zweiteiler, top gestylt etc.
Ich habe dem damals gesagt, dass ich keine Notwendigkeit sehe, mich für einen Meldetermin aufzubrezeln. Da genügt mE normale Alltagskleidung.
 
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