Mehrere kurze sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen mit Arbeitslosigkeit dazwischen - habe ich dennoch Anspruch auf ALG 1?

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Junikäfer

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Hallo liebes Forum,

ich muss leider ein wenig weiter ausholen. In meinem Berufsleben hatte ich bisher immer nur Probleme und kann mit selbigem leider auch absolut nichts Positives (mehr) verbinden. Man hat mir bei vielen Stellen im Voraus jedesmal zugesichert, wie toll, abwechslungsreich und anspruchsvoll diese wären und im Endeffekt musste ich ausschließlich irgendwelche körperlich anstrengenden oder schlichtweg demütigende Hilfsarbeiten verrichten, obwohl ich als Sekretärin, Bürokauffrau, "Office Managerin" oder ähnliches eingestellt war und bekam zudem eine unterirdische Bezahlung.

Das mal nur als kurze Vorab-Info bezüglich meines wilden Lebenslaufs, der gleich folgen wird. ;)

Meine aktuelle Stelle wurde mir jetzt, weil mir o.g. erneut passierte und ich mich darüber sachlich beschwert habe, gekündigt zum 1. September mit den Worten "Andere wären dankbar für Ihren Job!" (jaja, haha).
Ich weiß, dass man Anspruch auf ALG 1 hat, wenn man in den letzten 12 Monaten sozialversicherungspflichtig beschäftigt war, aber gilt das auch, wenn

a) diese 12 Monate nicht am Stück waren und, viel wichtiger,
b) wenn ich dazwischen schonmal 4 Monate arbeitslos gemeldet war und ALG 1 bezogen habe?

Ich habe darüber leider nix im Internet gefunden.

Aktuell sieht mein Lebenslauf folgendermaßen aus (ab 2016):

September 2016 - August 2017: Vollzeitjob bei einem Medientechnikunternehmen

August 2017 - August 2018: Vollzeitjob bei einem Baustoffhandel

August 2018 - Oktober 2018: Vollzeitjob bei einer Versicherung

Oktober 2018 - Februar 2019: arbeitslos, ALG 1-Bezug

Februar 2019 - März 2019: Vollzeitjob bei einem Steuerberater. Diesen habe ich gekündigt, weil ich dort den ganzen Tag nur schwere Akten in Kisten mit teilweise über 30 Kilo durch die Gegend schleifen musste und war dann von März 2019 bis Ende April 2019 erneut arbeitslos, diesmal aber ohne Arbeitslosengeld beantragt zu haben, da mir bereits kurz nach meiner Kündigung eine andere Stelle ab 1. Mai zugesichert wurde und ich mir dachte, die 2 Monate komm ich auch so über die Runden, ohne erneut den ganzen Papierkram und den ganzen Ärger bei der AfA zu haben. Dementsprechend habe ich in dieser Zeit von meinen Rücklagen gelebt.

Leider war auch diese neue Stelle wieder ein totaler Reinfall, ich war dort ab Mai 2019 beschäftigt und wurde nun wie oben erwähnt zum 1. September gekündigt.

Ich weiß, das alles ist etwas wirr, aber vielleicht kann mir ja dennoch jemand helfen und mir sagen, ob ich trotzdem Anspruch auf ALG 1 habe?


Edit: Und ja ich weiß, das waren viele fliegende Wechsel, aber ich bitte trotzdem darum, von Belehrungen aka "mit dem Lebenslauf findest du eh nix mehr!" o.ä. abzusehen.
Es hat durchaus seinen Grund, dass ich es in keinem Job lange aushalte und ich finde es einfach ein Unding, dass Personaler so dreist lügen, nur um eine Besetzung für die Stelle zu finden; irgendeinen Dummen, der die unliebsame Arbeit dann halt erledigt, obwohl ihm was ganz Anderes über die Aufgaben dieser Stelle erzählt und versprochen wurde. Ich lüge ja auch nicht in meinem Lebenslauf, nur damit man mich irgendwo nimmt, aber es war wohl sehr naiv von mir, davon auszugehen, dass die Personaler dann dementsprechend auch ehrlich sind.. ;)


Liebe Grüße
 
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BerndB

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Es hat durchaus seinen Grund, dass ich es in keinem Job lange aushalte und ich finde es einfach ein Unding, dass Personaler so dreist lügen, nur um eine Besetzung für die Stelle zu finden; irgendeinen Dummen, der die unliebsame Arbeit dann halt erledigt, obwohl ihm was ganz Anderes über die Aufgaben dieser Stelle erzählt und versprochen wurde.
Ich komm jetzt nicht mit "mit dem Lebenslauf ... und so weiter". Denn morgen kann alles anders aussehen.
Aber eine Anmerkung: Ich war auch mal in einem solchen "Karusell" gefangen, allerdings auf einem etwas anderem Gebiet. Und ich bin der Auffassung, dass oft das Eintritt, was man befürchtet, weil diese Gedanken ständig im Hinterkopf hängen. Die Gedanken müssen weg.
Sorry.
 

Junikäfer

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Ich komm jetzt nicht mit "mit dem Lebenslauf ... und so weiter". Denn morgen kann alles anders aussehen.
Aber eine Anmerkung: Ich war auch mal in einem solchen "Karusell" gefangen, allerdings auf einem etwas anderem Gebiet. Und ich bin der Auffassung, dass oft das Eintritt, was man befürchtet, weil diese Gedanken ständig im Hinterkopf hängen. Die Gedanken müssen weg.
Sorry.

Also bei mir war das zumindest die ersten paar "Versuche" absolut nicht so - im Gegenteil, ich war jedesmal guter Dinge, denn ich war der Überzeugung, dass mir so ein Mist nicht mehrfach passieren kann.

Nach dem dritten Mal wurde mir dann aber klar, dass man mich zwecks Tätigkeitenfeld im Arbeitsvertrag und meinen tatsächlichen Tätigkeiten mal wieder mächtig verarscht hatte.

Da hatte ich bei der neuen Stellensuche natürlich auch kein so positives Gefühl mehr, da ich schlichtweg Angst hatte, dass mir das wieder passiert.

Ob es dann quasi aufgrund der "selbsterfüllenden Prophezeiung" wieder so gelaufen ist, oder weil ich einfach Pech hatte, oder mir schlichtweg die falschen Stellen aussuche, so wie viele Frauen zb immer auf denselben Typ Mann reinfallen und sich dann wundern, dass es nie funktioniert mit big love und so, kann ich natürlich nicht beantworten.

Fakt ist eben, dass ich gelernte Bürokauffrau bin und das ist bei Weitem nix Tolles, aber ich möchte dennoch nicht behandelt werden wie ein billiger Hilfsarbeiter ohne Schulabschluss.

Ich habe mir vor ein paar Jahren auch selber eine Weiterbildung zur Fremdsprachensekretärin Englisch von meinem letzten Ersparten finanziert, in der Hoffnung, dass ich dann mal was einigermaßen Anständiges finde. Gebracht hat es mir leider auch nix trotz Bestnoten.

Und offen gestanden weiß ich eben nicht, wie / wo ich mich noch bewerben soll, um aus dem von dir genannten Karussell rauszukommen, was ja eigentlich mein Ziel ist.
 
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