Mehrbedarf nach Magenbypass

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WillyWinzig

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hallo liebe gemeinde und mitstreiter,
ich habe seit 09.2017 einen magenbypass und soll mich seit dem low-carb ähnliche ernähren. soll heissen, wenig bis garkeine mehlprodukte, verzicht auf reis, nudeln, kartoffeln, stärkehaltiges weitgehends weg lassen. fleisch und fisch regelmäßig konsumieren
ausserdem muss ich zusätzlich supplementieren, sprich multivitamine, calcium, vit B und D, welche teilweise sehr kostenintensiv sind.
all dies ist aus dem regelsatz nicht zu stemmen.
mein antrag auf mehrbedarf wurde abgelehnt und der klageversuch ist leider gescheitert, da ich wegen zugausfalls nicht an der anhörung teilnehmen konnte.
auszug des protokolls:

Die Vorsitzende erörtert den Sachverhalt mit den Erschienenen.
Die Vorsitzende weist darauf hin, dass der Mehrbedarf für die Vitamin B 12 und Vitamin
D-Tabletten grundsätzlich allenfalls über § 21 Abs. 6 SGB II zu gewähren wäre.
Diesbezüglich ist jedoch feststellen, dass der Mehrbedarf nicht so erheblich ist, dass er
nicht aus den hierfür vorgesehenen Regelsätzen zu erbringen wäre. So sind von den
verschriebenen B 12 Ampullen alle 3 Monate jeweils eine anzuwenden. Ausweislich des
Rezepts wurden 10 Ampullen verschrieben für 5,29 €. Die Vitamin D3 Tabletten wurden
wöchentlich verschrieben. In der Packung befinden sich 50 Stück, so dass sich hierfür
ebenfalls nur 2,79 € pro Monat ergeben. Dies kann die Klägerin aus ihrem Regelbedarf
abdecken.
Hinsichtlich der eiweißreichen Kost ist festzustellen, dass diesbezüglich auch kein erheblicher
über dem Regelbedarf liegender Mehrbedarf ersichtlich ist. Die Substitution durch
konzentrierte Proteine ist zum einen nicht ausdrücklich verordnet worden. Zum anderen
selbst wenn diese zur normalen Ernährung hinzugefügt werden, ergibt sich nach Auffassung
des Gerichts hierfür allenfalls ein Bedarf i.H.v. 8,10 € pro Monat. Auch dies kann
aus dem Regelbedarf abgedeckt werden.
Die Beteiligten werden zur Möglichkeit eines Gerichtsbescheides angehört.
Die Beteiligten erklären:
„Dem Erlass eines Gerichtsbescheids wird ausdrücklich zugestimmt.“
Der Prozessbevollmächtigte der Klägerin erklärt:
„Die Klage wird zurückgenommen.“

dabei wurde nicht berücksichtigt dass durch den wegfall der - billigen - schnellsättigenden nahrungsmittel diese durch teurere ersetzt werden müssen.
diese hochwertigen lebensmittel sind mit dem regelsatz nicht zu finanzieren.
wer kann mir sagen ob es da weiter möglichkeiten der erneuten antragsstellung, ggf klage etc gibt.
 

Susanne42

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Dann gehe mal bei einen Discounter deiner Wahl einkaufen und guck wieviel dieser Produkte du für 35€ ( Regelsatz/ Woche) bekommst. Das ist eine Menge. Ich bin extrem gesundheitsbewusst und schlank und esse nie ungesundes. Ich komme mit den Regelsatz locker aus. Jedenfalls für Lebensmittel ( andere Sachen sind was anderes, aber Lebensmittel reicht echt)
 

WillyWinzig

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er meinte, wenn es gerichtsurteile gäbe die das befürworten dann könne er jederzeit wieder klage einreichen.
oder wenn es neue erkenntnisse etc gäbe auch
 
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