Mehrbedarf Laktoseunverträglichkeit bei Kindern?

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ZweiLeipziger81

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Hallo,

ich frag für ne Freundin von mir.

Sie und ihre 4 Kinder haben nachgewiesene Laktoseintoleranz. Antrag bei der Arge wurde ignoriert, man hat auch erstmal gesagt, den Mehrbedarf gäbe es nicht... kann man das rückläufig beantragen, weil ja schon Mehrkosten in der Vergangenheit angefallen sind.

Gilt der Mehrbedarf für jede Alterstufe (wegen der Kinder 0-7 Jahre) oder fängt die Bewilligung erst ab einem bestimmten Alter an? Ihr wurde nämlich gesagt, ab 16 und für Kinder gäbe es diesen Mehrbedarf nicht.

Danke im voraus für Eure Antworten

LG ZweiLeipziger81
 

Muzel

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So weit ich weiß, kann man rückläufig keine Unterhaltskosten geltend machen. Man lebt nicht in der Vergangenheit.
 

Muzel

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Aber es geht doch um Unterhaltskosten als Mehrbedarf? Ich denke, dass ich diesem Kapitel ohne Recherche nicht kompetent bin.
 

Arania

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So ist es wohl

Mehrbedarf wird gezahlt, ab dem Zeitpunkt wo er beantragt wird und wo natürlich die Vorraussetzungen vorliegen

Sollte er widerrechtlich nicht bewilligt worden sein, ist er natürlich nachzuzahlen
 

Eka

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Hmm, Ich weiß nur, dass mein Kind eine Milch und Eiweisallergie und Laktoseintoleranz hatte, die jeder Zeit wieder ausbrechen kann.

Aufgrund der Milch und Eiweisallergie gab es einen Mehrbedarf auch bei Kindern, aber "nur" Laktoseintoleranz bin ich überfragt...

Mittlerweile sind die Supermärkte ganz gut bestückt, was Sojaprodukte anbelangt, aber immer noch teurer als "normale" Produkte, zudem darf man nichts in Dosen oder abgepackte Wurstwaren etc. nehmen...
 

Eka

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Arbeitslosengeld II - Mehrbedarf bei Laktoseintoleranz - Der Sozialticker



Arbeitslosengeld II - Mehrbedarf bei Laktoseintoleranz

Der 6. Senat des LSG hat in einem einstweiligen Rechtsschutzverfahren entschieden, dass eine Laktoseintoleranz bei der Gewährung von SGB II-Leistungen einen Mehrbedarf wegen kostenaufwändiger Ernährung begründen kann.

In einstweiligen Rechtsschutzverfahren der Sozialgerichtsbarkeit ist auch bei einem Beschwerdewert von nicht mehr als 750 € die Beschwerde nach der Änderung des SGG zum 1. April 2008 durch § 172 Abs. 3 Nr. 1 SGG nicht schlechthin ausgeschlossen. Bei der Prüfung des Beschwerdeausschlusses sind neben dem Wert des Beschwerdegegenstandes auch die Zulassungsgründe des § 144 Abs. 2 SGG heranzuziehen.

Die Beschwerde ergibt sich in diesen Fällen allein aus der angefochtenen Entscheidung im Eilverfahren; ein – ggf. anhängiges – Hauptsacheverfahren ist insoweit rechtlich unbeachtlich.

Eine Laktoseintoleranz kann nach dem aktuellen medizinischen Kenntnisstand eine Leistungen für Mehrbedarf rechtfertigende kostenaufwändige Ernährung aus medizinischen Gründen erfordern. Ist der Sachverhalt insoweit nicht vollständig aufgeklärt, ist über eine einstweilige Anordnung aufgrund einer Folgenabwägung zu entscheiden.

Quelle: Landessozialgerichts Niedersachsen-Bremen - Beschluss - L 6 AS 458/08 ER (Laktoseintoleranz)
 

Eka

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Hartz IV: Mehrbedarf bei Laktoseintoleranz Hartz IV 4, ALG II, Arbeitslosengeld 2 Hilfe und Ratgeber

Hartz IV: Mehrbedarf bei Laktoseintoleranz
ALG II Mehrbedarf bei Laktoseintoleranz

Dass bei einer Laktoseintoleranz der Lebensmitteleinkauf deutlich teurer wird, ist unstrittig. Strittig war in vielen Fällen, ob betroffene ALG II Empfänger bei den Hartz IV Leistungen einen Mehrbedarf geltend machen können. Das Bundessozialgericht (BSG) hat zuletzt die Entscheidung des Bayerisches Landessozialgericht (L 11 AS 258/06) bestätigt, für kostenaufwändige Ernährung wegen Laktoseintoleranz einen ALG II Mehrbedarf in Höhe von 71,58 Euro monatlich zu zahlen ist. Die Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde durch das BSG, womit die Bayerische Entscheidung bestätigt wurde, hat das Aktenzeichen B 14 AS 166/07 B vom 4 Januar 2008. (01.07.2008)
 

Lucky123

Neu hier...
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AW: Mehrbedarf Laktoseunverträglichkeit

Ich habe vor 11 Monaten einen Mehrbedarf wegen Laktoseintoleranz beantragt mit einer Bescheinigung des Arztes. Nach 4 Monaten musste ich zum Gesundheitsamt zur Untersuchung und nach weiteren 5 Monaten der Untersuchung, wurde der Antrag abgelehnt, da kein Laborbefund vorlag. Dagegen habe ich widersprochen und einen Labortest durch meinen Arzt machen lassen, musste ich selbst mit 55.-€ bezahlen.

Dieser Test, war positiv auf Laktoseintoleranz. Damit wurde der Mehrbedarf vom Gesundheitsamt befürwortet aber nur 35,90 € Ich habe dagegen Widerspruch eingelegt, mit der Begründung nach neustem Gerichtsurteil und Empfehlungen des Deutschen Vereins liegt der Mehrbedarf jetzt bei 71,58 €

Der Widerspruch wurde abgelehnt, mit der Begründung, dass das Gesundheitsamt entscheided wie hoch der Mehrbedarf ist und nach den Empfehlungen des Deutschen Vereins wären es auch nur 10%.

Was soll ich jetzt machen?:icon_twisted:
 

gelibeh

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Bei Ablehnung des Widerspruchs kannst Du jetzt Klage einreichen. Weiß jetzt gar nicht genau, da müssen auch Fristen eingehalten werden.
 
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