Mehrbedarf für dezentrale Warmwassererzeugung?

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Ernesto Disput

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Hallo,
manchmal wurde über ein Thema bereits so viel geschreiben, dass man seine Frage durch rumsuchen auch nicht beantwortet bekommt.

Seit dem 01.2011 sind die Kosten für Warmwasser nicht mehr in der Regelleistung (RL) erhalten und düften daher bei der zu zahlenden Umlage (in den KdU) vom JC auch nicht mehr abgezogen werden.

Ich verstehe nicht ganz richtig die begriffliche Bedeutung von "Mehrbedarf Energie Warmwasser" laut einem JC-Bescheid. Um was es geht, eigentlich schon. Mehr bedeutet ja, man bekammt was "mehr"!

Nach [FONT=&quot]§ 21 Abs. (7 ) SGB II hat man Anspruch auf einen Mehrbedarf, wenn man einen Durchlauferhitzer (DLH) für Warmwasser hat; sog. "Mehrbedarf für dezentrale Warmwassererzeugung". Den habe ich, den ich habe einen GAS-DLH. Und wenn man die Kosten für diesen selber bezahlt. Ich bezahle die Kosten (Abschlag für GAS) selbst und nicht an den Vermieter. Mit GAS wird die Heizung und der DLH betrieben. Der Abschlag für das GAS wird vom JC voll übernommen.

Frage: habe ich jetzt dennoch einen Anspruch auf den [/FONT][FONT=&quot]Zuschlag[/FONT] "Mehrbedarf Energie Warmwasser / "[FONT=&quot], also zusätzlich 8,79 EUR / Monat,
weil ich ja einen DLH habe und meine Kosten selber bezahle. Oder ist dies nur der Fall, wenn der Warmwasseranteil nicht bereits durch die Abschlagskosten (in den KdU) gedeckt wird.


[/FONT]
 
S

silka

Gast
Nein, wenn du deinen Abschlag für Gas schon voll erstattet bekommst, dann sind darin die WWbereitungskosten schon enthalten.
Dann also keinen Mehrbedarf mehr.
Ob du das selbst an den Gasversorger zahlst oder an den Vermieter, ist nicht das Kriterium.
Sondern ob die Kosten für die WWbereitung schon vom JC bezahlt werden.
 

ela1953

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Hallo,
manchmal wurde über ein Thema bereits so viel geschreiben, dass man seine Frage durch rumsuchen auch nicht beantwortet bekommt.

Seit dem 01.2011 sind die Kosten für Warmwasser nicht mehr in der Regelleistung (RL) erhalten und düften daher bei der zu zahlenden Umlage (in den KdU) vom JC auch nicht mehr abgezogen werden.

Ich verstehe nicht ganz richtig die begriffliche Bedeutung von "Mehrbedarf Energie Warmwasser" laut einem JC-Bescheid. Um was es geht, eigentlich schon. Mehr bedeutet ja, man bekammt was "mehr"!

Nach [FONT=&quot]§ 21 Abs. (7 ) SGB II hat man Anspruch auf einen Mehrbedarf, wenn man einen Durchlauferhitzer (DLH) für Warmwasser hat; sog. "Mehrbedarf für dezentrale Warmwassererzeugung". Den habe ich, den ich habe einen GAS-DLH. Und wenn man die Kosten für diesen selber bezahlt. Ich bezahle die Kosten (Abschlag für GAS) selbst und nicht an den Vermieter. Mit GAS wird die Heizung und der DLH betrieben. Der Abschlag für das GAS wird vom JC voll übernommen.

Frage: habe ich jetzt dennoch einen Anspruch auf den [/FONT][FONT=&quot]Zuschlag[/FONT] "Mehrbedarf Energie Warmwasser / "[FONT=&quot], also zusätzlich 8,79 EUR / Monat,
weil ich ja einen DLH habe und meine Kosten selber bezahle. Oder ist dies nur der Fall, wenn der Warmwasseranteil nicht bereits durch die Abschlagskosten (in den KdU) gedeckt wird.


[/FONT]


Früher war Warmwasser im Regelsatz enthalten - daher wurde bei Leuten, die ihr Wasser mit der Gasheizung erwärmten ein Betrag abgezogen. Die Leute mit elektr. Durchlauferhitzer bekamen die vollen Gasheizungskosten.

Jetzt gehört Warmwasser zu den KdU. Den Leuten mit Wassererwärmung über die Gasheizung bekommen nichts mehr abgezogen.

Die Leute mit elektr. Durchlauferhitzer bekommen diese 8 euro nochwas (Paare bekommen weniger und Kinder anteilig nach Regelsatzstufe)

Normalerweise müsste der Mehrbedarf automatisch gezahlt werden, denn im antrag wird ja der Durchlauferhitzer angegeben.

Oft muss man aber den SB darauf hinweisen.
 

Ernesto Disput

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Hallo,
und vielen Dank für eure Antworten! Jetzt weis ich, wie ich meinen Bescheid zu verstehen habe.

Ich hatte meine Frage etwas vereinfacht, um nicht zu verwirren. Hier noch mal der genaue Sachverhalt - nur zur Erklärung:
Also ich heize teils mit Strom 1-2 Ölradiatoren und mit GAS (im Wohnzimmer). Im Bad ist der DLH, der ebenso mit Gas betrieben wird. Ich zahle selber Abschläge an die Energieverorger. Beides wird (teilweise) vom Jobcenter übernommen. Früher, bis 2011, wurde vom GAS-Anteil der WW-Anteil abgezogen. Sie hatten dafür so Tabllen von der Stadtverwaltung, die sich alle halbe Jahre ändern. Für die Stromheizung wird (durch Gerichtsbeschluss) nur der Anteil von Strom, der in der Regelleistung enthalten ist (2013: 29,69 EUR) abgezogen. Der verbeleibende Rest der Strom-Abschlagsrechnung wird als Strom-Heizung übernommen.
Der Bescheid ist jedoch formal fehlerhaft, aber im Ergebnis richtig: Wie oben festgestellt wird, habe ich also gar keinen Anspruch auf einen Mehrbedarf für WW, da dies bereits mit dem Abschlag für Gas gedeckt wird und dieser wird ja nun voll übernommen.
Im Bescheid werden jetzt aber beim Abschlag für die Strom-Heizung zusätzlich zum Abzug der 29,69 EUR (RL-Strom) noch einmal 8,76 EUR abgezogen. Diese werden mir dann wiederum unter dem Posten "Mehrbedarf zum Lebensunterhalt" und "Energie Warmwasser" wieder hinzugefügt, so dass unter dem Strich kein Abzug erfolgt. :icon_klatsch:

Ich frage mich nur was diese umständliche und unverständliche Rumrechnerrei soll? Vielleicht weil die KdU von der Kommune bezahlt wird und die Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts vom Bund (über die Bundesarbeitsagentur).

Nochmals Danke für die Aufklärung,
Grüße Ernesto
 

Viktor22

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Hallo Ernesto,

ich kann mir gut vorstellen, dass das mit den unterschiedlichen Buchungsposten in der JC-Buchführung zu tun haben könnte.

Ganz offensichtlich werden immer mehr JC dazu herangezogen die EXTRA-Stromkosten, die die ganz normale Heizung (Gas,Öl, etc.) ja auch verursacht, die jedoch bislang nie anerkannt, geschweige denn übernommen wurden, anzuerkennen und entspr. auszuweisen.

Zumindest klingt das für mich so.

Was hindert dich eigtl. daran direkt bei deinem JC nachzufragen?

Da du nicht mehr und nicht weniger erhältst, können es ja keine "schlafenden Hunde" sein, die du lieber nicht wecken möchtest...:cool:
 

Ernesto Disput

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Was hindert dich eigtl. daran direkt bei deinem JC nachzufragen?

Ich habe nachgefragt. Auf Grund der neuen EEG-Umlage hat sich der Strom erhöht. Seit November versuche ich diese 15,- EUR durch zubekommen. Wir dürfen nicht mit unseren Jobcenter-Mitarbeiten telelefonieren sonder nüssen ein CallCenter anrufen. Und wenn man persönlich hin geht darf man nicht zu seinem Sachbearbeiter (Sicherheitssperre in Uniform). Man muss erst in die Eingangszone und um einen Termin bitten. Dieser muss genau begründet werden - sonst bekommt man keinen oder man muss zuerst eine Nummer ziehen und im Service-Bereich der Eingangszone mit einem fremden Sachbearbeiter abklären was man will und erklären wofür man mit dem eingetlichen Sachbearbeiter einen Termin braucht. Bei meinem letzten Besuch warteten [FONT=&quot]unten in der Eingangszone[/FONT] im Service-Bereich (Nummern ziehen) 14 Personen und in der Schlange, der 4-5 offenen Anmelde"Boxen" warteten 29 Personen. Es schien nicht voran zu gehen.

Ich habe in der Sache seit November 13 mal das JC kontaktiert. Jetzt habe ich einen Bescheid mit der Erhöhung, aber die Berechnung hierzu ist in diesem nicht erklärt. Der Rest ergibt sich aus vorrangegangenem Posting.
Grüße E.
 

Viktor22

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Hallo Ernesto,

also es ehrt dich, dass du so ein häufiger Besucher deines JC bist. Ich an deiner Stelle hätte da allerdings längst meine Konsequenzen gezogen und alles auf den Schriftweg verlagert.

Dann hast du daraus einen Vorgang gemacht und das JC kommt da nicht raus. Wenn Sie deine Anfrage nicht bearbeiten, dann steht dir der Weg zu einer Untätiggkeitsklage offen.

Kleiner Tipp am Rande:
M.E. nach hilft es auch, wenn man den MA im Callcenter klar sagt, um was es geht, und wie lange man schon auf die Bearbeitung etc. wartet.
Bei mir hat das i. d. R. zu sehr schnellen Rückrufen, oder wenn ich es wünschte, dass diese ausbleiben sollen, zu schnellen schriftlichen (Zwischen-)bescheiden geführt.

Die pers. Besuche im JC sind den SB dort, mit meinem vollen Verständnis, ein Grauen. Sie schaffen durch die damit oft verbundnen hohen Zeitaufwände, ihre normale Arbeit nicht, denn oft hat der "Frager" einfach seine Vorgänge nicht im richtig Griff, ist nicht optimal vorbereitet u. ä.
Bevor du, oder andere Leser hier, nun sauer wirst/werdet. Keine Bange. DICH habe ich dabei gar nicht im Auge gehabt.

Wie hier schon öfter zu lesen war, pflege ich einen recht humanen Umgang mit meinem SB. Daher auch der Tipp die Dinge lieber schriftlich einzureichen (als ihn vor Ort zu besuchen) und dann ruhig via CC mit Nachdruck verfolgen.
Bei mir hat das schon oft zu Erfolgen geführt.

Eine Erhöhung der Strompreise, auch nicht bedingt durch die gestiegene EEG-Umlage, führt allerdings nicht zwangsweise zu höheren Ansprüchen auf unserer Seite. So bedauerlich das auch ist.

Dazu bedarf es Anweisungen des zuständigen Ministeriums.
 
S

silka

Gast
Auf Grund der neuen EEG-Umlage hat sich der Strom erhöht. Seit November versuche ich diese 15,- EUR durch zubekommen.
Bei mir hat sich der Strompreis wie bei ganz vielen ab 1.1. oder Mitte Januar erhöht.
Bei dir schon letztes Jahr November???
Und welchen Strom versuchst du durchzubekommen mit 15,-?

Ich rate dir auch wie @Viktor, machs schriftlich. Mit Papier und Kopie und per Post oder direkt in den Hausbriefkasten des JC.
Dann können dir die Schikanen an der Haustür und auf den Fluren gestohlen bleiben.
Und du hast was in der Hand/im Ordner JC. Und du hast einen Verwaltungsakt provoziert, denn man wird dir antworten müssen. Du kannst das sogar formulieren: Ich erwarte einen nachvollziehbaren, rechtsmittelfähigen Bescheid innerhalb der gesetzl. geregelten Fristen, hier § 88 SGG.
Untätigkeitsklage behalte ich mir vor.
Gruß und kein Kuß
dein Luftikus

wenn allerdings kein Fehler in den Zahlen und Beträgen ist---dann versteh ich deinen Plan mit der Kontaktiererei nicht.
 
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