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Mehrbedarf bei Bluthochdruck

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evahb

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#1
Hallo, also in der Regel wird bei Bluthochdruck kein Mehrbedarf gewährt. Aber es gibt doch auch Ausnahmen, bei welchen gravierenden Krankheitsbildern wird bei Hypertonie bezahlt? Hat schon jemand von euch Erfolg gehabt?

Gruß evahb
 

Schnuckel

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#4
Mhm..ich hab auch Bluthochdruck. Was braucht man denn da mehr? *grübel*
Die Medikamente krieg ich auf Rezept...und ich bin von allen Zuzahlungen befreit.
Die selbe Frage wird Dir das Amt wohl auch stellen.
Was brauchst Du denn mehr Eva? Oder hast Du noch andere Krankheiten?
 
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#5
Mhm..ich hab auch Bluthochdruck. Was braucht man denn da mehr? *grübel*
Die Medikamente krieg ich auf Rezept...und ich bin von allen Zuzahlungen befreit.
Die selbe Frage wird Dir das Amt wohl auch stellen.
Was brauchst Du denn mehr Eva? Oder hast Du noch andere Krankheiten?
So sehe ich es auch. So wie ich weiß, gibt es bei Bluthochdruck nichts.
 

1hoss43

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#6
Ist das überhaupt noch aktuelle ?

Denn Diabetes II wurde mir gestrichen - Verfahren läuft bereits.
@Bruno1st

Die Liste ist offensichtlich aktuell. Die gleiche Liste wurde mir vor ca. 8 Wochen von meiner SB ausgehändigt mit dem Hinweis, ich solle doch meinen Hausarzt mal fragen, ob etwas aus dieser Liste für mich aktuell in Frage käme.
Tatort => ARGE Oberallgäu
 

1hoss43

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#7
Hallo, also in der Regel wird bei Bluthochdruck kein Mehrbedarf gewährt. Aber es gibt doch auch Ausnahmen, bei welchen gravierenden Krankheitsbildern wird bei Hypertonie bezahlt? Hat schon jemand von euch Erfolg gehabt?

Gruß evahb

@evahb

Trotzdem die Liste offensichtlich aktuell ist, sieht es nicht gut aus:

Aktenzeichen*: L 6 AS 97/07
Instanzenaktenzeichen: S 10 AS 56/06
Instanzgericht: Sozialgericht Fulda
Gericht*: Hessisches Landessozialgericht
Entscheidungstyp*: Urteil
Entscheidungsdatum*: 21.08.2007 keine Angaben zur Rechtskraft
Auszug:
Die Berufung des Klägers ist jedoch sachlich nicht begründet. Das Sozialgericht Fulda hat die Klage zu Recht durch Urteil vom 06.02.2007 abgewiesen. Der angefochtene Bescheid des Beklagten vom 20.01.2006 in der Gestalt des Widerspruchsbescheides vom 20.03.2006 ist rechtmäßig. Der Beklagte ist nicht zu verurteilen, einen Mehrbedarf wegen krankheitsbedingter kostenaufwändiger Ernährung in Höhe von monatlich 25,56 € beginnend ab dem 29.11.2005 zu gewähren.

Nach § 21 Abs. 5 SGB II erhalten erwerbsfähige Hilfebedürftige, die aus medizinischen Gründen einer kostenaufwändigen Ernährung bedürfen, einen Mehrbedarf in angemessener Höhe. Aus der Vorschrift ergibt sich, dass ein pauschaler Anspruch auf einen krankheitsbedingten (abstrakten) Mehrbedarf nicht besteht. Vielmehr setzt ein Anspruch nach § 21 Abs. 5 SGB II voraus, dass ein Hilfebedürftiger konkret einer kostenaufwändigen Ernährung aus medizinischen Gründen bedarf und sich hieraus auch ein konkreter Mehrbedarf ergibt. Nur dann ist der Mehrbedarf in angemessenem Umfang zu gewähren.

Davon ausgehend ist bereits fraglich, ob dem Kläger in der Vergangenheit überhaupt ein konkreter Mehrbedarf entstanden ist bzw. derzeit noch entsteht, denn er hat lediglich darauf verwiesen, in Reformhäusern einkaufen zu müssen und nicht auf anderweitige „Billigprodukte“ zurückgreifen zu können. Mit diesem lediglich pauschal gehaltenen Vortrag genügt der Kläger seiner Darlegungslast nicht.

Dessen ungeachtet scheitert der geltend gemachte Anspruch jedenfalls daran, dass die Hypertonie-Erkrankung des Klägers in der gegebenen Ausprägung keine kostenaufwändige Ernährung bedingt und deshalb nicht ursächlich für einen Mehrbedarf sein kann. Dies steht zur Überzeugung des Senats fest aufgrund der Empfehlungen des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge in F-Stadt (im Folgenden: B.) für die Gewährung von Krankenkostzulagen in der Sozialhilfe aus dem Jahr 1997 (Kleinere Schriften des Deutschen Vereins, Heft 48, 2. Auflage 1997 - im Folgenden: Empfehlungen). Weiter stützt der Senat seine Überzeugung auf den Begutachtungsleitfaden für den Mehrbedarf bei krankheitsbedingter kostenaufwändiger Ernährung des Landschaftsverbandes W.-L. vom Januar 2002 (im Folgenden: Begutachtungsleitfaden) sowie auf den Befundbericht des behandelnden Internisten Dr. C. vom 17.06.2007 und die Auskunft des Deutschen Vereins vom 22.06.2007.

Quelle
 

Rick

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#8
Hallo, also in der Regel wird bei Bluthochdruck kein Mehrbedarf gewährt. Aber es gibt doch auch Ausnahmen, bei welchen gravierenden Krankheitsbildern wird bei Hypertonie bezahlt? Hat schon jemand von euch Erfolg gehabt?

Gruß evahb
Früher gab es noch einen Zuschuss nur der ist mittlerweile auch gestrichen worden
 

Bruno1st

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#9
Mhm..ich hab auch Bluthochdruck. Was braucht man denn da mehr? *grübel*?
Zumindest besseres Essen - wie wir alle auch. Denn dieses Billigessen hat ja viel zu viele Zusatzstoffe und ist zu salzig. Auch mit selbst kochen stößt man dann schnell an die Qualitätsgrenzen.
 

Couchhartzer

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#10
Ist das überhaupt noch aktuelle ?
Ja, Bruno - es ist die aktuelle Handlungsvorgabe für Mehrbedarf bei kostenaufwändiger Ernährung der Bundesagentur.
Hier nochmal direkt die Veröffentlichung der BA selbst:
~> www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/A01-Allgemein-Info/A015-Oeffentlichkeitsarbeit/Publikation/pdf/Gesetzestext-21-SGB-II-Leistungen-Mehrbedarfe.pdf .
Diese Ausgabe ist die überarbeitete Fassung der Dientsanweisung vom 17.04.2007.

Das Problem besteht jedoch hier darin, dass die ARGEn immer mehr dazu übergehen den "Gutachtenleitfaden für den Mehrbedarf bei krankheitsbedingter kostenaufwändiger Ernährung" (hier ~> www.lwl.org/spur-download/Mehrbedarf.pdf ) für ihre Entscheidungen heranzuziehen, obgleich dieser eine ältere und damit weniger aktuelle Fassung von 2002 ist.
Dass sie das machen um auf "Biegen und Brechen" und rücksichtslos irgendwelche Leistungen einzusparen und damit ihren Vorgaben auf Kostenensparung Rechnung zu tragen (damit die internen Statistiken schön aussehen ^^) ist ja nichts Neues.
Es ist aber auch sehr interessant, dass dieser "Leitfaden" nicht nur veraltet und weniger aktuell als die Handlungsvorgabe der BA ist, sondern er wurde nachlesbar auch von ausschliesslich nichtneutralen Medizinern und Fachkräften und Dienststellen (welche alle im Abhängigkeitsverhältnis zu den öffenlichen Institutionen stehen) erstellt, die natürlich auch für diese Arbeit entsprechend von den begünstigten Institutionen bezahlt werden.
(ein Schelm wer Böses dabei denkt :icon_mad: )



Gruß...

Jörg
 

Bruno1st

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#11
Ja, Bruno - es ist die aktuelle Handlungsvorgabe für Mehrbedarf bei kostenaufwändiger Ernährung der Bundesagentur.
Hier nochmal direkt die Veröffentlichung der BA selbst:
~> www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/A01-Allgemein-Info/A015-Oeffentlichkeitsarbeit/Publikation/pdf/Gesetzestext-21-SGB-II-Leistungen-Mehrbedarfe.pdf .
Diese Ausgabe ist die überarbeitete Fassung der Dientsanweisung vom 17.04.2007.

Das Problem besteht jedoch hier darin, dass die ARGEn immer mehr dazu übergehen den "Gutachtenleitfaden für den Mehrbedarf bei krankheitsbedingter kostenaufwändiger Ernährung" (hier ~> www.lwl.org/spur-download/Mehrbedarf.pdf ) für ihre Entscheidungen heranzuziehen, obgleich dieser eine ältere und damit weniger aktuelle Fassung von 2002 ist.
Dass sie das machen um auf "Biegen und Brechen" und rücksichtslos irgendwelche Leistungen einzusparen und damit ihren Vorgaben auf Kostenensparung Rechnung zu tragen (damit die internen Statistiken schön aussehen ^^) ist ja nichts Neues.
Es ist aber auch sehr interessant, dass dieser "Leitfaden" nicht nur veraltet und weniger aktuell als die Handlungsvorgabe der BA ist, sondern er wurde nachlesbar auch von ausschliesslich nichtneutralen Medizinern und Fachkräften und Dienststellen (welche alle im Abhängigkeitsverhältnis zu den öffenlichen Institutionen stehen) erstellt, die natürlich auch für diese Arbeit entsprechend von den begünstigten Institutionen bezahlt werden.
(ein Schelm wer Böses dabei denkt :icon_mad: )
danke für den letzten Link - meine Frage nach "aktuell" kam daher, weil ich Diabetes II zuerst bekam, auch die Verlängerung und dann plötzlich rückwirkend gestrichen wurde - die Formulare sollten dann überarbeitet werden/neu kommen.
Interessanterweise wurde aber kein Geld zurückgefordert. Nun schläft alles vor dem Sozialgericht. Ich sehe mich schon mit dem ARGE Bevollmächtigten über die Zusammensetzung der Gutachter, deren parteilichkeit, Auftraggeber, diskutieren. Wobei Diskussion zuviel ist - er spielt einfach wieder seine Platte ab und nichts weiter. So nach dem Motto : Ich bin nichts, ich kann nichts, ich denke nichts, aber schaut mal, was für einen gutbezahlten Job ich habe.

Ein Schelm wer Böses dabei denkt - bei ARGE denke ich nur noch an SAUBANDE, die sich auf Kosten von Bedürftigen die eigenen, von der Allgemeinheit finanzierten Arbeitsplätze sichern und mit Ihrer Arbeit gegen das Grundgesetz verstoßen. Aber der direkte Vorgesetzte, der auch die Beurteilungen schreibt, ist ja viel näher, wie die Grundgefühle Menschlichkeit und Gerechtigkeit.
 

Schnuckel

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#12
@ Bruno

Also das mit dem salzarmen Essen ist nach neusten Forschungsberichten eher sinnfrei. Diese Erkenntnis stammt noch aus den 50er Jahren, als man einen Indianerstamm in Brasilien entdeckte, die völlig salzfrei lebte und niemand von ihnen Bluthochdruck hatte. Daraus leitete man damals ab, dass der Blutdruck zu senken sei, indem man auf Salz verzichtet.

Außerdem kann eine kochsalzarme Diät bei Senioren zu gefährlichem Natriummangel führen.

Richtig ist aber das mit der gesunden Ernährung...und wir wissen alle, dass das mit Hartz 4 nicht geht...und ich glaub die 25 Euro Mehrbedarf würden das auch nicht mehr wett machen.

Aber ein ArgeSB würde ganz sicher mit dem Argument daherkommen, dass Abnehmen die beste Medizin gegen Bluthochdruck ist...womit er erst mal nicht unrecht hätte...aber die leiten daraus "weniger essen" ab, und nicht gesünder.

So oder so...wir sind in den Ar... gekniffen, denn mit den 347 € wird wie immer am Ende des Monats nur die Fertigpizza bleiben...oder Nudeln mit Ketchup. Und das treibt meinen Blutdruck eher vor Wut, als vor Salz in die Höhe.
 

Couchhartzer

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#13
Aber ein ArgeSB würde ganz sicher mit dem Argument daherkommen, dass Abnehmen die beste Medizin gegen Bluthochdruck ist
Bei so einem dämlichen Spruch würde ich den glatt im sechsten Stock am ausgestreckten Arm aus dem Fenster halte und ihm sagen, dass Rudern mit den Armen (Flügelschlagen) das beste Mittel gegen Abstürze ist. :icon_lol:



...womit er erst mal nicht unrecht hätte
Nein, mit verallgemeinernden Unterstellungen hat ein SB niemals recht, sondern kriecht allenfalls seinem Vorgesetzten mit Unterstützung unwürdiger Vorgaben in den Hintern, , denn nicht jeder ist bei Bluthochdruck auch gleich übergewichtig, oder hat am Übergewicht ein Selbstverschulden.
Dazu kommt noch, dass es nach WHO deutliche und wissenschaftlich belegte Erkenntnisse gibt, die Fehlernährungen und Folgerekrankungen auch auf die unregelmäßig ausgeglichene Ernährung zurückführen und belegen. Und wie bitte sollte man mit einen asozialen Überlebenssatz wie Hartz-IV bitte eine geregelte Ernährung hinbekommen die eine bestehende Erkrankung mildert oder beseitigt?
Die WHO weist ganz klar mit folgendem Satz darauf hin, dass gerade die regelmäßige ausgewogene Ernährung bester Schutz vor den daraus möglichenErkrankungen ist.
Diese Aussage WHO:
Textauszug WHO sagte :
Schlechte Ernährung, Lebensmittelerkrankungen und fehlender Zugang zu guten Nahrungsmitteln tragen in der Europäischen Region erheblich zur Krankheit- und Sterblichkeitslast bei. Bessere Ernährungsgewohnheiten und eine gesicherte Versorgung mit sicheren Lebensmitteln vermindern und verhindern nicht nur individuelles und gesellschaftliches Leid, sondern tragen auch zur Begrenzung der Gesundheitskosten bei und sind zum sozialen und wirtschaftlichen Nutzen der Länder.
Quelle ~> www.euro.who.int/InformationSources/Publications/Catalogue/20040130_8?language=German
(dort findet man übrigens auch die Ernährungswissenschaftlichen Richtlinien der WHO / leider nur in englisch - [für Bruno, falls er sie für den Prozess brauchen kann])
Doch das mit den regelmäßigen und gesunden Ernährungen geht bei Erkrankungen nicht ohne Zulagen, wenn schon eine regelmäßige und gesunde Ernährung ohne Zulage nicht machbar ist.
Wenn dann irgendwelche Schnarchnasen die sich als SB bezeichnen meinen sie müssten den Schlaumeier raushängen lassen und etwas ablehnen, von dem sie nichtmal ansatzweise etwas begreifen, dann ist das einfach eine eklatante und schon vorsätzliche Mißachtung wissentschaftlich bewiesener Fakten.



Gruß...

Jörg
 

Clint

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#14
ich hab auch Bluthochdruck. Was braucht man denn da mehr? *grübel*
Die Medikamente krieg ich auf Rezept...und ich bin von allen Zuzahlungen befreit.
Hallo,
bist Du vl. ein "U-Boot"? (Uboote sind bezahlte Agent Provocateurs)
Es gibt Leute, 20% bei denen der Blutdruck Natrium abhängig ist, der geht bei reichlich Kochsalz ab wie ne Saturn V. Zum Glück gehör ich nicht dazu. Und der ganze Billigfraß ist mächtig gesalzen damit er nach irgendwas schmeckt. Und dann mußt Du dann vl. selber kochen und kannst keine Aldi,
Lidl oder ich weiß nich wie Fertigprodukte verwenden und das kostet.

Gruß

Clint
 

evahb

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#15
Re.

Hi, mich betrifft es nicht.Ich frage für einen Bekannten, der keinen Internetzugang hat. Er hat außer dem Hochdruck Durchblutungsstörungen und hatte bereits einen kleinen Schlaganfall. Früher als Kind an Kinderlähmung erkrankt, starke auffällige Krampfandern und nimmt Herztabletten.Ich werde das mal ausdrucken, kann er dann mit zum Arzt nehmen. Danke an alle die geantwortet haben. Ist schlank, hat kein Übergewicht.
Hat aber auch keinen GdB, was mich wundert.

Gruß evahb
 

Schnuckel

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#16
Nein Clint...ich bin kein U- Boot. Nur jemand, der den Kram mal studiert hat, bevor ich mich gesundheitlich selbst auf die Fresse gepackt habe.

Entgegen einem hartnäckig am Leben bleibenden Mythos ist ein Zuviel an Kochsalz in der Nahrung in den allerwenigsten Fällen der 20 Millionen Bluthochdruckpatienten in Deutschland Ursache für das Entstehen oder Bestehen der Erkrankung. Im Gegenteil: Eine strenge Salzeinschränkung kann vor allem bei älteren Menschen mitunter sogar gefährliche Folgen haben.

Die These Blutdrucksteigerung durch Salz basiert auf der Erkenntnis, dass Salz Wasser bindet. Ist mehr Salz im Blut, würde demnach das größere Blutvolumen auch stärker auf die Wände der Blutgefäße drücken, lautete die Theorie in der Vergangenheit. Erst in den 90er-Jahren erkannte die Forschung, dass der Organismus wesentlich differenzierter reagiert, die ablaufenden Regelmechanismen komplexer sind.

Lediglich 15 Prozent, jeder sechste Betroffene, reagiert auf eine Reduzierung des Salzverbrauchs mit einer leichten Senkung des Blutdrucks. Diese Patienten werden als „salzsensitive“ Menschen bezeichnet. Forscher in aller Welt konnten bisher für nichtsalzsensitive Menschen keinen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Salzkonsum und erhöhten Blutdruck belegen.

Trotzdem hält sich der Mythos, Salz erhöht den Blutdruck, eisern in vielen Köpfen. Wahrscheinlich auch deshalb, weil sowohl Ärzte wie Ernährungswissenschaftler lange die Botschaft des „gefährlichen“ Salzes gepredigt haben. Dazu hat auch eine US-amerikanische Studie aus den 70er-Jahren an Ratten beigetragen, die mit äußerst stark salzhaltiger Nahrung ernährt wurden, hohen Blutdruck entwickelten und in der Folge daran früher starben.

Bei der Übertragung der Ergebnisse auf den Menschen hätten diese aber täglich knapp 500 Gramm Salz zu sich nehmen müssen. Doch wer macht das schon? Im Durchschnitt verbraucht jeder Bundesbürger etwa 16 Gramm Speisesalz pro Tag, jedoch nimmt er davon nur etwa die Hälfte auf, die andere Hälfte geht durch Kochwasser und dergleichen verloren. Verschiedene Studien ergaben einen täglichen Verzehr, der heute bei Frauen zwischen 6 und 6,4 Gramm, bei Männern zwischen 8,2 und 8,5 Gramm liegt.

Selbst bei salzsensitiven Patienten, so ist sich die Expertenmehrheit einig, bewirkt eine Kochsalzreduktion vergleichsweise wenig. Die Blutdrucksenkung liegt bei maximal 5 mmHg.

Bei Bluthochdruck spielen eine Vielzahl von Lebensfaktoren eine Rolle. Selbst salzempfindliche Menschen senken ihren Blutdruck weit wirkungsvoller durch eine Gewichtsabnahme. Einige Kilogramm Gewichtsabnahme bewirken deutlich mehr als es eine Salzreduktion vermag. Zu wenig Salz kann sogar Schaden anrichten. Denn Salz- und Flüssigkeitshaushalt sind direkt miteinander verknüpft. Insbesondere bei älteren Menschen kommt es durch geringe Salzzufuhr kombiniert mit verminderter Durstwahrnehmung zu Entwässerung und Kreislaufzusammenbrüchen.

Hypertonikern wird empfohlen, sich im Rahmen einer dreiwöchigen Versuchsphase Gewissheit zu holen, ob eine Salzsensitivität im Einzelfall vorliegt. Der Patient sollte hierzu drei Wochen salzreduziert essen, wobei der Arzt an einigen Tagen mehrmals den Blutdruck misst und am Ende daraus schließen kann, ob eine Salzrestriktion sinnvoll ist. Für nahezu alle Bluthochdruckbetroffenen gilt: Eine Umstellung der Ernährungsweise zu reichlich Gemüse und Obst, weniger Kalorien, weniger Fett, insbesondere gesättigtes, weniger Alkohol, mehr ungesättigte gefäßschützende Fette, mehr Bewegung sowie damit einhergehender Abbau von Übergewichtspfunden sind die wichtigsten Maßnahmen, um Bluthochdruck effektiv in den Griff zu kriegen.

Also denk ich, sind wir uns einig mit der Meinung dass wir gesünderes Essen brauchen. Nicht nur die Bluthochdruckpatienten, sondern allen Hartz4- Empfängern sollte mehr Geld für eine ausgewogene Ernährung zur Verfügung stehen...und vielleicht auch ein klein wenig mehr Geld, um sich mal hin und wieder einen Schwimmbadbesuch o.ä. leisten zu können.

Ich bin also kein "Agent Provocateur" wie Du siehst...sondern einfach nur selbst betroffen...was den Blutdruck betrifft, und was Hartz 4 betrifft.
 

drSeehas

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#17
Ich bin auch Hypertoniker und konnte damals, als es entdeckt wurde, alle Ärzte beeindrucken, wenn ich zuviel Salz aufgenommen hatte: Ich habe auf die blutdrucksenkenden Medikamente einfach nicht mehr reagiert.

Ich wusste aber bisher gar nicht, dass es dafür vielleicht extra Geld gibt. Ich werde das nächste Woche mal versuchen und dann wieder hier berichten.
 

Bruno1st

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#18
Ich wusste aber bisher gar nicht, dass es dafür vielleicht extra Geld gibt. Ich werde das nächste Woche mal versuchen und dann wieder hier berichten.
bitte gleich am Montag (Monatsletzter) und sei es nur ein formloser Antrag - denn Mehrbedarf wird auch nur ab dem beantragten Monat bezahlt.
 

drSeehas

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#19
bitte gleich am Montag (Monatsletzter) und sei es nur ein formloser Antrag - denn Mehrbedarf wird auch nur ab dem beantragten Monat bezahlt.
Ich habe das damals gemacht und auch zusätzlich Geld bekommen.

Leider seit 1.7.2009 nicht mehr. "Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse" haben ergeben, dass ein Mehrbedarf nicht besteht...
 
E

ExitUser

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#20
Ich habe das damals gemacht und auch zusätzlich Geld bekommen.

Leider seit 1.7.2009 nicht mehr. "Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse" haben ergeben, dass ein Mehrbedarf nicht besteht...
Ich klage deswegen vorm SG. Mal sehen, wie lange es dauert u. was rauskommt.
 

drSeehas

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#21
Ich klage deswegen vorm SG. Mal sehen, wie lange es dauert u. was rauskommt.
Wie hast du die Klage begründet?

Ich habe keinen Widerspruch eingelegt, könnte aber jederzeit neu beantragen, oder nicht?

Zur Dauer: Ich habe im Frühjahr letzten Jahres (2008) wegen einer Sanktion vor dem SG Konstanz geklagt: Ein Ende ist nicht abzusehen...
 
E

ExitUser

Gast
#22
Wie hast du die Klage begründet?

Ich habe keinen Widerspruch eingelegt, könnte aber jederzeit neu beantragen, oder nicht?

Zur Dauer: Ich habe im Frühjahr letzten Jahres (2008) wegen einer Sanktion vor dem SG Konstanz geklagt: Ein Ende ist nicht abzusehen...
Ich habe angeführt, daß ich entgegen der Auffassung des Deutschen Vereins definitifv Mehrkosten habe, ich die Kompetenz dieses e.V. anzweifle usw. ...

Glaube, beim Widerspruch gibt es auch Fristen, innerhalb derer man ihn stellen muß (3 Monate?).
 
E

ExitUser

Gast
#23
Ich habe das damals gemacht und auch zusätzlich Geld bekommen.

Leider seit 1.7.2009 nicht mehr. "Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse" haben ergeben, dass ein Mehrbedarf nicht besteht...
Wenn der Ablehnungsbescheid vom 1.7. ist, müßtest Du sofort noch Widerspruch einlegen!
 

gelibeh

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#26
Warum nicht? Du kannst doch neue Erkentnisse haben und darum dann neu beantragen.
 

Muzel

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#27
"Die Empfehlungen gelten dann nicht, wenn im Einzelfall anzustellende Ermittlungen Hinweise auf einen von den Empfehlungen abweichenden Mehrbedarf ergeben (BSG, Urteil vom 27.02.2008, a.a.0.). Abweichungen von den Empfehlungen sind auch nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts begründungsbedürftig (Beschluss vom 20.06.2006 -1 BvR 2673/05 -, Beschluss des erkennenden Senats vom 12.11.2008 - L 19 AS 47/08 -)."
Gericht:Landessozialgericht für das Land Nordrhein-Westfalen 19. SenatEntscheidungsdatum:12.03.2009Aktenzeichen:L 19 B 31/09 AS ERDokumenttyp:Beschluss

Das wollte ich dir doch noch schreiben. vielleicht hilft es ja! Daumen hoch!
 

honeybunny

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#28
Hallo

gibts mittlerweile neue Erkenntnisse??
Ist es nun wirklich gestrichen??

Ich frage für meinen Bruder...der hat von seiner alten ARGE das bewilligt bekommen....jetzt nicht mehr....eben mit der Begründung, das man nur salzarm essen müsse....ja klar, klappt gut bei dem Fertigfutter, was man sich leisten kann......
 

ela1953

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#29
An dem weniger Essen und mehr Bewegung ist was dran bei Bluthochdruck. Aber gleichzeitig auch an besserem Essen.

Leide auch darunter. Hatte für fünf Monate einen Job. Mein Tagesablauf war ein ganz anderer.

Bin morgens gegen halb sieben aus dem Haus und kam abends gegen 18/19 Uhr wieder zurück.

Hatte reichlich Bewegung. Zum Bahnhof, vom Bahnhof zum Arbeitsplatz, dort oft Treppen. Mittags auch einmal um den Block.

Habe weniger gegessen, allerdings auch Brötchen vom richtigen Bäcker und Mittags in der Kantine. Wurst kaufte ich beim Metzger in geringen Mengen und nicht abgepackt im Supermarkt.

Finanziell war das kein großer Unterschied. Denn dadurch, dass ich weniger Zeit zum Essen hatte, kaufte ich ja weniger beim Metzger.

Jetzt hock ich seit vier Wochen wieder zu Hause. Ergebnis: Blutdruck steigt wieder. Bewegung gleich null ( wie auch, wenn der PC den ganzen Tag an ist)

Eingekauft wird wieder seltener und dann die 200 g Packungen Billigwurst.

Wenn die Monatskarte nicht 140 Euro kosten würde, würde ich Mittags in der Kantine essen gehen. Das habe ich so richtig genossen.
 
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