Mehrbedarf an Wohnraum (1 Betrachter)

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Misa

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Hallo,

ich bin seit kurzem in Besitz eines Schwerbehindertenausweises (50G), aber blicke in dieser Materie noch nicht ganz durch. Es geht darum, dass ich in eine für mich angemessenere Wohnung umziehen möchte.

Neben meiner Gehbehinderung benötige ich auch Gerätemedizin, die sehr viel Platz einnimmt. Ich habe auch ein ärztliches Attest, welches bescheinigt, dass ein Wohnungswechsel für mich notwendig ist (Allerdings hauptsächlich aus anderen Gründen: Lärm. Es stammt noch aus der Zeit vor dem Besitz des Ausweis).

Ich beziehe ALG2, bisher (noch?) keine Rente. Der Umzug war mit meiner Sachbearbeiterin abgesprochen, weiteres bezüglich Arbeitsvermittlung, Rente, etc. soll nach dem Umzug geklärt werden. Wirkliche Aussagen bezüglich KdU wollte man nicht machen, sagte es würde wohl auf eine Einzelfallentscheidung hinaus laufen.

Ich war und bin der Meinung, dass mir eigentlich ein Mehrbedarf an Wohnraum von bis zu 15m² zusteht. Ich habe eine Wohnung gefunden, die den Anforderungen in etwa entspricht und könnte diese auch direkt anmieten.

Aber die Leistungsabteilung stellt sich dumm und will nichts von einem Mehrbedarf an Wohnraum wissen, so etwas gäbe es nicht. Meine 45m² würden ausreichen um noch ein weiteres Bett für die Gerätemedizin sowie andere Dinge aufzustellen.

Gibt es denn eine direkte Rechtsgrundlage bezüglich dieses Mehrbedarfs? Ich suche nun schon den ganzen Tag, finde allerdings nur diverse Foreneinträge, das es einen solchen Mehrbedarf gibt, das ein Mehrbedarf bewilligt wurde... aber nichts, was ich der Leistungsabteilung unter die Nase halten und sagen kann: So isses und nicht anders!
 
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Nach allem, was ich so in letzter Zeit dazu lese, wird die Angemessenheit in erster Linie an der Höhe der Miete u. nicht an den m² des Wohnraumes festgemacht.
 

Misa

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Generell für die KdU ist das korrekt. Mir geht es jedoch speziell um den Mehrbedarf an angemessenem Wohnraum bei körperlicher Behinderung.
 
E

ExitUser

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Nach allem, was ich so in letzter Zeit dazu lese, wird die Angemessenheit in erster Linie an der Höhe der Miete u. nicht an den m² des Wohnraumes festgemacht.
Im Falle von Schwerbedinderung + Merkzeichen G, spielt das nur eine untergeordnete Rolle!

Wohnungsgrößen für Menschen mit Behinderung: Wie viele Quadratmeter angemessen sind : Stiftung MyHandicap

In der Regel 15% mehr Wohnraum, bei Krankenfahrstuhl muß ein Raum dafür zu Verfügung stehen!

gleiche Thematik: https://www.elo-forum.org/schwerbehinderte-gesundheit-rente/106364-mehrbedarf-wohnraum-behinderte.html
 

Seepferdchen 2010

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Schau mal hier in diesen Beitrag rein:

https://www.elo-forum.org/schwerbehinderte-gesundheit-rente/106364-mehrbedarf-wohnraum-behinderte.html

Wohnraum für Rollstuhlbenutzer/-innen

Eine zusätzl. Individualfläche wird mit 15qm angegeben. Die Fläche zum Umsetzen und Abstellen für den Rollstuhl wird mit 3,00 x 1,80 m ausgewiesen.
Richtgrößen für Wohnungen mit 1 Rollstuhlfahrer - Wohnfläche in qm

[ Bedarfsermittlung nullbarriere.de, unter Einbeziehung der DIN 18040/2 (R)]
https://www.elo-forum.org/schwerbehinderte-gesundheit-rente/102733-15-wohnraum-mehrbedarf-schwerbehinderung.html

nullbarriere - Wohnflächen - Wohnungsgrößen
 

saurbier

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Nee da hat Frettchen schon Recht.

Ich hatte das Thema damals auch beim Jobcenter, als das dann vor Gericht ging wollte die Richterin sogar alle Medizinischen Unterlagen die meine Schwerbehinderung belegen, vor allem eben das Merkzeichen "aG".

Das ging mir dann echt zu weit, dem Gericht den beweis zu erbringen, nur weil dem Jobcenter SB der Ausweis nicht reichte.

Zum Glück hat sich das dann nach ein paar Wochen erledigt, weil ich dank Minijob eh keinen Anspruch mehr hatte.

Allerdings würde ich, wenn es notwendig wäre, wieder darauf bestehen.

Als Schwerbehinderter, gerade mit Rollstuhl sollte man schon auf die Vergünstigungen (15m² mehr Wohnraum) bestehen. Zu dem Thema gibt es hier aber schon eine ausführliche Besprechnung im Forum, schau mal nach.


Gruss saurbier
 
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