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Mehrbedarf an KDU für Alleinerziehende entfällt. Droht mir nun Zwangsumzug?

Marilla

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#1
Hallo euch zusammen,

ich versuche mich kurz zu halten mit meinem Anliegen, da es etwas komplizierter ist.

Ich, alleinerziehende Mutter einer 11-jährigen Tochter, habe in den Jahren 2010 und 2012 zwei schwere neurochirurgische Eingriffe am Gehirn vornehmen lassen müssen. Leide zusätzlich unter einer chronischen Depression und war auf Grund dessen auch schon mehrere Monate in einer psychiatrischen Tagesklinik in Behandlung. Zur Zeit befinde ich mich in verhaltenstherapeutischer Behandlung kombiniert mit der Einnahme von Antidepressiva. 2013 erkrankte dann meine Tochter an einer generalisierten Angststörung und mittelgradig schweren Depression, auf Grund von Schulmobbing und den Spätfolgen meiner neurologischen Erkrankung (Angst um mich, Kontrollverlust, schwierige Lebenssituation, etc.) Sie war nun für knapp 6 Monate, bis Ende März, ebenfalls in einer kinderpsychiatrischen Tagesklinik untergebracht... Vor 4 Wochen wurde sie entlassen und wird in Zukunft mit Hilfe fachärztlicher Betreuung, einem Antidepressivum und Psychotherapie weiterhin ambulant betreut. Zusätzlich wurde sie in der Schule rückgestuft und es fand dadurch ein Klassenwechsel statt. Sie beginnt gerade langsam damit sich zu stabilisieren. Doch nun kam die Aufforderung vom Amt, da die Übernahme für den bislang genehmigten Mehrbedarf an Unterkunftskosten für Alleinerziehende entfällt, uns eine neue und kostengünstigere Wohnung suchen zu müssen. Das hat mir erneut den Boden unter den Füssen weggezogen. Wir leben seit 10 Jahren in dieser Wohnung (ca. 62 qm). Es ist unser zuhause. Auch meine Mutter lebt in diesem Mehrfamilienhaus unter uns und ist mir/uns oft eine grosse Unterstützung, da ich in manchen Situationen, seit den OPs, noch immer Schwierigkeiten habe (Kurzzeitgedächtnis, Wortfindungschwierigkeiten, Facialisparese). Zusätzlich gibt es für die jetzt angegebenen angemessenen Unterkunftskosten keinen angemessenen Wohnraum in meiner Stadt. Ein Umzug würde unser beider Genesungsprozess ausserdem erheblich gefährden. Attestiert ist das von den Fachärzten. Auch beim Anwalt bin ich mittlerweile. Nun haben wir die Aufforderung erhalten für eine amtsärztliche Untersuchung. Was wird denn da gemacht? Was begutachtet? Ich soll meine Tochter und ärztliche Unterlagen mitbringen. Mir liegt der Termin ziemlich schwer im Magen und die Situation im Allgemeinen belastet mich doch sehr.

Viele Grüße und Danke im voraus für Eure Einschätzung.
 
E

ExitUser

Gast
#2
AW: Zwangsumzug?

Hallo,

vielleicht sollte man vorab erst mal herausfinden, was an Deinem Ort generell als "angemessen" bzgl. der KdU gilt. (?)

Oftmals handeln die JC in dem Punkt schon nicht korrekt.
 

Marilla

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#3
AW: Zwangsumzug?

Für die Stadt gibt es keinen aktuellen Mietspiegel. Die angemessenen Unterkunftskosten liegen einem in 2008 angefertigtem Gutachten zu Grunde.
 

Marilla

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#5
AW: Zwangsumzug?

381 Euro Bruttokaltmiete gelten hier als angemessen. Aber dafür gibt es in unserer Universitätsstadt keinen angemessenen Wohnraum für einen 2-Personenhaushalt, bzw. kaum welchen. Bin ja auch nicht die Einzige, die aufgefordert wurde. Das ist sogar die Meinung der ARGE. Allerdings entkräftet das leider nicht die Entscheidung des Bundessozialgerichts.
 
E

ExitUser

Gast
#6
AW: Zwangsumzug?

In 2007 mußte ich einmal zur Amtsärztin, weil ich damals aus gesundheitlichen Gründen meinen Job nicht weiter machen konnte. Natürlich war ich mangels Erfahrung der Meinung, daß der ÄD sowieso auf Seiten der AfA ist u. ich eine "übergebraten" bekomme.
Das hat sich glücklicherweise nicht bewahrheitet.

Nur hatte (habe) ich mit organischen Erkrankungen zu tun. Daher ist es nicht direkt vergleichbar.

Es wird sich hoffentlich noch jemand melden, der sich mit dieser speziellen Problematik auskennt, oder sogar damit zu tun hat.
 

Barrit

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#7
AW: Zwangsumzug?

381 Euro Bruttokaltmiete gelten hier als angemessen. Aber dafür gibt es in unserer Universitätsstadt keinen angemessenen Wohnraum für einen 2-Personenhaushalt, bzw. kaum welchen. Bin ja auch nicht die Einzige, die aufgefordert wurde. Das ist sogar die Meinung der ARGE. Allerdings entkräftet das leider nicht die Entscheidung des Bundessozialgerichts.
Darf ich Dich bitten die Aufforderung des JC, KdU zu senken, hier anonymisiert reinzustellen?
Ziel dess ist zu schauen, ob die Aufforderung den gesetzlichen Vorschriften entspricht bezgl. Inhalt und krankheitsbedingt (du und Tochter ).

Dann möchte ich fragen, was Du unternommen hast, um eine angemessene Wohnung zu finden?

Bedenke:
das Argument "hier gibt es keinen angemessenen Wohnraum für 2 Personen" ist NULL und hat bei einer evt. Klage keinen Bestand - Du musst beweisen!

2. Frage:

Du schreibst vom Anwalt, hast Du einen Beratungshilfeschein bekommen oder wie sieht es da mit den Kosten aus?

Vorsorglich hänge ich Dir hier einen Berh Schein an.
 

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Marilla

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#8
AW: Zwangsumzug?

Ich habe mit der Aufforderung zur Kostensenkung ein Nachweisblatt für die Wohnungssuche erhalten. Dieses habe ich auch schon fleißig gefüllt. Habe Zeitungsausschnitte gesammelt, im Internet gesucht, mit Marklern telefoniert, etc.! Alle angemessenen Wohnungen mit ca. 60 qm waren insgesamt zu teuer. 381 Euro reine Kaltmiete wäre noch möglich, aber nicht als Bruttokaltmiete. Untervermieten kann ich nicht, da ich nicht über ein zusätzliches Zimmer verfüge. Habe zusätzlich bei Wohnungsgenossenschaften nachgefragt, über Facebook einen Aufruf gestartet, Freunde angehalten sich mit umzuhören, etc.! Nachweisen, dass es keinen angemessenen Wohnraum gibt kann ich also.

Beratungshilfeschein habe ich vom Amtsgericht für den Anwalt erhalten. Das ist alles in trockenen Tüchern.

Ich kann die Aufforderung hier leider nicht annonymisiert reinstellen, da ich keinen Scanner oder ähnliches habe.
 

gelibeh

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#9
AW: Zwangsumzug?

Dann mach das mit dem Anwalt. Auch wenn die Kommune meint, das sie ein Gutachten gemacht hat, heißt das noch nicht, dass das auch ein korrektes schlüssiges Konzept ist, wie das Bundessozialgericht es gefordert hat. Besonders wenn das Gutachten von 2008 ist.
 

Curt The Cat

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#10
AW: Zwangsumzug?

Moinsen Marilla,

und erstmal willkommen hier im Forum.

Aber auch Dir, als Newbie hier, möchte ich die Forenregel #11 ...
11. Themen/Threads erstellen
Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit Überschriften wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder Zwangsumzug?, sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!
... wärmstens ans Herz legen!

Ich wünsche Dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt hier im Forum.


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