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Mehrbedarf an Heiz- und Wasserkosten

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E

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  Th.Starter/in  
#1
Ich leide seit 28 jahren an einer chronischen Krankheit, ständiger Schmerzpatient, Psoriasis arthritis.Laut ärtztlichem Attest habe ich Mehrbedarf an Heizung und Wasser, aber wie berechnet man das??Bei kostenaufw. Ernährung schaut man in die Tabelle, Neurodermitis z. Bsp. 25,56 Euro.Wie kann ich meinen Mehrbedarf geltend machen?Kennt jemand Richtwerte?Strom muß aus dem Regelsatz bezahlt werden, habe auch dort Mehrbedarf durch ambulante Lichtterapie .Wie mache ich zum Beispiel geltend, wenn ich sage, dass ich einen Mehrbedarf an Heizkosten von monatl 35 Euro habe?dURCH MEINE STARKEN gELENK- UND rHEUMASCHMERZEN MU? ICH TÄGL: vOLLBÄDER NEHMEN USW:; ÄRZTLICHE aTTESTE LIEGEN VOR: :?:
 
E

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  Th.Starter/in  
#2
Dieses beantragst du einfach formlos beim Amt und verweist auf SGB II § 21 Abs. 4, welcher einen Mehrbedarf in Höhe von 35% der nach § 20 maßgebenden Regelleistung vorsieht, wenn erwerbsfähige Behinderte Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben nach § 33 SGB IX erhalten. Das sind Leistungen zur Erhaltung, Verbesserung, Herstellung oder Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit behinderter oder von Behinderung bedrohter Menschen entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit. Abs. 4 setzt jedoch Behinderung voraus; die Anerkennung von Mehrbedarfen für Menschen, die von Behinderung bedroht sind, ist ausgeschlossen. § 33 SGB IX sieht einerseits direkte berufsbezogene Eingliederungsleistungen vor, z.B. Hilfen zur Erhaltung/Erlangung eines Arbeitsplatzes, Mobilitätshilfen, Berufsvorbereitung, berufliche Anpassung und Weiterbildung, berufliche Ausbildung, Existenzgründungsunterstützung. Geleistet werden aber auch unterstützende medizinische, psychologische und pädagogische Hilfen (vgl. § 33 Abs. 6 SGB IX). 35% der nach § 20 maßgebenden Regelleistung betragen beim Eckregelsatz West 120,75 EUR (gerundet 121,00 EUR) und beim Eckregelsatz Ost 115,85 EUR (gerundet 116,00 EUR). Auf die Leistungen besteht ein Rechtsanspruch.

Bei Ablehnung ------> Klageweg bestreiten

;)
 
E

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  Th.Starter/in  
#3
Mehrbedarf Heiz- und Wasserkosten

Bei der Antragstellung habe ich meinen Schwerbehindertenausweis vorgelegt, würde mir nichts nützen wurde mir gesagt, denn ich beziehe keine Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben.Was muß ich tun?Ich beziehe Krankengeld von der Krankenkasse, Antrag auf Rente läuftz seit dem 29.06.05.Jetzt wollen sie mich sogar aus dem Alg 2 Bezug nehmen, da schon 6 Monate krank, woolen, dass ich Sozialgeld beantrage.
 
E

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  Th.Starter/in  
#4
Mehrbedarf Heiz- und Wasserkosten

Wie muß ich solch einen Antrag formulieren kann mir jemand helfen?Ich bin 70% schwerbehindert, erhalte allerdings keine Teilhabe am Arbeitsleben. Kann ich trotzdem diesen Antrag stellen?
 
E

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  Th.Starter/in  
#5
Wenn du ALG II bekommst, dann stelle diesen Antrag formlos - mit Auflistung deines Mehrbedarfes - an deine ARGE oder Optionskommune oder woher du ALG II beziehst. Dies werden sie dann ablehnen wollen und dein folgender Weg ist zum zuständigen Sozialgericht. Wenn es dann soweit ist, meldest dich bitte nochmals - um zu erfahren, was dein SB zum Antrag schreibt - bevor du Klage einreichst.

Bis dann ... ;)
 
E

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  Th.Starter/in  
#6
Mehrbedarf

Danke werde ich tun, Antrag formlos , Atteste mitreinpacken.Werde mich bei Dir melden.Beim Antrag werde ich mich auf Deine Hinweise beziehen.
 
E

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  Th.Starter/in  
#7
Das ach so tolle Hartz IV Gesetz ist nicht für Behinderte und Kranke gemacht worden. Deshalb mußt du manche Anträge eben formlos stellen. Da ich auch das Problem mit dem erhöhten Wärebedarf habe, lautete mein Antrag

Antrag auf erhöhten Wärmebedarf

Auf Grund meiner Behinderung und meiner chronischen Erkrankung habe ich einen erhöhten Wärmenebedarf s.beiliegendes ärztliches Attest. Ich nutze mehrfach täglich eine elektrische Rheumaheizdecke, ein elektrisches Massagegerät, ein elektrische Tenzgerät, ein elektrisches Massagegerät zur Schmerzbehandlung. Muß täglich ein heißes Vollbad nehmen. Meine Wohnräume müssen gleichmäßig beheizt werden. Rheumakranke müssen sich vor Kälte und Nässe in acht nehmen.

Deshalb benötige ich einen Strom-, Wasser- und Heizungsmehrbedarf, den ich nicht aus dem Regelsatz decken kann. Ich bitte um zügige Bearbeitung meines Antrages.


WAS ALS ANGEMESSEN GELTEN KANN - SELBST BEI EINEM SONST GLEICHEN KRANKHEITSBILD SIND KRANKHEITSFOLGEN UND -BEGLEITERSCHEINUNGEN ZU INDIVIDUELL, UM IN JEDEM FALL EINER PAUSCHALIERUNG GERECHT ZU WERDEN. IM ZWEIFELSFALL IST DESHALB IMMER EIN ÄRZTLICHES GUTACHTEN AUSSCHLAGGEBEND, DA DER SACHBEARBEITER DER BEHÖRDE HIER KEINERLEI KOMPETENZ BESITZT.

Eine Stellungnahme bzw. ein ärztliches Gutachten ist durch den medizinischen Dienst des Leistungsträgers (Ärztlicher Dienst, Gesundheitsamt o.ä.) zu erstellen, für ein Krankheitsbild, welches nicht aufgeführt ist. In der Stellungnahme soll eine Einschätzung zur Höhe des Mehrbedarfes abgegeben werden.

Mit freundlichen Grüßen
 
E

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  Th.Starter/in  
#8
Mehrbedarf

Vielen Dank werde es so ähnlich formulieren.Hast Du diesen Zuschlag bekommen oder klagst Du vor dem Sozialgericht?
 
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  Th.Starter/in  
#9
Hast Du diesen Zuschlag bekommen oder klagst Du vor dem Sozialgericht?
Mein SB hat den Antrag erst seid 4 Wochen und so schnell sind die nicht mit der Antragsbearbeitung, zumal *unsere* Krankheit bez. unser Bedarf etwas ist, was nicht in deren Verordnungen steht. Also ist erstmal Geduld angesagt. Falls mein Antrag abgelehnt wird, werde ich klagen. In den meisten Fällen kann nur das Gericht entscheiden, weil die SB nicht in der Lage sind!
 
E

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  Th.Starter/in  
#10
Mehrbedarf

Dann wird es mir auch nicht besser ergehn, Geduld ist gefragt. Werde alles so machen.
 
E

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  Th.Starter/in  
#11
Hallo Lusjena,

wie bschlimme schon schrieb; im Prinzip wurden die Schwerbehinderten in Hartz IV nur unzureichend berücksichtigt.

Hier hilft nur eins; Antrag stellen - Geduld - gegen Ablehnungsbescheid Widerspruch einlegen - Geduld - Klage vorm Sozialgericht - noch mehr Geduld usw. :(
 
E

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  Th.Starter/in  
#12
habe über Erhöhter Bedarf folgendes im Netz gefunden

Hat ein Leistungsberechtigter nachweisbar einen erhöhten Bedarf an Wasser (z.B. aus medizinischen Gründen), können die Wasserkosten in diesen wenigen Einzelfällen auch in tatsächlicher Höhe übernommen werden.

Fachliche Vorgaben zu § 22 SGB II

Leistungen für Unterkunft und Heizung

http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell...ine-archiv/leistungen-unterkunft-heizung.html-----------------------------------------

3. Voraussetzungen für die Erhöhung der Pauschalen

In folgenden Fällen kann die Heizungshilfe der nächsthöheren Stufe bewilligt werden:

Bei erhöhtem Wärmebedarf (bei Kranken, über 70jährigen und Familien mit Kleinkindern) bzw.
bei schlecht beheizbaren Wohnungen (unzureichende Wärmeisolierung, Kellerwohnung, über 3 m hohe Altbauwohnungen).
Wird in anderen, besonders gelagerten Einzelfällen nachgewiesen, dass der notwendige tatsächliche Bedarf wesentlich höher ist, so kann eine höhere Heizungshilfe gewährt werden.
-----------------------------------------------------
Fachdienst ARGE

http://www.my-sozialberatung.de/files/KDU_Saale-Orla-Kreis.pdf
 

evahb

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#13
Schwerbehinderung und erhöhter Mehrbedarf

Guten Abend,bei mir liegt der Fall ähnlich,bin zu 70Prozent schwerbehindert,chhronisches Bandscheibenleiden,Asthma bronchiale,anfängliche Hüftarthrose,chronischer,psychosomatischer Erschöpfungszustand.Könnt ihr mir mitteilen,wie ich den erhöhten Mehrbedarf Heizung,Wasser am Besten begründe?Halte mich meistens zu Hause auf,da ist ein Mehrbedarf unausweichlich.Wie muss das Attest des Arztes lauten-Mehrbedarf durch erhöhten Wasser-und Heizungsverbrauch.
Durch den Bandscheibenschaden nehme ich starke Schmerzmittel.Bin dankbar für jede Antwort.bin trotz meiner Krankheit auf 4 Std.pro Tag arbeitsfähig eingestuft,aber bisher konnte man mich nicht vermitteln.

Gruß evahb :?:
 
E

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#14
evahb

lass dir von deinem behandelden Arzt bescheinigen an welchen Krankheiten du leidest und das diese einen erhöhten Wärmebedarf fordern. Die Arge hat ja sicherlich schon eine Kopie deines Schwerbehindertenausweises? Ansonsten kopieren und mit dem Antrag einreichen. Hast du zufällig schon einen EU Antrag gestellt?
 

evahb

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#15
Re.

Danke für die schnelle Antwort.Meinst du die Erwerbsunfähigkeitsrente? (EU) Vom Rententräger wurde ich untersucht und als arbeitsfähig für mindestens 3 Std.pro Tag befunden.Den Antrag werde ich mit Attest einreichen.

Gruß Eva
 

evahb

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#17
Re.

Doch,auf Widerspruch hin wurde ich dann untersucht.Mit dem Arzt war es nicht möglich sich zu unterhalten,reagierte nicht.
Kann ich erneut beantragen?Wie muss ich gegebenenfalls vorgehen?Eine Haushaltshilfe wird mir vom Sozialamt bezahlt-9.5 Std die Woche,seit 1995.

Gruß Eva
 
E

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#18
Re: Re.

evahb sagte :
Doch,auf Widerspruch hin wurde ich dann untersucht.Mit dem Arzt war es nicht möglich sich zu unterhalten,reagierte nicht.
Kann ich erneut beantragen?Wie muss ich gegebenenfalls vorgehen?Eine Haushaltshilfe wird mir vom Sozialamt bezahlt-9.5 Std die Woche,seit 1995.

Gruß Eva
Mit einem Gutachter kann man fast nie reden, der soll dich ja begutachten, damit der Versicherungsträger keine Rente zahlen muss. Dir steht erstmal der Klageweg offen, reiche Klage beim Sozialgericht ein. Bist du in der VDK?
 

evahb

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#19
Re

Ja,ich bin Mitglied im VDK,habe bereits eine Sache wegen des Mehrbedarfs für Allein erziehende laufen und der Haushaltsstundenkürzung.Aber dazu später.Ich weiß schon garnicht mehr wo mir der Kopf steht.War heute Nachmittag beim Hausarzt und er hat mich bis Ende des Monats krank geschrieben.Anfang November soll ich mir eine neue Bescheinigung holen.Am Montag habe ich einen Termin beim VdK.

Grüße Eva
 
E

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#20
evahb

dann lass dich gleich beraten, ob die eine Klage zwecks Rente einreichen, ist ein Abwasch.

Ich weiß schon garnicht mehr wo mir der Kopf steht.
das legt sich mit der Zeit, weil man irgendwann Routine bekommt :p Schaff dir einen Ordner an und sortiere alles fein übersichtlich dort ein, damit du nicht den Überblick verlierst. Bald hast du einen Vollzeitjob im Widerspruchschreiben für die Arge :twisted:
 

evahb

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#21
Re.

Das sehe ich auch so,ne wirklich mir brummt der Kopf.Muss jetzt erstmal das Gutachten des Rententrägers raussuchen. :cry: Bin ganz durcheinander.
 

evahb

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#22
Re.

Was mache ich mit der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung,beim Arbeitsamt persönlich abgeben?

Gruß Eva
 
E

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#23
Re: Re.

evahb sagte :
Was mache ich mit der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung,beim Arbeitsamt persönlich abgeben?

Gruß Eva
kannst sie mit der VERÄNDERUNGSMITTEILUNG
– ARBEITSLOSENGELD II / SOZIALGELD –

Download
http://www.erwerbslosenforum.de/antrag/Veraend.pdf

per E-Brief hinschicken oder persönlich abgeben. Dann aber bestätigen lassen und kopier dir die AU vorsichtshalber! Bitte unverzüglich anzeigen. So bestimmt es Paragraf 56 SGB II. Unverzüglich meint dabei: Spätestens am dritten Tag nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit.
Soll dein Ordner sich füllen bei der Arge :twisted:
 
E

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#24
Warnung! Wer Unlustbescheinigungen fälscht oder gefälschte Unlustbescheinigungen im Umlauf bringt, wird mit einer Trainingsmaßnahme nicht unter 6 Monaten bestraft :lol:
 

evahb

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#25
Hier bekommt man viel hilfe,tolles Forum.Ihr seid gut drauf.

Grüße Eva :D
 
E

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#26
Rüdiger_V sagte :
Warnung! Wer Unlustbescheinigungen fälscht oder gefälschte Unlustbescheinigungen im Umlauf bringt, wird mit einer Trainingsmaßnahme nicht unter 6 Monaten bestraft :lol:
Und was passiert, wenn man nicht trainieren kann :twisted:
 
E

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#27
bschlimme,
war das nun eine Frage oder eine Feststellung? :hmm:
 

evahb

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#28
EU-Rente

Guten abend bschlimme,die letzten Jahre habe ich wegen der Erziehung meiner Enkelin nicht gearbeitet,dann kann ich die Rente ja garnicht beantragen.Wenn ich jetzt länger als ein halbes Jahr krank bin,wie läuft das denn mit der Zahlung von ALGII?Krankengeld?Muss ich Sozialhilfe beantragen?

:kratz: Grüße Eva
 

evahb

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#29
Mehrbedarf Wasser,Heizkosten

Guten Abend Lusjena,mein Arzt weiss nicht wie er einen Mehrbedarf bei mir begründen soll.Asthma bronchiale, chronisches Bandscheibenleiden,nervöse, chronische psychosomatische Störungen,Neurodermitis.Kannst du mir einen Rat geben?

Grüße Eva :kinn:
 
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#30
Re: Mehrbedarf Wasser,Heizkosten

evahb sagte :
Guten Abend Lusjena,mein Arzt weiss nicht wie er einen Mehrbedarf bei mir begründen soll.Asthma bronchiale, chronisches Bandscheibenleiden,nervöse, chronische psychosomatische Störungen,Neurodermitis.Kannst du mir einen Rat geben?

Grüße Eva :kinn:
der MB wird nach einer Liste berechnet z.B. Neurodermitis Vollkost 25,56 € , wenn du an einer Krankheit leidest, die nicht in der Liste ist, bedarf es einer Prüfung und muss im Einzelfall entschieden werden.
 
E

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#31
Wenn ich jetzt länger als ein halbes Jahr krank bin,wie läuft das denn mit der Zahlung von ALGII?Krankengeld?
Dann wird dich dein SB wohl zum ärztlichen Gutachter schicken, der prüfen wird, ob und wieviel Std. du täglich noch arbeitsfähig bist.

Wegen deiner Rente erkundige dich bei der VDK, wo du ja Mitglied bist.
 
E

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#32
Mehrbedarf Wasser- und Heizkosten

Guten Abend evahb.Du schreibst, dass Du z. Bsp. unter Neurodermitis leidest.Bist Du eigentlich behindert oder hast Du mal dran gedacht, sie zu beantragen?Neurodermitis- Kranke leiden unter ständigem Juckreiz, sie bedürfen oft Harnstoffpräparaten, werden von den Krankenkassen nicht bezahlt.Manche Neurodermitis Kranke frieren schneller als ein normaler Mensch, weil Haut kaputt ist.Sie müssen auch andere Pflegemittel verwenden.Auf jeden Fall beantrage kostenaufwendigere Ernährung, Antragsformular findest du auf der Portalseite, vom Arzt bescheinigen lassen und bei deiner Arge abgeben. Stell noch einen Antrag auf Mehrbedarf für Heizung- und Wasserkosten, Kranke bedürfen einer über das normale Maß umgebenden Wohntemperatur.Durch die stark schuppende und juckende Haut erhöhter Wasserbedarf, außerdem empfehle ich Dir , wenn du Harnstoffpräparate benutzt, einen Antrag bei D. Krankenkasse zu stellen auf Übernahme der Kosten, relativ hoch, bei mir monatl. 160 Euro.Die KK. wird ablehnen, dann mit dem Antrag zur Arge, dort die Übernahme der Kosten fordern, ärtztliches Attest hinzufügen, bei Ablehnung Widerspruch und auf Untersuchung durch Amtsarzt drängen, notfalls Klage beim Sozialgericht. Mache das gerade alles durch, früher in der Sozialhilfe war das etwas einfacher, bei Hartz gibt es sogenannte Einmalige Beihilfen für Gesundheit nicht mehr. Verfahre so und notfalls melde dich bei mir.
 

evahb

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#33
Erhöhter Mehrbedarf Waser-und Heizkosten

Hallo an Forum,wie kann ich den Antrag auf Mehrbedarf am besten aufsetzen,könnt ihr mir helfen?Wegen meiner Neurodermitis-Erkrankung bekomme ich bereits den Mehrbedarf wegen kostenaufwendiger Ernährung. Nun möchte ich den erhöhten Verbrauch von Wasser-und Heizkosten geltend machen.Kann ich auch erhöhte Stromkosten beantragen,wie muss ich das begründen?
Asthma bronchiale,chronischer Lendenwirbelschaden ,chronischer nervöser Erschöpfungszustand,anfängliche Hüftarthrose.

Gruß Eva :kinn:
 
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#34
Mehrbedarf Wasser- und Heizkosten

Du hast diese Frage schon mal gestellt. :p
 
E

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#35
Re: Erhöhter Mehrbedarf Waser-und Heizkosten

evahb sagte :
Hallo an Forum,wie kann ich den Antrag auf Mehrbedarf am besten aufsetzen,könnt ihr mir helfen?Wegen meiner Neurodermitis-Erkrankung bekomme ich bereits den Mehrbedarf wegen kostenaufwendiger Ernährung. Nun möchte ich den erhöhten Verbrauch von Wasser-und Heizkosten geltend machen.Kann ich auch erhöhte Stromkosten beantragen,wie muss ich das begründen?
Asthma bronchiale,chronischer Lendenwirbelschaden ,chronischer nervöser Erschöpfungszustand,anfängliche Hüftarthrose.

Gruß Eva :kinn:
... dies mußt du nicht begründen, sondern beantragen formlos. Richte deinen Antrag auf § 44 SGB X und der Entscheidung http://www.elo-forum.org/forum/ftopic2097.html aus. Bei der Ablehnung den üblichen Weg einschlagen und vorm SG - klagen.

Auf gehts ... :daumen:
 
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#36
Mehrbedarf an Heizungs- und Wasserkosten

Am 06.10.05 beantragte ich bei der Arge den Mehrbedarf nach § 21 Abs. 4 SGBII.Begründung: Durch meine chronische Krankheit und Behinderung habe ich einen Mehrbedarf an Heizungs- und Wasserkosten, dieser wurde mir bei einer Amtsarztlichen Untersuchung bescheinigt.Der Mehrbedarf nach § 21 Abs. 4 wird bescheinigt, wenn der Hilfesuchende Eingliederungshilfe nach § 33 SGB IX erhält, sprich Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben. Liegen diese nicht vor, liegt es nicht in der Kompotenz des Sachbearbeiters, über diesen Antraf zu entscheiden. Ein Amtsärztliches Gutachten muß heran gezogen werden.
Durch den schriftlichen Änderungsbescheid bin ich heute davon in Kenntnis gesetzt worden, dass meinem Antrag rückwirkend ab Antragstellung statt gegeben wurde. :hug:
Hiermit bedanke ich mich recht herzlich bei all meinen Freunden, ein Besonderer Dank gilt Beschlimme, Janchen, Rüdiger und M. Behrsing.
Da mein Sohn heute Geburtstag hat, ist für uns heute ein ganz Besonderer Tag. :party:
 

evahb

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#37
Mehrbedarf bei Behinderung

Hakko an Alle,heute habe ich einen Ablehnungsbescheid erhalten.Ich hatte den erhöhten Mehrbedarf Heizung,Wasser,Strom beantragt.Folgender Inhalt des Bescheides:Sie haben ein Attest eingereicht un den mehrbedarf an Heizung,Wasser und Strom beantragt.Eine höhere Leistung käme nur bei den Heizkosten in Betracht.Diese werden von uns jedoch in der vollen Höhe übernommen,so dass keine darüberhinausgehende Kosten entstehen.Strom ist komplett durch den Regelsatz §20 SozialgesetzbuchII abgedeckt und kann nicht darüberhinaus bewilligt werden.Wasser wird nicht erwähnt.
Wie setze ich am Besten den Widerspruch auf,könnt ihr helfen?Gibt es diesbez.Urteile?Wenn ja,wo finde ich diese?

Gruß Eva
 
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#38
Mehrbedarf bei Behinderung

Habe gerade noch mal alle Texte von Dirgelesen, um mir einen besseren Überblick zu verschaffen.
Gehe gegen den Ablehnungsbescheid in den Widerspruch, wahrscheinlich wird man diesen auch ablehnen, suche dann Rechtsschutz beim Sozialgericht.

Du bist 70% behindert, leidest an diversen Krankheiten, welche medizinisch es notwendig machen, dass ein Mehrbedarf an Heiz-, Wasser und Stromkosten zu gewähren wäre.Dein Ablehnungsbescheid erfolgte wahrscheinkich durch einen SB, er besitzt gar nicht die nötige Kompotenz, um deinen speziellen Fall entscheiden zu können.

WAS ALS ANGEMESSEN GELTEN KANN - SELBST BEI EINEM SONST GLEICHEN KRANKHEITSBILD SIND KRANKHEITSFOLGEN UND -BEGLEITERSCHEINUNGEN ZU INDIVIDUELL, UM IN JEDEM FALL EINER PAUSCHALIERUNG GERECHT ZU WERDEN. IM ZWEIFELSFALL IST DESHALB IMMER EIN ÄRZTLICHES GUTACHTEN AUSSCHLAGGEBEND, DA DER SACHBEARBEITER DER BEHÖRDE HIER KEINERLEI KOMPETENZ BESITZT.

Eine Stellungnahme bzw. ein ärztliches Gutachten ist durch den medizinischen Dienst des Leistungsträgers (Ärztlicher Dienst, Gesundheitsamt o.ä.) zu erstellen, für ein Krankheitsbild, welches nicht aufgeführt ist. In der Stellungnahme soll eine Einschätzung zur Höhe des Mehrbedarfes abgegeben werden .

habe über Erhöhter Bedarf folgendes im Netz gefunden

Hat ein Leistungsberechtigter nachweisbar einen erhöhten Bedarf an Wasser (z.B. aus medizinischen Gründen), können die Wasserkosten in diesen wenigen Einzelfällen auch in tatsächlicher Höhe übernommen werden.

Fachliche Vorgaben zu § 22 SGB II

Leistungen für Unterkunft und Heizung

http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell.....n-unterkunft-heizung.html -----------------------------------------

3. Voraussetzungen für die Erhöhung der Pauschalen

In folgenden Fällen kann die Heizungshilfe der nächsthöheren Stufe bewilligt werden:

Bei erhöhtem Wärmebedarf (bei Kranken, über 70jährigen und Familien mit Kleinkindern) bzw.
bei schlecht beheizbaren Wohnungen (unzureichende Wärmeisolierung, Kellerwohnung, über 3 m hohe Altbauwohnungen).
Wird in anderen, besonders gelagerten Einzelfällen nachgewiesen, dass der notwendige tatsächliche Bedarf wesentlich höher ist, so kann eine höhere Heizungshilfe gewährt werden.
-----------------------------------------------------
Fachdienst ARGE

http://www.my-sozialberatung.de/files/KDU_Saale-Orla-Kreis.pdf

Weise Deinen erhöhten Stromverbrauch nach, welcher durch deine Krankheit verursacht wird.Sicherlich ist Strom aus dem eigenen Regelsatz zu bezahlen, doch berücksichtigt man dafür nur knapp 20Euro.

Nützliches findest Du unter folgenden Urteilen

http://www.elo-forum.org/forum/ftopic2097.html

http://www.elo-forum.org/forum/ftopic2882.html

http://www.elo-forum.org/forum/ftopic3130.html
 

evahb

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#39
Mehrbedarf -Heizung,Wasser,Strom

Danke Lusjena,du hast ja wirklich viel erreicht bei der Arge,freut mich.Ich gehe in den Widerspruch und hoffe das es zu einer Untersuchung kommt.Bei der letzten amtsärztlichen Stellungnahme bin ich nicht persönlich untersucht worden, sondern es wurden lediglich nur beim Versorgungsamt meine Erkrankungen nachgefragt.Seit 2 Monaten hat sich mein Bandscheibenleiden verschlechtert, habe ständig Schmerzen und nehme starke Schmerzmittel,ohne Tabletten halte ich es nicht aus.

Gruß Eva :(
 
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#40
Mehrbedarf an Wasser,Heizung- und Stromkosten

Lies das mal in Ruhe und Du verstehst meine Worte besser.

WAS ALS ANGEMESSEN GELTEN KANN - SELBST BEI EINEM SONST GLEICHEN KRANKHEITSBILD SIND KRANKHEITSFOLGEN UND -BEGLEITERSCHEINUNGEN ZU INDIVIDUELL, UM IN JEDEM FALL EINER PAUSCHALIERUNG GERECHT ZU WERDEN. IM ZWEIFELSFALL IST DESHALB IMMER EIN ÄRZTLICHES GUTACHTEN AUSSCHLAGGEBEND, DA DER SACHBEARBEITER DER BEHÖRDE HIER KEINERLEI KOMPETENZ BESITZT.

Eine Stellungnahme bzw. ein ärztliches Gutachten ist durch den medizinischen Dienst des Leistungsträgers (Ärztlicher Dienst, Gesundheitsamt o.ä.) zu erstellen, für ein Krankheitsbild, welches nicht aufgeführt ist. In der Stellungnahme soll eine Einschätzung zur Höhe des Mehrbedarfes abgegeben werden .


Hast Du den Mehrbedarf wegen deiner Behinderung beantragt gemäß § 21 Abs.4 ? Lies folgendes nochmal.

Dieses beantragst du einfach formlos beim Amt und verweist auf SGB II § 21 Abs. 4, welcher einen Mehrbedarf in Höhe von 35% der nach § 20 maßgebenden Regelleistung vorsieht, wenn erwerbsfähige Behinderte Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben nach § 33 SGB IX erhalten. Das sind Leistungen zur Erhaltung, Verbesserung, Herstellung oder Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit behinderter oder von Behinderung bedrohter Menschen entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit. Abs. 4 setzt jedoch Behinderung voraus; die Anerkennung von Mehrbedarfen für Menschen, die von Behinderung bedroht sind, ist ausgeschlossen. § 33 SGB IX sieht einerseits direkte berufsbezogene Eingliederungsleistungen vor, z.B. Hilfen zur Erhaltung/Erlangung eines Arbeitsplatzes, Mobilitätshilfen, Berufsvorbereitung, berufliche Anpassung und Weiterbildung, berufliche Ausbildung, Existenzgründungsunterstützung. Geleistet werden aber auch unterstützende medizinische, psychologische und pädagogische Hilfen (vgl. § 33 Abs. 6 SGB IX). 35% der nach § 20 maßgebenden Regelleistung betragen beim Eckregelsatz West 120,75 EUR (gerundet 121,00 EUR) und beim Eckregelsatz Ost 115,85 EUR (gerundet 116,00 EUR). Auf die Leistungen besteht ein Rechtsanspruch.

Bei Ablehnung ------> Klageweg bestreiten

Manchmal muß man die Dinge 2 mal Lesen. :idee:
 
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