Mehrbearf Hartz 4 (1 Betrachter)

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Hoschi

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Moin,

ich bin neu hier im Forum, welches mir übrigend sehr gefällt da derInformatiosgehalt sehr hoch ist.

Nun zu meiner Frage.

Ich muss wohl oder übel im nächsten Jahr einen Hartz IV Antrag stellen, da ich Schwerbehindert bin (100 % Schwerbehindert, Merkzeichen B,G,AG,H) wollte ich wissen welcher Mehrbedarf mir zusteht (35 % oder 17 % des Regelsatzes) ?

Ich wohne übrigens noch zu Hause in einem Mietshaus, welches meine Eltern und ich zur Miete bewohnen, wie hoch kann ich die Mietkosten im Hartz IV Antrag ansetzen ? Mus ich die Quadratmeterzahl angeben, wird sowas überprüft ?

Ok das wars ersteinmal, ich hoffe ihr könnt mir ein wenig weiterhelfen.

Gruß
Hoschi
 
E

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Gast
Hallo Hoschi,

die Frage ist, ob dir Alg II nach SGB II zusteht (bist du für mindestens 3 Stunden täglich erwerbsfähig?) oder Sozialhilfe nach SGB XII. Nur im letzteren Fall würde dir generell ein Mehrbedarf von 17 % zustehen. Bei ALG II-Bezug gibt es den Mehrbedarf von 35 % nur unter bestimmten Voraussetzungen siehe § 21 SGB II (4)
(4) Erwerbsfähige behinderte Hilfebedürftige, denen Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben nach § 33 des Neunten Buches sowie sonstige Hilfen zur Erlangung eines geeigneten Platzes im Arbeitsleben oder Hilfe zur Ausbildung für eine sonstige angemessene Tätigkeit erbracht werden, erhalten einen Mehrbedarf von 35 vom Hundert der nach § 20 maßgebenden Regelleistung. Satz 1 kann auch nach Beendigung der dort genannten Maßnahmen während einer angemessenen Übergangszeit, vor allem einer Einarbeitungszeit, angewendet werden.
 

Hoschi

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Moin Rüdiger,

könntest du bitte den § 21 SGB II (4) nochmal anhand von ein paar Beispielen erklären, ich meine damit wozu dient dieser Mehrbedarf eigentlich ? Muss ich konkret begründen warum ich den Mehrbedarf beantrage ?

Jetzt nochmal eine andere Frage reicht ein Feststellungsbescheid vom Amtsarzt aus um jemanden für teils- bzw. voll erwerbsunfähig zu erklären, oder wird dies nochmal gesondert von den Krankenkassen geprüft ?

Falls so ein Erwerbsunfähigkeitsbescheid abgelehnt wird kann man diesen dann z.B. in ein paar Jahren nochmal erneut stellen ?

Gruß
Hoschi
 
E

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Gast
Hoschi, im Absatz 4 sind Eingliederungshilfen zur Erlangung eines Arbeitsplatzes gemeint. Das kann eine Qualifizierungsmaßnahme oder Umschulung sein, aber auch die behindertengerechte Ausstattung des Arbeitsplatzes. Dieser Mehrbedarf steht dir nur zu, wenn du einen Bescheid über die Eingliederungsmaßnahme hast.

Eine andere Möglichkeit des Mehrbedarfs würde bestehen, wenn du aus gesundheitlichen Gründen kostenaufwendige Ernährung benötigst.

Benutze zu diesen Themen bitte auch die Suchfunktion, im Schwerbehindertenforum wurde schon einiges zu diesem Thema geschrieben.

Zur Frage 2: Ein Amtsarzt kann keinen Feststellungsbescheid erstellen, sondern nur ein amtsärztliches Gutachten, aufgrund dessen dann die Behörde einen Bescheid erstellen kann.

Natürlich kann man bei abgelehnten Bescheid zu jeder Zeit einen Neuantrag stellen.
 

Hoschi

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Moin Rüdiger,

erstmal vielen Dank für deine schnellen Antworten.

Nochmal zurück zu Frage 2.

Meinst du mit der Behörde die LVA ? Die würde sich dann anhand des Gutachtens des Amtsarztes ein Urteil bilden ob teils- bzw. voll erwerbsunfähig ? Oder würde sie das selber nochmal durch einen Arzt von der LVA überprüfen ?

Gruß
Hoschi
 
E

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Gast
Hoschi meinte:
Moin Rüdiger,

erstmal vielen Dank für deine schnellen Antworten.

Nochmal zurück zu Frage 2.

Meinst du mit der Behörde die LVA ? Die würde sich dann anhand des Gutachtens des Amtsarztes ein Urteil bilden ob teils- bzw. voll erwerbsunfähig ? Oder würde sie das selber nochmal durch einen Arzt von der LVA überprüfen ?

Gruß
Hoschi
Die LVA ist nur für Gutachten zuständig, wenn du einen Rentenantrag auf EU-Rente gestellt hast!

Ansonsten entscheidet das der med.Dienst
 
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