mehr Nebenkostenvorauszahlung gefordert (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

E

ExitUser

Gast
Ich soll ab diesem Monat 15 € monatlich mehr Nebenkostenvorauszahlung zahlen. Grund zu erwartende
Erhöhung von Energiepreisen in 2014

Frage: ist das rechtens?
 

ikarus

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
19 März 2008
Beiträge
966
Bewertungen
375
Wenn der Vermieter dir das schriftich gibt und du bisher immer nachgzahlt
hast, dann könnte das schon richtig sein!
Auf keinen Fall nur mündlich mit dem Vermieter abmachen die Nebenkosten
zu erhöhen!
Wenn die Erhöhung mit gestiegenen Preisen und nicht mit Mehrverbrauch
begründet werden ist das schon in Ordnung!
 

schwanenritter

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
12 September 2012
Beiträge
1.048
Bewertungen
293
Ich soll ab diesem Monat 15 € monatlich mehr Nebenkostenvorauszahlung zahlen. Grund zu erwartende
Erhöhung von Energiepreisen in 2014 Frage: ist das rechtens?
Nein, auf gar keinen Fall. Der Vermieter kann natürlich eine Erhöhung der Nebenkosten fordern, aber nur auf Grundlage einer erfolgten Nebenkostenabrechnung. Ist diese Abrechnung für die abgelaufene Heizperiode schon erfolgt? Welchen Abrechnungszeitraum hast Du: Kalenderjahr? Für die Zukunft "ins Blaue" hinein mal was mehr zu fordern, das geht nicht. Wenn Du noch was Zeit hast, dann gucke ich in mein schlaues Mietervereinbroschürenbuch rein, ob ich da was finde. Bis dahin: NICHT ZAHLEN!!!
 

schwanenritter

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
12 September 2012
Beiträge
1.048
Bewertungen
293
Wenn die Erhöhung mit gestiegenen Preisen und nicht mit Mehrverbrauch begründet werden ist das schon in Ordnung!
Unsinn, sh. meinen vorigen Beitrag. Sowohl die gestiegenen Preise als auch ein Mehrverbrauch können Anlass sein, Betriebskostenvorauszahlungen zu erhöhen, aber erst nach Abrechnung einer vorangegangenen Heizperiode.
 
E

ExitUser

Gast
Nein, auf gar keinen Fall. Der Vermieter kann natürlich eine Erhöhung der Nebenkosten fordern, aber nur auf Grundlage einer erfolgten Nebenkostenabrechnung. Für die Zukunft "ins Blaue" hinein mal was mehr zu fordern, das geht nicht. Wenn Du noch was Zeit hast, dann gucke ich in mein schlaues Mietervereinbroschürenbuch rein, ob ich da was finde. Bis dahin: NICHT ZAHLEN!!!

Ich hab noch Zeit und würde mich freuen, wenn Du das nachsehen könnest.

Ich würde dann voraussichtlich Vermögen ansparen, da ich immer nur geringe Nachzahlungen zahle und ihm ein zinsloses Darlehn? :icon_hmm:
 

schwanenritter

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
12 September 2012
Beiträge
1.048
Bewertungen
293
Ich hab noch Zeit und würde mich freuen, wenn Du das nachsehen könnest.
Gerade nachgeguckt, in der dicken Broschüre vom Mieterverein steht natürlich ausgerechnet darüber nichts drin. Ich würde also jetzt mal eine Suche durchführen, kannst Du übrigens auch probieren, mal sehen, wer zuerst was findet. Ansonsten habe ich vor einiger Zeit hier ein Thema losgetreten, bei dem es u. a. auch um Deine Frage ging, wenn auch nur am Rande. Guck da einfach mal rein:https://www.elo-forum.org/allgemeine-fragen/119865-vermieter-miete-erhoehen-fragen-weiteren-vorgehen.html
 

schwanenritter

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
12 September 2012
Beiträge
1.048
Bewertungen
293
Ich würde also jetzt mal eine Suche durchführen
Und hier ist das Ergebnis: https://www.das.de/de/rechtsportal/mietrecht/mieterhoehung/nebenkosten-erhoehen.aspx Aus dem Text ist klar ersichtlich, dass der Vermieter nur nach erfolger Abrechnung die Betriebskosten anpassen kann. Und hier auch noch was: Nebenkostenvorauszahlung erhöhen - So gehen Vermieter vor - Mietrecht.org Dabei besonders zu beachten, gleich am Anfang
I. Ohne vorangegangene Nebenkostenabrechnung ist eine Erhöhung der Nebenkostenvorauszahlung nicht möglich
und dann weiterlesen, u. a. auch die Vorgabe des Bundesgerichtshofs. Muss ich mir gleich mal ein Lesezeichen machen für mein eigenes Thema, das ich oben erwähnte.
 
E

ExitUser

Gast
Und hier ist das Ergebnis: https://www.das.de/de/rechtsportal/mietrecht/mieterhoehung/nebenkosten-erhoehen.aspx Aus dem Text ist klar ersichtlich, dass der Vermieter nur nach erfolger Abrechnung die Betriebskosten anpassen kann. Und hier auch noch was: Nebenkostenvorauszahlung erhöhen - So gehen Vermieter vor - Mietrecht.org Dabei besonders zu beachten, gleich am Anfang und dann weiterlesen, u. a. auch die Vorgabe des Bundesgerichtshofs. Muss ich mir gleich mal ein Lesezeichen machen für mein eigenes Thema, das ich oben erwähnte.
Ich würde dann trotzdem mehr ansparen, als ich verbrauche.



<H2>Vorauszahlungen
Ergibt sich aus der Nebenkostenabrechnung, dass die bisherigen Vorauszahlungen wegen einer Preissteigerung oder Reduzierung der Preise unangemessen war, kann sie entsprechend angepasst werden.
</H2>

<H3 id=Umfang-der-Erhoehung-Angemessenheit>Umfang der Erhöhung- Angemessenheit
Gem. § 560 Abs.4 BGB können die Vertragsparteien eine Anpassung der Nebenkostenvorauszahlungen auf eine angemessene Höhe vornehmen. Angemessen ist der erhöhte Betrag immer dann, wenn er die zu erwartenden Nebenkosten für das laufende Abrechnungsjahr widerspiegelt. Da die Entwicklung der Nebenkosten im vorangegangenen Jahr in der Regel als Grundlage für die hierfür erforderliche Prognose über die zu erwartende Höhe der Nebenkosten im Folgejahr dienen kann, ist ein Zwölftel des vom Mieter geschuldeten Jahresbetrags der letzten Nebenkostenabrechnung als monatlicher Vorauszahlungsbetrag für das Folgejahr grds. angemessen (vgl. BGH, Urteil vom 28. 9. 2011 − VIII ZR 294/10). Daraus ergibt sich, dass eine monatliche Erhöhung in der Regel um ein Zwölftel des Saldos erfolgen kann, das sich aus der zu Grunde liegenden Nebenkostenabrechnung zu Gunsten des Vermieters ergibt.
</H3> Nebenkostenvorauszahlung erhöhen - So gehen Vermieter vor - Mietrecht.org
 

ikarus

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
19 März 2008
Beiträge
966
Bewertungen
375
Unsinn, sh. meinen vorigen Beitrag. Sowohl die gestiegenen Preise als auch ein Mehrverbrauch können Anlass sein, Betriebskostenvorauszahlungen zu erhöhen, aber erst nach Abrechnung einer vorangegangenen Heizperiode.

Das stimmt, jedoch bin ich davon ausgegangen das eine Nebenkostenabrechnung von 2013 vorliegt!
So einfach die Kosten steigen geht gar nicht!

Nebenbei muss der Vermieter die dann erfolgte Erhöhung schriftlich für den Mieter
und dem Jobcenter geben.
So ohne weiteres wird das Jobcenter sonst nicht zahlen!

Was den Mehrverbrauch angeht kann es aber sein, das das JC diese nicht bezahlen will.
Kenne gerade so einen Fall!
Hier werden höhere Heizkosten nicht anerkannt, obwohl der Winter 2012/2013 eine
längere Heizperiode hatte!l
Wir sind da mit dem JC im Streit!
 
Oben Unten