Mehr Geld ab Januar, Zuverdienste und immer weniger auf dem Kontoauszug?

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Detmo2009

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Hi,
wir sind eine Bedarfsgemeinschaft, meine Lebensgefährtin, ich und unsere 9jährige Tochter...

Meine Freundin macht eine Ausbildung zur ex. Altenpflegerin und ist im 3. Jahr. Die Ausbildung wird vom Jobcenter subventioniert. Sie bekommt einen Lohn von ihrem Arbeitgeber der anteilig berechnet auf das ALG2 fällt so als würde sie aufstocken...

Ich arbeite selbst seit Oktober in einem 450€ Job. Grundverdienst liegt bei rund 215€ im Monat, die bekomme ich definitiv + eventuelle Überstunden.

Das Jobcenter geht bei mir nun von einem Verdienst von 300€ aus, trotz einreichen aller Lohnbescheide wurde das bis jetzt noch nicht geändert? Ohne Zuverdienst bekam ich immer 345,80, inzwischen 185,80 + mein Verdienst vom Arbeitgeber. Bei 185,80 + 215€ sind das rund 400€.

Frage hierzu: Mein Zuverdienst liegt also bei 55€ nur? Ich dachte 100€ wären anrechnungsfrei?


Bei meiner Freundin ähnlich: Sie bekommt ein Ausbildungsgehalt von 352,64€, vom Jobcenter gibt es dann 1047,23€ dazu wobei hier Heizung und Miete mit dabei sind. Miete beträgt 570€, dazu dann noch Heizung 140€ (elektrische Heizung) und elektrischer Durchlauferhitzer. Zieht man noch den Anteil unserer Tochter ab sind es etwas mehr als 450€ wobei hier wohl ihr anrechnungsfreier Betrag mit dabei sind (laut Bescheid 140€). Sie bekommt also ca. die 345,80€ als Mitglied der Bedarfsgemeinschaft + 140€ Freibetrag aus ihrer Tätigkeit, ich nicht?

Frage hierzu: Wenn beide aus der Familie jeweils arbeiten gibt es nur einmal einen Freibetrag für einen der beiden?

Ab 01.01.2019 soll der ALG2 Satz erhöht werden, Mitglieder von Bedarfsgemeinschaft von 374 auf 382, mal davon ab das wir zuvor nie 374€ pro Person vom Jobcenter bekamen frage ich mich, ob wir die Erhöhung überhaupt bekommen? Denn diesen Monat sind es statt 1047€ nur 819€ gewesen, klar, im Januar kein Geld für die Stadtwerke, aber wenn ich die 140€ Heizung abziehe passt das trotzdem nicht? Bei mir ist das gleiche Geld eingegangen, also 185,80...

Frage hierzu: Wenn beide dazu verdienen wird das ganze so verrechnet das man von höheren ALG2 Sätzen nicht profitiert?

Was sagt man hier generell zu den Beträgen die wir vom JC bekommen? Meine Freundin will zu einem Fachanwalt damit, wäre das wirklich der beste Weg weil wir wirklich falch berechnet werden?


MfG
 
E

ExitUser 55598

Gast
Ich bin grade etwas schockiert, das deine Freundin nur 352 Euro an Ausbildungsgehalt bekommt. Ich komme selber aus dem Gesundheitswesen und weiss daher wie hoch das Ausbildungsgehalt bei Azubis in der Pflege ist.
Das Altenheim spart an deiner Freundin ja sehr gut, selber bei einem Minijob müssten die mehr ausgeben.Hoffentlich ist die Ausbildung wenigstens anspruchsvoll und nicht das sie die ganze Zeit nur in der Grundpflege ist...

Naja, zu den Freibeträgen kann ich dir nichts sagen, finde nur das Hartz IV plus Minijob sich nicht wirklich lohnt, aufgrund der ganzen Abzügen und man hat nur rennerei mit der Leistungsabteilung. Ich war nämlich selber mal Aufstocker für einige Monate alle Bescheide waren damals falsch.

Ich würde auch einen Fachanwalt für Sozialrecht aufsuchen, auch weil soviele Fehler beim JC mit Aufstockern passieren.
Einfach einen Beratungsschein beim Amtsgericht holen und dann den Fachanwalt aufsuchen.
 

Detmo2009

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Danke erstmal für die Antwort!

Die Sache mit der Ausbildung: Das ging damals vom JC aus wobei ich da selbst auch immer am grübeln bin ob das alles so in Ordnung ist wie es läuft...

Erstmal sollte sie ein Jahr lang bei dem Arbeitgeber so arbeiten, als ungelernte Altenpflegehelferin. Größtenteils Einkäufe für die Patienten, oder diese waschen. Erst danach durfte sie die Ausbildung beginnen. Zum Gehalt: Normal wäre es ja mehr aber der Arbeitgeber und das JC verständigten sich darauf dass die Differenz des Gehalts als ALG2 ausgezahlt wird, dafür aber weitere Ausbildungskosten (Schule, Bücher, Fahrtkosten usw.) auch das JC übernimmt. Dafür wird natürlich auch alles abgezogen, sei es Gehaltserhöhungen, Weihnachtsgeld oder anderes wie z.b. eben auch mein Gehalt aus der 450€ Stelle...

Sie hat nun weniger als ein Jahr noch und insg. drei gute Jobangebote schon (vollzeit mit teilweise echt guten Bedingungen was Lohn, Überstundenregelungen usw. angeht), examinierte Altenpflegerinnen werden nunmal dringend gesucht ;) Daher nehmen wir zumindest das in kauf. Da wir aber gefühlt immer mehr finanziell beschnitten werden werden wir wohl definitiv einmal einen Fachanwalt aufsuchen und alles Überprüfen.

Zur Sicherheit habe ich heute auch schriftlich einen Überprüfungsantrag beim JC gestellt, einfach um das ganze noch vor Jahreswechsel angestoßen zu haben...
 
E

ExitUser 55598

Gast
Einkäufe für Patienten.... klingt nach ambulanten Pflegedienst..;) Hat deine Freundin denn die Umschulung zur Altenpflegerin mit einem Bildungsgutschein gemacht?
Ich wollte selber mal diese Umschulung mit dem Bildungsgutschein machen. Als das JC mir aber gesagt hat, das der Arbeitgeber also das Altenheim in der Regel gar kein Ausbildungsgehalt zahlt, wollte ich das dann doch nicht mehr über den Gutschein machen. Weil das Ausbildungsgehalt deutlich höher ist als der Regelsatz mit Miete.

Ja, Altenpfleger werden gesucht aber die Arbeitsbedingungen sind halt sehr mies, weswegen überhaupt viel gesucht wird. Lange kann man diesen Beruf nicht ausüben bei den aktuellen Bedingungen.

Hat deine Freundin den Geld also Lohn bekommen dafür das sie einkäufe gemacht hat etc? Das habe ich so auch noch nie gehört. Normalerweise will der Arbeitgeber nur das man ein Praktikum macht oder Hospitiert für ein paar Tage. Ich hatte auch mal einen Arbeitsvermittler der hat alle die noch nie in der Pflege gearbeitet haben, und die Ausbildung machen wollten, in einen 1 Euro Job im Altenheim gesteckt. Das mit dem einem Jahr arbeiten, vor der Ausbildung, klingt für mich nur nach reine Ausbeutung.

Gab es denn damals keinen anderen Arbeitgeber bei dem sie die Ausbildung hätte machen können? Wurde das damals alles vom JC vermittelt?

Sucht am besten einen Fachanwalt für Sozialrecht auf, der soll auch überprüfen ob das mit der Ausbildung auch alles so rechtens ist.
 

Detmo2009

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Ja ist ein ambulanter Pflegedienst, wobei sie nach der Ausbildung direkt bei diesem Arbeitgeber, bei einer Psychatrie oder in einer Klinik arbeiten könnte, bei all diesen hat sie gute Angebote bekommen.

Klar sind die Arbeitsbedingungen gerade im Pflegesektor nicht die besten, bei den oben genannten geht es aber was Arbeitszeiten angeht und die Klinik sowie die Psychatrie bezahlen sogar relativ gut, der ambulante dagegen naja, sind maximal 35Std/Woche was schonmal weniger auf dem Lohnzettel macht und dann werden Überstunden nur mit Freizeitausgleich vergütet, daher ist sie eh am überlegen dort nach der Ausbildung weg zu gehen...

Das Jahr vor der Ausbildung war halt eine art "Mädchen für alles", also vorwiegend Patienten waschen oder Einkäufe erledigen. Ich sagte auch damals das es für mich komisch klingt das sie ein Jahr "umsonst" arbeiten solle, zumal es auch ziemlich schlecht Bezahlt war. Auch die Zusage sie würde nach diesem Jahr die Ausbildung beginnen können war für mich irgendwie "Bauernfängerei", aber doch, sie haben sich dran gehalten, und auch wenn ich trotzdem dieses Jahr ebenso wie du als unsinnig empfinde so haben wir inzwischen nur noch das Ziel vor Augen, die Ausbildung geht ja nicht mehr so lange! Und der Arbeitsmarkt gibt wirklich genug Stellen her so dass sie auch die Bedingungen vorgeben kann. Die oben genannten Arbeitgeber sahen sie z.b. in Praktikas und waren begeistert von ihr, dieser Umstand und der akute Arbeitnehmermangel helfen ihr dabei z.B. einen recht guten Lohn einzufordern =)

Das JC vermittelte damals... Sie hatte zu der Zeit ehrenamtlich in einem Altenheim gearbeitet. Vorwiegend Brötchen schmieren oder mit den Patienten reden. Als das JC davon erfuhr kam man auf die Idee sie könne in der richtung eine Ausbildung machen. Dann wurde alles so arangiert...


An der Ausbildung selbst wollen wir nicht rütteln, das ist OK so, einzig wieviel wir als Bedarfsgemeinschaft pro Person zusätzlich verdienen bzw. vom Gehalt behalten dürfen steht aktuell in Frage.
 
E

ExitUser 55598

Gast
Ja klar kann da kann man jetzt nicht mehr soviel dran rütteln, den Ausbildungsbetrieb wechseln würde ich im Abschlussjahr auch nicht mehr. Aber wie gesagt seriös hört sich das nicht an. Bei den ambulanten Pflegedienste sind ist die Bezahlung überall schlecht.
Ich würde ihr raten in die Psychiatrie zu wechseln, da sind die Arbeitsbedingungen nicht so schlimm, meistens öffentlicher Dienst d.h. auch gute Bezahlung und auch für die Altersfürsorge ist gesorgt. Keinesfalls Krankenhaus dort fand ich es sogar noch schlimmsten....
 
E

ExUser 2606

Gast
Naja, das wird in jedem Krankenhaus und in jeder Psychiatrie anders sein. Und wenn sie dort vor der Ausbildung schon Praktika gemacht hat, kennt sie ja die individuellen Verhältnisse von innen.
 
E

ExitUser 55598

Gast
Naja, das wird in jedem Krankenhaus und in jeder Psychiatrie anders sein.

Leider nicht. Ich habe viele Einrichtungen aller Art im sozialpflegerischen Bereich durch, teils durch freiwillige Praktika, Ausbildung oder auch als ich noch Leiharbeit in der Pflege gemacht habe. Überall sind die Arbeitsbedingungen schlecht, aber Krankenhaus war wirklich am schlimmsten.
Was ich halt besonders schlimm finde ist, dass sich die Mitarbeiter nicht dagegen wehren, die meisten verstecken sich nur in hinter AUs, anstatt wirklich mal dagegen vorzugehen....von der Politik erwarte ich schon lange keine Besserung mehr, ganz im Gegenteil...es wird eher noch schlimmer werden...
 
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