Mehr als jeder Zehnte ist überschuldet (1 Betrachter)

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Mehr als jeder Zehnte ist überschuldet

Stabiles Wachstum und eine geringe Arbeitslosigkeit haben den Trend nicht stoppen können: Die Zahl der Menschen, die ihre Rechnung nicht mehr bezahlen können, steigt.
Deutschland: Mehr als jeder Zehnte ist überschuldet - SPIEGEL ONLINE

Im Ruhrgebiet ist jeder Siebte überschuldet
Im Ruhrgebiet ist jeder Siebte überschuldet - Nachrichten - WDR

Wuppertal ist die Stadt in NRW mit den meisten Schuldnern
Schuldneratlas 2016: 1,72 Millionen Menschen in NRW sind verschuldet
 

Take it easy

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Hallo dagobert1,

wen wundert´s ?
Ich komme noch aus der D-Mark Zeit, man hatte fast das doppelte Gehalt und die selben Kosten wie jetzt für Lebensmittel etc.. Bei damaligen Lebensmittelpreisen (nur als Beispiel), wurde nur das DM in € umgeändert. Dazu kommt, dass mittlerweile fast jede Art von Ausbildung runtergewirtschaftet wird. Ich nehme jetzt mal als Beispiel den Ingenieur, heute wird der Bachelor of Engineering (der neue Ingenieur) auf Posten gesetzt, die damals ein Techniker oder Meister übernommen hat.
Es ist mittlerweile kein vernünftiges Arbeit´s-Gehalt Gefüge erkennbar, alles soll billig und schnell ersetzbar sein (siehe ZA).

Und es wird in den nächsten Jahrzehnten noch schlimmer, viele Jobs werden durch Maschinen ersetzt.
(Wie sagte damals mein Chef, als wir in China eine Förderband Maschine entwerfen sollten, die 25 Menschen den Arbeitsplatz kostet "Wenn es nicht wir machen, macht es eine andere Firma, diese Leute sind ihren Job schon los, so behalten wenigstens wir unseren).
Und das größte Problem daran ist, Maschinen zahlen keine Steuern und zahlen auch in keine Rentenkasse ein.

Gruß

Take it easy
 
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Dabei ist es so schwer nicht:

Man kann nur das ausgeben, was reinkommt. Die Konsumgeilheit macht vermutlich für derart einfache Rechnungen blind.

Mein Bank schickte mir selbst als ich nur von Alg-II lebte ständig Werbung für Konsumkredite. Da macht man es den Mensch auch zu einfach Schulden zu machen. Verstehe ich auch nicht, weil es andererseits mit dem Aufkommen dieser Ratings von "Auskunfteien" oft gar nicht mehr möglich ist, auf Rechnung oder per Bankeinzug zu kaufen.
 
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Gast
Dabei ist es so schwer nicht:

Man kann nur das ausgeben, was reinkommt. Die Konsumgeilheit macht vermutlich für derart einfache Rechnungen blind.
Klar, das stimmt.
Aber die allgemeinen Lebenshaltungskosten werden immer teurer.
Da braucht es keine Konsumgeilheit um in Schulden zu geraten.
 

Zeitkind

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Und das größte Problem daran ist, Maschinen zahlen keine Steuern und zahlen auch in keine Rentenkasse ein.
Aber der Gewinn für den Unternehmer bleibt annähernd gleich.
Derjenige also, der die Investition i.d.R. garnicht erwirtschaftet hat.
Er müßte also seine Mitarbeiter daran beteiligen, aber nicht fortjagen.
Ich bin für die Einführung einer demokratisch-/sozialen Marktwirtschaft. :icon_pfeiff:
 
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Gast
Klar, das stimmt.
Aber die allgemeinen Lebenshaltungskosten werden immer teurer.
Da braucht es keine Konsumgeilheit um in Schulden zu geraten.
Ich bin skeptisch. Bei den meisten Schuldner sind es dann doch Konsumausgaben, Handyverträge etc., denke ich. Konsum scheint die Leute glücklich zu machen. Ich war gestern auf der Kö und die Leute wuselten wie bescheuert durch die Geschäfte und Straßen und fast allen scheint das auch nocht Spaß zu machen.

Da wollen halt auch die weniger gut betuchten mithalten.

Die Lebenshaltungskosten steigen kaum, mal abgesehen von Mieten in bestimmten Regionen.
 

Bananenbieger

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Es ist doch schick den Fernseh o.ä. auf Standby laufen zu lassen.
Ein Trockner ist auch schick. Kostet bloß a´ bißerl. Aber egal.
Dafür spart man Zeit, dieman an Kassen weiter vertrödeln kann.
Vorallem, man kann sich vollends dem Konsum hingeben.

Ich sage nicht alle, aber viele machen es so.


Aber wir haben doch Gold.

Deutsche horten Gold für 333 Milliarden Euro
Gold: Deutsche horten Goldschatz im Wert von 333 Milliarden Euro - SPIEGEL ONLINE

Also los! Das neuste Smartphone kaufen! Verschuldet Euch.! Anweisung von MERLINa :)
 

Gehatzter

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Da muss man nur einmal bei den Energiekosten anfangen... :blink:
Sage wir mal so, die Gehälter der unteren bis hin zu den mittleren Angestellteneinkommen und Sozialleistungen steigen seit Jahren nicht im Entferntesten mit der "wahren" Inflation, also die Artikel, die bei diesen Einkommen prozentual am meisten reinhauen und leider wie es der Zufall will, die höchsten Steigerung hatten. Durch den Mindestlohn konnte jetzt ein unteres Netzt gebildet werden, die Steigerung des ML jetzt nächstes Jahr ist nicht wirklich der Hit, wenn man nur alleine an die steigenden Strom- und Mobilitätskosten für 2017 denkt. Auch die Gewerkschaften fernbab von Metall und Chemie konnten langsam nach immensen Reallohnverlusten das Ruder langsam ein bisschen wenden.
Jetzt betrachtet man noch die viel geringere Anhebung der HIV-Sätze inkl. der immer mehr in Statistik versteckten HIV- und GruSi-Empfänger, da weiß man, was das nächste Jahr geschlagen hat. Noch mehr Armut und Überschuldung, aber je mehr Menschen es werden und je heftiger die Schulden, desto besser. Denn das System ist nicht mehr zu retten, man muss den Untergang beschleunigen, damit das Siechtum bald ein Ende hat.
Nur aus der Asche kann ein Phoenix ersteigen, das gilt beim Kapitalismus, dem größten installierten Abzockmechanismus innerhalb der ganzen Menschheitsgeschichte ganz besonders. Evtl. kümmern sich die Massen dann auch adäquat um die jahrzehntelangen Nutznießer des Systems, schwer zu finden sind ja nicht. :cheer2:
 

Gollum1964

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Noch mehr Armut und Überschuldung, aber je mehr Menschen es werden und je heftiger die Schulden, desto besser. Denn das System ist nicht mehr zu retten, man muss den Untergang beschleunigen, damit das Siechtum bald ein Ende hat.
Nur aus der Asche kann ein Phoenix ersteigen, das gilt beim Kapitalismus, dem größten installierten Abzockmechanismus innerhalb der ganzen Menschheitsgeschichte ganz besonders. Evtl. kümmern sich die Massen dann auch adäquat um die jahrzehntelangen Nutznießer des Systems, schwer zu finden sind ja nicht. :cheer2:
Hallo Gehatzter,

genau das ist auch meine Meinung, es muß erst richtig schlimm kommen, ehe endlich eine Aussicht auf Besserung besteht.

Gruß Thomas
 

Bananenbieger

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Das kommt halt heraus, wenn man nicht nachdenkt, sich um Demonstrationen nicht beteiligt usw.
Wichtiger sind doch die Detail über Konsumartikel. Das neuste über den Trainerwechsel eines Fußballvereins.
Den AGs und Politikern ist dies recht (die lachen sich einen).
 

AsbachUralt

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Und nach dem Zusammenbruch wird wieder der Kapitalismus auferstehen. Oder was folgte nach dem Zusammenbruch der UDSSR, nach dem Zusammenbruch von Maos China und so weiter?
Die Menschheit ist njcht für Gleichheit und Brüderlichkeit programmiert, immer wird es welche geben, die den Raffke Virus in sich haben.
 
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Gast
Den größten Nettolohnverlust der letzten Jahre hatte ich diesen September durch Wegfall der Werbungskostenpauschale zu verkraften. Sonst ist er bisher zumindest nominal immer etwas gestiegen durch die Anhebung des steuerlichen Existenzminimums.

Meine Stromkosten sind in den letzen Jahren gestiegen und auch wieder gesunken. Da kann man durch regelmäßige Anbieterwechsel durchaus etwas bewirken. In der Summe ist das alles kein Grund, zum Schuldner zu werden.

Letztlich habe wir alle Schulden, weil unser maßloser Konsum auf Ausbeutung von Umwelt und Menschen beruht. Deshalb darf sich auch nun keiner ereifern, dass die meisten Flüchtlinge ja "Wirtschaftsflüchtlinge" seien.
 

Take it easy

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Hallo zusammen,

@ dagobert1
Klar könnte man dies ändern, wäre jedoch nicht im Interesse unserer Politik / Großkonzernen.
Und wer unsere Politik bestimmt, kann man ja die letzten Jahren erkennen. (Weiß nicht mehr genau, welcher Politiker es sagte.. "Die Rente könnte auch gezahlt werden, wenn jeder hier in Deutschland 1 Jahr lang, nicht mehr ein bezahlen würde" ). Kurz darauf, wurde sich immer schön aus der Rentenkasse bedient, auch wenn das Geld, für anderes ausgegeben wurde!

@ en Jordi
Klar verschulden sich eine Menge Leute an Konsum-Geilheit.

Aber, es verschulden sich auch sehr viele Menschen, an den steigenden Grundkosten!
Sei es Mietkosten/Energiekosten etc.. Viele Menschen wollen eine Familie gründen. Mal als Beispiel ein Handwerker bekommt ~ 1500€ / Monat (bloß mal als Beispiel, ist meistens ja noch weniger), seine Frau sitzt zu Hause (Elternzeit) und kümmert sich um den Haushalt und ums Kind. Wie soll man denn bei den heutigen Preisen leben?

Man arbeitet ja nur noch für seine Existenz!

Vor 20 Jahren hat man gearbeitet und hat davon gelebt, man ist 1 mal im Jahr, mit der Familie, für 2 Wochen in den Urlaub geflogen und hat sich nebenbei ein Haus gebaut! (leicht übertrieben).

Mein Dad war damals auch nur Handwerker aber es hat zum leben gereicht nicht nur zum überleben!



mfg

Take it easy
 
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ExitUser

Gast
Aber, es verschulden sich auch sehr viele Menschen, an den steigenden Grundkosten!
Sei es Mietkosten/Energiekosten etc..
Das glaube ich eben nicht. Man kennt diese Grundkosten doch und weiß, was übrig bleibt.
Unterhaltet euch mal mit Mitarbeitern aus der Schuldnerberatung. Die werden sicher etwas von Handyverträgen, Versandkäufen, "Genussmitteln" etc. erzählen. Die Anbieter scheinen unterm Strich zu profitieren, sonst würden sie sich ja besser absichern.

Ob man es sich leisten kann, eine Familie zu gründen, will gut bedacht sein. Ich denke, man sollte den Kindern schon etwas mehr bieten können als Grundsicherungsniveau.
 

Texter50

Super-Moderation
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So manch wer verschuldet sich auch in besseren Zeiten.
Rutscht man in ALG II kann man dann die Schulden nicht mehr zahlen.

Die Verantwortung liegt auch in der Werbeberieselung, der die Leute ausgesetzt sind.
Viele Leute lassen sich davon leider beeinflussen.
 
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ExitUser0090

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Die sind dabei berücksichtigt. Sonst hätten wir vermutlich längst eine Deflation.
Dann formuliere ich das mal anders. Die Waren des täglichen Lebens/des täglichen Verbrauchs sind durchaus deutlich teurer geworden. Was nützt tendenziell immer günstiger werdende Unterhaltungselektronik, wenn bspw. die Energieversorger über die letzten Jahre erheblich teurer geworden sind. Deshalb greift diese Aussage auch zu kurz:

Die Lebenshaltungskosten steigen kaum, mal abgesehen von Mieten in bestimmten Regionen.
 
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