Medizinischer Dienst

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gereckstein

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Hallo miteinander,

heute beim Termin der "Einladung" hatte mein SB nichts eiligeres zu tun als mir ein Bündel Papiere für den medizinischen Dienst zu überreichen. Er fragte ob ich einverstanden sei. Ich sagte ich werde das alles mal prüfen lassen und dann sehen wir.

Eine schrifliche Aufforderung gibt es nicht.

Er wolle wissen ob sich mein Gesundheitszustand seit dem letzten medizinischen Gutachten aus 2000 verschlechtert hätte. Was bei einer Verschlechterung geplant sei, dazu wollte er noch keine Auskunft erteilen.

Sind die Schweigflichtsentbindungen zu ändern?

Was sollte ich beachten um Nachteile zu vermeiden.
 

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  • Jobcenter Ärtzlicher Dienst2.pdf
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gereckstein

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Ja klar die Mitwirkungspflichten, ist ja auch kein Problem. Ich will mich ja nicht verweigern.

Jedoch gibt es keinen Bescheid, bzw.Verwaltungsakt, deshalb auch keine Rechtsbehelfsbelehrung.

Muss ich dann trotzdem oder brauchts zwingend einen Bescheid?

Es könnte im Nachhinein noch behauptet werden, dass ich freiwillig die Untersuchung wollte.
 

Myri

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Solange nicht ausdrücklich gefordert gehört ausfüllen der Unterlagen nicht zu den Mitwirkungspflichten, Du kannst das ignorieren. Dann kommen aber im Zweifel Forderungen und es kommt auf den Einzelfall an was gefordert werden darf.

bye Myri
 

nordlicht22

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Die Aushändigung der Unterlagen ist bereits eine Aufforderung. Ich bezweifel das es da noch einer schriftlichen Aufforderung bedarf.

Fest steht - es ist ein Termin vorgesehen.

Bei der AfA unbedingt auf die Äusserungen zu Arbeitsfähigkeit verzichten. Natürlich ist man vollschichtig arbeitsfähig. Man selbst ist med. Laie und kann daher keine bindende Aussage dazu treffen.

Schweigepflichtsentbindungen würde ich sehr sparsam mit sein. Sie gehören nicht zu den Mitwirkungspflichten.

Zu dem Untersuchungstermin kannst Du dann Berichte mitnehmen.
Rede mit Deinen Ärzten! Bespreche mit denen was an Arbeit geht und was nicht geht. Was sie in die Berichte schreiben usw.
Das wird leider viel zu wenig gemacht.
 

nordlicht22

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Sollte eine Schweigepflichtentbindung vorliegen, muss der Arzt alles freigeben.

Jep - deswegen ja der Hinweis mit denen zu besprechen was sie in die Berichte schreiben. Berichte werden zu den Terminen mitgenommen.

Ganz ohne irgendwelche Info´s bei der Begutachtung aufzutauchen ist für Jemanden der gesundheitliche Einschränkungen hat eher zum Nachteil. Der Gutachter kann nur berücksichtigen und begutachten, was ihm/ihr bekannt ist. Keine Info´s ergeben meist ein (auch für die Zukunft) belastendes Gutachten.
 

Hartzeola

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Jep - deswegen ja der Hinweis mit denen zu besprechen was sie in die Berichte schreiben. Berichte werden zu den Terminen mitgenommen.

Es wäre dann keine Entbindung erforderlich-einfach die Befunde und Berichte beim Arzt holen und nur die mitnehmen, welche man zeigen will. Ich weiss nicht, ob ein Arzt einen extra Bericht für AA schreibt, glaube aber nicht, dass er gerne auf ein Gespräch über vorenthalten/freigeben der bereits vorligenden früheren Berichten eingeht. Das könnte ein Problem sein.
 

nordlicht22

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ein guter Arzt ist immer daran interessier das für seinen Patienten passendste zu erreichen.
Wenn keine Entbindung vorliegt kann der Gutachter allerdings auch nur ein sehr oberflächliches Gutachten erstellen. Genau da liegt das Problem, denn diese sind dann meist eher negativ.
Zu verücksichtigen wäre dann, das diese Gutachten einen bis zu 10 Jahre verfolgen können.

Inzwischen achte ich sehr darauf Gutachten sofort zu korrigieren und mein möglichsten dazu beizutragen, das ein Gutachten der Erkrankung entsprechend erstellt werden kann.

Alleine die Liste der Fehldiagnosen dürfte eine ganze Seite füllen. So eine Diagnose wieder los zu werden ist aufwendiger, als eben ein Gespräch mit seinem Arzt zu führen und um einen abgesprochen Bericht für diese Untersuchung zu bitten.
 

Hartzeola

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Es ist zum Teil auch Glücksache, bei welchem Arzt du landest. Man kann ganz offen sein und einen Wahrheitsgemäßen Gutachten bekommen oder sich selbst schaden. Vorsicht ist auf jeden Fall geboten. Im Prinzip ist ein Amtsarzt auch ein Arzt und nicht bei AA angestellt, etwas voreingenommen kann er aber sein.
 
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