medizinische Rehabilitation durch die Krankenkasse nach Einschätzung MDK empfohlen

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Sternschnuppe22

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Zum Teil habe ich mich schon einiges gelesen, aber die Fälle sind immer irgendwie unterschiedlich.
Es geht um folgendes:
Das ganze Jahr 2018 war ich in einer Transfergesellschaft. Mein ehemaliger Arbeitgeber hatte den Standort der Firma geschlossen. Ich war dort 22 Jahre beschäftigt. Mitte November 2018 hatte ich mich zum 01.01.2019 bei der AfA arbeitslos gemeldet. Anfang Dezember 2018 bin ich dann arbeitsunfähig erkrankt. Der Arzt diagnostizierte Depressionen. Während der Zeit in der Transfergesellschaft war ich eigentlich zuversichtlich mit meinen 60 Jahren nochmals eine Beschäftigung zu finden, zumal ich durch meinen alten Job noch Kontakte zu anderen Firmen hatte.
Doch leider hat es nicht funktioniert. Nach 46 Berufsjahren sollte ich dann "offiziell" arbeitslos werden und das in dem Alter. Das hat mich ziemlich mitgenommen. Mittlerweile habe ich mich mit der Situation auseinandergesetzt und abgefunden. Mir geht es jetzt wieder gut. Beim letzten Arzttermin, am 11. April, bin ich mit meinem Arzt so verblieben, dass meine Arbeitsunfähigkeit im Mai endet. Meine jetzige Krankmeldung geht noch bis zum 09. Mai. Es ist noch keine Endbescheinigung ausgestellt. Diese Endbescheinigung wird jetzt bei dem nächsten Arzttermin im Mai ausgestellt.
Am 13.04.2019 bekam ich dann ein Schreiben von meiner Krankenkasse. Mit dem Schreiben wurde mir dann eine medizinische Rehabilitation empfohlen (siehe angehängte Datei). Das Schreiben hat das gleiche Datum wie mein
Arzttermin - 11.04.2019. Zufall oder die Reaktion auf die letzte AU? Ich möchte die Reha nicht in Anspruch nehmen. Wir geht es wieder gut. Das war wirklich nur eine einmalige Sache. Es hat mich zu dem damaligen Zeitpunkt sehr getroffen, da ich in meinem langen Berufsleben noch nie arbeitslos gewesen bin. Ich möchte mich auch schnell bei der AfA melden, damit ich nicht noch mehr Zeit verliere und noch länger aus dem Beruf bin
Nun meine eigentliche Frage:
Kann ich meiner KK schreiben, dass die AU in Absprache mit meinem Arzt im Mai beendet wird. Es mir wieder gut geht und ich daher die Reha nicht in Anspruch nehmen will. Wie sind da die Erfahrungswerte? Verzichtet die KK auf die Reha? Ich muss mich nach der Endbescheinigung ja umgehend bei der AfA melden und ALG 1 beantragen. Ich habe jetzt die Bedenken, dass die KK ihr Antwortschreiben so lange hinaus zögert, bis ich meine Endbescheinigung eingereicht habe. Was mache ich, wenn die KK auf die Reha besteht? Da ich meine Endbescheinigung dann eingereicht habe, bin ich gesund und habe keinen Anspruch mehr auf Krankengeld. Mittlerweile hätte ich mich dann ja auch schon bei der AfA gemeldet. Kann die AfA ALG 1 verweigern, falls die KK noch auf eine Reha bestehen würde?

Vielen Dank schon im Voraus
 

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Sternschnuppe22

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Zum Teil habe ich mich schon einiges gelesen, aber die Fälle sind immer irgendwie unterschiedlich.

Es geht um folgendes:

Das ganze Jahr 2018 war ich in einer Transfergesellschaft. Mein ehemaliger Arbeitgeber hatte den Standort der Firma geschlossen. Ich war dort 22 Jahre beschäftigt. Mitte November 2018 hatte ich mich zum 01.01.2019 bei der AfA arbeitslos gemeldet. Anfang Dezember 2018 bin ich dann arbeitsunfähig erkrankt. Der Arzt diagnostizierte Depressionen. Während der Zeit in der Transfergesellschaft war ich eigentlich zuversichtlich mit meinen 60 Jahren nochmals eine Beschäftigung zu finden, zumal ich durch meinen alten Job noch Kontakte zu anderen Firmen hatte.

Doch leider hat es nicht funktioniert. Nach 46 Berufsjahren sollte ich dann "offiziell" arbeitslos werden und das in dem Alter. Das hat mich ziemlich mitgenommen. Mittlerweile habe ich mich mit der Situation auseinandergesetzt und abgefunden. Mir geht es jetzt wieder gut. Beim letzten Arzttermin, am 11. April, bin ich mit meinem Arzt so verblieben, dass meine Arbeitsunfähigkeit im Mai endet. Meine jetzige Krankmeldung geht noch bis zum 09. Mai. Es ist noch keine Endbescheinigung ausgestellt. Diese Endbescheinigung wird jetzt bei dem nächsten Arzttermin im Mai ausgestellt.

Am 13.04.2019 bekam ich dann ein Schreiben von meiner Krankenkasse. Mit dem Schreiben wurde mir dann eine medizinische Rehabilitation empfohlen (siehe angehängte Datei). Das Schreiben hat das gleiche Datum wie mein

Arzttermin - 11.04.2019. Zufall oder die Reaktion auf die letzte AU? Ich möchte die Reha nicht in Anspruch nehmen. Wir geht es wieder gut. Das war wirklich nur eine einmalige Sache. Es hat mich zu dem damaligen Zeitpunkt sehr getroffen, da ich in meinem langen Berufsleben noch nie arbeitslos gewesen bin. Ich möchte mich auch schnell bei der AfA melden, damit ich nicht noch mehr Zeit verliere und noch länger aus dem Beruf bin

Nun meine eigentliche Frage:

Kann ich meiner KK schreiben, dass die AU in Absprache mit meinem Arzt im Mai beendet wird. Es mir wieder gut geht und ich daher die Reha nicht in Anspruch nehmen will. Wie sind da die Erfahrungswerte? Verzichtet die KK auf die Reha? Ich muss mich nach der Endbescheinigung ja umgehend bei der AfA melden und ALG 1 beantragen. Ich habe jetzt die Bedenken, dass die KK ihr Antwortschreiben so lange hinaus zögert, bis ich meine Endbescheinigung eingereicht habe. Was mache ich, wenn die KK auf die Reha besteht? Da ich meine Endbescheinigung dann eingereicht habe, bin ich gesund und habe keinen Anspruch mehr auf Krankengeld. Mittlerweile hätte ich mich dann ja auch schon bei der AfA gemeldet. Kann die AfA ALG 1 verweigern, falls die KK noch auf eine Reha bestehen würde?

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Kerstin_K

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Also bei der AfA kann dir ertmal nichts passieren. Aber währen der Reha würdest Du kein ALG 1 bekommen sondern Übergangsgeld von der DRV und das ALG 1 wird hinten angehängt. Überlege also mal, ob es nicht doch von Vorteil wäre, die Reha zu machen. Suche Dir in Abstimmung mit Deinem Arzt eine schöne Rehaklinik aus und sieh es als Urlaub an.

Du musst nicht, wenn Du wieder gesund bist, aber ich könnte mir vorstellen, dass die KK rumzickt, sollte die Depression innerhalb der nächsten drei Jahre doch wieder ausbrechen.

Das Vorgehen Deiner KK ist auch alles andere als korrekt. Steht da irgendwo neoch was, dass das Krankengeld eingestellt wird, wenn Du den Rehaantrag nicht stellst?

Normal hat das so zu laufen:

Erst muss die Die KK dir mitteilen, dass sie beabsichtigt, dich aufzufordern, einen Rehaantrag zu stellen. Dazu hat sie dich anzuhören. Daran halten sich aber viele KKs nicht, aie Anhörung kann aber auch zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Dann kommt die Aufforderung, den Rehaantrag tatsächlich zu stellen. dafür hast Du dann 10 Wochen Zeit und nicht die läppischen drei, die die KK dir einräumt. Das ist gesetzlich festgelegt und gilt auch für Deine Krankenkasse. Stellst Du den Antrag innerhalb dieser Frist nicht, kann die KK das Krankengeld einstellen. Das kommt zwr bei dir nicht zum Tragen, aber siehe oben, ich befürchte da zumindetens Rumgezicke, sollte die Depression wieder ausbrechen.

Du solltest den Antrag auch nicht über die KK stellen, sondern direkt bei der DRV und die Antragstellung der Krankenkasse nur nachweisen. Die Formulare kannst Du dir zuschicken lassen oder auf der Homepage der DRV runterladen.

DIe DRV prüft dann den Antrag und bewilligt ihn oder lehnt ihn vielleicht aich ab, wenn sie meint, dass die Reha nicht erforderlich ist.

Solltest Du doch ganz schnell wieder Arbeit finden, dann kannst Du den Antrag immer noch wieder zurückziehen.
 

Sternschnuppe22

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Also bei der AfA kann dir ertmal nichts passieren. Aber währen der Reha würdest Du kein ALG 1 bekommen sondern Übergangsgeld von der DRV und das ALG 1 wird hinten angehängt. Überlege also mal, ob es nicht doch von Vorteil wäre, die Reha zu machen. Suche Dir in Abstimmung mit Deinem Arzt eine schöne Rehaklinik aus und sieh es als Urlaub an.

Du musst nicht, wenn Du wieder gesund bist, aber ich könnte mir vorstellen, dass die KK rumzickt, sollte die Depression innerhalb der nächsten drei Jahre doch wieder ausbrechen.

Das Vorgehen Deiner KK ist auch alles andere als korrekt. Steht da irgendwo neoch was, dass das Krankengeld eingestellt wird, wenn Du den Rehaantrag nicht stellst?

Normal hat das so zu laufen:

Erst muss die Die KK dir mitteilen, dass sie beabsichtigt, dich aufzufordern, einen Rehaantrag zu stellen. Dazu hat sie dich anzuhören. Daran halten sich aber viele KKs nicht, aie Anhörung kann aber auch zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Dann kommt die Aufforderung, den Rehaantrag tatsächlich zu stellen. dafür hast Du dann 10 Wochen Zeit und nicht die läppischen drei, die die KK dir einräumt. Das ist gesetzlich festgelegt und gilt auch für Deine Krankenkasse. Stellst Du den Antrag innerhalb dieser Frist nicht, kann die KK das Krankengeld einstellen. Das kommt zwr bei dir nicht zum Tragen, aber siehe oben, ich befürchte da zumindetens Rumgezicke, sollte die Depression wieder ausbrechen.

Du solltest den Antrag auch nicht über die KK stellen, sondern direkt bei der DRV und die Antragstellung der Krankenkasse nur nachweisen. Die Formulare kannst Du dir zuschicken lassen oder auf der Homepage der DRV runterladen.

DIe DRV prüft dann den Antrag und bewilligt ihn oder lehnt ihn vielleicht aich ab, wenn sie meint, dass die Reha nicht erforderlich ist.

Solltest Du doch ganz schnell wieder Arbeit finden, dann kannst Du den Antrag immer noch wieder zurückziehen.

Hallo Kerstin_K danke für die schnelle Antwort. Mit dem als Datei angehängten Schreiben, habe ich nur noch die Unterlagen für den REHA-Antrag erhalten.

Wie ist die Sachlage, wenn mir z.B. mein Arzt die AU-Endbescheinigung bis 13.05.2019 ausstellt. Ich danach zur AFA gehe und mich arbeitslos melde (ohne gesundheitliche Einschränkungen, mir geht es gut). Einige Tage danach würde ein Schreiben der KK kommen, dass sie auf die Reha besteht. Ich habe Bedenken, dass sich diese beiden Termine überschneiden. Könnte mir die AfA nicht das ALG 1 nachträglich verweigern, mit dem Hinweis, dass ich nicht gesund bin, da ja noch eine Reha Maßnahme im Raum steht?
 

Muzel

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Dein aktueller Leistungsträger scheint die KK zu sein, Also solltest du deine Probleme auch der KK schildern. Dann musst du auch sicher stellen, dass nach Ende deines Krankengeldbezugs das Arbeitsamt deinen Lebensunterhalt sichert. Wenn du zur Reha gehst, hast du diese komplizierte Problematik nicht. Ich nur begrüßen , dass ein anderer Forumsbeteiligter vom Wunsch- und Wahlrecht bezüglich der Rehaklinik gesprochen hat.
Berichtige mich bitte, sollte ich etwas falsch verstanden habe.
 

Doppeloma

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Hallo Sternschnuppe2,

Kann ich meiner KK schreiben, dass die AU in Absprache mit meinem Arzt im Mai beendet wird. Es mir wieder gut geht und ich daher die Reha nicht in Anspruch nehmen will.

Bisher gibt es ja noch gar keine Reha, die du in Anspruch nehmen könntest ... diese "freundliche Aufforderung" entspricht in keinster Weise den gesetzlichen Anforderungen, die an eine solche Forderung der KK gestellt werden.

Es wird keine Rechtsgrundlage genannt (das wäre § 51 SGB V) und dir wird auch nicht die darin erfasste gesetzliche Frist von 10 Wochen genannt und eingeräumt, zudem fehlt die VORHER vorgeschriebene "Anhörung" (§ 24 SGB X).

Darin hättest du z.B. die Sinnlosigkeit dieser Aufforderung bereits erklären können ... aber einer "Bitte" ohne Rechtsgrundlagen muss man ja nicht unbedingt auch Folge leisten.
Auch die erforderliche Rechtsfolgenbelehrung fehlt, das ist schlicht "ein unzulässiger Schuss ins Blaue", darauf würde ich gar nicht reagieren, den mitgeschickten Antrag brauchst du auch nicht ausfüllen und noch weniger bei der KK einreichen.


Dass deine AU bald beendet sein wird und die AfA dann zuständig ist wird die KK nun früh genug merken wenn deine AU offiziell beendet wurde vom Arzt.

Wie sind da die Erfahrungswerte? Verzichtet die KK auf die Reha?

Wird die KK also auf diesen Reha-Antrag schon mal verzichten müssen, zumal der ja an die DRV gehen würde, die KK will dir ja gar keine Reha bezahlen, das soll ja die Rentenkasse machen.
Du solltest deinen Arzt mal bitten die erwähnte med. Stellungnahme des MDK einzufordern für dich, ist sicher interessant zu lesen mit wie wenig Infos man dort (nach Aktenlage) wissen konnte was dir so "helfen" wird schnell wieder gesund zu werden. o_O

Viel kann es ja nicht sein, wenn der tatsächliche Stand der gesundheitlichen Dinge ganz anders aussieht und du dich selbst sogar wieder fitt genug fühlst auf Stellensuche zu gehen. :icon_kinn:

Ich muss mich nach der Endbescheinigung ja umgehend bei der AfA melden und ALG 1 beantragen.

Wo ist dein Problem damit, die AfA wird es nicht sonderlich interessieren, was die KK gerade noch so für (rechtlich ungedeckte) Wünsche hatte und du bist auch nicht verpflichtet solche Wünsche zu erfüllen.
Die KK möchte gerne Krankengeld sparen während du in einer DRV-Reha bist, würde ja die Rentenkasse zahlen müssen aber das ist ja überflüssig wenn du sowieso bald kein Krankengeld mehr bekommen wirst und regulär in die Arbeitsvermittlung bei der AfA gehen wirst.

Ich habe jetzt die Bedenken, dass die KK ihr Antwortschreiben so lange hinaus zögert, bis ich meine Endbescheinigung eingereicht habe. Was mache ich, wenn die KK auf die Reha besteht?

Wie soll das bitte gehen, die KK kann auf gar nichts "bestehen" dieses Schreiben hat keinerlei rechtliche Verbindlichkeit, die können doch nicht machen was sie wollen ... :icon_evil:
Zumal dich Niemand zwingen kann einen Reha-Antrag den die DRV bewilligen soll bei der KK zu stellen, die leiten das doch sowieso nur weiter ... auch darauf hätte man dich hinweisen MÜSSEN, dass du den Antrag (innerhalb der gesetzlichen 10 Wochen) auch DIREKT bei der DRV stellen kannst.

Da ich meine Endbescheinigung dann eingereicht habe, bin ich gesund und habe keinen Anspruch mehr auf Krankengeld.

Genau so ist es und wer gesund ist braucht auch keine DRV-Reha mehr damit die KK Krankengeld sparen könnte ... man wird sicher NICHTS dagegen haben (können) wenn du dann diesen Antrag nicht stellen wirst.

Die AfA interessiert das überhaupt nicht, die sollen dich in Arbeit vermitteln und wenn du keine besonderen gesundheitlichen Einschränkungen (bei der AfA für die Arbeitsvermittlung) angeben wirst wird auch Niemand verlangen, dass du nun erst mal eine Reha (auf Wunsch der KK) machen sollst. :icon_evil:

Die KK hat doch auch keinen Gewinn mehr davon wenn deine AU sowieso beendet ist und kein Krankengeld mehr gezahlt werden muss ... die wollten sich damit NUR selber helfen und Krankengeld sparen können ...
Was der MDK der KK so festgestellt haben will dafür geht die AfA gar nichts an, also gibt es keinen Grund dir das ALGI "zu verweigern" ... :icon_evil:

Mittlerweile hätte ich mich dann ja auch schon bei der AfA gemeldet.

Das war ja auch richtig und wer gesund ist braucht auch keine Reha mehr (beantragen) ... die würde von der DRV jetzt auch abgelehnt werden ... also spare dir diese Mühe und diskutiere mit der KK (oder der AfA) auch nicht darüber, das ist überflüssig.

MfG Doppeloma
 

Doppeloma

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Hallo Muzel,

Berichtige mich bitte, sollte ich etwas falsch verstanden habe.

Du hast leider ALLES falsch verstanden und deine Ratschläge gehen völlig am Thema vorbei ... halte dich doch bitte zurück, wenn du nicht verstehst worum es überhaupt geht.

Danke für dein Verständnis !

MfG Doppeloma
 

Sternschnuppe22

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Hallo, vielen Dank für die Rückmeldungen. Insbesondere dir Doppeloma. Ich bin froh, dass ich dieses Forum entdeckt habe. Es ist alles Neuland für mich, ich kenne mich in dieser Materie überhaupt nicht aus.
Deshalb auch schon das nächste Problem:

Ich habe schon mehrfach hier gelesen, dass man den ALG 1 Bezug unterbrechen kann.

Ich habe die Zeiten für die Rente mit 63 Jahren bereits zusammen. Rentenbeginn 01.03.21 mit 63 und mit 10,8 % Abschlägen bzw. 01.03.22 ohne Abschläge. Wenn ich mich jetzt ab Mai wieder bei der AfA melde, werde ich zum ersten Mal ALG 1 beantragen. Bis jetzt war ich ja nur ab Januar 19 arbeitslos gemeldet, da ich ab Anfang Dezember 18 erkrankte. ALG 1 kann ich für 24 Monate beanspruchen.
Die Zeit mit ALG 1 Bezug würde also reichen für eine Rente mit Abschlägen. Für eine Rente ohne Abschläge würden mir dann noch 9 Monate fehlen. Mein Wunsch wäre, schnell wieder in Arbeit zu kommen und dann zum 01.03.22 abschlagsfrei in Rente zu gehen. Ich mache mir aber eigentlich nicht viel Hoffnung, dass ich nochmal eine Arbeit finden werde (mittlerweile bin ich 61). Es wird schwierig!

Wie kann ich die neun Monate am besten überbrücken?

Was wäre, wenn ich z. B. einmal eine vierwöchige Urlaubsvertretung übernehmen könnte? Für diese Vertretung müsste ich mich bei der AfA doch abmelden. Wenn ich es richtig verstanden habe, besteht ab Abmeldung bei der AfA noch ein vierwöchiger Versicherungsschutz bei der KK. Würde nach den 4 Wochen das zuvor berechnete ALG 1 wieder in gleicher Höhe aufleben oder hätte der Verdienst während der Abmeldung irgendwelchen Einfluss auf das ALG 1?

Stehen die Sachbearbeiter solchen Unterbrechungen positiv gegenüber. Wer hat da Erfahrungen?

Für weitere Tipps und Ratschläge schon im Voraus besten Dank.
 

Kerstin_K

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Also erstmal vorweg, die SBs sind froh, wenn sie Dich los sind aus dem Bezug.

Bei kurzzeitigenUnternrechungen bis 6 Wochen soll offiziell kein neuer ALG I Antrag nötig sein, einfach wieder bei der AfA melden und der Bezug geht nahtlos weiter wie vorher. Manche AfAs verlangen aber trotzdem einen neuen Antrag. Neu berechnet wird erst, wenn Du 6 Monate gearbeitet hast.

Es ist richtig, dass es eine Nachversicherungszeit von 4 Wochen gibt. Aber die ist als Überbrückung gedacht, wenn zum Beispiel ein Antrag auf Sozialleistungen noch inBearbeitung ist und dan weren rückwirkend die Krankenversicherungsbeiträge für dese Zeit bezahlt. DAs heisst, wenn deine Urlaubsvertretung nicht sozialversicherungspflichtig ist, dann musst Du dich, solltest du nicht die Möglichkeit haben, dich über eien Ehepartner in der Fsilienversicherung zu versicern, selber krankenversichern. DAs kostet ca. 180-190 EUR im Monat. Im ALG I Bezug könntest Du bei einer Beschäftigung unter 15 Stunden in der Woche bleiben und wärdt dann dort kranekenversichert, allerdings wird dann alles, was Du über 165 EUR im Monat verdienst, auf das ALG I angerechnet. Und das bringt dich ja auch nicht weiter.

Ich komme aber nochmal auf de Reha zurück, ichatte das schonmal angedeutet. Wenn Dir die Reha genehmigt würde, dann würdest Du während der Reha Übergangsgeld von der DRV bekommen. Und auch die Zeit der Reha verlängert deinen Bezug von ALG I. SO kannst Du einen Monat rausholen, immerhin. Währe es so schlimm, den Rehaantrag zu stellen? Mehr als blehnen kann die DRV nicht.

Und jetzt werde ich mal ganz frech: IIst das wirklich die Entscheidung deines Arztes, dass Die AU beendet werden soll? Oder hast Du da ein bischen gedrängelt, weil du dachtest, dass da beruflich noch was geht? Wenn Dein Arzt Dich noch länger krankschreibt, stegert das einerseits die Cahnce auf die Bewilligung einer Reha und andererseits schiebt es den Beginn des ALG I Bezuges auch weiter nach hinten. Und so eine Reha ist ja auch eigentlich dazugedacht, die Behandlung nach einer längeren Krankheit noch abzurunden, damit man danach wieder richtig durchstarten kann. Einfach mal drüber nachdenken.;)
 

Sternschnuppe22

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Hallo Kerstin_K,
vielen Dank für die Infos.
Ich hätte noch eine rein "technische Frage". In absehbarer Zeit werde ich mich ja bei der AfA melden.
Wenn ich dann noch weitere Fragen hätte, wo stelle ich diese dann ein. Weiter hier in meinem Thread (nennt man das so?). Das es dann aber Fragen sind, die mit der AfA bzw. ALG 1 zusammenhängen, würde diese Such-Überschrift "medizinische Rehabilitation durch die Krankenkasse nach Einschätzung MDK empfohlen" nicht passen. Muss ich dann ein neues Thema in einem anderen Forum eröffnen? Oder kann ich, wenn ich ein passendes Thema in einem Forum finde, dort einfach meine Frage anhängen?
Vielen Dank im Voraus.
 

Doppeloma

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Hallo Sternschnuppe22,

Hallo, vielen Dank für die Rückmeldungen. Insbesondere dir Doppeloma. Ich bin froh, dass ich dieses Forum entdeckt habe. Es ist alles Neuland für mich, ich kenne mich in dieser Materie überhaupt nicht aus.
Deshalb auch schon das nächste Problem:

Mir geht es jetzt wieder gut. Beim letzten Arzttermin, am 11. April, bin ich mit meinem Arzt so verblieben, dass meine Arbeitsunfähigkeit im Mai endet. Meine jetzige Krankmeldung geht noch bis zum 09. Mai. Es ist noch keine Endbescheinigung ausgestellt. Diese Endbescheinigung wird jetzt bei dem nächsten Arzttermin im Mai ausgestellt.

Habe mir noch mal ein Stück aus deinem Erstbeitrag herausgeholt, denn das enthält sehr wichtige Informationen ...

Du warst jetzt also erst ab Dezember 2018 auf diese Diagnose AU geschrieben (und davor noch NIE wegen genau dieser Krankheit ???), das bedeutet ja, dass dein Anspruch auf Krankengeld auch noch lange nicht beendet ist. :icon_evil:

Immerhin kann man (bei Notwendigkeit) bis zu 78 Wochen Krankengeld beziehen wenn der Arzt eine so lange AU für erforderlich hält.

Gerade bei psychischen Problemen ist das keine seltene Besonderheit ... und deine "mageren" Aussichten wieder eine andere Arbeit zu finden, könnten deine aktuelle Besserung sehr bald wieder zunichte machen.
Ich war fast 4 Jahre durchgehend vom Psychiater deswegen AU geschrieben ...

Ich habe schon mehrfach hier gelesen, dass man den ALG 1 Bezug unterbrechen kann.

Diese Überlegung ist also in der Form gar nicht erforderlich weil du ja noch nicht "ausgesteuert" bist aus dem Kranklengeld ( = KEIN Anspruch mehr auf Geld von der KK wenn man bei der AfA länger krank werden sollte), es ist also NICHT nötig, dass du ALG "freiwillig" unterbrechen musst.

Du meldest dich ja ganz "normal" zur Arbeitsvermittlung weil du aktuell wieder gesund bist und arbeitslos geworden ...
Das ist übrigens auch ein wichtiger Grund für die KK dich möglichst schnell aus dem Krankengeld zu "drängen", denn aktuell bekommst du noch Krankengeld nach deinem letzten Erwerbseinkommen berechnet.

Das ist in der Regel (deutlich) höher als dein ALGI dann sein wird und bei erneuter Erkrankung (im bereits laufenden ALGI-Bezug) wirst du nach 6 Wochen (gemäß § 146 SGB III) durchgehender AU an die KK zur Krankengeld-Zahlung "abgegeben" ...


Die AfA meldet dich also nach 6 Wochen AU dann selber wieder ab, weil du AU-krank NICHT in Arbeit vermittelt werden kannst und noch (viele Wochen (y)) Anspruch auf Krankengeld von der KK besteht.

Die KK kann sich auf die aktuelle Forderung eine Reha zu beantragen nicht mehr berufen und die KK braucht nur noch in Höhe deines ALGI weiter Krankengeld zu zahlen, was ihr schon eine ordentliche finanzielle Ersparnis bringt.

Man wird es natürlich wieder versuchen dich (früher oder später) in eine Reha "zu bitten" aber das ist dann kein großes Problem, dann beantragst du eben diese Reha und wartest ab was dabei rauskommen wird ... jedenfalls wenn der richtige Weg dann von der KK auch eingehalten wurde dafür ;-)))

Zumindest kannst du damit schon Wochen / Monate auf dem Weg zur "ungekürzten" Altersrente gewinnen ... denn dein (jeweiliger) Rest-Anspruch auf ALGI bleibt ja bei der AfA erhalten, bis du wieder gesund und "vermittelbar" bist oder eben "ausgesteuert" wirst aus dem Krankengeld nach insgesamt 78 Wochen für diese Krankheit.

Lies dir das bitte SEHR genau durch und frage unbedingt nach wenn dir was unklar ist, soweit hatte ich zunächst auch noch nicht gedacht, weil du ja recht überzeugt davon geschrieben hast wahrscheinlich wieder andere Arbeit finden zu können ...

Ich weiß aber aus eigener Erfahrung wie trügerisch diese Annahme sein kann, besonders auch was die eigene Gesundheit betrifft ...
Denke daran, dass es dir Niemand "danken" wird deine Restgesundheit noch auf den "allgemeinen Arbeitsmarkt" zu tragen, versuche lieber noch möglichst fitt deine baldige Rente auch noch lange genießen zu können ...

Ich habe die Zeiten für die Rente mit 63 Jahren bereits zusammen. Rentenbeginn 01.03.21 mit 63 und mit 10,8 % Abschlägen bzw. 01.03.22 ohne Abschläge.

Auch die (angebliche) Rente ohne Abschläge erreicht niemals das finanzielle Niveau was du mit Arbeit (Erwerbs-Einkommen und Beiträge daraus) hättest erzielen können, bis zu deinem regulären (persönlichen) Rentenalter mit z. B. 65 + X Monaten, aber das nur "nebenbei".

Diese Beiträge (für rund 2 Jahre weiteres aktives Arbeitsleben) fehlen ja wenn du vorzeitig in Altersrente gehst und die werden auch nicht "fiktiv" irgendwie bewertet (wie bei einer EM-Rente) ... es ist allerdings ein Unterschied zum Abzug von 10,8 % 1 Jahr vorher ...

Wenn ich mich jetzt ab Mai wieder bei der AfA melde, werde ich zum ersten Mal ALG 1 beantragen. Bis jetzt war ich ja nur ab Januar 19 arbeitslos gemeldet, da ich ab Anfang Dezember 18 erkrankte. ALG 1 kann ich für 24 Monate beanspruchen.

So geht das nicht wie du dir das gerade vorstellst, wenn du bis ca. Mitte Mai noch Krankengeld beziehen wirst KANNST du nicht ab 01. Mai auch ALGI beantragen wollen ... dein Anspruch beginnt genau am Tag NACH Ende deiner AU-Bescheinigung bei der AfA ...

Zu diesem Tag beantragst du auch erst ALGI, bei der AfA beginnt das nicht generell am 1. Tag eines Monats ... sondern immer erst wenn eine andere Leistung beendet ist ... auch Arbeitsverträge enden manchmal mitten im Monat ...

Die Zeit mit ALG 1 Bezug würde also reichen für eine Rente mit Abschlägen. Für eine Rente ohne Abschläge würden mir dann noch 9 Monate fehlen.

Wenn du im ALGI-Bezug dann leider wieder (länger) AU wirst, kannst du diese 9 Monate "fast spielend" überbrücken und wirst nicht ohne Einkommen sein, denn die AfA muss dich ja auch immer wieder "zurücknehmen" wenn die KK dich ärgern würde und das Krankengeld wieder einstellt (weil der MDK meint du wärst wieder gesund) ...

Jedenfalls so lange bis deine Ansprüche dort nach insgesamt 24 Monaten abgelaufen sind ...
Je länger du (mit Unterstützung deines Arztes) dann eine AU durchgehend aufrecht erhalten kannst, umso weniger ALGI wirst du dafür benötigen und verbrauchen.

Mit den Behörden ( KK / AfA) solltest du diese "Pläne" allerdings besser nicht besprechen ... ob du deinem Arzt genug vertrauen kannst dabei, das kannst du nur selber wissen ... mein Arzt hat damals voll hinter mir gestanden und hat die AU nicht mehr beendet, bis ich ihm den Bescheid zur EM-Rente vorlegen konnte.

Ich war noch etwas jünger als du jetzt und es ging wirklich nur noch um diese Rente aus rein gesundheitlichen Gründen, bis zur Altersrente war es bei mir noch zu weit aber arbeiten konnte ich auch nicht mehr ...

Mein Wunsch wäre, schnell wieder in Arbeit zu kommen und dann zum 01.03.22 abschlagsfrei in Rente zu gehen. Ich mache mir aber eigentlich nicht viel Hoffnung, dass ich nochmal eine Arbeit finden werde (mittlerweile bin ich 61). Es wird schwierig!

Da kann ich dir nur zustimmen, die AG sind nicht wirklich "scharf" auf die Alten und so erfahrenen Arbeitslosen ... und bei der AfA hast du dabei eigentlich auch nicht viel zu erwarten ...
Zumal man dich dort eben nicht einfach "in Alles" vermitteln darf , dafür solltest du dich mal mit § 140 SGB III befassen ...


Wie kann ich die neun Monate am besten überbrücken?

Lies dir genau durch was ich dazu geschrieben habe und dann handele danach und versuche noch möglichst lange mal "zwischendurch" wieder Krankengeld zu beziehen ...

Was wäre, wenn ich z. B. einmal eine vierwöchige Urlaubsvertretung übernehmen könnte? Für diese Vertretung müsste ich mich bei der AfA doch abmelden.

Man merkt, dass du noch nicht arbeitslos gewesen bist, bei Aufnahme einer Tätigkeit (auch befristet oder als Vertretung) bist du selbst verpflichtet (umgehend) die AfA zu informieren und das ALGI wird eingestellt / aufgehoben ... bis du es wieder benötigen wirst.

Wenn ich es richtig verstanden habe, besteht ab Abmeldung bei der AfA noch ein vierwöchiger Versicherungsschutz bei der KK. Würde nach den 4 Wochen das zuvor berechnete ALG 1 wieder in gleicher Höhe aufleben oder hätte der Verdienst während der Abmeldung irgendwelchen Einfluss auf das ALG 1?

Versichert bist du dann in der Regel wieder über den AG wo du deine Vertretung machen wirst, der muss dich doch auch bei den Sozialversicherungen an- und wieder abmelden und aus deinem Einkommen die Beiträge abführen, während du dort offiziell beschäftigt bist ...

Auf dein ALGI nach einer so kurzen Beschäftigung hat das keine Auswirkungen, du bekommst anschließend wieder ALG I in der bisherigen Höhe ...

Stehen die Sachbearbeiter solchen Unterbrechungen positiv gegenüber. Wer hat da Erfahrungen?

Die AfA-SB stehen JEDER Unterbrechung wegen Arbeits-Aufnahme (oder auch wegen längerer bescheinigter Krankheit) sehr positiv gegenüber und wären froh wenn du irgendwann nicht mehr wieder kommst, um erneut ALGI zu beziehen ...

ALGI soll nur (für den erworbenen Anspruchs-Zeitraum) deinen Lebensunterhalt "ersetzen" so lange du (wegen Arbeitslosigkeit) tatsächlich kein Arbeits-Einkommen hast oder wegen längerer AU Krankengeld beziehst ...

Du darfst davon ausgehen, dass ich sehr genau überlege wem ich solche Ratschläge gebe, seine Zeit bis zur Rente entsprechend zu "organisieren", damit es keine Zahlungslücken gibt ... in deinem Falle ist das sogar noch relativ einfach diese 9 Monate zu finanzieren ...

Mit den beteiligten Behörden (KK / AfA) solltest du das allerdings besser NICHT vorher besprechen wollen ... die tricksen uns ja auch gerne mal (ziemlich neben der Rechtmäßigkeit) aus, wie dein Beispiel ja auch wieder zeigt ...

MfG Doppeloma
 

Kerstin_K

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So wie Doppeloma es beschreibt, geht es natürlich auch. Wenn man allerdings jetzt die Krankschreibung fortführt und die Reha beantragt und dann auch antritt, hat man laenger das höhere ALGI. Vorausgesetzt der Arzt macht das mit.
 

Doppeloma

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Hallo Kerstin_K,

Wenn man allerdings jetzt die Krankschreibung fortführt und die Reha beantragt und dann auch antritt, hat man laenger das höhere ALGI. Vorausgesetzt der Arzt macht das mit.

Bisher wurde diese Reha ja noch nicht mal rechtlich einwandfrei gefordert aber die KK wird nicht aufgeben, genau weil sie möglichst bald über diese Reha aus der (aktuell höheren) Krankengeldzahlung wenigstens raus möchte.
Es hat ja auch seinen Grund, dass (unter weglassen der Rechtsgrundlage) die Antragsfrist von 10 Wochen umgangen werden soll, das funktioniert ja oft genug weil die Betroffenen an die angebliche Hilfe der KK (beim Gesund werden) noch glauben und die Rechtsgrundlagen dafür gar nicht kennen.

Natürlich auch in der Hoffnung, dass die Betroffene dann als Arbeits-FÄHIG (also auch Vermittlungsfähig) entlassen, dann anschließend direkt zur AfA geschickt werden kann ...
Die Wahrscheinlichkeit für diesen Reha-Ablauf ist ja aktuell ziemlich hoch, wo sie selbst noch meint wieder bereit zu sein für die Arbeitssuche ... das wird man auch in der Reha dann gerne aufgreifen ...

Mit dem "höheren ALGI" hast du dich sicher nur verschrieben, das verändert sich ja nicht, egal in welcher Reihenfolge sie jetzt weiter agieren wird ... und an der Reduzierung des Krankengeldes "arbeitet die KK ja gerade schon", eine Reha zu verlangen ist da doch immer wieder ein probates Mittel, egal ob sie wirklich gesundheitlich Sinn ergibt oder nicht.

Wenn die AU nicht (wie bisher geplant) beendet wird, dann kann sie auch den Wunsch der KK nicht so einfach ignorieren denn die erwarten ja aktuell den Reha-Antragseingang bis zum 02.05. ...
Eine Berechtigung das Krankengeld (wegen angeblich versäumter Mitwirkung) einzustellen hat die KK zwar dann auch nicht (schon weil es auch keine RFB dazu gibt in dem bisherigen "Bittschreiben") aber wir hier wissen doch inzwischen, dass denen das oft völlig EGAL ist ...

Dein Gedankengang ist ansonsten durchaus richtig aber die KK wird das so nicht lange weiter dulden, auch wenn der Arzt die AU noch länger fortführen würde ...
Zumindest wird die KK dann eine rechtskonforme Aufforderung umgehend nachreichen ...

Bisher kennen wir ja seine eventuelle Einstellung dazu nicht, dass die TE ihre AU nun (beim nächsten Arztbesuch) beenden möchte, um "freiwillig" zur AfA und auf Arbeitssuche zu gehen ...

MfG Doppeloma
 

Kerstin_K

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Hallo Doppeloma,

Du hast natürlich recht, dass die KK wahrscheinlich Stress machen wird.wenn die TE arbeitsfähog aus der Reha emtlassen wird. Man müsste wirlich wissen, ob sie tatsächlich so gesund idt, oder ob der Arzt da nur dem drängen nachgegeben hat.

Ichhabe da einfach so ein Bauchgefühl (und mein Bauch hat meistens recht.), dass die TE sich da in dem Bestreben, doch noch mal in den Arbeitsmarkt einsteigen zu wollen etwas überschätzt hat. Bezüglich der Arbeitsmarktsituation jat sie das ja inzwischen eingeräumt und vielleichtist das ja gesundheitlich genauso? Gerade, weil sie ja duch den Verlust des Arbitsplatzes in die Depression gerutscht ist.

Ich weiss, das sind Mutmassungen, aber wie gesaht, mein Bauchgefühl passt meistens ganz gut.

Mit denm Höheren ALG habe ich mich tatsächlich vertan, war ein Denkfehler, das muss natürlich KG heissen.
 

Sternschnuppe22

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Hallo Kerstin_K, Hallo Doppeloma,

vielen Dank für die hilfreichen Informationen.

Eine Sache möchte ich unbedingt klarstellen. Mir geht es gesundheitlich wirklich gut. Wenn es nicht so wäre, würde ich die Reha auch beantragen und mich nicht dagegen wehren. Die Reha ist definitiv unnötig. Mit dieser Diagnose wurde ich zum ersten Mal AU geschrieben.

Meine Nachfrage, ob man den ALG 1 Bezug unterbrechen kann, hat folgenden Hintergrund:

Ich habe gelesen, dass man bei ALG 1 Bezug mit einem Minijob mtl. 165,-- Euro dazuverdienen kann. Mein Gedanke ist der, wenn ich so einen Minijob finden würde, hätte ich einen Fuß in einem Unternehmen/Firma. Wäre dann dort eingearbeitet und könnte eventuell Urlaubs- und/oder Krankheitsvertretungen übernehmen. Für diese Vertretungszeit würde ich mich dann offiziell bei der AfA abmelden. So würde ich dann meinen ALG 1 Bezug auch nach hinten verschieben (und könnte an meinen fehlenden 9 Monaten arbeiten…)

Würde das so funktionieren?
 

Kerstin_K

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Wenn das mit dem Job klappt.dann ja. Ich wünsche es Dir, aber viele fangen als Minijobber an und hoffen dann vergeblich, dass mehr daraus wird.
 

HermineL

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Ich habe gelesen, dass man bei ALG 1 Bezug mit einem Minijob mtl. 165,-- Euro dazuverdienen kann. Mein Gedanke ist der, wenn ich so einen Minijob finden würde, hätte ich einen Fuß in einem Unternehmen/Firma. Wäre dann dort eingearbeitet und könnte eventuell Urlaubs- und/oder Krankheitsvertretungen übernehmen. Für diese Vertretungszeit würde ich mich dann offiziell bei der AfA abmelden. So würde ich dann meinen ALG 1 Bezug auch nach hinten verschieben (und könnte an meinen fehlenden 9 Monaten arbeiten…)

Würde das so funktionieren?
Sorry aber das ist doch wie Lotto spielen. Da sind viel zu viele Unbekannte in dem Spiel die man im Vorfeld gar nicht richtig einschätzen kann.
Grundsätzlich würdest du damit deinen ALG1 Bezug damit schieben aber ich habe mehr als nur Zweifel das dies auch in Wirklichkeit funktioniert.
 

Sternschnuppe22

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Es ist mir schon bewusst, dass es die nächste Zeit nicht leicht wird. Der Minijob war ja auch nur eine weitere Idee, die Zeit mit dem ALG 1 zu schieben. Andere Möglichkeiten habt ihr mir ja auch schon aufgewiesen. Außerdem muss ich so einen Job auch zuerst mal finden.
Es ist alles Neuland für mich und ich muss mich zuerst mal "einarbeiten". Daher ist es sicher möglich, dass ich auch mal Sachen erfrage, die euch, da ihr euch viel besser auskennt, etwas "seltsam" vorkommen.
Ich kann nur noch einmal sagen, dass ich froh bin, dieses Forum entdeckt zu haben.
Vielen Dank für die Rückmeldungen und Infos.
Aber zunächst melde ich mich demnächst auf der AfA. Ich bin schon nervös und gespannt was mich dort erwartet - mit dieser Behörde hatte ich bis jetzt noch nie was zu tun.
Viele Grüße
Sternschnuppe22
 
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