Medizenischer Dienst stuft mich als unvermittelbar ein

anrawo

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Hallo und schönen Sonntag,

ich bin von Beruf Koch und sitzte derzeit wegen gesundheitlichen Problemen auf einer geringfügigen Beschäftigung. Ich kann max. 3-5 Stunden amTag arbeiten. Fersenbeinbruch und Arthose im rechten Fuß und einen Bandscheibenvorfall.

Nun hat mich das JC zum MD geschickt um zu prüfen in wie weit ich noch arbeiten kann. Jetzt hab ich in letzter Zeit etwas zu viel getrunken und dachte mir,dass eine Entgiftung in der Klinik nicht Schaden könnte. Also am Tag nach meiner Entgiftung zum MD. Dort wurde ich gefragt ob ich Krank geschrieben sei. Dies bejahte
ich und gab dem MD meine Krankmeldung. Daraufhin beendet der Arzt das Gespräch mit den Worten, ich sei nicht vermittelbar und solle erst mal einen mehrmonatigen Entzug in einer Klinik machen. An diesem Tag war ich 15 Tage ohne einen Tropfen Alkohol und bin es nun seit knapp 4 Wochen. Ein mehrmonatiger Aufenthalt in einer Klinik kommt für mich nicht in Frage und ist auch nicht notwendig. Nur weil man sich mal "Übersoffen" hat.

Meine Frage wie geht es nun weiter,bzw. was bedeutet das für mich.

Was ich nicht möchte sind Antworten unter der Gürtellinie und auch keine Lebensberatung zu Alkoholproblemen. Danke

Grüße
 

Hyena

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Lass dir auf jeden Fall Teil A & B aushändigen von dem "abgebrochenen" Gutachten - etwas muss der geschrieben haben.

Die können dich auch nicht zwingen in eine Klinik zu gehen, die vom ÄD geben nur eine Empfehlung ab, die manchmal (in meinem Fall) etwas utopisch ist.
Zumal du ja grade erst aus einem freiwiligen Aufenthalt zurück gekehrt bist.
 

HermineL

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Erst einmal zur Klarstellung:

Warst du beim medizinischen Dienst der Krankenkassen = MDK
oder
warst du beim ärztlichen Dienst der Bundesagentur für Arbeit = ÄD ?
 

anrawo

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Erst einmal zur Klarstellung:

Warst du beim medizinischen Dienst der Krankenkassen = MDK
oder
warst du beim ärztlichen Dienst der Bundesagentur für Arbeit = ÄD ?
MD vom Arbeitsamt.

Und auf meine Frage wie es nun weitergeht, wurde gesagt, dass ich nicht zu vermitteln sei.
 

Kerstin_K

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Kommt drauf an, fuer wie lange man dich als nicht vermittelbar sieht. Bist du AU geschrieben?
[>Posted via Mobile Device<]
 

hansklein

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Meine Frage wie geht es nun weiter,bzw. was bedeutet das für mich.
Die Frage ist, was der ÄD deinem SB übermittelt. Das Gutachten liegt noch nicht vor?

Im Prinzip stellt sich die Frage, ob er dich wegen dem Alkoholproblem als nicht vermittelbar schreibt oder wegen deiner anderen Krankheiten.

Macht er das nur wegen dem Alkoholproblem, könnte man schreiben, das dieses ausgestanden ist. Dann müsste ein neues Gutachten erstellt werden, wo die anderen Krankheiten berücksichtigt sind. Wenn er diese schon berücksichtigt, kann es sein, das du eh als AU gilts bzw. Einschränkungen in deiner Leistungsfähigkeit/Stundenzahl bestehen. Dafür müsstes du das Gutachten kennen.
 

Doppeloma

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Hallo anrawo,

ich bin von Beruf Koch und sitzte derzeit wegen gesundheitlichen Problemen auf einer geringfügigen Beschäftigung. Ich kann max. 3-5 Stunden amTag arbeiten. Fersenbeinbruch und Arthose im rechten Fuß und einen Bandscheibenvorfall.
Gehe mal in deinen ersten Beitrag zurück, denn du bist ja schon ziemlich lange hier angemeldet und zum Thema ÄD (bei AfA und JC) gibt es schon massig Diskussionen ...

Aktuell beziehst du (vermutlich) ALGII und bist beim JC, wie lange ca. schon ?

Mit der AfA (Agentur für Arbeit) hat man nur zu tun wenn man noch ALGI zu bekommen hat ... das zu unterscheiden ist auch wichtig für die Leser, die dir eventuell weiter helfen könnten.

Nun hat mich das JC zum MD geschickt um zu prüfen in wie weit ich noch arbeiten kann.
War es die erste Prüfung deiner Erwerbsfähigkeit, ein wenig mehr Info dazu seit wann du meinst nur wenige Stunden arbeiten zu können oder wer das konkret medizinisch festgestellt und bestätigt hat wäre nicht schlecht.

Akute Krankheiten / Gesundheitsprobleme werden ja (meist) wieder besser bei der entsprechenden Behandlung und das bedeutet ja keineswegs überhaupt NICHT (mehr) Erwerbsfähig zu sein.

Wenn sich dann herausstellt, dass du in deinem Beruf (als Koch) gesundheitlich nicht mehr Einsatzfähig bist, dann sollte über eine medizinische / berufliche Reha nachzudenken sein und NICHT direkt die "Aussonderung" aus dem Erwerbsleben "beschlossen" werden. :icon_evil:

Etwas "Vorgeschichte" wäre also nicht schlecht, um das "ausloten" zu können, was für DICH besser wäre, um wieder eine berufliche Zukunft haben zu können und wie du selbst das einschätzen möchtest ...

Ist ja auch etwas von deinem aktuellen Lebensalter mit abhängig.

Dort wurde ich gefragt ob ich Krank geschrieben sei. Dies bejahte ich und gab dem MD meine Krankmeldung.
Weswegen konkret bist du denn AU geschrieben, was soll der ÄD vom JC mit deiner Krankmeldung, zudem steht auf diesem Teil normal gar keine Diagnose drauf, dass der gleich solche Schlüsse daraus ziehen möchte ist schon ziemlich gewagt.
Ich nehme doch an deine AU besteht vorwiegend wegen deiner körperlichen Probleme ?

Daraufhin beendet der Arzt das Gespräch mit den Worten, ich sei nicht vermittelbar und solle erst mal einen mehrmonatigen Entzug in einer Klinik machen.
Das hat der gar nicht zu entscheiden, welche Behandlungen und Therapien du machen möchtest und für sinnvoll halten wirst, sollte dir und deinen behandelnden Ärzten überlassen bleiben ... das wurde dir ja bereits bestätigt.

Meine Frage wie geht es nun weiter,bzw. was bedeutet das für mich.
Wenn er dich für das JC vorerst (für 6 Monate in der Regel) aus dem Vermittlungs-Verkehr zieht, muss das ja zunächst nicht von Schaden sein für dich.
Leider artet das meist aus und man könnte versuchen dich an die DRV (EM-Rente) oder an das Sozial-AMT abzudrängen, was so zum Ende eines jeden Jahres ein "beliebter JC-Sport" ist um Gelder einzusparen.

Was genau dein JC nun mit dir vor hat ist schwer einzuschätzen, da wirst du wohl abwarten müssen bis du was schriftlich dazu bekommst (es zählt jedenfalls NUR was Schriftliches und nicht was die so "erzählen" könnten).
Das "Gutachten" solltest du dir unbedingt besorgen, du hast einen Rechts-Anspruch darauf vom ÄD (also dort wo du zur Untersuchung gewesen bist) eine Kopie zu erhalten.

Verlange BEIDE Teile, der Teil B wird auch an den Arbeitsvermittler gegeben und dort dürfen KEINE Diagnosen drin stehen und auch keine "Vorgaben" für medizinische Behandlungen, die dem SB Rückschlüsse auf dein (angebliches) Hauptproblem möglich machen.
Im Teil A stehen die medizinischen Einschätzungen und es sollte auch angegeben sein, woher der ÄD diese Kenntnisse genommen hat (Arztberichte usw.).

Was du für diesen Termin (an medizinischen Unterlagen) abgegeben hattest oder mitgenommen hast kannst du nur selber wissen ...

Die Vorstellung beim ÄD vom JC erfolgt jedenfalls selten aus reiner "Menschenfreundlichkeit" ... wie hat man dir das denn schriftlich begründet, dass du dort untersucht werden sollst ???

MfG Doppeloma
 
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