Medikamente ?

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Bruno1st

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Mich würde interessieren, wer wegen ALG-II auf Medikamente verzicheten muß, dadurch Verschlimmerung der Krankheit(en) erlitten hat, usw. Denn dieKrankenkasse bezaht ja viele Medikamente nicht mehr und die ARGE interessiert sich nicht dafür, weil die Krankenkasse zuständig sein soll.
Ich(*) habe unter anderem bei EU Menschenrechtsbeauftragten nachgefragt, ob die EU vielleicht mit einer Hilfsaktion helfen kann, damit Menschen in Deutschland wieder Medikamente bekommen.

Welche Medikamente fehlen ?
Wie teuer sind diese Medikamente ?
Welche Verschlimmerungen gab es ?
Was sagt die ARGE ?
usw.

Gerne auch als PM


* Anmerkungung, bevor es ausufert : diese Aktion habe ich als Einzelaktion gestartet und werde sie fürs erste auch als Einzelaktion durchführen. Presse, usw. ist Nebensache, dennmir geht es um eine Lösung und nichtum eine Presseblase, die nach ein paar Tagen sowieso zusammenfällt.
Den Brief an den Menschenrechtsbeauftragten werde ich veröffentlichen, sobald ich Antwort/Eingangsbestätigung erhalten habe. Verweigerte Medikamente sind nur ein Teil meiner Anfrage. Betreff war "Diktatur in Deutschland" ... es gibt eine neue Diktatur aus der Verwaltung in Deutschland...... auch habe ich gefragt, ob sich ein Land noch zivilisiert nennen darf, wenn den Bewohnern Medikamente verweigert werden, gleichzeitig die Entscheider die Vorzüge einer privaten Krankenkasse genießen.
 

klaus

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Also meine ganze Familie haben in der Hinsicht eigentlich keine Probleme wobei 2 Personen teure Medikament benötigen.

Allerdings liegt das auch sehr viel an dem Arzt der sich im Zweifel gegenüber der Krankenkasse durchsetzt oder nicht.
 

Tantalos

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Die Frage, ob man bestimmte Arzneien verschreiben kriegt, richtet sich nicht danach ob sie teuer sind oder nicht. Das nur mal zu diesem weit verbreiteten Mißverständnis.

Konkret auf meinen Fall bezogen kann ich sagen, das bei bestimmten Stoffwechselerkrankungen eine ausreichende Zufuhr von Stoffen nötig ist, die offiziell als "Nahrungsergänzungsmittel" oder ähnliches tituliert werden. Da wären Dinge wie Eisen, bestimmte Vitamine, Kalzium, etc. Es wird argumentiert, das diese Stoffe durch eine "ausgewogene Ernährung" (was immer das bedeuten mag) aufgenommen werden können und daher nicht verschrieben werden können.

Stimmt aber nicht! Bei vielen Stoffwechselerkrankungen ist es nämlich so, das die Aufnahme über die Nahrung entweder gar nicht möglich ist, oder so große Mengen benötigt würden das es kein Mensch runter kriegen würde! Hier werden dann hochkonzentrierte Präparate benötigt, die aber in der Regel selber zu zahlen sind!

Ein anderes Beispiel - und hier komme ich zum konkreten Punkt der gesundheitlichen Verschlechterung bei mir persönlich - sind Präparate, die als sog. "Wunderpillen" durch die Boulevardpresse geistern, und schon allein deshalb nicht anerkannt werden. In meinem Fall ist das das Hormon DHEA. Ich habe Morbus Addison, eine Krankheit, bei der unter anderem (vor allem Cortisol) dieses wichtige Hormon nicht mehr produziert wird. Mit einem solchen Präparat ließen sich die durch den Mangel verursachten gesundheitlichen Störungen wie ausgeprägte Konzentrationsschwäche, Schwäche, Müdigkeit, Schlafstörungen und etliches mehr beheben. Ursache dafür ist ja eben der durch die Autoimmunerkrankung bedingte Hormonmangel, und nicht der bloße Glaube an irgendwelche "Wunderpillen".

Durch die Krankheit werden eine ganze Reihe von Hormonen nicht mehr produziert. Bei einigen, wie dem Cortisol, ist die Substitutionstherapie genehmigt, weil es unbehandelt in kürzester Zeit zum Tod führen würde. Vergleichbar mit einem Typ-1 Diabetiker, der eine 100% Sanktion reingewürgt kriegt. Der Mangel an DHEA führt nicht kurzfristig zum Tod, beeinträchtigt aber die Leistungsfähigkeit ganz enorm. Das reicht aber nicht für eine Kostenübernahme. Zumal es ja - warum auch immer - als "Wellnesshormon" aus dem Land der begrenzten Unmöglichkeiten angepriesen wird.

Kostenpunkt ist etwa 20-25 Euro pro Packung. Es gibt keine genaue Vorschrift bezüglich der Dosierung, weil sich da bei dieser eher seltenen Erkrankung wohl noch keiner Gedanken darum gemacht hat. Kann also einen Monat halten oder drei Monate. Das ist individuell sehr verschieden. Bei einem großen und schweren Kerl wie mir hält es einen Monat. Wenn ich es bezahlen könnte.
 

Zwiebel

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@Tantalos,
hab mit erstaunen das ganze gelesen und als erstes würde ich mal sagen ,such dir einen neuen arzt!!!wenn du diese diagnose hast kann es nicht sein das du dir alles selbst kaufen musst!ich bekomme hochwertige kalziumpräpate und muss nichts zahlen!Ausserdem kann man sich bei der kasse auch noch befreien lassen und bezahlt 1 prozent bei chronischen erkrankungen.das ist bei dir ja wohl auch der fall.ausserdem kannst du auch bei der ärztekammer oder krankenkasse erfahren welcher arzt sich mit deiner erkrankung auskennt.ausserdem kann man bei der arge auch einen antrag stellen für einen zuschuss bei erforderlicher ernährung zbs.
ist zwar nicht viel aber besser als nichts und hilft ein wenig weiter!
gruss zwiebel
 

Tantalos

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Zwiebel, ehrlich gesagt ist Kalzium mein geringstes Problem. Und den Arzt habe ich schon sehr oft gewechselt. Ohne Erfolg. Der Punkt ist: ich kaufe mir ja nichts selber! Ich nehme nichts was nicht unbedingt zum Überleben notwendig ist. Die Befreiung habe ich ja auch, nützt bei solchen Sachen aber rein gar nix, denn sie werden ja grundsätzlich nicht von der Kasse bezahlt. Das Hauptproblem ist halt DHEA. Gibt nix was ich nicht schon versucht habe.

Das mit dem Mehraufwand für kostenaufwändige Ernährung kannst du getrost im Geschichtsbuch abheften, denn den gibt es nur noch für "Niereninsuffizienz mit Dialysepflicht, Zöllakie/Sprue", sowie "abbauende schwere Erkrankungen mit stark eingeschränktem Allgemeinzustand, stark belastenden Therapien (z.B. chemische und antiretrovirale)" [sic]

Alle anderen Listen, die hier so rumschwirren, kann man getrost vergessen!
 

Arania

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Also ganz so ist es nicht, ich kenne auch noch andere Erkrankungen wo der Mehraufwand gezahlt wird, ich denke das kommt auch wieder auf die jeweilige ARGE an und wie informiert sie ist
 

Tantalos

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Ich habe hier nur direkt vom Antragsformular vom Sozialamt zitiert. Auf der nächsten Seite steht zwar etwas mehr, aber da werden nur die schweren Erkrankungen und Therapien etwas aufgedröselt, also wie Krebs (befristet), HIV, etc. Kann das Ding ggf auch einscannen.
 

Müllemann

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muss ARANIA Recht geben - wird offenbar in jeder ARGE anders gehandhabt

hatte bis heute auch noch kein Problem hinsichtlich des Mehraufwandes

Übernahme d. Kosten f. Pflegemittel Neurodermitis wurde jedoch abgelehnt

(Kasse zahlt leider nur Cortison-Salbe!!!!)

:cry: :cry: :cry: :cry: :cry:
 

Zwiebel

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hallo Tantalos,
das mit dem kalzium war ein beispiel,mein arzt hätte ja auch sagen können,das ich es mir selbst in der apotheke kaufen kann!hatte aber gelesen,das du bei deiner krankheit medikamente brauchst,die verschreibungspflichtig sind.daher verstehe ich deinen arzt nicht!und ich bekomme den mehraufwand bei problemen mit dem colesterinspiegel.
gruss zwiebel
 

Tantalos

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Nee nee, die verschreibungspflichtigen Sachen sind nicht das Problem! Die kriege ich ja.

Das Problem sind halt die sog. "Nahrungsergänzungsmittel" und DHEA. Die sind zwar nötig, aber eben nicht verschreibungspflichtig.

Was mit hier auffällt ist der offensichtliche große Unterschied, wie die Dinge von Ort zu Ort gehandhabt werden! Ich bin bislang davon ausgegangen, das alles bundeseinheitlich geregelt ist. Offenbar ist das aber wohl nicht so.

Also allein die Tatsache, das man ggf eine Ärzte-Odyssee auf sich nehmen muß, um bestimmte Ersatzstoffe verschrieben kriegen zu können, ist ja schon skandalös! Gerade wer schwer krank ist kann das häufig gar nicht machen!

Und wenn es tatsächlich in einigen Argen und Sozialämtern Mehrbedarf für bestimmte Krankheiten gibt und woanders nicht, dann ist das sogar der Oberhammer!

In meinem Fall war das so, das ich den Antrag beim Sozialamt für Mehrbedarf bei kostenaufwändiger Ernährung gestellt habe. Die haben mir dann halt den Wisch zugeschickt. Bin damit zum Diabetologen. Der fragte nur, ob das schon der neue Antrag wäre. Wirft nen kurzen Blick drauf und sagt dann:"Ja das ist der neue! Da können Sie das vergessen! Ich habe das in letzter Zeit schon mit etlichen Patienten versucht, aber das Amt schmettert die Anträge rundweg ab!"

Bin hier übrigens in BS, falls das von Interesse ist, oder falls jemand aus der Gegend ähnliche oder gar gegenteilige Erfahrungen gemacht hat.
 
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