Max Uthoff: „Ich versuche, die Leute zum Nachdenken zu bewegen!“

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wolliohne

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Bereits am 16. Februar hatte ich das große Vergnügen, Max Uthoff, kurz vor seinem Bühnenauftritt in der Käs in Frankfurt, zu sprechen. Gerade war er vom Hausjuristen der Kabarett-Sendung „Die Anstalt” (ZDF), gemeinsam mit Claus von Wagner, zum Anstaltsleiter aufgestiegen. Die beiden traten damit in die großen Fußstapfen von Frank-Markus Barwasser alias Erwin Pelzig und Urban Priol. Inzwischen konnten wir weitere, mehr als gelungene Sendungen aus der Anstalt genießen — in meinen Augen eine durchaus erlesene Nachfolge der ehrwürdigen (Groß)Väter des deutschen Kabaretts! Einfach genial die Jungs. Auch das jeweilige Ensemble geradezu spitzenmäßig. Diese einmalige Form der Darbietung hat jetzt bereits eigene Spuren im Sande der Zeit hinterlassen.
Da Max Uthoff nicht nur auf der Bühne den Juristen mimt, sondern auch im wahren Leben kurzzeitig als Anwalt tätig war, sprechen wir zunächst über das Grundgesetz, u.a. über den viel zitierten Art. 20 IV GG. Die Anwaltstätigkeit scheint das Vertrauen des heutigen Künstlers in den Rechtsstaat nachhaltig erschüttert zu haben. Aber wen wundert´s?
Wie zu erwarten, kriegen außerdem die etablierten Parteien und deren Protagonisten hier ihr Fett weg. Ob Angela Merkel (genannt Mutti), Hans-Peter Friedrich, Ursula von der Leyen, Joachim Gauck, Frank-Walter Steinmeier, Sigmar Gabriel oder Peer Steinbrück. Naturgemäß fühlt sich der Kabarettist eher der Opposition verbunden, obwohl er auch bei einem linken Politiker Vermutungen über morgendlichen Stechapfeltee-Konsum anstellt.
Zwar übt Uthoff unverhohlen Systemkritik, bezeichnet dies jedoch nicht als Akt des Widerstands. Die Weltrevolution erwartet er sich vom Kabarett nicht, aber er möchte das Publikum zum Nachdenken bewegen und hofft hierbei auf kleine Veränderungen. Er selbst versucht sich dem Konsumzwang etwas zu entziehen. Sein persönliches Glück will er jedoch nicht von gesellschaftlichen Veränderungen abhängig machen. Was für ihn Glück bedeutet und weshalb er es eher mit der Zufriedenheit hält, verrät der Künstler auch.
Quelle: Julia Jentsch via YouTube

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roterhusar

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Wenn sich die Herrschaft auf der Straße und die Opposition mit Rederecht im Frühstücksfernsehen befindet, ist das wohl Umschwung.
 
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