Maßnahmeträger will Maßnahme wg. Corona auf Fernunterricht umstellen und fordert Einwilligungserklärung (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

FaktorArbeit

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
30 Juli 2013
Beiträge
18
Bewertungen
14
Ich bin in einer "Akivierungsmaßnahme", bei der seit Dienstag letzter Woche kein Präsenzunterricht mehr stattfindet (in Bayern). In einem Schreiben fordert jetzt der Maßnahmeträger die schriftliche Einwilligung zum Fernunterricht. Eine gültige EGV gibt es nicht (Ghansafan sei Dank) und in der Zuweisung steht natürlich nichts von Fernunterricht, sondern als Durchführungsort die Adresse des MT, genauso im Maßnahmevertrag. Kann dies für mich die Chance zur sanktionslosen Beendigung der Maßnahme sein? Und wäre es besser, nur die Einwilligung zum Fernunterricht schriftlich zu verweigern (mit Begründung oder ohne) oder den Maßnahmevertrag zu kündigen?
Sicher bin ich im Moment nicht der einzige mit dieser Frage...
Vielen Dank
 

Ramteid

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
10 Oktober 2011
Beiträge
979
Bewertungen
1.539
Da man den Trägern am besten garnichts unterschreibt, ist es auch hier absolut unnötig.
So unnötig wie die meisten Massnahmen. Und den Brief kannste getrost beiseite legen. Abheften und der Dinge harren die da kommen.
 

EgonB

Elo-User*in
Mitglied seit
9 September 2019
Beiträge
15
Bewertungen
5
Da musst du wohl erst mal einen internetfähigen PC mit Zugang beim Jobcenter beantragen.
Das würde ich so dem MT mitteilen. Es sei denn, der MT stellt natürlich kostenlos den Internetzugang und PC zur Verfügung. ^^

Spaß beiseite, ich verweise ich auf die Arbeitsagentur:

Diese Regelung wird derzeit von den Bundesländern umgesetzt. Gleichzeitig hat die BA aus Gründen der Gesundheitsprävention und Fürsorge die Maßnahmeträger gebeten, Sie darüber zu informieren, dass eine physische Anwesenheit in Maßnahmen verboten ist. Das bedeutet dass Ihre Maßnahme unterbrochen ist und Sie nicht teilnehmen können. Der Maßnahmeträger informiert Sie auch über die Einzelheiten der nachteilsfreien Unterbrechung.

Wenn die Unterbrechung endet, müssen Sie wieder teilnehmen.
Quelle: Corona-Virus: Fragen und Antworten - Bundesagentur für Arbeit

Die Unterbrechung bezieht sich auf die physische Anwesenheit, da nutzt dem MT sogenanntes "Home-Schooling" auch nichts.
 

abcabc

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
30 Oktober 2019
Beiträge
820
Bewertungen
2.290
In einem Schreiben fordert jetzt der Maßnahmeträger die schriftliche Einwilligung zum Fernunterricht.
Wenn das ein 0815 Brief war, einfach abheften und komplett ignorieren. Derzeit ist sicher auch die Post sehr unzuverlässig. So lange der MT nicht beweisen kann, dass er dich über irgendwas informiert hat, liegt das Sanktionsrisiko bei 0,00000%.
 

avrschmitz

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
25 Juli 2019
Beiträge
1.247
Bewertungen
3.055
So lange der MT nicht beweisen kann, dass er dich über irgendwas informiert hat,
Selbst wenn er es kann, wer zwingt den TE denn in seiner Wohnung mit seinem Equipment für den MT zur Verfügung zu stehen?

Das ganze hat nur den einzigen Hintergrund, dass MT trotz Corona die Gebühren für die Maßnahme beim JC abgreifen will.
 

FaktorArbeit

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
30 Juli 2013
Beiträge
18
Bewertungen
14
naja, MT hatte schon angerufen und Brief mit Einwilligungserklärung zum Fernunterricht angekündigt und gefragt ob ich meine emails auch zu Hause abrufen könne, was ich bejaht habe...
 

avrschmitz

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
25 Juli 2019
Beiträge
1.247
Bewertungen
3.055
Brief mit Einwilligungserklärung zum Fernunterricht angekündigt
Dann unterschreibst Du das einfach nicht. Deine Emails kannst Du beim Nachbarn abrufen. Einen eigenen Internet-anschluss hast Du nicht. Selbst wenn Du einen Anschluss hättest, Du bist nicht verpflichtet Dein privates Equipment zur Verfügung zu stellen.
 

Ghansafan

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
21 September 2019
Beiträge
966
Bewertungen
1.843
in der Zuweisung steht natürlich nichts von Fernunterricht, sondern als Durchführungsort die Adresse des MT, genauso im Maßnahmevertrag.
Hallo @FaktorArbeit ,

eben, die Zuweisung ist für die Tonne, denn es stimmen ja dann weder Maßnahmeort, sicher auch nicht die Maßnahmeinhalte und zeitliche Verteilung mehr. Von der Sache her müsste es eine neue Zuweisung geben.

Da stimme ich den Vorschreibern zu, man kann aber schlecht verlangen, dass Du Deine privaten Geräte wie z.B. PC für die Maßnahmedurchführung zur Verfügung stellst, ebenfalls für dadurch weitere anfallende Kosten wie z. B. Strom aufkommst.

Eine Einwilligungserklärung dazu würde ich auch auf keine Fälle unterschreiben.

Das ist vom Träger nichts anderes als ein krampfhafter Versuch, die Kohle doch noch einzutreiben.

Ich würde auch eine umgehende Löschung der Telefonnummer und E-Mail Adresse vom Träger verlangen. Mit der Mitteilung, ansonsten den Datenschutzbeauftragten des Landes Bayern in Kenntniss zu setzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben Unten