Maßnahmeträger versendet Bewerbungen ohne mein Wissen

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Scholla

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Hallo Forum,

nach 4-wöchiger Krankheit musste ich heute wieder bei meinem Maßnahmeträger erscheinen. Ich bin in einer dieser sinnlosen Maßnahmen, die elemka so nett beschrieben hat: Perspektive 50+ .

Während meiner Krankheit hatte ich eine Absage von einer Firma bekommen, bei der ich mich nicht selbst beworben hatte. Auf Nachfrage, ob der Maßnahmeträger Bewerbungen ohne mein Wissen verschickt hatte, bestätigte er mir das und meinte: Wir müssen der Arge etwas vorlegen, auch wenn der Teilnehmer nicht da ist.
Ich forderte daraufhin die Liste der Firmen an, zu denen Bewerbungen geschickt worden waren, sie wurde mir auch ausgehändigt .

Es hat sich heraus gestellt, dass 2 Unternehmen jetzt jeweils 2 Bewerbungen auf eine Stelle erhalten haben, da ich mich während meiner Krankheit auch selbst beworben habe.

Gibt es irgendwelche Rechtfertigung für dieses meiner Meinung nach eigenmächtige Verhalten des Maßnahmeträgers?

Nachmittags bahnte sich gleich das nächste Problem an:
Mir wurde das Angebot gemacht, sofort einen sozialversicherungspflichtigen Job als ungelernte "Näherin" anzunehmen, es geht um Sitzauflagen und die tägliche Arbeitszeit würde jetzt im Winter 9 Stunden betragen, Stundenlohn 7.20 brutto.

Ich erwiderte, dass ich darüber nachdenken müsse, aber mir wurde gesagt, ich müsste mich sofort entscheiden, worauf ich mit der Begründung ablehnte, dass ich das kaum schaffen würde und ich würde dann gar keine Chance mehr für mich sehen, mich um eine Stelle in meinem erlernten kaufmännischen Beruf zu bemühen.

Die Antwort des Trägers war, dass ich das ja sowieso schon lange nicht mehr tun würde. Ich bin seit Januar arbeitslos.
Ich weiß, dass ich alles tun muss, um meine Bedürftigkeit zu beenden, aber lernt man lebenslang, um innerhalb eines Jahres jeden Job annehmen zu müssen, den man angeboten bekommt?

Viele Grüße

Scholla
 

avalon

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Nein, da habe ich mich wohl falsch ausgedrückt.
Es gibt so ein Schreiben und dem legen sie meinen Lebenslauf bei.
Aber sollte ich nicht zumindest davon informiert werden?
Und kann ich das nicht generell untersagen?

Ob Du das generell untersagen kannst, weiss ich nicht. Wenn Arbeitsvermittlung zur Massnahme gehört, ist das halt eine Standardmethode, um potentiellen AG Mitarbeiter anzubieten.
Dabei ist es nicht unüblich, dass der Bewerber nicht mitbekommt, wer der
potentiele Arbeitgeber ist. Aber wie gesagt: dass gilt für Personalvermittlung. Steht davon was im Vertrag mit dem Massnahmenträger?

Datenschutzprobleme gibt es dabei nicht, weil ja offenbar nur ein von Dir extra für Bewerbungszwecke erstellter Lebenslauf verschickt wird. Du solltest aber die Möglichkeit haben, Sperrvermerke zu setzen.
 

Scholla

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Ob Du das generell untersagen kannst, weiss ich nicht. Wenn Arbeitsvermittlung zur Massnahme gehört, ist das halt eine Standardmethode, um potentiellen AG Mitarbeiter anzubieten.
Dabei ist es nicht unüblich, dass der Bewerber nicht mitbekommt, wer der
potentiele Arbeitgeber ist. Aber wie gesagt: dass gilt für Personalvermittlung. Steht davon was im Vertrag mit dem Massnahmenträger?

Datenschutzprobleme gibt es dabei nicht, weil ja offenbar nur ein von Dir extra für Bewerbungszwecke erstellter Lebenslauf verschickt wird. Du solltest aber die Möglichkeit haben, Sperrvermerke zu setzen.

Guten Morgen,

Es ist keine Personalvermittlung, aber
"Ziel der Vermittlung in Arbeit"
ist eine der Pflichten der Maßnahmeträgerin, sowie
"Unterstützung und Hilfe bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen"
"Coaching und assistierte Vermittlung"

Es geht mir um die Bevormundung, ich sollte m. M. nach wenigstens erfahren, wo ich mich beworben habe. (dachte ich)
 

Mario Nette

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"Coaching und assistierte Vermittlung" - das haben die wohl falsch verstanden und denken, du sollst ihnen assistieren ...

Mario Nette
 
S

Sissi54

Gast
Hallo !

Du hast Dich nicht falsch ausgedrückt.

Es wurde geschrieben, der MT hat Bewerbungen ohne Dein Wissen verschickt.

Die Frage von Mario Nette war also berechtigt !

Wer hat den Lebenslauf unterschrieben ?
Wer hat das Bewerbungsschreiben unterschrieben ?

Es wird ja kein Arbeitgeber Bewerbungen anerkennen, die nicht persönlich unterschrieben sind.
Da war alles umsonst, weil so ein Vorgang wird gleich aussortiert.
Wer stellt jemanden ein, der keine Bewerbungen selbst verfassen kann ?

Das sollte übrigens auch ein Maßnahmeträger wissen.

MfG
 

Kalkulator

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Es wird ja kein Arbeitgeber Bewerbungen anerkennen, die nicht persönlich unterschrieben sind.
Da war alles umsonst, weil so ein Vorgang wird gleich aussortiert.
Wer stellt jemanden ein, der keine Bewerbungen selbst verfassen kann ?
Der Ü50-Massnahmeträger serviert die Arbeitskräfte sicher noch mit der ein oder anderen "Zugabe", da interessieren diese Nebensächlichkeiten nicht.

Bei uns gibt es diese Vorgehensweise auch.
 

avalon

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Hallo !

Du hast Dich nicht falsch ausgedrückt.

Es wurde geschrieben, der MT hat Bewerbungen ohne Dein Wissen verschickt.

Die Frage von Mario Nette war also berechtigt !

Wer hat den Lebenslauf unterschrieben ?
Wer hat das Bewerbungsschreiben unterschrieben ?

Es wird ja kein Arbeitgeber Bewerbungen anerkennen, die nicht persönlich unterschrieben sind.
Da war alles umsonst, weil so ein Vorgang wird gleich aussortiert.
Wer stellt jemanden ein, der keine Bewerbungen selbst verfassen kann ?

Das sollte übrigens auch ein Maßnahmeträger wissen.

MfG

Nein, das siehst Du m.E. falsch. Das, was der Massnahmenträger verschickt hat ist nicht die Bewerbung sondern eine Übermittlung einer Art "Bewerberprofil". Wenn der AG interessiert ist, wäre der nächste Schritt die Aufforderung an den AN, eine Bewerbung einzureichen. Das ist kein ungewöhnlicher Vorgang!
 
S

Sissi54

Gast
Ich kann aber noch richtig lesen.
Im Eingangbeitrag ist eindeutig zu lesen, dass Bewerbungen, oder ein Schreiben (Beitrag # 3), dem ein Lebenslauf beigelegt wird, ohne Wissen von Scholla verschickt wurden !

Wenn es sich denn wirklich um Bewerbungen handelt, was er/sie uns nur selbst genau beantworten kann, dann wäre es mit Entmündigung zu vergleichen.
Diese Masche ist auf keinen Fall zielführend für den Hilfesuchenden.
Das sichert nur das wirtschaftliche Überleben eines Maßnahmeträgers, nichts anderes.
Einfach Beschäftigungstherapie für einen Maßnahmeträger.
Sinnlose Bewerbungen verschicken, um Absagen o.ä. vorzuweisen, gegenüber der Arge.
Das wird auch noch geäußert gegenüber dem Leistungsempfänger ! :icon_eek:


Es muss auch nicht immer so viel zitiert werden.
Es reicht eigentlich, wenn Beiträge einmal gelesen werden.
Diese Funktion sollte abgeschafft werden, da dem Verfasser eines Beitrages damit die Möglichkeit genommen wird, einen Beitrag zu ändern.
Es reicht auch, wenn auf einen Beitrag, auf den man sich beziehen möchte, hingewiesen wird.
Zum Nachdenken für die Redaktion !
 
E

ExitUser

Gast
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ohne sein Wissen so gehandelt wurde. Der Themenersteller wird beim Maßnahmeträger bestimmt mal dafür eine Unterschrift geleistet haben.
 

Satis

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Hallo alle,

nachdem ich jetzt hier alle Beiträge gelesen habe, stellt sich mir aber doch die Frage:

Wo bleibt eigentlich der Persönlichkeitsschutz, Datenschutz?

Wenn ich einen Lebenslauf versende, muß ich als Betroffener doch wissen wohin. Meine intimen Daten können doch nicht an Hinz und Kunz geschickt werden, zumindest nicht ohne Abstimmung. Und das womöglich, damit ein Maßnahmeträger sein soll erfüllt und von der Arge weiter bezahlt wird.

Irgendwo ist man ja trotz allem noch Mensch und die Würde desselben ist im GG unantastbar. Auch wenn das die Arge tausendmal bricht, kann das doch nicht auf allen Institutionen stillschweigend erweitert werden. Oder sind wir so eine Art "Gesetzlose" "Freiwild" ?

LG Satis
 
E

ExitUser

Gast
Nein. Du bestreitest deinen Lebensunterhalt auf Kosten der Allgemeinheit. Daher ist es gerechtfertigt die Daten weiter zu geben um dich schneller in Arbeit vermitteln zu können.

Ab 2009 wird es uns noch schwieriger gemacht werden, Widerstand zu leisten. Von daher, stelle ich mich jetzt lieber darauf ein und resigniere...
 

Kalkulator

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Nachmittags bahnte sich gleich das nächste Problem an:
Mir wurde das Angebot gemacht, sofort einen sozialversicherungspflichtigen Job als ungelernte "Näherin" anzunehmen, es geht um Sitzauflagen und die tägliche Arbeitszeit würde jetzt im Winter 9 Stunden betragen, Stundenlohn 7.20 brutto.

So einfach ablehnen könnte eventuell zur Problemen führen, da solltest Du dich ein wenig geschickt verhalten.

Nicht jeder hat Talent eine Nähmaschine zu bedienen.
 

sun2007

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Hallo Scholla,

1. ich sehe auf alle Fälle datenschutzrechtliche Probleme und gehe davon aus: Deinen Lebenslauf dürfen die nicht einfach weiterverschicken. Das darf nicht einmal die Arge. Und schon gar nicht ohne Dein Wissen. Überprüfe doch mal bitte, ob Du am Ende nicht doch etwas unterschrieben hast, womit Du es denen erlaubt hast (irgendwo im Kleingedruckten oder so).

2. Ich gebe Sissi Recht: So etwas ist wenig zielführend sondern sogar kontraproduktiv, weil es Dich so dastehen lässt, als wärest Du zu blöd, Deine Bewerbungen selbst zu verschicken. Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass Du bei der einen Stelle, auf die Du Dich "eigenmächtig" beworben hast, jetzt Deine Chancen eher geschmälert siehst, als im Vergleich dazu, wenn tatsächlich nur Deine eigene Bewerbung dort angekommen wäre. Diese Dinge würde ich ggf. in einer Beschwerde auch entsprechend formulieren.

3. Wie kommen die darauf, Du könnest nähen, wenn Du einen kaufmännischen Beruf erlernt hast? Ich könnte das gar nicht.

Du hast geschrieben, dass Du krank warst - könnte die Näharbeit Deiner Genesung entgegenwirken?

Natürlich willst Du Deine Hilfebedürftigkeit beenden und deshalb hast Du ja auch selbst Bewerbungen verschickt. Aber das heißt noch lange nicht, dass irgendwelche Maßnahmeträger, deren Qualifikation auch ruhig angezweifelt werden darf, hier einfach Deine persönlichen Daten wild durch die Gegend verschicken dürfen - und dann auch noch, ohne Dich zu fragen und ohne Dich zu informieren. Da läuft doch bestimmt wieder irgend so ein Schmierentheater im Hintergrund - womöglich kriegen die pro vermitteltem Arbeitslosen dann die fette Vermittlungsgebühr von 2.000 € oder sowas.

Ich bin Dir jedenfalls sehr dankbar für diesen Beitrag, denn ich habe daraus gelernt: Wenn ich jemals zu so einem Träger gehen sollte, werde ich gleich als erstes einen Schrieb mitbringen, in zweifacher Ausfertigung, in dem steht, dass ich der Weitergabe meiner Daten ausdrücklich widerspreche. Auf dem zweiten Exemplar lasse ich mir den Empfang bestätigen mit Datum, Stempel und Unterschrift.

Also, vielen Dank für die Warnung.
 
E

ExitUser

Gast
Ich bin Dir jedenfalls sehr dankbar für diesen Beitrag, denn ich habe daraus gelernt: Wenn ich jemals zu so einem Träger gehen sollte, werde ich gleich als erstes einen Schrieb mitbringen, in zweifacher Ausfertigung, in dem steht, dass ich der Weitergabe meiner Daten ausdrücklich widerspreche. Auf dem zweiten Exemplar lasse ich mir den Empfang bestätigen mit Datum, Stempel und Unterschrift.
Und dann wirst du wegen nicht motivierter Teilnahme an der Maßnahme sanktioniert!
 

avalon

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Ich kann aber noch richtig lesen.
Im Eingangbeitrag ist eindeutig zu lesen, dass Bewerbungen, oder ein Schreiben (Beitrag # 3), dem ein Lebenslauf beigelegt wird, ohne Wissen von Scholla verschickt wurden !

:icon_eek:

Er hat das aber später präzisiert: "so ein Schreiben, dem legen sie meinen Lebenslauf bei". Das klingt nicht nach Bewerbung!
 

sun2007

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Und dann wirst du wegen nicht motivierter Teilnahme an der Maßnahme sanktioniert!

Nein, das wäre keine mangelnde Motivation - im Gegenteil: Ich würde ja darauf bestehen, meine Bewerbungen selbst in die eigene Hand zu nehmen/sie da zu belassen und sie mir nicht aus der Hand nehmen zu lassen.

Wozu braucht man wohl mehr Motivation:
1. Bewerbungen selbst zu schreiben
oder
2. Sich von anderen Bewerbungen schreiben und verschicken zu lassen?

Die Antwort ist nun wirklich nicht schwer.

Zudem besteht die Maßnahme aus mehr als nur daraus, sich ohne eigenes Wissen (was man nicht weiß, dazu kann man auch weder motiviert sein noch kann man dem, was man nicht weiß, die eigene Motivation entziehen) Bewerbungen schreiben zu lassen. Da müssen die schon mit mehr kommen, wenn sie mangelnde Motivation nachweisen wollen. Und die müssen sie erst mal nachweisen.
 

elemka

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Er hat das aber später präzisiert: "so ein Schreiben, dem legen sie meinen Lebenslauf bei". Das klingt nicht nach Bewerbung!

Mag ja sein, nichtsdestotrotz ist es Datenmißbrauch. Es fehlt die Zustimmung des/der Betroffenen.
Wenn ich als Maßnahmeteilnehmer vertrauensvoll meinen Lebenslauf hinterlasse und der Träger verschickt diesen ohne mein Wissen und somit meiner Zustimmung, dann hat er halt ne Anzeige an der Backe ! SO einfach ist das!
 

Scholla

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Guten Abend

und danke zuerst einmal an Euch alle für die Antworten und Fragen, die mir helfen, Klarheit zu verschaffen.

Ich kann aber noch richtig lesen.
Im Eingangbeitrag ist eindeutig zu lesen, dass Bewerbungen, oder ein Schreiben (Beitrag # 3), dem ein Lebenslauf beigelegt wird, ohne Wissen von Scholla verschickt wurden !

Zuerst einmal musste ich überlegen, wieso ich überhaupt davon weiß, dass sie ein Schreiben mit verschicken und mir fiel ein, dass ich es selbst schon einmal gesehen hatte und zwar, jetzt haltet euch fest:
Beim Ausdrucken eines Stellenangebotes in der Maßnahme war es von mir als Altpapier benutzt worden. Ich habe also meine Unterlagen durchwühlt und habe es auch tatsächlich gefunden: Es ist ein Anschreiben des MTs an eine Firma einschließlich des Namens eines Bewerbers.


Wenn es sich denn wirklich um Bewerbungen handelt, was er/sie uns nur selbst genau beantworten kann, dann wäre es mit Entmündigung zu vergleichen.

In diesem Schreiben steht eindeutig, dass die MT die Bewerbungsunterlagen des Herrn Mustermann übersendet. Zwar ist das Datum vom April 2007 aber ich bezweifle, dass sich an diesem Verfahren etwas geändert hat.

Wie von Kalkulator angedeutet wird darauf hingewiesen, dass Betriebe,die einen Teilnehmer einstellen, durch Eingliederungszuschüsse unterstützt werden und es wird auch ein Praktikum des TN's angeboten.

Hallo !

Wer hat den Lebenslauf unterschrieben ?
Wer hat das Bewerbungsschreiben unterschrieben ?

Es wird ja kein Arbeitgeber Bewerbungen anerkennen, die nicht persönlich unterschrieben sind.

Ob der Lebenslauf von mir unterschrieben wurde, weiß ich wirklich nicht mehr.
Selbst wenn ich ihn unterschrieben habe, habe ich mir dabei nichts gedacht, weil ich dem MT bei Beginn auch meine Zeugnisse zur Verfügung stellen musste. Ich dachte, das ist so üblich, und der Zweck der Teilnahme ist lt. Vertrag die "individuelle Unterstützung bei der Arbeitssuche und eine entsprechende individuelle Förderung".
Jaja, Leute, ich weiß, ich bin etwas naiv...

Der Lebenslauf wurde irgendwann von einer Trainerin in meinem Beisein, aber unter Zeitdruck und für mich schlechten Lesebedingungen verbessert. Ich glaube nicht, dass ich ihn unterschrieben habe, aber sicher bin ich mir nicht. Eine Ausfertigung habe ich erst jetzt im Rahmen meiner Nachfrage erhalten.
Ich saß bei der Verbesserung daneben und habe dem Ganzen nicht zuviel Bedeutung beigemessen, weil ich dachte, der so "korrigierte" Lebenslauf wird mir zur Verfügung gestellt, um meine Bewerbungen zu schreiben.


Da war alles umsonst, weil so ein Vorgang wird gleich aussortiert.
Wer stellt jemanden ein, der keine Bewerbungen selbst verfassen kann ?

Das sollte übrigens auch ein Maßnahmeträger wissen.

MfG

Der Meinung bin ich auch und denke, dass gerade in meinem kaufmännischen Beruf, in dem auch das selbstständige Verfassen von Texten zu meinen Tätigkeiten gehört, die Bewerbung einschließlich individuellen Anschreibens eine sehr wichtige Rolle spielt.

1. ich sehe auf alle Fälle datenschutzrechtliche Probleme und gehe davon aus: Deinen Lebenslauf dürfen die nicht einfach weiterverschicken. Das darf nicht einmal die Arge. Und schon gar nicht ohne Dein Wissen. Überprüfe doch mal bitte, ob Du am Ende nicht doch etwas unterschrieben hast, womit Du es denen erlaubt hast (irgendwo im Kleingedruckten oder so).

Ich habe noch einmal alles von hinten nach vorn gelesen und finde nichts. Ich glaube auch nicht, dass ich dieses Vorgehen aus irgendeiner mündlichen Äußerung heraus annehmen oder wissen konnte. Wie gesagt, ich hatte und habe dieses Anschreiben, aber irgendwie habe ich es nicht mit mir in Verbindung gebracht. Bei den unterschiedlichen Kenntnissen und Fähigkeiten der Teilnehmer in dieser Maßnahme konnte ich durchaus davon ausgehen, dass jemand, der sich z.B. auf eine ungelernte Tätigkeit bewirbt oder Defizite in der deutschen Sprache hat, mit dieser Bewerbungsform einverstanden ist und das ist m.E. nicht grundsätzlich negativ.

3. Wie kommen die darauf, Du könnest nähen, wenn Du einen kaufmännischen Beruf erlernt hast? Ich könnte das gar nicht.

Ich kann das auch nicht und habe eine Abneigung dagegen.
Es sei eine Tätigkeit für ungelernte Kräfte, ich würde angelernt und ich könnte es mir unverbindlich in einem 2-3 tägigem Praktikum ansehen.

Dürfen sie mittlerweile nicht alles verlangen?

Schönen Abend

Scholla
 

sun2007

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Das mit der Abneigung würde ich denen nicht mitteilen.

Du kannst nicht nähen und damit Punkt.

Das ist ein kompletter Ausbildungsberuf, der, soweit ich weiß, eine Ausbildung von drei Jahren, mindestens zwei, umfasst. Da kann man sich nicht einfach an die Maschine setzen und dann klappt das schon. Die spinnen doch völlig.

So läuft das jetzt also: Die Arge betrachtet einen Beruf als unqualifiziert (wahrscheinlich, weil es in diesem Bereich mittlerweile viele arbetislose gibt) - obwohl er eindeutig langjähriges Erlernen und Qualifikation erfordert - und weil der Beruf von der Arge willkürlich das Label "unqualifiziert" aufgedrückt bekommen hat, soll das jetzt plötzlich jeder - oder besser: jede (ich frage mich, ob die auch nur einen einzigen Mann dahin bestellen zum Näher) - einfach so können.

Obwohl Du eine kaufmännische Ausbildung hast.

Mal völlig davon abgesehen, dass das extrem absurd ist, dass jemand ohne die Ausbildung sowas mal eben einfach so können soll, ist es zudem eine Beleidigung und ein Schlag ins Gesicht für jede Näherin, die diese Ausbildung gemacht hat.

Und wie bitteschön soll Dich das in Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt bringen? Es ist schon eine Weile her, als Steilmann hier alle Nähfabriken geschlossen hat. Genäht wird in der globalisierten Welt eben nicht mehr in Deutschland sondern unter schlimmsten Bedingungen in China und Bangladesh. Was im Übrigen der Grund dafür ist, dass es in Deutschland viele arbeitslose Schneiderinnen und Näherinnen gibt. Die würden sich sicher darüber freuen, wieder in ihrem Beruf arbeiten zu können. Können sie aber nicht.(Und weil die alle keine Arbeit finden, gilt das jetzt als so unqualifiziert, dass das auf einmal jede/r können soll??) Wie soll es dann ausgerechnet Dich - einen Menschen mit völlig anderer Ausbildung - wieder in den ersten Arbeitsmarkt bringen?

Also denen würde ich ja die Hölle heiß machen und einen Brief schreiben, der sich nur so gewaschen hat. Die haben sie doch wirklich überhaupt ganz und gar nicht mehr alle.

An möglichst viele Stellen schicken: ARGE, Leitung der ARGE, den Träger, evtl. Dienstaufsicht, vielleicht die Presse - damit wäre dieser Träger dann hoffentlich völlig diskreditiert und Du hast eine Weile Deine Ruhe vor sinnlosen MTs.

Unter den Stichworten "sweatshops" und Steilmann" kannst Du mal googlen und einen entsprechenden Schrieb aufsetzen, per PN helfe ich Dir auch gerne weiter, ich habe zu dem Thema mal gearbeitet.

Gruß

Sun

Ach ja, noch was: Ich stimme elemka zu mit der Anzeige. Ich bin mir zwar gerade nicht sicher, wie Du das justiziabel machen musst mit dem Datenmissbrauch aber ich würde da blitzschnell Anzeige erstatten. Und dazu die oben genannte Beschwerde. Es wird in diesem Fall wohl Zeit, den Spieß umzudrehen und völlig berechtigt selber aus allen Rohren zu schießen.
 

Kalkulator

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Wie soll es dann ausgerechnet Dich - einen Menschen mit völlig anderer Ausbildung - wieder in den ersten Arbeitsmarkt bringen?
Wenn Scholla unter dem Druck des Trägers die angebotene Stelle annehmen würde, wäre sie ja auf dem ersten Arbeitsmarkt.

Der Stundenlohn von über 7 Euro wird sicher auf einer bestimmten Stückzahl beruhen. Was bei einer ungelernten Kraft am Monatsende wirklich auf dem Lohnzettel stehen würde?

Aber sich mal die Sache näher ansehen und dann feststellen, ok auch wenn ich mich ganz dolle anstrenge, ich bin zur Näherin halt nicht geeignet, davon geht die Welt nicht unter.
 

Til Gung

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Bevor ihr hier zur Revolution aufruft, erst mal ins Gesetz schauen und nachdenken

Beauftragung Dritter mit der Vermittlung - SGB III

(2) Die Agentur für Arbeit kann Träger von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen mit der Vermittlung der geförderten Arbeitnehmer beauftragen.

Und kommt mir bitte nicht mit ALG II Empfänger unterliegen ausschließlich dem SGB II, das SGB III ist auch oft tangiert.
 

avalon

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Ach ja, noch was: Ich stimme elemka zu mit der Anzeige. Ich bin mir zwar gerade nicht sicher, wie Du das justiziabel machen musst mit dem Datenmissbrauch aber ich würde da blitzschnell Anzeige erstatten.

Und genau das ist der Grund, warum dieses Forum immer alberner wird.
Dieses ständige Geplärre nach Strafanzeigen und Klagen, ohne irgend etwas zu wissen.

Wie blöd geht es denn noch? Du gibts Deinen lebenslauf einem Massnahmenträger, zu dessen vertraglichen leistungen "´Vermittlung in Arbeit" und "assitierte vermittlung" gehören und willst anzeige erstatten, wenn der lebenslauf potenziellen Arbeitgebern zur verfügung gestellt wird?

Leute, das hier ist ein Forum und kein Computerspiel bei dem der gewinnt, der am lautesten "Anzeige" Widerspruch" und "Klage" brüllt!
 
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