Maßnahmeträger verlangt Auskunft über Vorstrafen etc. (2 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Status
Dieses Thema ist derzeit geschlossen.
Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
G

Gelöschtes Mitglied 31223

Gast
War heute bei einem Termin eines Masnahmenträgers, dort hatten wir dann Auskunftsbögen/Coachingbögen bekommen.

Dort wird nun auch unteranderen gefragt (angeblich freiwillige Angaben) :

Religion
Vorstrafen
Laufendes Ermittlungsverfahren
Lohnpfändung
Gesundheitliche Einschränkungen.

In allen wollen die sogar noch genaue Angaben wie zB Was/Wie/Wo/Warum.

Ist dieses nicht Datenschutzrechtlich untersagt ? und auch wenn "freiwillig" nicht auch unverschämt ?

Denke solche Angaben, wenn überhaupt sind Intimas zwichen dem Bewerber und der Firma wo sich dieser bewirbt..und da auch nur (ausser das Führungszeugniss) freiwillig...oder täusche ich mich da so sehr ?

Habe alles Fragwürdige mit einem Stern makiert und auf der letzten Seite geschrieben : Keine Angaben aus Datenschutzgründen. Zudem wollte ich noch addieren : Es ist recht unverschämt als Vermittler solche Sachen zu erfragen.

Meine Frage nun, auch wenn freiwillige angaben...dürfen die sowas fragen ?

Wenn nein, ist dies dann irgendwo auch per Urteil, Paragraphen etc belegt ?
 

Roter Bock

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
2 Juni 2011
Beiträge
3.276
Bewertungen
3.307
AW: Masnahmeträger verlangt Auskunft über Strafen etc.

Ich würde dies Fragen auch nicht beantworten und sehe das wie Du auch.

Das geht die schlichtweg nichts an. Die andere Frage die ich hätte wäre ob Du vorher schon andere Verträge des Trägers unterschrieben hast, weil Du da schon vielleicht den Fehler gemacht hast Dich zur Mitwirkung und Überlassung der Daten zu verpflichten. Wie sieht es damit aus?

Wenn Du vorher schon eine entsprechende EGV oder Verträge mit dem Massnahmenträger unterschreiben hast, könnte es eng werden.

Roter Bock
 
G

gast_

Gast
AW: Masnahmeträger verlangt Auskunft über Strafen etc.

War heute bei einem Termin eines Masnahmenträgers, dort hatten wir dann Auskunftsbögen/Coachingbögen bekommen.

Dort wird nun auch unteranderen gefragt (angeblich freiwillige Angaben) :

Religion
Vorstrafen
Laufendes Ermittlungsverfahren
Lohnpfändung
Gesundheitliche Einschränkungen.

In allen wollen die sogar noch genaue Angaben wie zB Was/Wie/Wo/Warum.

Ist dieses nicht Datenschutzrechtlich untersagt ? und auch wenn "freiwillig" nicht auch unverschämt ?

Denke solche Angaben, wenn überhaupt sind Intimas zwichen dem Bewerber und der Firma wo sich dieser bewirbt..und da auch nur (ausser das Führungszeugniss) freiwillig...oder täusche ich mich da so sehr ?

Habe alles Fragwürdige mit einem Stern makiert und auf der letzten Seite geschrieben : Keine Angaben aus Datenschutzgründen. Zudem wollte ich noch addieren : Es ist recht unverschämt als Vermittler solche Sachen zu erfragen.

Meine Frage nun, auch wenn freiwillige angaben...dürfen die sowas fragen ?

Wenn nein, ist dies dann irgendwo auch per Urteil, Paragraphen etc belegt ?
Da freiwillig, würd ich antworten: Sie können zwar alles essen...aber nicht alles wissen...

schau mal hier, mehr gibt es dazu nicht: https://www.elo-forum.org/alg-ii/78945-hartz-iv-datenschutz-datenschutz-menschenrecht.html


 
G

Gelöschtes Mitglied 31223

Gast
AW: Masnahmeträger verlangt Auskunft über Strafen etc.

Ich würde dies Fragen auch nicht beantworten und sehe das wie Du auch.

Das geht die schlichtweg nichts an. Die andere Frage die ich hätte wäre ob Du vorher schon andere Verträge des Trägers unterschrieben hast, weil Du da schon vielleicht den Fehler gemacht hast Dich zur Mitwirkung und Überlassung der Daten zu verpflichten. Wie sieht es damit aus?

Wenn Du vorher schon eine entsprechende EGV oder Verträge mit dem Massnahmenträger unterschreiben hast, könnte es eng werden.

Roter Bock



Ziel der EGV : Arbeitsvermittlung im Sinne der gesundheitlichen Einschränkungen (Amtsarzt sagt : Keine schwere u. mittelschwere Arbeit, kein Staub, Öle, Hitze, extreme Kälte etc) (Wirbelsäule im ...., Migräne Patient...dazu noch Vermutung auf HWS-Syndrom bzw MS).


Mitwirkungspflicht :

Anmeldung.

Einhaltung der Termine (2 Tage die Woche 8.00-13.00)
Aktive Mitarbeit bei der Bemühung, ihr potenzial in Bezug auf die Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt zu nutzen.
Aktive Mitwirkung bei allen auf die berufliche Eingliederung abzielenden Leistungen. Hierzu gehört auch die Annahme von Arbeitsangeboten durch den dritten. !!Der dritte ist verpflichtet, dem Bewerber nur zumutbare Angebote zu unterbreiten.!! ("!!" = wurde von mir verlangt im Gespräch mit dem SB
- Aktive Mitwirkung bis zum Ende der Zuweisung.


Denke das diese EGV recht OK ist...da gabs schlimmere hier.
 
G

Gelöschtes Mitglied 31223

Gast
AW: Masnahmeträger verlangt Auskunft über Strafen etc.

Dank dir Kiwi :)

BIn persönlich ja nicht gegen jede Maßnahme, sie sollte mir nur dienlich sein.

zB IT-Zertifikate (MSCE bzw ITP habe ich schon, am liebsten würd ich noch Linux (LPI I u. II) machen.)
 
G

gast_

Gast
AW: Masnahmeträger verlangt Auskunft über Strafen etc.

Dank dir Kiwi :)

BIn persönlich ja nicht gegen jede Maßnahme, sie sollte mir nur dienlich sein.

zB IT-Zertifikate (MSCE bzw ITP habe ich schon, am liebsten würd ich noch Linux (LPI I u. II) machen.)
Seh ich genauso... also schriftlich beantragen, wenn du eine Maßnahme hast, die du gern machen möchtest, gut begründen, wie dir das weiter hilft... und drunter: Ich erwarte einen rechtsmittelfähigen schriftlichen Bescheid, in dem Ihre Entscheidung ausführlich zu begründen ist, wenn Sie meinen Antrag ablehnen.

Abgeben gegen Empfangsbestätigung.
 

Forenmen

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
14 Februar 2011
Beiträge
977
Bewertungen
571
AW: Masnahmeträger verlangt Auskunft über Strafen etc.

Hallo

Ich hätte den Wisch zu Konfetti verarbeitet in die Luft geworfen und gerufen.

Freuen sie sich jetzt:biggrin:

Gruß Uwe
 

Speedport

Elo-User*in
Mitglied seit
15 Mai 2007
Beiträge
3.335
Bewertungen
998
AW: Masnahmeträger verlangt Auskunft über Strafen etc.

War heute bei einem Termin eines Masnahmenträgers, dort hatten wir dann Auskunftsbögen/Coachingbögen bekommen.

Dort wird nun auch unteranderen gefragt (angeblich freiwillige Angaben) :

Religion
Vorstrafen
Laufendes Ermittlungsverfahren
Lohnpfändung
Gesundheitliche Einschränkungen.

In allen wollen die sogar noch genaue Angaben wie zB Was/Wie/Wo/Warum.

Ist dieses nicht Datenschutzrechtlich untersagt ? und auch wenn "freiwillig" nicht auch unverschämt ?

Denke solche Angaben, wenn überhaupt sind Intimas zwichen dem Bewerber und der Firma wo sich dieser bewirbt..und da auch nur (ausser das Führungszeugniss) freiwillig...oder täusche ich mich da so sehr ?

Habe alles Fragwürdige mit einem Stern makiert und auf der letzten Seite geschrieben : Keine Angaben aus Datenschutzgründen. Zudem wollte ich noch addieren : Es ist recht unverschämt als Vermittler solche Sachen zu erfragen.

Meine Frage nun, auch wenn freiwillige angaben...dürfen die sowas fragen ?

Wenn nein, ist dies dann irgendwo auch per Urteil, Paragraphen etc belegt ?
Die streotype Antwort in solchen Fällen ist: Wenden Sie sich bitte an Ihren Vertragspartner, das JC XXXXXXXX.

Der Maßnahmeträger hat keinen Vertrag mit Dir, sondern mit dem JC. Das JC darf aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Daten weitergeben, ausgenommen natürlich, wenn Du eine diesbezügliche Befreieung von der Schweigepflicht erteilt hast.
 
Status
Dieses Thema ist derzeit geschlossen.
Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten