Maßnahmeträger akzeptiert Krankmeldung nicht. Wie kann ich weiter vorgehen? (2 Betrachter)

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saurbier

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Hallo HermineL,

Hier mag ich dir aber ganz energisch widersprechen. Wenn ich Leistungen vom Amt beziehe ist das Amt mein "Arbeitgeber" und nicht irgendein Maßnahmeträger bei dem ich gerade auf Veranlassung des JC eine Maßnahme machen. Somit gehört die AU, wenn überhaupt, nur zum JC. Der Maßnahmeträger hat in der Hinsicht gegen den Leistungsempfänger überhaupt keinen Anspruch auf eine Bescheinigung. Wenn er diese braucht kann er die beim JC anfordern. Aber auch da habe ich Zweifel das in dem Fall das JC überhaupt eine Kopie ohne Zustimmung des Leistungsempfängers herausgeben darf. Zumindest würde ich der Weitergabe widersprechen.
Letztlich wird der Maßnahmeträger sich beim JC nur rückversichern können das auch eine Au vorliegt. Mehr nicht.
Also hier stellt sich zuerst einmal die Frage, was der MT für Rechte vom JC eingeräumt bekommt - die kennen wir mal nicht -, oder.

Demzufolge hat der TE sich beim MT mit einer AUB zu entschuldigen.

Das Spiel welche Rechte der MT gegenüber dem TE hat dürfte wohl das jeweilige JC in den Verträgen mit den MT´s intern verhandelt haben, da wird wohl kaum ein TE so ohne weiteres mal Einblick erhalten, deshalb wäre ich da mit deiner Aussage ein klein wenig zurück haltender.

Grundsätzlich magst du ja recht haben, daß für den TE das JC auch weiterhin der direkte Ansprechpartner ist, nur hier ist er eben zu einer Maßnahme vom JC abgestellt und solange es keine Probleme gibt bleibt für den Bereich der Maßnahme eben der MT der Ansprechpartner für alles andere das JC.

Letztlich wird der Maßnahmeträger sich beim JC nur rückversichern können das auch eine Au vorliegt. Mehr nicht.
Da hab ich meine Zweifel, aber wie gesagt ich kenne nicht den Vertrag zwischen MT und JC.

Im übrigen hast du hier etwas missverstanden, es ging bei meiner Antwort nicht um die AUB sondern die vom MT extra geforderte WUB und dazu hat der MT mit nichten ein Anrecht, ja selbst das JC kann die nicht grundlos fordern, wenn der TE hier wegen einer andauernden AU für längere Zeit diverse Termine verpaßt. Wenn das dem JC nicht gefallen sollte, dann darf die JC SB gem. § 56 SGB II gerne den MdK gem. § 275 Abs. 1 Satz 3b SGB V zur Abklärung der vorliegenden anhaltenden AUB auffordern.


Grüße saurbier
 

HermineL

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Also hier stellt sich zuerst einmal die Frage, was der MT für Rechte vom JC eingeräumt bekommt - die kennen wir mal nicht -, oder.
Das kann dem Leistungsempfänger vollkommen egal sein. Wenn er bei Beginn der Maßnahme nichts unterschrieben hat, wie es ja auch immer angeraten wird, steht der Leistungsempfänger in keinerlei Vertragsverhältnis mit dem Maßnahmeträger und ist diesem auch nichts schuldig. Außerdem ist mir keine Rechtsgrundlage bekannt die einen Leistungsempfänger dazu verpflichten würde. Ganz im Gegenteil sogar denn ein Leistungsempfänger muss noch nicht einmal zwingend dem JC eine AU vorlegen wenn er keine Eingliederungsvereinbarung abgeschlossen hat die ihn dazu verpflichten würde.

Demzufolge hat der TE sich beim MT mit einer AUB zu entschuldigen.
Sorry aber wie zuvor ausgeführt gibt es dazu keine Rechtsgrundlage.

Das Spiel welche Rechte der MT gegenüber dem TE hat dürfte wohl das jeweilige JC in den Verträgen mit den MT´s intern verhandelt haben, da wird wohl kaum ein TE so ohne weiteres mal Einblick erhalten, deshalb wäre ich da mit deiner Aussage ein klein wenig zurück haltender.
Allerdings müßte da dann jetzt auch der SMD ja mitspielen und hier nicht noch ewige Zeiten auf ein externes Gutachten bestehen, könnte es aber offensichtlich doch schon weil du ja alles notwenige eingereicht hattest.
Das war besonders lustig denn die Richterin fragte mich ja nach dem Gutachten weil sie es von mir aus dem Schriftverkehr wusste. Ich sagte ihr das ich nicht weiß was dabei rausgekommen ist weil ich es ja noch nicht habe. Darauf schaute sie die Tante von der DRV an aber die wußte noch nicht einmal das ich begutachtet wurde geschweige denn das ich schon lange einen EMR-Antrag gestellt habe.
@saurbier was das JC mit dem Maßnahmeträger in irgendwelchen Verträgen vereinbart bindet bestenfalls den Maßnahmeträger und das JC an diese Veträge aber nicht den Leistungsempfänger. Der ist nicht der Erfüllungsgehilfe des Jobcenters.


Im übrigen hast du hier etwas missverstanden, es ging bei meiner Antwort nicht um die AUB sondern die vom MT extra geforderte WUB und dazu hat der MT mit nichten ein Anrecht, ja selbst das JC kann die nicht grundlos fordern, wenn der TE hier wegen einer andauernden AU für längere Zeit diverse Termine verpaßt.
Das sehe ich genau so wie du aber das gilt für jegliche Bescheinigung egal welcher Art. Wenn der de sich nicht selber dazu vertraglich verpflichtet hat der Maßnahmeträger Anspruch auf gar nichts. Er hat seine Veträge mit dem JC und muss dort nachfragen.
Ich habe dich da auch nicht missverstanden denn du hast ja ganz klar geschrieben:
Merke: Ein Maßnahmeträger kann genauso wie auch jeder Arbeitgeber lediglich eine AUB als Nachweis einer derzeitigen Arbeitsunfähigkeit verlangen - nicht mehr und nicht weniger -.
Genau darauf bezog sich mein Kommentar.

Du verrennst dich hier den wenn der Leistungsempfänger keinen Vertrag abschließt muss er dem MT nichts vorlegen. Auch das SGB gibt dafür keine Rechtsgrundlage her. Es ist reines Wunschdenken eines MT. Verträge des JC mit dem MT sind Veträge die auch nur die beiden betreffen. Daraus kann kein Anspruch an den Leistungsempfänger erwachsen.
 

avrschmitz

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Aber auch da habe ich Zweifel das in dem Fall das JC überhaupt eine Kopie ohne Zustimmung des Leistungsempfängers herausgeben darf.
Garantiert nicht. Denn den MT geht es einen feuchten Kehricht an, bei welchem Arzt ich in Behandlung bin.

Das Problem in diesem Fall sehe ich allerdings darin, dass die TE beim MT einen Vertrag unterschrieben hat, worin sie sich verpflichtet hat dort die AU vorzulegen.
Allerdings steht da mit keinem Wort drin, dass eine WUB vorzulegen ist. Irgendwelchen Sanktionen aus diesem Grund würde ich gelassen entgegen sehen und das Gelaber der SB mir am Allerwertesten vorbeigehen.
 

HermineL

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Das hatte ich vom mt bekommen noch mal zum anschauen
Das ist rein informativ und wenn du nicht schriftlich mit einer Vereinbarung und deiner Unterschrift bestätigt hast das du dich daran hälst ist es nur ein Stück Papier.

Das Problem in diesem Fall sehe ich allerdings darin, dass die TE beim MT einen Vertrag unterschrieben hat, worin sie sich verpflichtet hat dort die AU vorzulegen.
Das ist mir in der Tat entgangen und damit steht das ganze in einem ganz anderen Licht. Zumindest was die AU betrifft aber nicht was eine WUB betrifft. Da bin ich ganz bei dir.

Da sieht man wieder wozu das führt wenn man bei einem MT etwas unterschreibt. Allerdings lässt sich trotzdem daraus keine Sanktion basteln weil nur die Nichtvorlage beim JC sanktioniert werden kann.
@saurbier dadurch das der TE offensichtlich etwas unterschrieben hat hast du dann natürlich Recht.
 
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Itsme899

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Garantiert nicht. Denn den MT geht es einen feuchten Kehricht an, bei welchem Arzt ich in Behandlung bin.

Das Problem in diesem Fall sehe ich allerdings darin, dass die TE beim MT einen Vertrag unterschrieben hat, worin sie sich verpflichtet hat dort die AU vorzulegen.
Allerdings steht da mit keinem Wort drin, dass eine WUB vorzulegen ist. Irgendwelchen Sanktionen aus diesem Grund würde ich gelassen entgegen sehen und das Gelaber der SB mir am Allerwertesten vorbeigehen.
Hab halt eine Anhörung bekommen und die sb meinte das ich auf jeden Fall mit einer Sanktion Rechen muss . Dann muss i
Garantiert nicht. Denn den MT geht es einen feuchten Kehricht an, bei welchem Arzt ich in Behandlung bin.

Das Problem in diesem Fall sehe ich allerdings darin, dass die TE beim MT einen Vertrag unterschrieben hat, worin sie sich verpflichtet hat dort die AU vorzulegen.
Allerdings steht da mit keinem Wort drin, dass eine WUB vorzulegen ist. Irgendwelchen Sanktionen aus diesem Grund würde ich gelassen entgegen sehen und das Gelaber der SB mir am Allerwertesten vorbeigehen.
hoffe halt nicht das jetzt ne Sanktion kommt , kann man dagegen dann was tun überhaupt!?
 

avrschmitz

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hoffe halt nicht das jetzt ne Sanktion kommt , kann man dagegen dann was tun überhaupt!?
Ja natürlich. Erstmal Widerspruch. Aber jetzt erst einmal abwarten, ob überhaupt sanktioniert wird. Die AU für den in der Anhörung erwähnten Tag liegt vor. Mal sehen, ob sie es doch wagen, wegen der WUB zu sanktionieren. Viel schlimmer ist, dass nach dem 07.12 keine AU mehr vorliegt. Aber dafür muss erst einmal eine Anhörung kommen.
 

Itsme899

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Ja natürlich. Erstmal Widerspruch. Aber jetzt erst einmal abwarten, ob überhaupt sanktioniert wird. Die AU für den in der Anhörung erwähnten Tag liegt vor. Mal sehen, ob sie es doch wagen, wegen der WUB zu sanktionieren. Viel schlimmer ist, dass nach dem 07.12 keine AU mehr vorliegt. Aber dafür muss erst einmal eine Anhörung kommen.
das stimmt es kam aber auch nix mehr vom
Mt
 

Ghansafan

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Die AU für den in der Anhörung erwähnten Tag liegt vor. Mal sehen, ob sie es doch wagen, wegen der WUB zu sanktionieren. Viel schlimmer ist, dass nach dem 07.12 keine AU mehr vorliegt. Aber dafür muss erst einmal eine Anhörung kommen.
Das wäre rechtlich aber nicht zulässig. 2 Sanktionen, die ein und dieselbe Maßnahme betreffen.
 
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avrschmitz

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Das wäre rechtlich aber nicht zulässig. 2 Sanktionsversuche, die ein und dieselbe Maßnahme betreffen.
Da wirst Du Dich besser auskennen als ich. Aber die SB hatte eine Anhörung geschickt für einen Krankheitstag (Datum weiss ich nicht mehr). Für den gab es eine AU. MT kam auf die hirnrissige Idee, nach Vorlage der AU, eine WUB zu fordern. Soweit alles ok. Nach Ablauf der AU und Folge-AU ist die TE ab dem 07.12 nicht mehr zur Maßnahme gegangen. Der SB wurde zwar per Fax geschrieben, dass die Maßnahme abgebrochen wird, weil MT sogar bei ihr in der Wohnung aufgetaucht ist und dort Stimmung gegen die Eltern gemacht hat, aber es gab danach keine AU mehr. Da bin ich mir nicht sicher, was da noch kommen kann.
 

Itsme899

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Da wirst Du Dich besser auskennen als ich. Aber die SB hatte eine Anhörung geschickt für einen Krankheitstag (Datum weiss ich nicht mehr). Für den gab es eine AU. MT kam auf die hirnrissige Idee, nach Vorlage der AU, eine WUB zu fordern. Soweit alles ok. Nach Ablauf der AU und Folge-AU ist die TE ab dem 07.12 nicht mehr zur Maßnahme gegangen. Der SB wurde zwar per Fax geschrieben, dass die Maßnahme abgebrochen wird, weil MT sogar bei ihr in der Wohnung aufgetaucht ist und dort Stimmung gegen die Eltern gemacht hat, aber es gab danach keine AU mehr. Da bin ich mir nicht sicher, was da noch kommen kann.
Ich werde mich dagegen wehren , sehe es nicht ein Das meine Krankmeldung nicht akzeptiert wird 🙄
 

avrschmitz

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Ich werde mich dagegen wehren , sehe es nicht ein Das meine Krankmeldung nicht akzeptiert wird 🙄
Mit der Krankmeldung ist alles o.k. Das sehe ich nicht als problematisch an. Aber ab dem 07.12 gibt es keine AU mehr, die Maßnahme wurde jedoch von Dir abgebrochen. Da habe ich keine Ahnung, was da noch kommen kann. Hier kann wahrscheinlich @Ghansafan mehr zu sagen.
 

Itsme899

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Mit der Krankmeldung ist alles o.k. Das sehe ich nicht als problematisch an. Aber ab dem 07.12 gibt es keine AU mehr, die Maßnahme wurde jedoch von Dir abgebrochen. Da habe ich keine Ahnung, was da noch kommen kann. Hier kann wahrscheinlich @Ghansafan mehr zu sagen.
Ja da hast recht 😢 mal sehen was passiert
 

Itsme899

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Was ich auch komisch finde wieso steht nicht im schreiben drin das ich eine Sanktion bekomme weil ich keine wegunf bescheingung habe sondern nur das ich nicht beim Termin war . Die scheinen sich ja sicher zu sein das sie in recht sind
 

Ghansafan

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Bei Krankheit kann man gar nicht immer am vorherigen Werktag absagen.
Das bezieht sich wohl eher auf eine sonstige Verhinderung.

Mal davon ab, dass ein Träger keine WUB zu fordern hat, steht da auch nur etwas von einer AU, s. Anhänge (Post 16, Post 204). Von einer WUB ist da nichts zu lesen.
 
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saurbier

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Hallo Itsmee899,

Ich werde mich dagegen wehren , sehe es nicht ein Das meine Krankmeldung nicht akzeptiert wird
Du merkst aber doch das hier wohl von dir einiges Vermischt wird, oder.

Wenn du dich einen Tag mit einer AUB entschuldigst und im Anschluss an der Maßnahme einfach nicht mehr Teil nimmst, dann bist du der Dumme, eben weil du dann in deren Augen der Maßnahme ohne Grund fern geblieben bist.

Da nützt es dir wenig das du mal eine AUB für einen Tag vorgelegt hast, dann hättest du dich halt auch weiterhin auf dauer von deinem Arzt krank schreiben lassen müßen. Hier könnte es jetzt durchaus zu einer Sanktion kommen, aber das bleibt erst einmal abzuwarten was sich der SB nun hinsichtlich deiner Stellungnahme zur Anhörung ausdenken wird.


Grüße saurbier
 
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