Maßnahmen und Weiterbildung (1 Betrachter)

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lea82

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Hallo,

ich bin Selbstständig und erhalte, auch zur Absicherung meiner Miete (muss monatlich eben einreichen was es an Einnahmen gab) ALG2 aufstockend.

Nun ärgere ich mich seit über einem Jahr mit Einladungen zu einer Maßnahme mit Namen 40 Tage Netto/Brutto rum. Auf meine Rückfrage was genau ich denn da bekomme bzw wie dies (was es laut Aussage meiner Vermittlerin ja soll). Nun ist es aber so das ich im Normalfall arbeite, keine Vollzeit, sondern eben je nach Auftragslage zwischen 20 und 40 Stunden die Woche.

Als ich dies angemerkt habe und meinte dies nicht mehr machen zu können wenn ich mich täglich irgendwo 4 oder 5 Stunden hin setzen soll, meinte man das wäre egal - die Maßnahme hat vorrang. Was ich aber nicht nachvollziehen kann, ist es nicht besser ich erhalte zb nur 200€ vom Amt als die volle Summe? Weil würde ich zur Maßnahme gehen, dann müsste ich aufhören zu arbeiten und den vollen Satz annehmen.

Bevor sich einer wundert ob man das nicht vereinbaren kann, nein kann man nicht. Ich arbeite in der Gastronomie mit wechselnden Arbeitszeiten und die Auftragsgeber wollen hier flexibilität. Das hat meine Vermittlerin nicht verstanden...oder verstehen wollen. :/

Ist es nun tatsächlich so, dass Maßnahme vor Arbeit geht? Oder wieviel muss man denn verdienen damit das Amt die Arbeit als wichtiger ansieht?


Gruss,
Lea
 

BiancaBerlin

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ich bin Selbstständig und erhalte [...] ALG2 aufstockend. Nun ärgere ich mich seit über einem Jahr mit Einladungen zu einer Maßnahme mit Namen 40 Tage Netto/Brutto rum. [...] Nun ist es aber so das ich im Normalfall arbeite, keine Vollzeit, sondern eben je nach Auftragslage zwischen 20 und 40 Stunden die Woche.
Hallo Lea, ich bin in einer ähnlichen Situation wie Du. Auch ich arbeite selbständig, bekomme ergänzend ALGII und soll an einer Maßnahme teilnehmen, wenn es nach meiner SB geht.

Als ich dies angemerkt habe und meinte dies nicht mehr machen zu können wenn ich mich täglich irgendwo 4 oder 5 Stunden hin setzen soll, meinte man das wäre egal - die Maßnahme hat vorrang.
Das haben sie sich bei mir nicht getraut - vermutlich, weil ihnen klar ist, daß so etwas vor dem SG gewiß keinen Bestand haben wird - aber ich soll eben versuchen, Maßnahme und selbstständige Tätigkeit zu kombinieren.

Was ich aber nicht nachvollziehen kann, ist es nicht besser ich erhalte zb nur 200€ vom Amt als die volle Summe? Weil würde ich zur Maßnahme gehen, dann müsste ich aufhören zu arbeiten und den vollen Satz annehmen.
Dieser Argumentation wird sich zweifellos auch der Richter am SG anschließen müssen. Somit würde ich an Deiner Stelle gegen die Zuweisung in Widerspruch gehen und bei einem abschlägigen Bescheid Klage einreichen.

Bevor sich einer wundert ob man das nicht vereinbaren kann, nein kann man nicht. Ich arbeite in der Gastronomie mit wechselnden Arbeitszeiten und die Auftragsgeber wollen hier flexibilität. Das hat meine Vermittlerin nicht verstanden...oder verstehen wollen.
Tja, warum auch? Wie sollen sie denn sonst diese vielen sinnlosen Maßnahmen vollkriegen? :icon_dampf:

Ist es nun tatsächlich so, dass Maßnahme vor Arbeit geht? Oder wieviel muss man denn verdienen damit das Amt die Arbeit als wichtiger ansieht?
Alles ist wichtig, wenn es Deinen Anspruch auf ALGII reduziert. Nur, je weniger Du verdienst, je schwerer ist es für Dich zu argumentieren, daß Du keine Zeit für die Maßnahme hast. ich denke aber, bei einigen Hundert Euro im Monat hast Du schon ganz gute Chancen. :icon_smile:
 
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