Maßnahme zur Teilhabe am Arbeitsleben - es werden nur für 3,5 Tage in der Woche Fahrtkosten erstattet

Matsches

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Hallo.

Wie schon die Überschrift sagt. Ich mache eine Maßnahme zur Teilhabe am Arbeitsleben und bekomme nur 3,5 Tage in der Woche die Fahrtkosten erstattet. Das wäre ein Erfahrungswert und ergibt sich aus durchschnittlichen Kranktagen, bzw. Urlaubstagen. Ich habe zwar 2 Tage Urlaubsanspruch im Monat, aber dann müsste das Fahrtgeld (mit dem Auto Hin- und Zurück insgesamt 60 km) trotzdem viel höher sein.

Sollte man sich dagegen wehren oder hat man da keine Chancen?

Danke und Gruß
 
G

Gast1

Gast
Sowas habe ich auch noch nicht gehört, ich war ja in 3 LTA-Maßnahmen, wo Fahrgeld (ÖPNV-Kosten) mir erstattet wurden. Krankheitstage hat mein BFW dabei nicht gejuckt.

Mein LTA-Träger war die Deutsche Rentenversicherung. Ist Deiner vielleicht die Agentur für Arbeit?
 

Piro

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An wieviel Tagen in der Woche nimmst du an der Maßnahme Teil?
An den Tagen hast du Anspruch auf die Fahrkosten und zwar hin und zurück soviel ich weis a 0,20 Ct pro Km
Und was soll der halbe Tag? Das gibt's nicht auch wenn die Maßnahme nur 2 Stunden geht hast du Anspruch auf die volle Kostenrückerstattung oder wie sollst du sonst nach Hause kommen, der Rückweg bleibt der gleiche.
Von wem bekommst du die Fahrtkosten vom MT oder der AfA/ JC?
 

Matsches

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Die LTA-Maßnahme läuft über die Arbeitsagentur. Fahrtkosten bezahlt die Arbeitsagentur.

Ich bin 5 Tage die Woche in der Maßnahme.

Es werden Fahrtkosten von 0,20 Euro übernommen, da ich mit dem Auto fahre. Aber eben nur für 3,5 Tage. Das wären nur ungefähr 14 Tage im Monat.

Also, wenn die Arbeitsagentur jetzt den Urlaubsanspruch von 2 Tagen im Monat abzieht, dann müsste ich ja trotzdem für 19 Tage im Monat Fahrtkosten erstattet bekommen. Weil durchschnittlich sind es ja 21 Arbeitstage/Maßnahmetage im Monat.

Kann man sich da auf irgendeinen Paragraphen berufen, wenn man nun einen Widerspruch schreibt?
Oder soll man sich an das Berufsförderungswerk wenden, wo ich die Maßnahme mache?
 

Piro

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Ich würde direkt n Widerspruch schreiben.
Sehr geehrte.....
Ich wurde von Ihnen für den Zeitraum vom.....bis....... Der Maßnahme....so und so......zugewiesen.
Teilnahme 5 Tage / Woche von......bis.....Uhr. (Siehe Zuweisung)
Mit der nur anteiligen Übernahme der Fahrtkosten bin ich nicht einverstanden ich erwarte von Ihnen die komplette Fahrkostenerstattung für die gesamte Dauer der Maßnahme.
60€ / Woche = 240€/ Monat.
Diese sind auf das ihnen bekanntes Konto zu überweisen.
Den fehlenden Differenzbetrag von 1.1. - 31.1. 2016 von ........€ erwarte ich bis 11.2. als Gutschrift auf meinem Konto
MFG

Auf die Urlaubstage würde ich erstmal nicht näher eingehen.
 

AnonNemo

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... zusätzlich die tägliche Anwesenheitszeit (von ... bis ... Uhr) weglassen! Ist eine unnötige Information.

Dann noch vielleicht(?) ergänzen:
Sobald die bereits ausbezahlten Fahrtgelder aufgebraucht sind, ist es mir nicht mehr möglich an der Maßnahme weiter teilzunehmen.
Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten ... sofort den Restbetrag und in Zukunft den kompletten Betrag im Voraus überweisen.

Pixelschieberins Lieblingssatz nicht vergessen:
Für die entstehenden Verzögerungen bin ich nicht Schuld *treuherzig guck* :icon_twisted:
 

BananenHund

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... vielleicht "meinen" die das ja nicht so.

:)

Läuft Deine Maßnahme denn schon länger oder hast Du erst damit angefangen? Ich habe desöfteren die Erfahrung gemacht, dass mir für dies-und-das im ersten Bescheid (der allerdings auch meistens deutlich "vorläufiger Bescheid" hieß) ein geschätzter Wert berechnet wurde.

Was tatsächlich an Kosten oder Hinzuverdiensten angefallen ist, wurde mir dann nach Einreichen tauglicher Nachweise nachberechnet.

Du solltest Dich auf jeden Fall beschweren. Und unbedingt danach fragen, ob und in welcher Form Dein Jobcenter Nachweise über Deine Anwesenheit verlangt. Anhand der Gehaltsabrechnung kann man nur Unterbrechungen in der Lohnfortzahlung ersehen. Krankheits- oder Urlaubstage stehen da nicht drin.

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Ohne Mist jetzt - Mit geschätzten 3,5 von 5 Arbeitstagen Anwesenheit sind die sogar relativ großzügig.

Ich hab' mal "Bürgerarbeit" gemacht. Und mein Job als "Bürgerarbeiter" war der, die ganzen Mittel mit dem Bundesverwaltungsamt abzurechnen. Bürgerarbeit - Vier Arbeitstage, ein "EZ"-Tag (Einsatzfreie Zeit). Bis zu 1.080,00 € (30h/Woche) bzw. 720,00 € (20h/Woche) waren "gedeckelt". 100 Plätze hatte unser Laden. Etwa 280,00 € musste mein Arbeitgeber je Teilnehmer selbst tragen. Jedenfalls, wenn's keine "Unterbrechungen" gab. Und Krankheit sorgt nur innerhalb der ersten 28 Vertragstage für Krankengeldbezug. Oder bei 6 Wochen dieselbe Krankheit innerhalb eines Jahres. Der Rest - Fehltage. Oder "BK" (Betreuung Kind bei Krankheit). Oder "UU" (unbezahlter Urlaub).

Das hieß in unserem Fall: Selbst wenn jemand drei Tage "unterbrochen" war, konnte ich immer noch die vollen 1.080,00 € bzw. 720,00 Zuwendung anfordern. Erst ab dem vierten Tag musste ich's genau berechnen. Inklusive U1, U2, Gleitzone, Trallala.

Drei Jahre lang hab ich das gemacht und nach kurzer Zeit ein paar Faustregeln entwickelt, um Überzahlungen zu vermeiden und trotzdem nahe des tatsächlich benötigten Budgets vorab zu forden. Überzahlungen sind ein Verwaltungsaufwand, können zudem schnell Zinsen kosten. Unterdeckung ist natürlich auch nicht so prickelnd. Man gibt ja lieber Geld aus, das man schon hat.

Dein Jobcenter geht also von 3,5 Arbeits- zu 5 Vertragstagen aus? Das sind 70%. Holla. Das ist n Haufen.

Ähm ... Sagen wir mal so - ich bin bei Bürgerarbeit auf weniger gekommen. Und "unwillige" Bürgerarbeiter konnten noch sanktioniert werden. Bei den derzeit aktuellen Programmen, die vom ESF gefördert werden ("Soziale Teilhabe" und "ESF-LZA") ist das meines Wissens nach nicht mehr so gefährlich.
 

BananenHund

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Kleiner Nachtrag:

Das Jahr hat 365 Tage.

Das sind ca. 52 Wochen mit jeweils 7 Tagen. Sams- und Sonntage weg ...
Die 5 je Woche übrig gebliebenen Tage mal 52 sind etwa 260 Arbeitstage.
Noch n paar Feiertage, hm ... sagen wir mal 250 Arbeitstage im Jahr. Wahrscheinlich weniger.

Dazu mindestens 25 Urlaubstage. (Bei Schwerbehinderung ab GdB 50 noch ne Woche mehr) ...
Egal, gehen wir mal von 25 Urlaubstagen aus. Bleiben 225 Arbeitstage.
--> Da sind wir schon bei nur noch 4,3 Tagen (also 225/52) Anwesenheit pro Woche.

Dann noch mal so 25 Krankheitstage im Jahr ...
--> Da sind wir schon bei nur noch bei 3,8 (also 200/52) Tagen Anwesenheit in der Woche.

Also - die Schätzung mit 3,5 Anwesenheitstagen pro Woche seitens Deines Jobcenters halte ich für ziemlich realistisch, fast schon für optimistisch. Obwohl natürlich klar ist, dass die Deine tatsächlichen Aufwendungen berechnen müssen.
 

AnonNemo

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Schöne Rechnung.

5 Tage pro Woche x 4,35 Wochen pro Monat = Durchschnittlich 21,75 Arbeitstage pro Monat
Minus 2 Urlaubstage pro Monat = 19,75 Arbeitstage pro Monat die ganz sicher zu bezahlen sind.

Vergiss Krankheits-/Feiertage die sind individuell für jede Person/Jahr.

Wieder auf eine Woche zurückgerechnet = 4,54 Arbeitstage pro Woche.

Die vergessenen Krankheits-/Feiertage sind dann eben am Ende jeden Monats bzw. der Tätigkeit abzurechnen.

Sollen sie es eben wie das Finanzamt machen: entweder mit pauschalisierten oder nachgewiesenen - aber nicht mit schöngerechneten - Arbeitstagen rechnen.

Nie krank gewesen, keinen Urlaub genehmigt bekommen oder schlecht verteilte Feiertage ... und dann so eine Berechnung? :icon_evil:

BananenHund meinte:
Obwohl natürlich klar ist, dass die Deine tatsächlichen Aufwendungen berechnen müssen.
... wenigstens dafür ein Danke von mir.

Ach so, ...
Weil die Fahrtkosten vom JC bezahlt werden ... besteht auch keine Gefahr, dass das JC auf zu viel bezahlten Fahrtkosten sitzen bleiben kann.
Nicht wahr?
 

BananenHund

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Ach so, ...
Weil die Fahrtkosten vom JC bezahlt werden ... besteht auch keine Gefahr, dass das JC auf zu viel bezahlten Fahrtkosten sitzen bleiben kann.
Nicht wahr?
Ja, genau - so isses. Die rechnen sich Sachen zurecht - und wenn die da mal nach "Erfahrungswerten" gehen - ist doch super.

Ich hatte jetzt schon zwei Mal den Fall, dass mein Job etwa in der Mitte eines Monats angefangen hat. Mein Jobcenter hat mir glatt jedes Mal den vollen Monatslohn als Einkunft berechnet. Das ist happig - und das hat in den beiden Fällen eine Unterzahlung von gut 100,00 € ausgemacht.

Klar wurde beim Nachreichen entsprechender Nachweise nachgebessert, aber in beiden Fällen hatte ich im ersten Monat das ein oder andere Problem. Zumal ich ja auch die Kosten decken musste, um meinen Job überhaupt antreten zu können.

Wenn jetzt aber immerhin 70% der Fahrtkosten anerkannt werden, dann ist das sehr viel näher an der Realität, als GAR keine Fahrtkosten anzuerkennen und gleich mal die Abzüge für einen vollen Monatslohn reinzurechnen.

Dass der Bescheid nicht korrekt ist, ist klar. Aber - wenn's sich da wirklich nur um die Fahrtkosten dreht - ist der nicht allzu fernab der Realität. So war das gemeint.

Und mehr wissen wir beide doch jetzt auch nicht. Maßnahme neu? Klar, dann schätzen die. Normalerweise kein Problem. Nachweise hinschicken, wird korrigiert. Maßnahme läuft schon länger und die schätzen immer noch? Ja - das ist dann nicht mehr so witzig.

Lassen wir doch mal den Matsches zu Wort kommen, wäre mein Vorschlag.
 

Anna B.

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wenn die darauf nicht eingehen..dann würde ich mir die vorab errechneten AU-Tage auch tatsächlich nehmen...
 
E

ExitUser

Gast
Das habe ich mir auch schon gedacht. Wird nicht voll gezahlt, komme ich auch nicht 5 Tage.
Ich kann auch nicht zum Bäcker gehen und sagen, das restliche Geld gibt es in 4 Wochen.

Ich habe auch schon Personalarbeit im Büro gemacht, aber so einen Blödsinn gab es da nicht.
 

AnonNemo

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... natürlich!

Eine Möglichkeit wäre aber ... mein Vorschlag aus Beitrag #7!
Dafür muss man aber etwas Eier in der Hose haben und darf nicht gleich beim Ersten Gegenhauch umfallen.
Die Bagage mit den eigenen Waffen schlagen.

dann würde ich mir die vorab errechneten AU-Tage auch tatsächlich nehmen...
(fett von mir) ... die wurden aber nur von dem User BananenHund in den Raum gestellt, damit er eine Möglichkeit nennen konnte, wo die fehlenden 1,5 Tage pro Woche geblieben sein könnten. :wink:

Auf die Begründung vom Amt wäre ich schon gespannt.
 

sunnytn

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Also habe auch so eine Maßnahme gemacht. Dort wurde jeden Tag eine Anwesenheitsliste geführt. Am Freitag wurde dann geschaut wie oft man da war und der fällige Betrag angewiesen.
 

AnonNemo

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Also habe auch so eine Maßnahme gemacht. Dort wurde jeden Tag eine Anwesenheitsliste geführt.
... ich habe auch so eine Maßnahme angefangen.

Dort wurde am zweiten Tag das Fahrtgeld für den kompletten Monat ausbezahlt.
Am dritten Tag wurde ich vom MT, wegen Nichtunterschrift, rausgeworfen und aufgefordert am nächsten Tag die Abmeldungsformalitäten (inkl. Rückzahlung vom Fahrtgeld) abzuwickeln.
Am vierten Tag wollte mir (im Beisein meines Zeugen) aber keiner den Rauswurf, durch den MT, schriftlich bestätigen ... und der MT hat vergessen auf die Rückzahlung vom Fahrtgeld zu bestehen :icon_pfeiff: War wohl etwas von der Situation überfordert :icon_hihi:

Das kleine Taschengeld habe ich immer noch :icon_mrgreen:
 

sunnytn

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AW: Maßnahme zur Teilhabe am Arbeitsleben - es werden nur für 3,5 Tage in der Woche Fahr

Genau deswegen hat dieser MT hier bewusst die von mir angegebene Vorgehensweise gewählt. Sie hatten früher auch für den kompletten Monat im Voraus gezahlt und dann sind einige Leute entweder krank geworden oder kamen mitunter gar nicht mehr zur Maßnahme. Demzufolge sind sie ihrem zu viel gezahlten Geld hinterhergelaufen, was zusätzlichen Aufwand bedeutete.

Daher wurde es immer wöchentlich zum Freitag nach Listeneintrag angewiesen und man hatte am selben Tag noch das Geld auf dem Konto. So bekam man das was einem zustand und der MT muss nicht erst zahlen, dann zurückfordern usw....
 

DonOs

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AW: Maßnahme zur Teilhabe am Arbeitsleben - es werden nur für 3,5 Tage in der Woche Fahr

Ich interessiere mich nicht für die Befindlichkeiten des gewinnorientierten Maßnahme-Trägers, sunnytn. In deiner Konstellation bist du in Vorkasse gegangen, daß ist für mich unzumutbar und muß entsprechend meinerseits abgelehnt werden. Entweder es gibt das Fahrgeld komplett oder aber ich kann eben nur für 3,5 Tage in der Woche zum Träger erscheinen, muß ich halt auf 7 Tage ansparen.

In unserer alten Firma, war das Fahrgeld bereits in der Summe der gesamten Maßnahme enthalten. Natürlich war es für "uns" besser, wenn diese Fahrtkosten durch die erwerbslosen nicht abgefragt worden sind, oder die Krönung, man erhält doch eine Aufwandsentschädigung, kauft Euch davon Fahrkarten... . Und noch besser war es, wenn es einen hohen Krankenstand gab, da mußte man dann auch nichts dem armen kranken erwerbslosen zahlen, alles für die Firma und der nächste stand dann schon in den Startlöchern.
 
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