Maßnahme vom Jobcenter abbrechen aus gesundheitlichen Gründen?

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Rikax3

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Hallo,
ich bin aus gesundheitlichen und privaten Gründen in ein anderes Bundesland zu meinem Partner gezogen. Das war vor 2 Monaten. Hier habe ich geplant mich auf meinen psychischen Zustand zu kümmern also Therapie mit medikamentöser Begleitung usw.. Hatte ich schon einmal und hat mir gut geholfen.
Neue Ärzte in dem Fachbereich rund um die Psyche zu finden, geht leider nicht von heute auf morgen.
Ich bin da also noch am suchen....
Währenddessen wurde ich von meiner Fallmanagerin vom Jobcenter in eine Maßnahme gesteckt. Diese nennt sich Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung (MAbE) und soll 6 Monate dauern.
Bis jetzt (seit knapp 3 Wochen) habe ich hier nichts sinnvolles getan. Die meiste Zeit sitze ich am PC und versuche meine Zeit zu vertreiben, schaue nach Psychotherapeuten usw, aber das kann ich auch zuhause erledigen. Ich soll Bewerbungen schreiben sagt das Jobcenter, obwohl mir von der Arbeitsagentur gesagt wurde, dass ich noch gar nicht vermittelbar bin und mich um meinen gesundheitlichen Zustand kümmern soll und es dann im März mit einer beruflichen Rehabmaßnahme losgehen soll, je nachdem wie es mir dann geht. Sie hat mir auch ein Schreiben fürs Jobcenter fertig gemacht. Dort gehe ich heute Nachmittag hin um das Schreiben abzugeben und drum zu bitten die Maßnahme zu beenden, da ich mich um meine Gesundheit kümmern möchte und bis März fit werden will was das angeht um dann anfangen zu können.
Würde das Schreiben jetzt mal teilweise hier abtippen. Kann mir jemand sagen ob der Grund ausreicht um die Maßnahme abzubrechen?

Förderung der Teilhabe am Arbeitsleben (berufliche Rehabilitation)

Sehr geehrte Frau ....,
nachfolgenden Sachverhalt möchte ich Ihnen hiermit bestätigen.

Ziele:
Wiederaufnahme des beruflichen Rehabilitationsverfahrens / Diagnostik / Wiederaufnahme einer beruflichen Laufbahn

Derzeit steht die medizinische Rehabilitation im Vorrang. Eine Bewerbereigenschaft kann aus diesem Grunde nicht erteilt werden. Deshalb habe ich Ihnen heute einen Gesundheitsfragebogen ausgehändigt. Wenn Sie diesen vollständig ausgefüllt abgeben, werden wir, wie heute besprochen, das Ärztliche Gutachten zur Überprüfung Ihrer Leistungsfähigkeit einschalten.

Sollten Sie sich bis Ende 03/2017 nicht eigenständig melden, so erlaube ich mir, Sie einzuladen um den Sachstand zu besprechen.

Sonstiges:
Due rehaspeziefische Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme in .... wurde abgebrochen aus gesundheitlichen Gründen, dass heißt med. Leistungen waren im Vorrang. Dies lag nicht im Verschulden der Kundin.

Das berufliche Rehabilitationsverfahren wird hier in der Agentur für Arbeit .... wieder eröffnet, sobald die med. Rehaleistungen nicht mehr im Vorrang sind und die Leistungsfähigkeit für berufliche Perspektiven wieder vorliegt.

Ihre Aktivitäten:
Ich werde den Gesundheitsfragebogen vollständig ausgefüllt in der Agentur für Arbeit .... abgeben, sobald neue Erkenntnisse bzgl. meine gesundheitlichen Einschränkungen vorliegen.

Ich werde diese Bescheinigung dem Jobcenter ... vorlegen. Eine Eingliederungsvereinbarung konnte aus technischen Gründen nicht erstellt werden.



Das wäre das Schreiben von der Arbeitsagentur. Kann jemand weiterhelfen? Kann ich die Maßnahme, die mir eher noch schadet als hilft abbrechen? Reicht das der Fallmanagerin vom Jobcenter oder nicht?
Weiß nicht was ich machen soll. Bekomme schon wieder eine Panikattacke, wenn ich an den Termin nachher denke....
 

Rikax3

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Meine Hausärztin sagte sie macht es nicht. Überweist mich nur an einen Psychiater. Dort dauert es aber bis ich nen Termin habe. Gehe ein bei der Maßnahme und meine Fallmanagerin hält mich hin und tut nichts. Ich sitz den ganzen Tag in einem kleinen muffigen Büro und beschäftige mich selbst. Auf dem Flyer der Maßnahme stand so einiges und nichts davon wird hier erfüllt/gemacht mit den Teilnehmern. Fange hier immer wieder an zu weinen, fühle mich so mies hier und keinen kümmert es auch nur ansatzweise. Fühle mich wie ein Vieh mit dem man machen kann was man will, aber nicht wie ein Mensch, der respektiert und ernst genommen wird.
Mir gehts von Tag zu Tag schlechter hier. Wollte, dass nach dem Umzug alles besser wird mit meiner Gesundheit, aber es wird alles nur schlimmer....


Gestern hatte ich eine Panikattacke... Ging überhaupt nichts mehr und habe drum gebeten eher zu gehen. Da hieß es nur ''Ich darf Sie nicht gehen lassen." Also habe ich mich weiter abgequält. Das kann es doch nicht sein....
 

Hans78

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Genau aus diesen Gründen will ja auch niemand mehr in eine "Maßnahme". Ich würde das ganze auf Video aufnehmen und zwar einen ganzen Tag lang!

Geh zu einem anderen Arzt. Fang vielleicht mit anderen "Problemen" an wie Migräne oder so. Viele Ärzte können mit "Seelischen" Problemen nichts anfangen.
 

Rikax3

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Hallo,
sitze nun wieder in diesem ''Bildungswerk''. Obwohl es heruntergekommenes Dreckloch eher trifft. Ich war am Freitag nochmal beim Arzt, aber er wollte mich nicht krankschreiben mit der Begründung, dass ich nur faul sei und keine psychischen Probleme hätte. Also bin ich heute wieder hier her.
Die Krönig dieser tollen Maßnahme war übrigends auch am Freitag. Die eine von der ''Betreuung'' hier, hat mir gesagt sie würde mir helfen bezüglich Therapeutin und Psychiater finden und ich habe ausdrücklich gesagt, dass ich keine Stationäre will. Sie meinte zwar, dass ich vllt 1 Woche stationär gehen sollte und ich danach vllt eher einen Platz bekomme irgendwo, aber das verneinte ich auch. Soweit so gut. Sie rief in der Klinik an, die zu dem med. Versorgungszentrum gehört, machte dort etwas aus und schickte mich direkt dort hin. War natürlich dankbar für die Hilfe, aber als ich dort ankam, bin ich aus allen Wolken gefallen.
Erst einmal wusste keiner dort im Haus etwas von einem Anruf, 2. befindet sich das MVZ in einem ganz anderen Teil der Stadt und es war eine allgemeine psychiatrische Station. Die gute Frau von der Maßnahme hat mich angelogen und unter falschem Vorwand dort hin geschickt. Da ich kein Aufnahmegespräch wollte und auch keinen Einweisungsschein hatte, wurde ich dort nach einer Std warten wieder weg geschickt. Gerade habe ich mit ihr darüber gesprochen und sie meinte, dass die am Telefon angeblich gesagt hätten, dass sich dort das MVZ befindet wo man ambulant behandelt wird. Total gelogen.
Habe meiner Fallmanagerin am Freitag auch noch eine Mail geschrieben mit der Bitte die Maßnahme zu beenden, weil es sinnlos ist, mir noch schlechter geht und ich laut Agentur für Arbeit auch gar nicht vermittelbar bin im Moment. Kurz darauf kam die tolle Betreuerin zu mir und meinte, dass ich das hier noch nicht abbrechen kann, sie hat mit dem Jobcenter telefoniert und sie sagten, dass ich hier bleiben müsse.
Werde aber ab morgen wohl nicht mehr hier her gehen, wenn ich bis dahin keine Antwort vom Jobcenter dazu habe. Mit wie viel Sanktion muss ich rechnen? Für wie lang? Kenne mich damit leider gar nicht aus, aber meine Gesundheit ist mir wichtiger und ich will mir das hier nicht länger antun.
Oder könnte ich mich dagegen auch wehren?
Ich traue mich nicht einmal auf die Toilette hier, weil die so dreckig sind. Überall sind dicke Staubschichten zu sehen, als hätte hier vor Monaten jemand zuletzt geputzt. Ein Mitarbeiter hat die ganze letzte Woche über seine Keime durch das dauerhafte Gehuste hier verteilt und am WE fing es bei mir auch an mit einer Erkältung.
Es ist muffelig, dreckig und unzumutbar. Ich habe das Gefühl meine Psyche nimmt hier noch mehr Schaden.
 

liriel

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Hallo,
nocheinmal der einzige für dich momentan gangbare Rat:
such dir einen anderen Arzt!

Wenn ein Arzt derartige Sachen zu seinem Patienten sagt,gibt es keine Vertrauensbasis mehr.

Allgemeinmediziner gibt es doch sicher mehrere in deiner Stadt.

Und natürlich parallel einen Psychiater suchen.

Du kannst der Maßnahme(und dem Jobcenter) momentan nur durch eine AU entgehen.

Zur Not würde ich aber tatsächlich zu einer psychiatrischen Ambulanz gehen und evtl. 2-3 Tage stationär.
Wenn du freiwillig da bist,kannst du ja auch jederzeit wieder gehen!
Die können dich stabilisieren und auch Kontakte zu Therapeuten knüpfen.

Ich wünsche dir viel Kraft!

LG
 

Amidala

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Hallo,

gibt es bei dir in der Nähe vielleicht eine psychiatrische Tagesklinik? Ich war zwei mal in einer und hab dort relativ schnell einen Platz bekommen.
Das ist gar nicht zu vergleichen mit stationär und du wärst auf jeden Fall erstmal für ne zeitlang verschont von Arbeitsagentur und Maßnahmen und könntest dich voll auf deine Genesung konzentrieren.
Ich fand es damals gut und es hat mir geholfen
 
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