Maßnahme verhindern - Sacharbeiterin stellt sich stur!

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superclown51

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Hallo zusammen"":feiern:

Erstmal frohe Weihnachten an euch alle!!

Meine Situation:

Ich bin 20 Jahre und habe 1 Jahr als Sicherheitskraft im Vollzeitdienst gearbeitet und leider wurde mein befristestes Vertrag nicht verlängert und beziehe jetzt seit Dezember diesen Montas ALG 1.

Davor habe ich eine Ausbildung als Koch abgebrochen.

Meine Zukunft sehe ich in der Sicherheitsbranche, was mir sehr gefällt.

Ich habe vor mit einem Bildungsgutschein die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO mich weiterzubilden und mich dem Arbeitsmarkt breitgefächert zur Verfügung zu stellen.

Mir ist bewusst, dass ich keinen Rechtsanspruch dafür habe!

Jetzt zu meinen Gespräch mit der respektlosen Sachbearbeiterin:

Die Dame möchte mich zur einer Maßnahme senden, damit ich schnell eine Arbeit bzw. eine Ausbildung finde bzw. Bewerbungen schreibe.

Sie meint das eine betriebliche Ausbildung in meinem Alter zumutbar ist.

Das Problem ist, dass Sie sich wiederspricht, da Sie eine ARBEITSvermitttlerin ist:

Am Anfang des Geprächs meinte Sie, dass Sie nicht für die Ausbildung zuständig ist.

Und wenn ich Ihr sage, das ich mich weiterbilden möchte mit einem Bildungsgutschein, dann meint Sie dass ich eine Ausbildung machen soll...

Habe Zeit bist Anfang Januar eine Arbeit zu finden, sonst muss ich dort zur Maßnahme hin - was ich auf keinen Fall möchte.

Habt Ihr Ratschläge?

Soll ich mit Ihren Vorgetzten reden?

Soll ich mich einfach krank melden für die nächsten paar Monate
bis mein Anspruch auf mein ALG 1 zu Ende geht, wenn es keine andere Lösung dafür gibt bzw. droht mir irgendwelche Konsequenzen?
 

Pauer

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Jetzt zu meinen Gespräch mit der respektlosen Sachbearbeiterin:

Die Dame möchte mich zur einer Maßnahme senden, damit ich schnell eine Arbeit bzw. eine Ausbildung finde bzw. Bewerbungen schreibe.
Was ist denn daran respektlos von seiten der SB?

Soll ich mit Ihren Vorgetzten reden?
Was möchtest du diesem denn erzählen? Inwiefern erwartest du, dass der Teamleiter dir helfen kann?
 

Mona Lisa

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Meine Freundin arbeitet seit Jahren zusätzlich zur Rente im Sicherheitsgewerbe im Mini-Job. Sie sagt, junge Leute sollten lieber eine Ausbildung machen als solch eine Arbeit, da hier sehr wenig bezahlt wird und Du keine Aufstiegschancen hast. Du bist doch erst 20. Da stehen Dir doch noch alle Türen offen, wenn Du eine richtige Ausbildung machst.

LG

Mona Lisa
 

Allimente

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Was ist denn daran respektlos von seiten der SB?

Erstmal nichts. Allerdings kenne ich keine Maßmahme, die einen Arbeitslosen auch nur annähernd in Richtung Job bringt oder einen wirklichen Sinn hat.

Was möchtest du diesem denn erzählen? Inwiefern erwartest du, dass der Teamleiter dir helfen kann?

Hat der TE doch deutlich geschrieben, einen Bildungsgutschein.
 

Pauer

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Hat der TE doch deutlich geschrieben, einen Bildungsgutschein.
Der TE hat diesen Wunsch gegenüber der SB geäußert. Ich lese nichts davon, dass er genau das auch dem Teamleiter erzählen wollte. Aber es freut mich, dass du so gut Gedankenlesen kannst und mich mit deiner Weisheit hier stets erleuchtest :)

Um darauf kurz einzugehen:
Ganz grds. sehe ich kein Erfordernis, sich an den Teamleiter zu wenden, wenn der SB eine ablehnende Entscheidung getroffen hat. Nur weil einem die Entscheidung des SB nicht passt, muss nicht immer der Teamleiter kontaktiert werden.
Dafür gibt es nämlich andere Möglichkeiten: die Einlegung eines entsprechenden Rechtsmittels und/oder Rechtsbehelfs.
 

Allimente

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Ganz grds. sehe ich kein Erfordernis, sich an den Teamleiter zu wenden, wenn der SB eine ablehnende Entscheidung getroffen hat. Nur weil einem die Entscheidung des SB nicht passt, muss nicht immer der Teamleiter kontaktiert werden.

Nur gut, dass Du das nicht zu entscheiden hast. Und Deine überhebliche Art kannst Du dir getrost sparen, damit beeindruckst Du mich nicht. :wink:
 

superclown51

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Erstmal danke an alle Antworten!

Also mit dem Teamleiter möchte ich eine zweite Meinung einholen, da die SB mir den Bildungsgutschein nicht geben möchte bzw. ich an Ihre Entscheidungsergebnisse zweifeln.

Eine Frage habe ich noch:

Soll ich mich einfach krank schreiben um mir diesen Theater nicht mehr anzutun?
 

superclown51

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Das meine ich ja - habe mich falsch ausgerückt...

Der TE hat diesen Wunsch gegenüber der SB geäußert. Ich lese nichts davon, dass er genau das auch dem Teamleiter erzählen wollte. Aber es freut mich, dass du so gut Gedankenlesen kannst und mich mit deiner Weisheit hier stets erleuchtest :)

Um darauf kurz einzugehen:
Ganz grds. sehe ich kein Erfordernis, sich an den Teamleiter zu wenden, wenn der SB eine ablehnende Entscheidung getroffen hat. Nur weil einem die Entscheidung des SB nicht passt, muss nicht immer der Teamleiter kontaktiert werden.
Dafür gibt es nämlich andere Möglichkeiten: die Einlegung eines entsprechenden Rechtsmittels und/oder Rechtsbehelfs.
Wie genau läuft, dass mit einem Rechtsbehelfs?

Kenne mich sehr wenig aus.
 

Kerstin_K

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Nö, denn ich meine das verdammt ernst. Du willst etwas von der AfA. Dann musst Du klare Kante zeigen. Dazu muss man seine Rechte kennen und sie auch deutlich formuliren können. Sonst wird das nichts, denn heutzutage ist jeder Sozialleistungsträger nur darauf aus, zu sparen.
 

BerndB

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Allgemein:
Die Förderung der Weiterbildung muss „..sich am Bedarf des Arbeitsmarktes orientieren. (Fachliche Weisungen zu § 81 SGB III (Seite 8 - 1. Notwendigkeit Abs. 1 letzter Satz). Übrigens sind die neuen Regelungen ab 01.01.2019 gelb hinterlegt.

Zuständig für die Förderung einer Ausbildung bei der AfA
  1. Berufsberatung für Schulabgänger
  2. Arbeitsvermittlung für Geringqualifizierte (bereits beruflich tätig gewesene Arbeitslose ohne Ausbildung)
Wer zählt zu Punkt zwei?
Geringqualifizierte Arbeitnehmer mit mindestens 3-jähriger beruflicher Tätigkeit
Als berufliche Tätigkeit zählt u.a. auch die Dauer einer abgebrochenen Ausbildung und andere "Tätigkeiten" (Arbeitsvermittlung fragen). Und eine Förderung ist auch möglich, wenn man noch nicht 3 Jahre beruflich tätig war, wenn eine Berufsausbildung oder eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme aus in ihrer Person liegenden Gründen nicht möglich oder nicht zumutbar ist.
-oder-
Geringqualifizierte Arbeitnehmer die eine Ausbildung in einem Engpassberuf anstreben
(§ 81 Abs. 2 Nr. 2 SGB III Seite 6 - neu ab 01.01.2019).
Zu Engpassberufen ist hier etwas zu finden. Auch die Engpassberufe sind genannt. Die muss aber auch der Arbeitsvermittler nennen können.

Beantragung einer Weiterbildung:
Es gibt keinen formellen Antrag. Der Antrag wird quasi mündlich gestellt, vom Arbeitslosen im Gespräch begründet und vom Vermittler mündlich befürwortet oder abgelehnt. Wird zugestimmt, erhält der Arbeitslose einen Bildungsgutschein. Bei Ablehnung erfolgt nicht automatisch ein Bescheid. Widerspruch ist nicht möglich. Auf einem schriftlichen (Ablehnungs-) Bescheid muss man einfach bestehen.
Wer also mit der mündlichen Ablehnung nicht einverstanden ist, sollte seinen Wunsch bereits vor der Beratung schriftlich formulieren und begründen und dem Arbeitsvermittler mit Bitte um schriftlichen Bescheid vorlegen. Dann muss ein schriftlicher Bescheid kommen. Ein Widerspruch ist dann möglich.

Sachkundeprüfung:
Beispiel IHK Neubrandenburg (rechts unten)
Unterricht kostet 330€
Prüfung 130€

Teilnahme an nicht geförderten Maßnahmen kann zur Ablehnung des Alg führen. Dazu kann es aber Ausnahmen geben ( § 139 Abs. 3 SGB III). Die Arbeitsvermittlung entscheidet.
 

Pauer

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Wie genau läuft, dass mit einem Rechtsbehelfs?

Kenne mich sehr wenig aus.
Zunächst benötigst du einen rechtsmittelfähigen schriftlichen Bescheid. Eine reine mündliche Absage der SB ist dafür nicht ausreichend - ebenso wenig eine Absage per E-Mail o.ä.

Der Bescheid enthält am Ende eine sog. Rechtsbehelfsbelehrung. Gegen einen Ablehnungsbescheid für einen Bildungsgutschein dürfte der Rechtsbehelf des Widerspruchs zulässig sein.
Du kannst dann gegen den Bescheid innerhalb einer bestimmten Frist (meist ein Monat) den Widerspruch entsprechend einreichen. Dieser wird dann auf dem Verwaltungswege innerhalb des JC geprüft und durch einen entsprechenden Widerspruchsbescheid beschieden.
Gegen den Widerspruchsbescheid kann ggf. Klage vor dem zuständigen Gericht eingereicht werden.
 

Doppeloma

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Hallo superclown51, :welcome:

Meine Zukunft sehe ich in der Sicherheitsbranche, was mir sehr gefällt.

Ich habe vor mit einem Bildungsgutschein die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO mich weiterzubilden und mich dem Arbeitsmarkt breitgefächert zur Verfügung zu stellen.
Mir ist bewusst, dass ich keinen Rechtsanspruch dafür habe!

Gerade darum stellt man solche Anträge nicht mündlich sondern IMMER schriftlich und nachweislich (z. B. im Termin mit Eingangsbestätigung auf einer Kopie davon), dann hat man auch Anspruch auf einen schriftlichen Bescheid.

WARUM keine Komplett-Ausbildung im Sicherheitsbereich wenn du meinst das ist deine Welt ?
Das ist immerhin inzwischen ein Ausbildungsberuf, wende dich direkt an Sicherheits-Unternehmen und bewirb dich um eine Ausbildung, dann brauchst du die AfA dafür NICHT und bekommst mehr als die Sachkunde-Prüfung nach § 34a, das ist doch "Pille-Palle" aber keine echte Weiterbildung.

Ich weiß was ich dir dazu schreibe, mein Männe hat jahrelang in diesem Bereich gearbeitet (weil ihn mit Ü 50 kein anderer AG mehr wollte) und diese Sachkunde-Prüfung wurde damals noch über den AG "angeleiert" er musste das aber selbst bezahlen (mit einigen Monaten Abzug vom "üppigen Lohn").

Da lernt man eigentlich nur was man als Mitarbeiter einer solchen Firma rechtlich gesehen darf und was man NICHT darf, das solltest du eigentlich schon wissen, wenn du bereits 1 Jahr in der Branche gearbeitet hast.

Die Dame möchte mich zur einer Maßnahme senden, damit ich schnell eine Arbeit bzw. eine Ausbildung finde bzw. Bewerbungen schreibe.
Sie meint das eine betriebliche Ausbildung in meinem Alter zumutbar ist.

Vielleicht solltest du dich mal auf "KursNet" umsehen und "Nägel mit Köpfen" machen ...

https://kursnet-finden.arbeitsagentur.de/kurs/

Die Maßnahmen, die von den SB "belegt" werden sollen bringen dich in der Regel nicht in Arbeit ...

Das Problem ist, dass Sie sich wiederspricht, da Sie eine ARBEITSvermitttlerin ist:
Am Anfang des Geprächs meinte Sie, dass Sie nicht für die Ausbildung zuständig ist.

Die sind nie für was "zuständig", es sei denn dafür Maßnahmen zu füllen, wo es noch zu viele freie Teilnehmer-Plätze gibt, damit deren Daseinsberechtigung erhalten bleibt, wenn du was erreichen willst beruflich / im Bezug auf Ausbildung dann musst du dich SELBER kümmern und nicht auf die AfA hoffen. :icon_evil:

Habe Zeit bist Anfang Januar eine Arbeit zu finden, sonst muss ich dort zur Maßnahme hin - was ich auf keinen Fall möchte.
Habt Ihr Ratschläge?

Ja, nimm dein Leben selbst "in die Hand", such dir einen Ausbildungsplatz und vielleicht kannst du da vorher schon arbeiten bis die Ausbildung beginnen wird ... ging ja in der letzten Firma auch (offenbar ohne "Sachkundeprüfung" und abgeschlossene Ausbildung), die suchen doch immer Leute ... worauf hoffst du da bei der AfA ???

Soll ich mit Ihren Vorgetzten reden?

Stell schriftliche Anträge wenn du was bei der AfA erreichen willst, mehr können dir die Vorgesetzten auch nicht raten ... mündlich wird ALLES (bei ALLEN Behörden) gerne und schnell abgelehnt ...

Soll ich mich einfach krank melden für die nächsten paar Monate
bis mein Anspruch auf mein ALG 1 zu Ende geht, wenn es keine andere Lösung dafür gibt bzw. droht mir irgendwelche Konsequenzen?

Du solltest erwachsen werden die nächsten paar Monate, mit "krank melden" kommt man im Leben selten wirklich voran, hast du einen Arzt, der dich die nächsten Monate AU schreiben wird, weil man dir Weiterbildung verwehrt bei der AfA ... ?
Nach 6 Wochen Leistungsfortzahlung (gemäß § 146 SGB III) wird ALGI eingestellt wenn du (offiziell und bescheinigt) AU-krank bist und dann soll die KK weiter zahlen, die wollen aber auch nur wenn Jemand ernsthaft krank ist dafür (Kranken-) Geld ausgeben müssen ...

Es gibt ja andere Lösungen, krank sein ist KEINE erstrebenswerte, das darfst du mir glauben ... die Konsequenz könnte also sein, dass du bald kein Geld mehr bekommst ...

MfG Doppeloma
 
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Dieses Thema ist geschlossen.
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