Maßnahme u. Teilnahmevertrag (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

luna52

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
20 September 2012
Beiträge
7
Bewertungen
0
hallo miteinander!

habe heute eine EGV zu einer maßnahme bekommen.
habe letztens hier im forum schon mal ein thema erstellt:
https://www.elo-forum.org/weiterbildung-umschulung-sinnlose-massnahmen/99223-massnahme-abwenden.html

ich war heute dort und habe mir das angesehen. die fallmanager waren auch vor ort.
habe eine EGV und einen teilnahmevertrag des maßnahmeträgers zum unterschreiben bekommen.
habe natürlich vor ort nicht unterschrieben, sondern es mit nach hause genommen, damit ihr mal einen blick drauf werden könnt.

ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. das team ist ja ok, und das mit dem theater-workshop auch, nur das fünfmonatige praktikum finde ich zu lange.

habe die EGV +Teilnahmevertrag hochgeladen

über eure hilfe wäre ich dankbar!
LG
 

Anhänge:

Sorata

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
3 Januar 2012
Beiträge
1.273
Bewertungen
1.756
In der EGV find ich schon mal einen Punkt, der gar nicht akzeptabel ist: Am 1. Krankheitstag muss die AU bis spätestens 8:30 Uhr beim MT sein. Wie soll das gehen, wenn der Arzt zb erst um 9 Uhr anfängt? Das wäre für mich inakzeptabel.

Mit der Weitergabe deiner Daten brauchst du generell nicht einverstanden sein, insbesondere nicht bei diesem Teilnehmervertrag.

Der Vertrag wäre für mich ein Unding. Die Verwendung deines Bildes für alles mögliche, auch wenn du schon gar nicht mehr da bist, ist nicht hinnehmbar. Das kannst du aber laut Vertrag widerrufen - wäre empfehlenswert.

Der wissenschaftliche Partner des MT und der MT würden alle deine Kontaktdaten unbegrenzt lange speichern und dich - laut Vertrag - auch nach der Maßnahme noch behelligen. Mir würde das nicht schmecken.

Du würdest außerdem einwilligen, dass der MT deine Daten an Dritte weitergeben darf, sofern das für die Vermittlung in Arbeit erforderlich ist. Zunächst mal ist der MT schon ein Dritter, was bedeutet, dass die Daten an unbestimmte Vierte gehen würden. Dem musst du nicht zustimmen und ist meiner Meinung nicht akzeptabel.
Wann, welche Daten von dir wohin gehen, steht immer dir allein zu und das musst du niemandem gestatten. Da greift das Bundesdatenschutzgesetz.

Im Praktikum hättest du 5 Monate lang 38,5 Wochenstunden, aber keinen Lohn, bei eigentlich Vollzeitbeschäftigung. Für dumm verkaufen brauchst du dich nicht und bei so vielen Stunden geht das auch nicht gratis.

Das sind die Punkte, die mir negativ aufgefallen sind. Die Entscheidung liegt natürlich bei dir. Ich hätte bedenken und würde nichts unterschreiben. Seltsam finde ich, dass in der EGV nichts zum Thema Bewerbungen oder Integration in den 1. Arbeitsmarkt steht...
 

Torchwood

Elo-User*in
Mitglied seit
17 Mai 2011
Beiträge
67
Bewertungen
20
Ich hab ja schon von diesen "Theaterworkshops" gehört, aber bisher immer gehofft, dass mich da jemand verarschen will. Aber offensichtlich ist dem nicht so und die Dinger gibt es wirklich.
Denn jetzt mal ganz ernsthaft: Die Maßnahme ist doch wohl für'n *****.
Wie soll dir denn die Teilnahme an einem Theaterstück helfen in Arbeit zu kommen?:icon_neutral:

An der EGV würde mich persönlich folgendes stören:
1. Laut Maßnahmebeschreibung sind Einzelgespräche außerhalb der Kurszeiten vorgesehen, d.h. zusätzlich zu den 30 Stunden/Woche, die du dort anwesend sein musst. Es gibt aber keine Angaben, wie viele Gespräche und wann diese stattfinden sollen. Im Klartext heißt das dann, dass aus deinen 30 Stunden theoretisch auch mal 35 oder 40 werden könnten.:icon_evil:
2. Der Projektträger legt 20 deiner 22 Urlaubstage fest? Das halte ich für übertrieben. Dass man den Urlaub absprechen muss und ggf. an die Umstände anpasst, wäre ja okay, aber keine strikte Festlegung.:icon_evil:
3. Die Verpflichtung dazu den Teilnehmervertrag zu unterschreiben, halte ich für unzulässig. Niemand kann dich zwingen einen Vertrag zu unterschreiben.:icon_evil:
4. In der EGV ist von einer wöchentlichen Stundenzahl von 30 Stunden die Rede - für die gesamten 11 Monate. Im Teilnehmervertrag steht aber etwas anderes.
5. Die anfallenden Bewerbungskosten können nicht nur vom Träger übernommen werden, wenn sie in der EGV angeführt sind, müssen sie auch übernommen werden - und so sollte es auch drin stehen.

Zum Teilnehmervertrag:
1. Man kann nicht zum Unterschreiben eines Vertrags genötigt werden. Wieso sollte man einen Vertrag mit einem Träger schließen, wenn man sein Geld weiterhin vom JC bekommt?
2. Die Tatsache, dass man dich zu einem 5monatigen Praktikum zwingen will (was wahrscheinlich auch noch unentgeltlich ist und nicht in einen regulären Arbeitsvertrag mündet), halte ich für sehr bedenklich und rechtlich angreifbar. Sinn und Zweck sollte es ja immerhin sein, dich in Arbeit zu vermitteln und nicht in ein Praktikum.
3. Die "Arbeitszeit" ist hier anders als in der EGV.
4. Mit der Urlaubsfestlegung hätte ich hier das gleiche Problem wie oben.
5. Die Einwilligung zur Veröffentlichung und Nutzung von Fotos von verschiedensten Stellen, würde ich so nicht mitmachen. Auch der Weitergabe von Daten an einen wissenschaftlichen Partner (warum wird der nicht namentlich genannt?) würde ich widersprechen.

So, das waren jetzt die Punkte, die mir beim ersten Drübergucken aufgefallen sind. Vielleicht helfen sie dir ja.

LG,
Torchwood
 

luna52

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
20 September 2012
Beiträge
7
Bewertungen
0
hallo ihr beiden!

ich danke euch für eure antworten...sie sind nachvollziehbar und auch schlüssig.
nur weiß ich jetzt nicht wie ich vorgehen soll...
kenne keinen in meiner nähe, der mir bei den weiteren vorgehensweisen helfen könnte.
ich selbst wüsste auch nicht was ich jetzt tun kann.
morgen wollen die das unterschrieben haben.
was muss ich tun?
 

Sorata

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
3 Januar 2012
Beiträge
1.273
Bewertungen
1.756
Man kann keine Unterschrift von dir erzwingen. Du hast berechtige Bedenken an beiden Dokumenten und kannst ihnen in der Form kein Einverständnis geben.
Hast du für die Abgabe eine Einladung nach §59 in Verbindung mit §309 bekommen? Wenn nicht, brauchst du auch nicht hingehen.
 

luna52

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
20 September 2012
Beiträge
7
Bewertungen
0
wie in meinem ersten post oben, habe ich nur diese einladung bekommen. mehr nicht.
 

Sorata

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
3 Januar 2012
Beiträge
1.273
Bewertungen
1.756
Ohne gesonderte Einladung für die Abgabe würdest du auf deinen Fahrtkosten sitzenbleiben. Das kann man von dir nicht erwarten. Keine ordentliche Einladung - kein Termin - keine Anwesenheit deinerseits erforderlich.
 

Torchwood

Elo-User*in
Mitglied seit
17 Mai 2011
Beiträge
67
Bewertungen
20
hallo ihr beiden!

ich danke euch für eure antworten...sie sind nachvollziehbar und auch schlüssig.
nur weiß ich jetzt nicht wie ich vorgehen soll...
kenne keinen in meiner nähe, der mir bei den weiteren vorgehensweisen helfen könnte.
ich selbst wüsste auch nicht was ich jetzt tun kann.
morgen wollen die das unterschrieben haben.
was muss ich tun?
Du warst doch offensichtlich gestern dort, oder? Was wurde dir denn gesagt? Wurde mit dir ein fester Termin abgesprochen oder nur gesagt, dass du morgen zum Abgeben kommen sollst?
Solange du nichts schriftliches (mit Rechtsfolgebelehrung) bekommen hast, musst du nirgends hin.

Solange sich dein FM nicht bei dir meldet, würde ich erst mal gar nichts tun. Wenn dann Post vom JC oder vom Maßnahmeträger kommt, muss man weitersehen.

Entweder kannst du dann um eine Neufassung der EGV bitten, die für dich annehmbar ist, oder du lässt einen Verwaltungsakt kommen und legst dann ggf. Widerspruch dagegen ein.

Das gleich gilt im Prinzip für den Teilnehmervertrag. Du kannst anbieten, diesen zu unterschreiben, wenn die Punkte rausgenommen (oder abgeändert) werden, die dir nicht passen, oder du lässt es. Ohne Unterschrift unter dem Teilnehmervertrag wird der Maßnahmeträger dich eh nicht nehmen können.
Allerdings musst du dabei beachten, dass es dann durchaus zu Ärger mit dem JC kommen kann.

LG,
Torchwood
 
Oben Unten