Maßnahme trotz neuem bald anfangenden Job/ Krankenversicherung

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Sascha78

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Hallo zusammen,

im Februar habe ich von meinem Arbeitgeber die Kündigung erhalten. Meine Kündigungsschutzklage ging einher mit einer Abfindung i.H.v. 1 Monatsgehalt pro Jahr (nach Recherche ist dies der "versicherungswidrige" Bereich, alle anderen Parameter wie Kündigungsfrist etc. wurden eingehalten). Laut meiner Rechtsanwältin wird in der Regel auf Grund von der Kündigungsschutzklage dennoch keine Sperre verhängt.

Auf Grund einer Auszeit und längerer Reise habe ich mich nicht arbeitslos gemeldet bisher, jedoch Arbeitssuchend nach Erhalt der Kündigung (Vertragsende im Mai). Nun plane ich im September nach Deutschland zurückzukehren. Auf Grund eines Wettbewerbsverbotes mit einhergehende Karenzentschädigung kann ich meinen neuen Job mit unterschriebenen Vertrag bei der Konkurrenz (sensibler Bereich in der Automobilindustrie) erst ab Januar antreten.

- Nun meine Frage: Wenn ich 4 Monate nach Rückkehr einen Job habe - werde ich dann der Vorraussicht nach in Ruhe gelassen oder muss ich dennoch Bewerbungen schreiben oder Maßnahmen besuchen?
- Muss ich bis Erhalt des Arbeitslosengeldes meine Krankenversicherung selbst zahlen (ich war zuvor freiwilliges Mitglied und bin aktuell auf Grund meiner Reise von der deutschen KV abgemeldet und habe eine gleichwertige Langzeit-KV für das Ausland)? Ich gehe aktuell von einer einwöchigen Sperrzeit, da soweit ich weiß die arbeitssuchend Meldung trotz Nicht-Aufenthalt in Europa nicht ausreichend ist?
- auf einem anderen Blog habe ich gelesen der Antrag würde verweigert, da ich auf Grund meiner festen Stelle nach dem Wettbewerbsverbot dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehe? Ist dies korrekt? Ich würde ja arbeiten, darf es dort aber dann noch nicht...

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Liebe Grüße Sascha
 
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Gelöschtes Mitglied 28373

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Bis zu dem Antritt deines neuen Jobs stehst du der Vermittlung zur Verfügung. Das steht dem ALG I nicht entgegen.

Bzgl Sperrzeiten usw in deinem Fall kenne ich mich nicht aus.

Das ALG I inkl. KV würde ab dem Tag deiner Antragstellung rückwirkend gezahlt werden, wenn es ein paar Wochen bis zur Bewilligung dauert.
Der KV teilst du mit, dass der Antrag in Arbeit ist, normalerweise halten die da problemlos die Füße still und du musst nix vorschießen.

Theoretisch musst du dich in der Zeit bis Januar auf Jobs bewerben. Da im ALG I aber nur Jobs angemessen sind, die der Bezahlung deines alten Jobs entsprechen, musst du (ich orakele mal, dass du ziemlich gut verdient hast ;) ) dich auch nur auf solche Bewerben. Solche Jobs wirst du aber für ein paar Monate sowieso nicht kriegen.
Wenn dein künftiger Sachbearbeiter das nicht von allein einsieht, müsstest du wohl die ein oder andre pro forma-Bewerbung nachweisen.
Damit du Leuten, die vielleicht in ein paar Jahren mal deine Arbeitgeber werden, nicht zu sehr auf die Nerven gehst, wäre es am sinnvollsten, sich da telefonisch zu bewerben, wo du ne Telefonnummer findest. Dann führst du ein kurzes, nettes Gespräch in dem du erklärst, dass die AfA von dir ne Bewerbung will, dir aber klar ist, dass man dich für die paar Monate eh nicht einstellen wird, aber falls es da doch die Möglichkeit gäbe, würdest du dich gern sofort schriftlich bewerben... Das Telefonat dokumentierst du mit Zeit und Ansprechpartner und damit solltest du dich genug bemüht haben.
Bei der AfA sind die Sachbearbeiter aber meist noch ziemlich vernünftig, da wird man dich wohl eher in Ruhe lassen.
 

Sascha78

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Danke für deine ausführliche Hilfe. Das beruhigt mich. Damit ist eine unsinnige Maßnahme auch eher unrealistisch? Ich habe da Horrorstories gehört, dass man trotz neuem Job für 2 Monate in einer nicht passenden Maßnahme geparkt wird...

Mit was für eine etwaigen Taktung der Termine muss ich dann in etwa rechnen?

Grüße
 
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Gelöschtes Mitglied 64655

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. Da im ALG I aber nur Jobs angemessen sind, die der Bezahlung deines alten Jobs entsprechen,
Falsch
Schaust Du § 140 SGB III
...
(3) Aus personenbezogenen Gründen ist eine Beschäftigung einer arbeitslosen Person insbesondere nicht zumutbar, wenn das daraus erzielbare Arbeitsentgelt erheblich niedriger ist als das der Bemessung des Arbeitslosengeldes zugrunde liegende Arbeitsentgelt. In den ersten drei Monaten der Arbeitslosigkeit ist eine Minderung um mehr als 20 Prozent und in den folgenden drei Monaten um mehr als 30 Prozent dieses Arbeitsentgelts nicht zumutbar. Vom siebten Monat der Arbeitslosigkeit an ist einer arbeitslosen Person eine Beschäftigung nur dann nicht zumutbar, wenn das daraus erzielbare Nettoeinkommen unter Berücksichtigung der mit der Beschäftigung zusammenhängenden Aufwendungen niedriger ist als das Arbeitslosengeld. ...
 
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Gelöschtes Mitglied 28373

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Nicht falsch, arg verkürzt.

Bei so Dingen wegen wettbewerbsbedingten Beschäftigungsverboten, Automobilbranche, einem mehrmonatigen Auslandsaufenthalt gehe ich von einem hohen Gehalt aus. Vertragsende war im Mai, also besteht die Bindung ans Gehalt noch, aber selbst fürs einen Lohn auf Höhe des maximalen ALG I wirds realistisch wohl keine Stelle für drei Monate geben.

Bzgl. Maßnahme: Im ALG I ist das alles noch nicht so schlimm, manche Maßnahmen sogar sinnvoll und man kann größtenteils sogar selbst mitreden.
Es gibt wohl SBs, bei denen man standardmäßig mit ein paar Wochen Bewerbungstraining "einsteigt", aber selbst solche dürften wohl Vernunft walten lassen, wenn eh schon ein neuer Arbeitsvertrag vorliegt.
 

Sascha78

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Sicher, Vertrag unterschrieben?

Ja, Vertrag ist unterschrieben. Das alte Jahresgehalt lag im 6-stelliigen Bereich. Die Bemessungsgrundlage im ALG liegt jedoch bei ca. 5000 € im Monat - welche Zahl wird hier nun rangezogen?

Ist Beginn der Arbeitslosigkeit bei dem die Regel greigt der Zeitpunkt ab dem ich mich arbeitslos melde oder der Zeitpunkt ab dem ich ohne Job war (ich frage insbesondere, da ich sonst ab Dezember ja so ziemlich alles machen "müsste"?).

Nochmals eine Frage bzgl. der KV: Ich ging bisher davon aus, dass als frewilliges Mitglied die KV nach Rückkehr bis zu Ende der Sperrzeit von mir übernommen werden muss. Oder zahlt das Arbeitsamt rückwirkend auch den Zeitraum einer etwaigen Sperrzeit?


Moderationshinweis...

2 Beiträge zusammengeführt. Bitte nicht mehrere Beiträge in kurzer Zeit posten. Man kann das eigene Posting innerhalb der Editierzeit (60 Minuten) jederzeit ändern oder erweitern. Des Weiteren lassen sich auch mehrere und auch verschiedene Zitate in einen Beitrag einfügen. Bitte in Zukunft beachten :) LG @HermineL



 
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Gelöschtes Mitglied 64655

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Deine Arbeitslosigkeit beginnt ab dem Tag wo Du Dich ordentlich arbeitslos gemeldet hast.

Die Beitragsbemessungsgrenze der Arbeitslosenversicherung beträgt aktuell 6.700 € monatlich West bzw. 6150 € monatlich Ost.
Daraus ergibt sich das höchstmögliche Arbeitslosengeld. Ein Mehrverdienst darüber hat keine Auswirkung auf die Höhe des ALg1.
Und aus Deinem ALG 1 auch daraus gemäß § 140 SGB III das zumutbare ALg1.
Wenn man in 4 Monaten eine neue Beschäftigung hat und das Arbeitsamt so stur ist weiter zumutbare VV mit RFB zu senden,
dann bewirbt man sich halt. Mit Hinweis das man ab ... bereits eine feste Stelle habe und man nur bis dahin zur Verfügung steht.
Normalerweise macht ein Arbeitsamt nichts mehr wenn Du Dich abmeldest.

Sobald Du arbeitslos wirst wechselst Du von Deiner freiwilligen GKV in die gesetzliche GKV.

Was ist wenn Du wieder arbeitest hängt es von den genauen Umständen des Vertrages ab.
Es ist sowohl eine Pflicht als auch eine freiwillige Krankenversicherung möglich.
 

Sascha78

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Vielen Dank für deine ausführliche Hilfe - dies hilft mir ungemein.

Eine letzte Rückfrage: Muss ich als ehemaliges freiwilliges Mitglied die Krankenversicherung bis Ablauf der Sperrfrist selbst zahlen oder wird dies ab Zeitpunkt der Arbeitslosenmeldung voom AA übernommen?
 

Sascha78

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Eiine ergänzende Frage nur noch: Muss ich dann in den 4 Monaten trotzdem regelmäßig Termine wahrnehmen oder werde ich höchstwahrscheinlich "in Ruhe gelassen"?

Vielen Dank für eure Unterstützung
 
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ExitUser

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werde ich höchstwahrscheinlich "in Ruhe gelassen
Die wollen nur die Arbeitslosenstatistik senken
Mich haben sie vor Jahrzehnten im Arbeitslosengeld Bezug kurz vor Beginn der Selbständigkeit zu einem Computerkurs verdonnert
habe ich dann zwar viel gefehlt und wenn ich da war das Programm geschrottet, aber ich war raus aus der Statistik das war ihnen wichtig
damals ging das los mit dem Schwachsinn und besser ist es nicht geworden
Es ist also eher wahrscheinlich das Du in den Genuss einer Betreuung kommst
Heute sind Sie auch so frei wenn jemand kurz ALG2 braucht ihm Jobs anzubieten die sich kaufmännisch nicht rechnen
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Eiine ergänzende Frage nur noch: Muss ich dann in den 4 Monaten trotzdem regelmäßig Termine wahrnehmen oder werde ich höchstwahrscheinlich "in Ruhe gelassen"?

Im ALG I ist es wahrscheinlicher, dass man dich mit dem schon unterschriebenen neuen Vertrag tatsächlich in Ruhe lässt und du nichtmal Termine kriegst.
Sinnvoll vermitteln kann man dich in dieser Zeit eh nicht, wie wir ja schon festgestellt haben. ;)
Eine Maßnahme halte ich für ausgeschlossen bzw auf jeden Fall verhinderbar, da es mit einem schon geschlossenen AV keine Vermittlungshemmnisse geben kann, die zu beseitigen wären.
Ob du zumindest mal zum Hallo sagen bei der AfA aufschlagen musst oder nicht, hängt dann vom Sachbearbeiter ab.
Kann mir aber gut vorstellen, dass die das entweder ganz lassen oder dich einmal am Anfang einladen, ihr gemeinsam feststellt, dass es keine finanziell zumutbaren Jobs gibt, die diese vier Monate überbrücken könnten, und euch dann auf Nimmerwiedersehen voneinander verabschiedet.
 
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Gelöschtes Mitglied 66188

Gast
Eine Frage hätte ich zum Thema "in Ruhe gelassen werden": wenn ein ELO einen AV hat mit Beginn in 4 Monaten und stellt 1 Woche vor Beginn fest, dass es ein besseres Angebot gibt. Beginn erst in weiteren 4 Monaten. Und dann das gleiche nochmal. Mit den AGs kann er sich so einigen, dass ihm seitens AfA nichts vorgeworfen werden kann. Hat er dann 12 Monate seine Ruhe?
 

Lucky Luke

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...wenn ein ELO einen AV hat mit Beginn in 4 Monaten und stellt 1 Woche vor Beginn fest, dass es ein besseres Angebot gibt. Beginn erst in weiteren 4 Monaten. Und dann das gleiche nochmal. Mit den AGs kann er sich so einigen, dass ihm seitens AfA nichts vorgeworfen werden kann.

Glaubst du denn wirklich, dass ein AG sich "freut", wenn er merkt, dass der potentielle Mitarbeiter, den er nach dem ganzen aufwändigem Bewerbungs- und Auswahlverfahren eingestellt hat, auf einmal "Ätschebätsch, ich komm nicht, hab was besseres gefunden..." zu ihm sagt?!

Freuen wird er sich höchstens darüber, dass dieser Zirkus, den er mit diesem MA mit Sicherheit gehabt hätte, relativ kurz war/ist...

Kann nur sagen: viel Freude (!) beim Ausprobieren dieser Taktik...

Denn wie Ronald BW schrieb: auch AG's kommunizieren miteinander 😎 und eigentlich sollte das Bestreben eines AN's (normalerweise) doch sein, aus dem ALG 1 oder 2-Bezug wieder rauszukommen, oder?!?

Nur mal als kleiner Denkanstoß 😁
 
G

Gelöschtes Mitglied 66188

Gast
Die Frage war doch nicht, ob die AG verärgert sein könnten. Diese könnten ja ebenso Verwandschaft oder Bekanntschaft sein. Sondern ob das Vorweisen eines AV in Zukunft ausreicht, um von der AfA in Ruhe gelassen zu werden. Und als Schwarz-Weiss-Malerei das krasse Beispiel von mir.

Denn auf der anderen Seite war hier schon mehr als oft das Thema, dass ELOs trotz geplanter Weiterbildung, AV oder Studium zu Massnahmen verdonnert wurden. Wahrscheinlich ist das abhängig von Region, Beruf des Elos oder persönliches Empfinden der SB oder was auch immer....

@Ronald BW

Es gibt einige Konzerne in Deutschland, in welchen Industriemechaniker in der Produktion ein Gehalt von > 80kEuros haben und in der AV oder FS >100k€.

Diese MA versucht man mit einem goldenen Handschlag loszuwerden und dafür 3 neue MA einzustellen. ;)
Die entlassenen MA sind aber noch lange nicht unbedingt die, die händeringend gesucht werden.

Meine erste nette SB hatte sich bei mir ausgeheult, dass meine EX-Kollegen, nach Massenentlassung, aufgrund des hohen Gehaltes nicht vermittelbar wären. "Einfache Arbeiter mit dem Gehalt eines Lufthansa-Piloten."
 

Lucky Luke

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Die Frage war doch nicht, ob die AG verärgert sein könnten. Diese könnten ja ebenso Verwandschaft oder Bekanntschaft sein. Sondern ob das Vorweisen eines AV in Zukunft ausreicht, um von der AfA in Ruhe gelassen zu werden. Und als Schwarz-Weiss-Malerei das krasse Beispiel von mir.

Denn auf der anderen Seite war hier schon mehr als oft das Thema, dass ELOs trotz geplanter Weiterbildung, AV oder Studium zu Massnahmen verdonnert wurden.

Sorry, liegt mit fern, den Thread von Sascha78 zu schreddern...

Aber noch eine Anmerkung zu ELOO: dein "krasses Beispiel" kam bei mir schon ein bisschen als Anleitung zum - ich drück' mich jetzt auch mal krass aus - "abhängen" im ALG-Bezug rüber...

Und ob jeder Elo sooooviel Bekannte/Verwandte hat, die mit ihm das Spielchen "Arbeitsvertrag wechsle dich" spielen können, lasse ich mal dahingestellt. Ebensowenig glaube ich, dass die AfA da "mitspielen" würde...

Insofern wünsche ich Sascha alles Gute und für diese (eine) Übergangszeit wirklich Ruhe!
 
G

Gelöschtes Mitglied 66188

Gast
Aber noch eine Anmerkung zu ELOO: dein "krasses Beispiel" kam bei mir schon ein bisschen als Anleitung zum - ich drück' mich jetzt auch mal krass aus - "abhängen" im ALG-Bezug rüber...

Sorry, aber wenn jemand fragt, ob er/sie mit 2700€ netto/Monat 4 Monate im ALG-Bezug "abhängen" kann und seine/ihre Ruhe hat, ist es als Übergangszeit legitim und die Ruhe sei ihm gegönnt. Meine Frage, ob man das wiederholen könnte, siehst Du dann als eine "Anleitung" zum Abhängen in ALG?
Also 4 Monate sind ok, 8 Monate sind nicht ok.

Wie gut, dass Du nicht mein Sachbearbeiter bist. :geek:
 

Sascha78

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Danke, für eure rege Diskussion hier. Also ich möchte definitiv nicht noch länger arbeitslos sein, sondern freue mich dann auf die neue Stelle. :)

Habe nur keine Lust andauernd beim Amt anzutanzen ohne Sinn und Zweck.
 

Sascha78

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Deine Arbeitslosigkeit beginnt ab dem Tag wo Du Dich ordentlich arbeitslos gemeldet hast.

Die Beitragsbemessungsgrenze der Arbeitslosenversicherung beträgt aktuell 6.700 € monatlich West bzw. 6150 € monatlich Ost.
Daraus ergibt sich das höchstmögliche Arbeitslosengeld. Ein Mehrverdienst darüber hat keine Auswirkung auf die Höhe des ALg1.
Und aus Deinem ALG 1 auch daraus gemäß § 140 SGB III das zumutbare ALg1.
Wenn man in 4 Monaten eine neue Beschäftigung hat und das Arbeitsamt so stur ist weiter zumutbare VV mit RFB zu senden,
dann bewirbt man sich halt. Mit Hinweis das man ab ... bereits eine feste Stelle habe und man nur bis dahin zur Verfügung steht.
Normalerweise macht ein Arbeitsamt nichts mehr wenn Du Dich abmeldest.

Sobald Du arbeitslos wirst wechselst Du von Deiner freiwilligen GKV in die gesetzliche GKV.

Was ist wenn Du wieder arbeitest hängt es von den genauen Umständen des Vertrages ab.
Es ist sowohl eine Pflicht als auch eine freiwillige Krankenversicherung möglich.

Aus aktuellem Anlass nochmals eine Frage hierzu. Angenommen: Bisheriges Bruttogehalt 11000 € - liegt das zumutbare Arbeitsentgelt in den ersten 3 Monaten dann bei 5360 oder 8800 €.

Danke :)
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
Bisheriges Bruttogehalt 11000 € - liegt das zumutbare Arbeitsentgelt in den ersten 3 Monaten dann bei 5360 oder 8800 €.

Es gilt § 140 SGb III, hier (3)

(3) Aus personenbezogenen Gründen ist eine Beschäftigung einer arbeitslosen Person insbesondere nicht zumutbar, wenn das daraus erzielbare Arbeitsentgelt erheblich niedriger ist als das der Bemessung des Arbeitslosengeldes zugrunde liegende Arbeitsentgelt. In den ersten drei Monaten der Arbeitslosigkeit ist eine Minderung um mehr als 20 Prozent und in den folgenden drei Monaten um mehr als 30 Prozent dieses Arbeitsentgelts nicht zumutbar. Vom siebten Monat der Arbeitslosigkeit an ist einer arbeitslosen Person eine Beschäftigung nur dann nicht zumutbar, wenn das daraus erzielbare Nettoeinkommen unter Berücksichtigung der mit der Beschäftigung zusammenhängenden Aufwendungen niedriger ist als das Arbeitslosengeld.

Es gilt in diesem Fall die Beitragsbemessungsgrenze. Sie beträgt aktuell für die Arbeitslosenversicherung 6.700 € im Westen und 6.150 € im Osten (Hier ist Deutschland weiterhin geteilt.)
Je nach dem ist einer dieser Werte der für die Berechnung der Zumutbarkeit der jeweilige Ausgangswert.
 
G

Gelöschtes Mitglied 66188

Gast
Von einem Elo mit einem Monatsgehalt von 11k€ könnte man eigentlich erwarten, dass er diese Preisfrage selbst beantworten kann. Auf der anderen Seite, wenn er sich die Mühe machen würde den § 140 SGb III selbst zu lesen, dann wäre er wohl auch keine 11.000 € Monatsgehalt wert? :unsure:
 
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