Maßnahme trotz Antrag zur Festellung auf Erwerbsminderung

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Siri

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Hallo in die Runde,

ich muss mich einmal an Euch wenden, weil es um eine Maßnahme seitens des JC im Kontext mit einem Antrag zur Feststellung einer Erwerbsminderung geht.
Ich stellte am 08.03.2019 einen Antrag bei der DRV und teilte dies dem JC samt Kopien der Briefmarke und der „Quittung“ des Einschreibens mit.
Die Maßnahme beginnt am Montag, mir wurde der Termin mittels gelben Briefs ebenfalls am 08.08.2019 (Freitag) zugestellt. Mein Schreiben reichte ich am letzten Dienstag ein und heute rief mich ein SB an, dass dieser Antrag nicht reichen würde, um nicht an dieser Maßnahme teilzunehmen.

Stimmt das so? Schließlich besteht die Möglichkeit, dass ich gesundh. so beeinträchtigt bin, nicht arbeitsfähig zu sein.
Habe nun schnell einen Termin beim HA gemacht, den ich am Montag habe.

Danke Euch schon einmal vorab für die Antworten 😊
 
E

ExitUser

Gast
Schließlich besteht die Möglichkeit, dass ich gesundh. so beeinträchtigt bin, nicht arbeitsfähig zu sein.
Ein Antrag alleine sagt ja nichts aus ob man krank, erwerbsgemindert, oder voll erwerbsfähig ist. Du stellst ja lediglich einen Antrag, nicht mehr und nicht weniger. So lange da nichts festgestellt ist, bist du eben nicht erwerbsgemindert.

Wenn du gesundheitlich so beeinträchtigt bist das du nicht arbeitsfähig bist, dann lass dich AU schreiben. Das dürfte sowieso das Erste sein was die RV prüft. Jemand der nicht AU ist, braucht ja keine EM-Rente.
 

Siri

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Ich bedanke mich für Eure Antworten :), habe es mir schon fast gedacht.

Eine AU reicht aus? Mir teilte ein SB einmal mit, dass das JC nur die "gefürchtete" Wegeunfähigkeitsbescheinigung akzeptiere, die mir mein HA bestimmt nicht erstellt.
Ich las mich schon mittels Suchfunktion durch die entspr. Beiträge und konnte entnehmen, dass den Betroffenen nichts anderes übrig blieb, als sich auf einen Kampf vor dem SG einzulassen, inkl. von Sanktionen, die erst einmal vorgenommen werden.
natürlich versuche ich es am Montag erstmal mit der AU, doch wenn die "abgelehnt" wird, wie sollte ich danach vorgehen?
 

Kerstin_K

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Das kommt vielleicht auch ein bischen drauf an, welcher Art Deine gesundheitlichen Beeinträchtigungen sind.

Ich bin zum Beispiel Rollstuhlfahrerin, das heisst aber nicht, dass ich erwerbsgemindert bin. Aber es wäre für einen SB ziemlich offensicht lich, dass ich zum Beispeiel an eienr Massnahme in nicht barrierefreien Räumlichkeiten an einer Massnahme nicht teilenehmen könnte, weil mein Rollstuhl nunmal keine Flügel hat. Dazu bedarf es keines Gutachtens, das sieht jeder medizinische Laie.

Stell sich also die Frage, ob Deine gesundheitlichen Einschränkungen dergestalt sind, dass es für den SB eigentlich offensichtlich sen müsste, dass Du an derMassnahm nicht teilnehmen kannst, ganz unabhängig davon, ob Du AU geschrieben bist oder nicht. Dann hat sich das mit einer WUB oder so automatisch erledigt.
 

Siri

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Danke, Kerstin für Deine Antwort.
Ich habe nachgewiesene (MRT plus Befund) Zysten im Sacralbereich, die mich motorisch und sensorisch beeinträchtigen. Ich kann damit weder Sitzen, Stehen, Gehen, Fahrrad fahren, mich beugen oder strecken. Liegen verschafft Abhilfe. Die genannten Tätigkeiten erhöhen den Druck auf die Nervenbereiche = Verschlechterung. Befinde mich damit zur Zeit in orth. Behandlung, operieren wollen die Ärzte nicht, zu heikel.
Mein Facharzt hat so kurzfristig keinen Termin zwecks Besprechung/ Attest - Ausstellung, daher der Gang zum HA, dem die Problematik bekannt ist.
Arbeiten kann ich damit nicht mehr, habe all meinen Klienten für die nächsten Monate abgesagt und dies dem JC ebenfalls mitgeteilt.
Verstehe ich es richtig, dass mein HA also besser ein Attest mit entsprechenden Begründungen ausstellen sollte, als "nur" eine AU?
 

Kerstin_K

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Eine WUB darf nur verlangt werden, wenn dies vorher angekündigt wird. Das heisst aus meier sicht, wenn Din Jaisarzt Dich jetzt AU schreibt, bist Du für die Massnahme entschuldigt. Wenn der SB dich dann ais der Massmahme nimmt und dich dann erneut zuweis, müste er in die Zuweisung reinschreiben, dass eine WUB erforderlich ist.

Auf der ganz sicheren seite wärst Du wohl, wenn Dir einnArzt bescheinigen würde, dass eine Teilnahme ander Massnahme aus medizinischer Sicht nicht möglich ist.

Oder ist das auch so für den SB nach aussen sichtbar, dass das nicht geht? Wann hat der dich zuletzt gesehen?
 

Siri

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Hallo Kerstin,
ich werde das mit meinem HA besprechen und versuchen, von ihm Beides zu bekommen - eine AU und eine detaillierte Bescheinigung.
Der SB kennt mich persönlich nicht, meine SB wechseln ständig, und alle anderen Termine nahm ich bisher immer wahr, hielt mich "brav" an alles.
Meine Diagnose kenne ich erst seit Oktober 2018, habe mich jahrelang mit den immer schlimmer werdenden Beschwerden durch die Arbeit gequält, nun geht es nicht mehr. An meinem Gangbild kann man erkennen, dass etwas nicht in Ordnung ist, allerdings sind diese Zysten ein nicht soooo häufiges Krankheitsbild. Wenn es auf eine MDK Untersuchung hinausläuft, bekommt das JC früher oder später die Diagnose, aber vorerst müssen sie sich auf die Bescheinigungen des HA verlassen.
 
E

ExitUser

Gast
bekommt das JC früher oder später die Diagnose
Nein das werden sie nicht, bzw. wäre das ein sehr grober Verstoss wenn etwas über deine Erkrankung dort von einem Arzt, oder ärztlichen Dienst weitergeben werden würde. Sie dürften lediglich erfahren das du gesundheitliche Einschränkungen hast und welche Tätigkeiten nicht möglich sind. Aber was du genau hast, werden sie nie erfahren.
 

Siri

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Muss man für eine (MDK) ärztl. Untersuchung nicht seine (Fach) Ärzte von der Schweigepflicht entbinden, damit die einen Einblick in die Unterlagen erhalten, um ggf. nach "Aktenlage" zu entscheiden, oder bin ich falsch informiert :unsure:, ExitUser?
 
E

ExitUser

Gast
Also, MDK ist das schon mal nicht, da MDK = Medizinischer Dienst der Krankenkasse.

Das wird dann der Ärztliche Dienst der Bundesagentur für Arbeit sein, was hier immer als äD oder äD AfA abgekürzt wird. Aber genau die dürfen nichts von deinen Diagnosen, Erkrankungen, usw. weitergeben. Da sie der ärztlichen Schweigepflicht unterliegen. Es ist richtig das du Schweigepflichtentbindungen erteilen kannst, damit die Unterlagen deiner Ärzte anfordern können. Jedoch dürfen sie das nicht an das JC weitergeben.

Dem JC können sie lediglich mitteilen ob und wie du eingeschränkt bist (z.B. nicht sitzen, nicht stehen, nicht im freien usw.) aber keinesfalls das du Krankheit "X" oder "Y" hast. Ja nicht mal eine Grippe Diagnose dürften die weitergeben.
 

Siri

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Aaaah, okay, danke für die diff. Erläuterung, ExitUser :). Natürlich habe ich ein ungutes Gefühl dabei, ob sich alle Beteiligten an die Vorgaben halten, ließe sich quasi nur mittels Akteneinsicht überprüfen. Sehe ich das richtig: ich KANN, muss die Schweigepflichtsentbindung jedoch nicht erteilen? In dem Fall käme seitens des JC sicherlich wieder die "Keule", oder?
 
E

ExitUser

Gast
Natürlich habe ich ein ungutes Gefühl dabei, ob sich alle Beteiligten an die Vorgaben halten, ließe sich quasi nur mittels Akteneinsicht überprüfen.
Natürlich musst du drauf vertrauen (können) das der äD keine Diagnosen weitergibt und das machen sie für gewöhnlich auch nicht. Aber klar, eine 100% Garantie hast du nicht, aber die hast du auch nicht bei deinem eigenen Arzt. Und trotzdem halten die sich schon dran.

Sehe ich das richtig: ich KANN, muss die Schweigepflichtsentbindung jedoch nicht erteilen?
Ja genau, dass muss man halt abwägen. Wenn du umfangreiche und aussagekräftige Unterlagen dem äD vorlegen kannst, dann kommst du damit deiner Mitwirkungspflicht nach und musst keine SPE erteilen. Ebenso wenn du in Richtung persönliche Begutachtung beim äD gehen willst.
Und wenn du doch SPE erteilen möchtest und dafür Vordrucke bekommst, wandel die mit einer zeitlichen Begrenzung auf ein paar Wochen ab.

Es gibt keine Pflicht die SPE zu unterschreiben, es gibt die Mitwirkungspflicht und der kannst du eben auch anders nachkommen.
 

Siri

Elo-User*in
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Vielen Dank erstmal, dass Du meine Fragen so geduldig beantwortest, ExitUser (y):). Ich schaue hier auch schon viel mittels Suchfunktion und werde im Fall des Falles noch gezielter suchen und mir weiterhin alles Wichtige notieren.
Am Montag wird mein HA mir hoffentlich entgegenkommen und mich unterstützen. Ich kam meiner "Mitwirkungspflicht" immer nach, habe denen nicht aus Trotz Steine in den Weg gelegt, zumal ich selbst Interesse daran habe, meine Gesundheit zu verbessern.
Misstrauisch, vorsichtig und achtsam gehe ich dennoch vor, wie die allermeisten von uns. Ist einfach ein schlechtes, auf Misstrauen, Macht und Sanktionen aufgebautes System.

Ich sende nette Grüße und wünsche ein angenehmes Wochenende 😊😉
 
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