Maßnahme steht vor der Tür

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pfeifenkopf

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Hallo ihr lieben,

ich eröffne nun nochmals einen thread, denn meine Maßnahme zum wochenlangen bewerbungstraining startet dieser tage.

nachdem ich hier im forum stunden mit lesen verbracht habe, bin ich zwar ein wenig schlauer, aber immer noch verzweifelt und "ratlos".

folgendes glaube ich jetzt zu wissen:

1. es könnte sein, dass man mir während der maßnahme eine WEV vorlegt, bis jetzt habe ich keine. diese kommt aber vom jc und nicht vom maßnahmeträger, richtig?
2. natürlich wird mir der MT irgendwelche Verträge oder so zum unterschreiben vorlegen, hausordnung und so weiter und wohl auch seinen gefürchteten vertrag.
3.so weit so gut. gelernt habe ich: bloß nix unterschreiben!! oder/und zur prüfung mitnehmen. bei der wev denke ich, wird das noch ok sein (kann aber auch schon zu problemen führen?), die kommt ja aber wohl vom jc.
ABER: die ergüsse des MT verlangen ja nach einer "sofortigen" unterschrift, andernfalls drohungen, rauswurf, sanktionsankündigungen, bla bla.
4. ich als mädchen über 25 bin leider nicht so tough gestrickt, dass ich das "ich unterschreibe mal gar nix" in letzter konsequenz durchziehen kann, wenn es hart auf hart kommt.

5. was kann mir denn passieren, wenn ich deren kram "unter vorbehalt" unterschreibe, oder ist das rechtlich irrelevant?
6. was kann mir denn passieren, wenn ich den mist unterschreibe, also was kann denn da so alles drinstehen, was mir im nachhinein ärger bereiten könnte?
7. kann man unterschreiben und es dann prüfen lassen, also dann beim finden von fehlern oder rechtswidrigen inhalten etwas machen? nicht die wev, sondern den kram vom MT?
8. generell spricht ja mal nichts dagegen zumindest die hausordnung zu unterschreiben, das verstehe ich nun wirklich, wer an einem ort nichts unterschreibt und somit ev. etwas zerstört oder so, der ist einfach sozial nicht integrierbar. ich möchte ja dem mt wirklich nicht schaden, solange eine vernünftige gesprächsbasis vorhanden ist und er MIR nicht schadet, soviel anstand muss man haben. nicht jeder mitarbeiter eines MT will einem böses, von seiner qualifikation sehen wir mal ab.....

9. auch wenn die drohungen des MT lediglich dummes geschwätz sind und ich im recht bin, der aufwand recht zu bekommen ist, aus verständlichen gründen, hoch.
10. ich hoffe ihr glaubt jetzt nicht, "so eine dumme nudel, labert hier rum und unterschreibt dann doch jeden mist aus angst". so einfach ist das nicht, ich kenne einen teil meiner rechte, kann sie nur ggf. nicht durchsetzen.
11. nicht alle MT sind so extrem wie im forum geschildert, es gibt auch "menschliche", das soll natürlich nicht heißen, dass die maßnahme als solche sinnvoll ist.

letztendlich wollen aber alle MT nur mein bestes, MEIN geld, auch wenn der "staat" die maßnahme bezahlt, ich habe den "staat" auch mitfinanziert.
mir geht es nicht darum die maßnahme nicht zu machen, ich will nur das beste für mich und die anderen teilnehmer herausholen. auch wenn "das beste" nur eine sanktionsfreie zeit ist, die maßnahme als solche benötige ich nicht, gefragt hat mich aber keiner.

jedoch rechtlich verwerfliche oder illegale dinge lasse ich nicht mit mir machen! dagegen muss es rechtsmittel geben, auch wenn man etwas bereits unterschrieben hat, das ist immer so!!!

leider habe ich so viele finale fragen, gott sei dank "kenne" ich euch und hoffe auf eine rege diskussion, denn meine maßnahmefreie zeit läuft ab.

ich danke euch so sehr für eure hilfe.
 
L

lola montez

Gast
Ehrlich gesagt verstehe ich nicht so ganz, was du meinst.
Du willst etwas unter Vorbehalte unterschreiben?
Ich würde es nicht tun wenn du unterschreibst, kannst du es nicht mehr wider rufen, also besser nicht.

Eine Hausordnung würde ich so wieso nicht unterschreiben, ich bin doch nicht im Vollzug.
Ob die denken, ich bin nicht sozial integrierbar wäre mir egal, schlieslich zahlt das der JC, das du dort Maßnahme machst.
Drohen kann mir auch niemand mehr, mein SB hat es versucht. Jetzt bin ich auf unbestimmte Zeit AU. Sein Pech.
Lass dich nichts schön reden, es ist deine Zeit, die du mit Sinnlosem verplemperst.
Und wenn du hast schon mal eine Maßnahme gemacht, hätte ich die Maßnahme freie Zeit genutzt und mir nicht eine neue eindrücken zu lassen.
Ich kann meine Zeit auch sinnvoller gestalten.

Lass dir von diesen Menschen nichts erzählen, allein zählst du und deine eigene Meinung.
 

Großer Löwe

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Hallo Pfeifenkopf.

Du musst standhaft bleiben und unbedingt Mut beweisen!
Wenn du vorher meinst,du könntets einknicken,dann versuch erst gar nich zu kämpfen!Halbherzig angefangen,hilft dir das nicht!

Hausordnungen sind gefährlich!
Da steht meistens sowas wie:"Den Anordnungen der Dozenten ist Folge zu leisten"Wenn du die unterschreibst,und dann unartig bist,könnten die dir das so auslegen,das du nicht bereit bist,alles zu tun um Arbeit zu finden,und das bedeutet SANKTION!!

Wenn du etwas unter Vorbehalt unterschreibst ist das nichts wert!
DU musst dann nämlich beweisen,das diese Maßnahme sinnlos ist um wieder zu kündigen!
Und das wird verdammt schwer alleine diesen Nachweis zu erbringen!

Jetzt da du weißt was passieren wird:
TU ES NICHT!

LG
GL
 
E

ExitUser

Gast
... 2. natürlich wird mir der MT irgendwelche Verträge oder so zum unterschreiben vorlegen, hausordnung und so weiter und wohl auch seinen gefürchteten vertrag.
3.so weit so gut. gelernt habe ich: bloß nix unterschreiben!! oder/und zur prüfung mitnehmen. ...

Wenn Du Dich weigerst, selbst die Belehrung zur Hausordnung o. ä. zu unterschreiben und Du deswegen von der Maßnahme ausgeschlossen wirst, könnte Dir das als Weigerung zur Teilnahme (Nichtantritt) ausgelegt werden. Hierzu gab es bereits eine gerichtl. Entscheidung.

Zu Bewerbungstrainings wird man üblicherweise verdonnert, da gibt es mW keine Verträge.
 

pfeifenkopf

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Wenn Du Dich weigerst, selbst die Belehrung zur Hausordnung o. ä. zu unterschreiben und Du deswegen von der Maßnahme ausgeschlossen wirst, könnte Dir das als Weigerung zur Teilnahme (Nichtantritt) ausgelegt werden. Hierzu gab es bereits eine gerichtl. Entscheidung.

Zu Bewerbungstrainings wird man üblicherweise verdonnert, da gibt es mW keine Verträge.

danke k.lauer,
ja, ich wurde direkt nach antragsstellung dazu verpflichtet.

also ist der widerstand dagegen zwar möglich, aber sehr schwer und ev. nicht erfolgreich?
sicher gibt es immer mittel und wege, aber ein kampf mit zu großen opfern führt nicht immer zum sieg?
hast du da ev. urteile als links oder so?

bei der WEV sieht das aber doch anders aus? wenn ich die bekomme, sollte ich doch sicher eine prüfungsmöglichkeit bitten? das steht mir doch seit 2011 zu, oder? habe halt bis jetzt gar keine WEV, denn meinen SB habe ich bis jetzt nicht kennengelernt.
ich befürchte nur, dass man mir während der maßnahme eine WEV vorlegt, WIE soll ich mich in DANN verhalten?
 

pfeifenkopf

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Was ist unter WEV zu verstehen?

damit meine ich diese berühmte "wiedereingliederungsvereinbarung" oder "eingliederungsvereinbarung", welche man normalerweise mit seinem SB bespricht oder von ihm bekommt. die muss man ja keinesfalls sofort unterschreiben!?

ich habe aber schon gelesen, dass diese "vereinbarung" während einer maßnahme sozusagen mit auf den tisch gelegt wird, denn ist sind ja ab und an auch mitarbeiter des JC vor ort in diesem maßnahmen.
 
E

ExitUser

Gast
damit meine ich diese berühmte "wiedereingliederungsvereinbarung" oder "eingliederungsvereinbarung", welche man normalerweise mit seinem SB bespricht oder von ihm bekommt. die muss man ja keinesfalls sofort unterschreiben!?

ich habe aber schon gelesen, dass diese "vereinbarung" während einer maßnahme sozusagen mit auf den tisch gelegt wird, denn ist sind ja ab und an auch mitarbeiter des JC vor ort in diesem maßnahmen.

Die Eingliederungsvereinbarung nach § 15 SGB II wird ausschließlich mit dem Amt getroffen.
 

Bud Spencer

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Hallo @pfeifenkopf,

lass bloß die Finger von einer Unterschrift "unter Vorbehalt". Ich vermute, dass Du die rechtlichen Konsequenzen nicht kennst, diese sind nämlich sowieso alles andere als eindeutig. Auch wenn man das nicht tun sollte :icon_wink:, stelle ich trotzdem mal eine Gegenfrage: unter welchen Vorbehalt möchtest Du den Vertrag denn stellen? Du merkst bestimmt, dass Du hiermit nicht weiterkommst.

Das Wesentliche haben ja bereits meine Vorschreiber vorgetragen. Meines Erachtens macht es nur Sinn, sämtliche vorgelegte Papiere zur rechtlichen Prüfung sofort einzustecken. Sobald Du anfängst, dort einzelne Dinge zu unterschreiben oder durch gut gemeintes, aber letztlich falsches Entgegenkommen einzelne Abschnitte o.ä. zu diskutieren, dann gerätst Du sofort unter Druck. Wenn Mitarbeiter solcher Träger nämlich etwas können, dann ist es die Teilnehmer verbal in die Zange zu nehmen und zu zermürben.

Dies kann dementsprechend nicht der richtige Weg sein, vor allem da er Unentschlossenheit und Verunsicherung demonstriert. Da Du Dich selbst als letztlich zumeist nicht 100%ig konsequent einschätzt, kann ich davon nur abraten. Entweder ziehst Du das komplett durch oder gar nicht. Ich weiß, dass dies nicht leicht ist, aber nur so kannst Du Erfolg haben.

In Sachen EGV (bei Dir "WEV" :icon_wink:) bist Du ja anscheinend schon informiert. An dieser Stelle gilt im Prinzip selbiges wie für die Verträge des Trägers, nur bist Du hier bei einer Nichtunterschrift mit Prüfungswillen definitv auf der sicheren rechtlichen Seite.

Ich gehe übrigens davon aus, dass vor Ort kein Mitarbeiter des Jobcenters anwesend sein wird und Dir eine EGV aufdrängen will. Ausgeschlossen ist dies natürlich nicht, aber da bisher noch nicht einmal die Feststellung Deiner Hilfebedürftigkeit (in Form der Wirksamkeit des Bewilligungsbescheids) vorliegt, halte ich das eher für unwahrscheinlich.

So denn, viel Erfolg und lass Dich nicht unterkriegen!

Grüße,
Bud Spencer
 
G

Gelöschtes Mitglied 34264

Gast
Unter der Überschrift Hausordnung wurde mir bei meiner letzten Maßnahme ein Dokument zur sofortigen Unterschrift vorgelegt. Die ersten §§ waren allgemeines Bla Bla über Räumlichkeiten, was man bei solch einem Dokument auch erwarte.

Der § 7 o. ä. dieser Hausordnung hatte es in sich. Da stand sinngemäß, daß ich darüber informiert bin, daß Fehltage durch AU "nachgeholt" werden müssen. Bei § 8 ging es dann wieder um so was wie Fenster schließen.

Also Hausordnung muß nicht unbedingt ein harmloses Dokument sein, was man im Vertrauen (gleich AGB) unterzeichnen kann.

Ja, ich war auch darauf hereingefallen. :icon_neutral: Was habe ich mich geärgert. Das war richtig fies.
 

pfeifenkopf

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@bud spencer,
danke, deine ausführliche antwort stellt für mich eine große hilfe dar!
ich weiß letztendlich nicht wie ich mich verhalten werde, wohl aber, wie ich mich verhalten sollte. es kommt natürlich auf den einzelnen menschen an. ob ich die kraft habe, ich weiß es nicht!
eins ist jedoch sicher, falsch es zu zu dieser egv-nummer in der maßnahme kommen sollte, werde ich definitiv nicht ohne "vorherige prüfung durch meinen rechtsbeistand" unterschreiben!! da können die sich auf den kopf stellen!
habt ihr noch weitere tipps?
danke!!
 

gelibeh

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Der § 7 o. ä. dieser Hausordnung hatte es in sich. Da stand sinngemäß, daß ich darüber informiert bin, daß Fehltage durch AU "nachgeholt" werden müssen. Bei § 8 ging es dann wieder um so was wie Fenster schließen.

Also Hausordnung muß nicht unbedingt ein harmloses Dokument sein, was man im Vertrauen (gleich AGB) unterzeichnen kann.
Und bei jemand Anderem war die gesamte Datenzugriffsgeschichte in der HO versteckt.
 

Couchhartzer

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Unter der Überschrift Hausordnung wurde mir bei meiner letzten Maßnahme ein Dokument zur sofortigen Unterschrift vorgelegt.
...

Der § 7 o. ä. dieser Hausordnung hatte es in sich. Da stand sinngemäß, daß ich darüber informiert bin, daß Fehltage durch AU "nachgeholt" werden müssen. Bei § 8 ging es dann wieder um so was wie Fenster schließen.
Wobei ich mich wirklich frage, mit was sich der Verfasser dieser Hausordnung wohl seinen Verstand weggesoffen hat. Oder WAS bitte hat eine solche Klausel über AU / Fehltage und Nachholzeiten in einer HAUSORDNUNG zu suchen?!
 
E

ExitUser

Gast
... eins ist jedoch sicher, falsch es zu zu dieser egv-nummerin der maßnahme kommen sollte, werde ich definitiv nicht ohne "vorherige prüfung durch meinen rechtsbeistand" unterschreiben!! da können die sich auf den kopf stellen! habt ihr noch weitere tipps?
danke!!

Woher nimmst Du das Geld für den RA, der Deine Eingliederungsvereinbarung prüfen wird?
 

Existenzminimum

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Hallo ihr lieben,

ich eröffne nun nochmals einen thread, denn meine Maßnahme zum wochenlangen bewerbungstraining startet dieser tage.

...


Kannst du keine Bewerbungen schreiben?

Nur dann wäre die Maßnahme ggf. geeignet und schwieriger zu umschiffen. Kann das JC (ALG II?) dir nicht nachweisen, dass genau diese Maßnahme deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt erheblich verbessert und damit geeignet ist, solltest du sie auch nicht machen. Und musst du auch nicht, dafür gibts einige Gerichtsurteile. Such und lies mal hier im Forum in den entsprechende Beiträgen unter "Erfolgreiche Gegenwehr":icon_wink:

Eine gewisse Härte und Durchsetzungsvernögen benötigst du natürlich schon.
 

pfeifenkopf

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Woher nimmst Du das Geld für den RA, der Deine Eingliederungsvereinbarung prüfen wird?

nicht ohne "vorherige prüfung durch meinen rechtsbeistand"

das ist (und sollte es für alle anderen auch sein) die standardantwort auf alle fragen gegenüber den mir nicht als vertrauenswürdig eingestufen personen im privaten oder öffentlichen leben.
solange ich eine person nicht als loyal oder unbedenklich einstufe, ist sie generell im zweifelsfall gegen mich!

der "anwalt" arbeitet aufgrund seiner langjährigen freundschaftlichen beziehung zu mir unentgeltlich ;-)

@existensminimum
danke für deine antwort.
natürlich kann ich bewerbungen schreiben, aber diese tatsache interessiert das JC meines wissen gar nicht, jeder wird von meinem JC zunächst zu dieser maßnahme verpflichtet.
 
E

ExitUser

Gast
nicht ohne "vorherige prüfung durch meinen rechtsbeistand"

das ist (und sollte es für alle anderen auch sein) die standardantwort auf alle fragen gegenüber den mir nicht als vertrauenswürdig eingestufen personen im privaten oder öffentlichen leben.
solange ich eine person nicht als loyal oder unbedenklich einstufe, ist sie generell im zweifelsfall gegen mich!

der "anwalt" arbeitet aufgrund seiner langjährigen freundschaftlichen beziehung zu mir unentgeltlich ;-)

@existensminimum
danke für deine antwort.
natürlich kann ich bewerbungen schreiben, aber diese tatsache interessiert das JC meines wissen gar nicht, jeder wird von meinem JC zunächst zu dieser maßnahme verpflichtet.

Du bist Alg2-Empfänger und Du sollst einer Trainingsmaßnahme zugewiesen werden. Also woher nimmst Du das Geld für eine Beratung ohne Beratungshilfe nach dem BerHG bei einem Rechtsanwalt, mit dem Du vor der Nase der Träger herumwedelst.

Definition Rechtsbeistand

"... war die Bezeichnung ..."
 

Bud Spencer

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@K. Lauer: Wer behauptet denn, dass eine rechtliche Prüfung von Verträgen und sonstigen Dokumenten zwingend von einem Rechtsanwalt durchgeführt werden muss? Es obliegt dem Betroffenen doch selbst, wie und von wem er sich beraten lässt. Dementsprechend ist auch anzuraten, gegenüber dem Träger oder dem JC auch nur von einer "Prüfung" zu sprechen, weitergehende Details haben diejenigen nicht zu interessieren.


@Existenzminimum: Eine Maßnahme von vornherein abzulehnen und demenstprechend nicht anzutreten, weil diese aus Sicht des eLb als keinesfalls geeignet erscheint, ist meiner Ansicht nach komplizierter als den Weg über die Nicht-Unterschriften zu gehen. @pfeifenkopf soll diese Maßnahme per Zuweisung antreten (eine EGV oder EGV per VA liegt nicht vor), es handelt sich sich somit nicht um einen Verwaltungsakt, gegen den man Widerspruch einlegen kann.

Des Weiteren sehe ich hier Schwierigkeiten, dies vor dem SG glaubhaft zu machen, da eine Einschätzung bzw. Bewertung des Trägers durch die Userin kaum nachvollziehbar vorgetragen werden kann, sobald sie dort nicht einmal antritt. Da sie zudem, soweit ich das hier verfolgen konnte, neu im ALG II-Bezug steht, wird sie dahingehend auch keine vorherigen Erfahrungen einbringen können.

Ich würde deshalb eher davon abraten, kann aber letztlich auch nur meine persönlichen Bewertungen und Erfahrungen hier schreiben, entscheiden muss derjenige letztlich immer noch selbst. :icon_smile:

Grüße,
Bud Spencer
 

altesEkel

Neu hier...
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Moin Pfeifenkopf,
zunächst denke ich mal "Unterschrift unter Vorbehalt" ist so ein Begriff ohne rechtliche Wirkung. Aber die Damen und Herren vom JC sind so gut ausgebildet, daß ca. 80 % der Bescheide einer gründlichen Prüfung bedürfen. Nun gut, wir leben nun man in einem Staat der eine Unmenge öffentlich Angestellter/Beamter finanzieren muß damit die "Arbeitslosenzahlen" nicht zu hoch werden. Ich persönlich bin mit den zu "unterschreibenden Unterlagen" zu dem für meinen Wohnort zuständigen Amtgericht getigert, und habe mich durchgefragt bis ich einen "Beratungsschein" für einen Rechtsanwalt bekommen habe. Diesem habe ich dann den "Wisch" gebracht und mich in Geduld gefaßt bis ich eine schriftliche Stellungnahme des Anwalts bekommen habe. Dann habe ich den "Wisch" ändern lassen oder Unterschrieben. So lange du Hartz IV oder Sozialhilfe bekommst steht dir Rechtsberatung auf Kosten der "Solidargemeinschaft" zu. Wenn du dann irgendwann zu den Großverdienern gehörst mußt du wieder rückzahlen, aber das kann dauern... *lol

Dieses System ist so faulig, daß man es nur mit seinen eigenen Mitteln zerstören kann. Also immer treu und brav Kosten verursachen bis dein Sachbearbeiter für seinen "Chef" zu unangenehm wird, dann sitzt er neben dir beim nächsten Antrag, da diese ja sonst nichts können, oder er läßt dir irgendwann die Möglichkeit zukommen etwas vernünftiges für dieses verschwendete Geld zu tun.

*lach
mich haben diese "Kasper" in eine Schulung geschickt um im Internet Stellen zu suchen und dann Bewerbungen zu schreiben. Habe damals schon vier semester Informatik neben meiner Arbeit studiert und dann unserem Lehrgangsleiter gezeigt wie man Serienbriefe schreibt, damit man nicht jeden Tag 4 h denselben quark mit anderen Adressen und Kontaktinformationen schreiben muß... ;) Irgendwann haben sie festgestellt, daß ich ja zu 100 % behindert bin, und mein EU-Rentenantrag läuft...

Also mein Rat ist folgender:

Amtsgericht, Beratungsschein, Fachanwalt für Sozialrecht diesen Krempel vorlegen, Vollmacht unterschreiben und dich in Gedult fassen bis ein Sozialgericht zeit findet es zu beurteilen. Ansonsten dem Rat des RA's folgen damit du keinen unnötigen Ärger hast. Kosten verursachen und unangenehm sein!!!
lg altesEkel
 

pfeifenkopf

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danke altes ekel, danke bud spencer!

ich sehe es so wie ihr. und nur weil ich von prüfung durch rechtsbeistand spreche, muss ich niemandem gegenüber erklären, woher ich das geld hätte!! es gibt auch kostenlose beratung. es geht hierbei ja u.a. darum, eine logische begründung für die absicht der prüfung zu geben!!!

die frage von k.lauer "woher nehme ich das geld" ist demzufolge zwar legitim, muss aber eigentlich nicht (und schon gar nicht mehrfach) beantwortet werden. dennoch bin ich auch für seine, jedoch zu meinem anliegen völlig irrelavanten, antworten dankbar, sorry k.lauer ;-))

ich möchte gerne zur rein sachlichen diskussion meiner thread-frage zurückkehren, ich möchte unnötigen "ärger" vermeiden, möchte nur meine rechte kennen und wahrnehmen, danke.
 
M

Minimina

Gast
Also mein Rat ist folgender:

Amtsgericht, Beratungsschein, Fachanwalt für Sozialrecht diesen Krempel vorlegen, Vollmacht unterschreiben und dich in Gedult fassen bis ein Sozialgericht zeit findet es zu beurteilen. Ansonsten dem Rat des RA's folgen damit du keinen unnötigen Ärger hast. Kosten verursachen und unangenehm sein!!!
lg altesEkel

Das geht in Berlin, Bremen und Hamburg nicht. Dort muss man zu einer öffentlichen Rechtsberatung in der überwiegend pensionierte Richter und Rechtsanwälte sitzen und sich entweder ein kleines Zubrot verdienen oder sich selbst beweihräuchern lassen müssen.

Auf dem Gebiet des Sozialrechtes absolute Katastrophe. Die gehen doch nicht gegen ihren eigenen Arbeitgeber vor, nämlich dem Stadtstaat.

LG MM
 
E

ExitUser

Gast
... die frage von k.lauer "woher nehme ich das geld" ist demzufolge zwar legitim, muss aber eigentlich nicht (und schon gar nicht mehrfach) beantwortet werden. dennoch bin ich auch für seine, jedoch zu meinem anliegen völlig irrelavanten, antworten dankbar, sorry k.lauer ;-)) ...

Kein Problem. Ich wollte lediglich dafür sensibilisieren, wie lächerlich es wirken muss, der Ernsthaftigkeit seiner Sache Nachdruck verleihen zu wollen/müssen, indem man im Voraus mit dem Rechtsbeistand "droht", wenn am Ende klar wird, dass man weder einen bezahlten noch einen unbezahlten hinzugezogen hat. Einfacher wäre es sicherlich zu sagen, dass man als SGB 2-Laie sich zu hause und in völliger Ruhe und ohne äußeren Druck erst einmal in die Materie einlesen muss und bei Fragen sich wieder vertrauensvoll :)biggrin:) an das Amt wenden wird.
 
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