Maßnahme nach §16s SGB2 Arbeitsgelegenheit, völlig ungeeignet was tun?

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HilfesuchenderMensch

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Hilfe,
es lag heute ein Brief mit PZU im Briefkasten.

Darin steht nur auf der 1. Seite:

"Zuweisung in eine Arbeitsgelegenheit gem- §16d SGB2 Grundsicherung für Arbeitssuchende

Sehr geehrter Sklave,
im Rahmen einer öffentlich geförderten Beschäftigung weise ich Sie in eine Arbeitsgelegenheit zu.

Angaben zum Träger:
Maßnahmenummer XXX, Kurzbezeichnung der Maßnahme: Unterstützung sozialer Einrichtungen 2, Träger XXX"

Auf Seite 2 dann das:

"Angaben zur Einsatzstelle:
Einsatzstelle: Projekt Sklaventreiberei xxx
Bezeichnung der Tätigkeit: Kindergartenhelferin
Tätigkeitsbeschreibung: Es ist ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis erforderlich. „Unterstützung beim Spielen mit Kindern in seinen verschiedensten Formen.........; beim Thematisieren von gesunder Ernährung (mit Kindern backen und kochen, gemeinsam kochen und genießen lernen,...); zusätzliche Musik-und Tanzangebote (spielen und vorstellen eines Instrumentes, Instrumente selber basteln aus Dosen oder Kartons, das Vorstellen verschiedener kultureller Musikrichtungen oder Kinderlieder, Tanzschritte, Körperbewegung nach Musik usw.); reparieren, verschönern und aufarbeiten von Kinderspielzeug; Veranstaltungshilfstätigkeiten; gemeinsam mit den Kindern und dem Fachpersonal erfolgt das Zusammenstellen von Spielen oder anderen Angeboten auf Sommerfesten oder zum Fasching (themenorientiertes Basteln mit den Kindern im Vorfeld), Arbeitszeit zwischen 07:00 – 18:00 Uhr.

Angaben zum Teilnahmezeitraum:
Dauer von: Hat schon vor einem Tag VOR Zustellung begonnen.
Bis: 6 Monate

Angaben zu Lage und Verteilung der Arbeitszeit:

zeitlicher Umfang: 30h Woche
Arbeitszeitform: Teilzeit Schicht
Regelmäßige Arbeitszeit von: 08:00 Uhr bis: 20 Uhr
Regelmäßige Arbeitstage: Mo-Fr
Mehraufwandentschädigung: 1,50 €
--------------------------------------------------------------------
Angaben zum Ansprechpartner Träger:

Bitte setzen Sie sich umgehend mit dem Träger der Maßnahme in Verbindung.

Ansprechpartner: XXX
Tel: XXX
Anschrift: XXX

Bitte teilen Sie mir unverzüglich, spätestens bis zum xxxx das Ergebnis des Gesprächs schriftlich, telefonisch oder persönlich mit.

der Rest ist blalalala das mit Melden falls wichtiger Grund entgegen steht und letzte Seite der übliche Textbaustein-RFB Text.
---------------------------------------------------------------------

ICh brauche echt Hilfe und habe keine Zeit im Forum zu recherchieren, habe schon einiges gefunden aber ich habe keine Ahnung was meine Rechte sind.

Meine Fragen:

1. wie Vorgehen beim MT? ich würde da morgen iwann anrufen. Und dann? Ich habe null pädagogische Vorerfahrungen, selbst keine Kinder. Bin Wissenschaftler und habe dazu was die verlangen NULL Bezug. Und die Verantwortung für fremde Kinder will ich auch nicht übernehmen.

2. Fahrtkostentango? Ich muss sicher auch zum MT vorstellig werden, oder? erst dann darf ich zum Sklaventreiberverein hin

3. ich habe gehört, man muss einen Vertrag beim MT unterzeichnen? Wie vorgehen? Mitnehmen zur Prüfung? Wenn ja wie lange darf ich den prüfen? 2 Wochen? Oder besser "Unter Vorbehalt "unterschreiben da ich in Widerspruch gehen will? Gar nicht unterschreiben und wenn ja werde ich sicher sanktioniert oder?

3a) wenn ich unterschreibe, dann hafte ich doch für Schäden, oder?Was passiert also wenn so einem Kind was passiert, weil ich grad nicht hingeguckt habe? omg:sorry: aber das kann ich nicht.

4. Ich habe in 10 Tagen zwei Vorstellungsgespräche bei guten Jobs bei Arbeitgebern, kann mich mit der sinnfreien Maßnahme nicht mehr so ausführlich bewerben wie bisher und auch nicht vorbereiten für VG´s. Insofern hindert mich der Mist eher als "fördern" (wir wissen alle, dass das kein fördern ist)

5. Keine Begründung ersichtlich, keine Ziele, kein Konzept...


--> ich weiß nicht weiter...:sorry: :((((((( Nervlich am Ende..bitte um Hilfe von euch und lade auf eine Kaffeerunde ein :icon_pause:

Vorab ein DANKE ..
 

0zymandias

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AW: HILFE: Sinnlos Maßnahme nach §16s SGB2 Arbeitsgelegenheit, völlig ungeeignet was tun?

Ruhig bleiben und nicht aus der Hüfte schießen. :wink:

Das Wesentliche müsste sich morgen in aller Ruhe und überlegt machen lassen.
Du sollst ja in Verzug geraten und Dich unter Zeitdruck fühlen, damit Du Dir nicht die Zeit zum Nachdenken nimmst.

Mit dem MT nicht telefonieren, sondern ihn anschreiben.
("Hiermit setze ich mich mit Ihnen in Verbindung." -> Befolgt genau die Anordnung aus dem VA.)

Keinen Lebenslauf, keine Daten außer Namen und Postanschrift für den MT, keine Unterschrift für den MT (nicht verweigern, sondern Du musst die Schriftstücke prüfen lassen).

Für die Fahrtkosten zum MT müsste das JC aufkommen, solange keine Mehraufwandsentschädigung (MAE) bezahlt wird.

Schmökern:
Kinder- und Seniorenbetreuung nicht für jedermann zulässig in 1-€-Job
Der Senat hat erhebliche Zweifel daran, dass der Antragsteller aufgrund seiner Vorbildung und seinen sich in seinen bisherigen beruflichen Tätigkeiten gezeigten Interessen und Neigungen in der Lage ist, solche Betreuungstätigkeiten in einem Kooperationsbetrieb eigenständig auszuüben.

Der Antragsgegner geht offenbar davon aus, dass für die konkreten Tätigkeiten keinerlei Vorbildung oder sonstige Voraussetzungen erforderlich sind, so dass jede Person unabhängig von ihrer bisherigen beruflichen Tätigkeit oder Erfahrung in diesem Bereich (eigenständig) eingesetzt werden kann. Dieser Auffassung schließt sich der Senat nicht an. Neben den hohen fachlichen Voraussetzungen, wie sie sich zum Beispiel im Studiengang Soziale Arbeit oder in der Ausbildung zum Erzieher/in widerspiegeln, sind auch erhebliche persönliche Voraussetzungen, wie zum Beispiel Einfühlungsvermögen, Toleranz, erforderlich, um in dem gesellschaftspolitisch so wichtigen und vielfältigen Bereich tätig sein zu können. Bei der Betreuung von Senioren und behinderten Menschen spielen geistige, psychische und/oder körperliche Beeinträchtigungen eine Rolle. Der Betreuer muss die speziellen Bedürfnisse der Betroffenen erkennen, sie begleiten und im Rahmen ihrer Möglichkeiten fördern.

Im Bereich Kinderbetreuung ist die ganzheitliche Entwicklung der Kinder entscheidend. Dazu zählen sprachliche, geistige und motorische Fähigkeiten, das Sozialverhalten und die Persönlichkeit. Die Betreuer müssen den Alltag alters- und situationsgerecht mit geleiteten Abschnitten und freiem Spiel, Einzel- und Gruppenaktivitäten gestalten und den Kindern ermöglichen, vielfältige Lernerfahrungen zu machen, sich individuell zu entfalten und gleichzeitig in der Gruppe zurechtzufinden.
LSG Rheinland-Pfalz, L 3 AS 99/15 B ER, 28.04.2015
https://www.elo-forum.org/erfolgrei...s-gegen-einv-va-15-01-2015-a.html#post1886894
 

HilfesuchenderMensch

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AW: HILFE: Sinnlos Maßnahme nach §16s SGB2 Arbeitsgelegenheit, völlig ungeeignet was tun?

Mit dem MT nicht telefonieren, sondern ihn anschreiben.
("Hiermit setze ich mich mit Ihnen in Verbindung." -> Befolgt genau die Anordnung aus dem VA.)
Danke dir für die Turboantwort :peace:

Ich soll bis Freitag eine Antwort über das Gespräch an diese SB zukommen lassen (tel, Fax,schriftlich o persönlich).
Wenn ich morgen nen Brief via Einwurfschreiben losschicke dann kommt der frühestens Fr erst an. Dann müsste ich am Fr den Rückmeldebogen beim JC einreichen auf dem ich was schreiben soll? Habe am Do „MT kontaktiert und Ergebnis offen“?

Keinen Lebenslauf, keine Daten außer Namen und Postanschrift für den MT, keine Unterschrift für den MT (nicht verweigern, sondern Du musst die Schriftstücke prüfen lassen)
Sowieso :bigsmile: aber habe ich da auch 2 Wochen Zeit zum Prüfen?
 

Schmerzgrenze

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AW: HILFE: Sinnlos Maßnahme nach §16s SGB2 Arbeitsgelegenheit, völlig ungeeignet was tun?

Tätigkeitsbeschreibung: Es ist ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis erforderlich.
Zur Beantragung eines Zeugnisses darf ein LE nicht verpflichtet werden.
Schon die Erforderlichkeit eines solchen Zeugnisses schließt eine Zusätzlichkeit der Tätigkeit aus.
§ 16d Arbeitsgelegenheiten meinte:
(1) Erwerbsfähige Leistungsberechtigte können zur Erhaltung oder Wiedererlangung ihrer Beschäftigungsfähigkeit,
die für eine Eingliederung in Arbeit erforderlich ist, in Arbeitsgelegenheiten zugewiesen werden,
wenn die darin verrichteten Arbeiten zusätzlich sind, im öffentlichen Interesse liegen und wettbewerbsneutral sind.
Bei gegebener Zusätzlichkeit dürfte ich mir für die Beantragung des geforderten Zeugnisses also ganze 2 Jahre Zeit lassen.
Arbeitszeit zwischen 07:00 – 18:00 Uhr.
Angaben zu Lage und Verteilung der Arbeitszeit:
zeitlicher Umfang: 30h Woche
Arbeitszeitform: Teilzeit Schicht
Regelmäßige Arbeitszeit von: 08:00 Uhr bis: 20 Uhr
Regelmäßige Arbeitstage: Mo-Fr
Mehraufwandentschädigung: 1,50 €
Bitte setzen Sie sich umgehend mit dem Träger der Maßnahme in Verbindung.
Beim MT nichts unterschreiben und auch nicht :icon_evil: vorher mit demselben telefonieren.
Weil der offensichtlich soviel Arbeit im Angebot hat, würde ich mich mit diesem
(ggf. nach Zusicherung der Erstattung von Fahrtkosten für die Verbindungsaufnahme)
in Verbindung setzen und über eine entsprechende Entlohnung für diesen Teilzeitjob verhandeln.
Dabei gewissenhaft Gesprächsprotokoll führen und anschließend dem LT das Ergebnis mitteilen.
Bietet der pot. AG (als nichts anderes würde ich ihn betrachten) irgendwelche Vereinbarungen zur Unterschrift an,
diese flugs einstecken und zur Prüfung mitnehmen. Als Richtlinie gilt eine Prüfzeit von 2 Wochen.

Hier meine Erfahrungsgeschichte nach Zuweisung in eine AGH
 

HilfesuchenderMensch

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Guten Morgen Zeitkind, habe deine Story gelesen und habe mich da sofort auch gesehen, beginnend mit Schlafmangel etc.
Danke für deine Antworten:peace:
Da hast du mit deiner SB noch Glück. Meine SB redet wie ne kaputte Schallplatte.:doh:

Beantragung eines Zeugnisses darf ein LE nicht verpflichtet werden.Schon die Erforderlichkeit eines solchen Zeugnisses schließt eine Zusätzlichkeit der Tätigkeit aus.
Sehe ich auch so zumal der „Verein“ auch genau so eine Stelle ausgeschrieben hat, Bezahlung nach TVL!

Ich besitze nicht mal eine Begründung der Zuweisung. Sollte ich da jetzt nach der schriftlichen Begründung verlangen oder das für den Widerspruch nutzen, dass eben keine dabei war?
Ich bereite auch gerade mein Widerspruch vor, bin auch nebenbei ehrenamtlich tätig und mache immens viele Bewerbungen. Zudem muss ich mich gleichzeitig noch auf 1 VG vorbereiten:doh::sorry: ich bin überfordert und verunsichert mit der eigtl primitiven Drohkulisse seitens des JC, fast schon lächerlich schwankt man zwischen Heulkrämpfen und Lachanfällen.:icon_hihi:

Beim MT nichts unterschreiben und auch nicht :icon_evil: vorher mit demselben telefonieren.
Ok. Und was ist mit dem Fakt, dass die Maßnahme schon 1 Tag vor pzu Zustellung gestartet ist? Deswegen dachte ich ja schnell mal da anrufen als Brief schicken zwecks Erstkontakt. Bin mir unsicher.

....über eine entsprechende Entlohnung für diesen Teilzeitjob verhandeln.
Dabei gewissenhaft Gesprächsprotokoll führen und anschließend dem LT das Ergebnis mitteilen.
Auf jeden Fall eine gute Idee! Danke, kann ja dann dort die ausgedruckte Stelle erwähnen, die genau die gleichen Anforderungen verlangt plus Ausbildung als Sozialpädagoge, die ich nicht besitze.

Meinst du diesen Antwort–Rückgabebogen? Den will diese mir unbekannte SB bis spätestens morgen haben, bzw. eine Rückmeldung an sich. Wenn ich aber den MT erst über Post kontaktiere zwecks Terminvereinbarung dann dauert das noch. Also was mache ich nun mit der SB? Ankreuzen, dass kontaktiert am xx und Ausgang/Ergebnis noch offen? Beim JC anrufen will ich nicht da die gerne am TEL aushorchen u nachher was in meine Akte dazudichten.

Ruhig bleiben und nicht aus der Hüfte schießen. :wink:
Das Wesentliche müsste sich morgen in aller Ruhe und überlegt machen lassen.

.:cheer2: Ein großes Dankeschön auch an dich:icon_pause: *Dich auf Kaffee einlad*

Werde die Ratschläge befolgen. Parallel Widerspruch vorbereiten. Anwalt meinte ich solle auf die Nachteile der Maßnahme eingehen, alles andere hätte keinen Erfolg. Hm ..neige eher zu den was ich hier gelesen habe und hätte sicher mehrere Argumente:

– meine bisher zahlreichen Bewerbungen kann ich nicht mehr in dem Umfang nachgehen wie bisher (dadurch immerhin 2 VGs)
– keine Begründung in Zuweisung
– Zusätzlichkeit wegen Fürungszeugnis nicht gegeben, und auch gemeinnützige Veranstaltung hat nichts mit einer zusätzlichen, im öffentlichen Interesse liegenden und wettbewerbsneutralen Tätigkeit zu tun
– Ermessen und Eignungsfeststellung fehlt
– Integrationsziel/Konzept fehlt
–stelle ungeeignet da null pädagogische Kenntnisse und Eignung fragwürdig da gerade bei Kindern Empathie, Toleranz etc notwendig ist und vorher nicht geprüft
– keine vorherige Beratung durch unbekannte SB stattgefunden

Hab ich was vergessen?

Zoll auf jeden Fall prüfen lassen wegen Verdacht der Schwarzarbeit, oder? Gerade auch weil passende Stelle beim Verein ausgeschrieben ist. Punkt Zusätzlichkeit und Wettbewerb?
 
Zuletzt bearbeitet:

2wie Pech u Schwefel

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AW: HILFE: Sinnlos Maßnahme nach §16s SGB2 Arbeitsgelegenheit, völlig ungeeignet was tun?

Das die Stelle ausgeschrieben ist und na tvl bezahlt wird. Führungszeugnisse, Ateste sind vom JC zu bezahlen.
 

Schmerzgrenze

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AW: HILFE: Sinnlos Maßnahme nach §16s SGB2 Arbeitsgelegenheit, völlig ungeeignet was tun?

... zumal der „Verein“ auch genau so eine Stelle ausgeschrieben hat, Bezahlung nach TVL!
Damit wäre die Zuweisung in diese AGH belegbar wettbewerbswidrig.
Drucke das Teil aus und reibe es dem SB unter die Nase. Damit dürfte die AGH vom Tisch sein. :icon_wink:
 

0zymandias

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AW: HILFE: Sinnlos Maßnahme nach §16s SGB2 Arbeitsgelegenheit, völlig ungeeignet was tun?

Ich würde den Brief an den MT heute nach der Leerung des Briefkastens (steht drauf) in denselben einwerfen.
Damit kommt der Brief morgen in den Postumlauf und erreicht den MT erst am Samstag, kurz: Das Wochenende ist erst mal gesichert. :biggrin:

Ein Brief ist sinnvoll, da das gottgleiche JC in seiner allumfassenden Weisheit eine Anschrift nannte, also wird verdammichnochmal auch angeschrieben. :icon_hihi:

Sollte es Anrufe, E-Mails oder Besuche geben, was sehr unwahrscheinlich ist, aber man sollte sich auf der sicheren Seite irren, dann reagiert man nicht, bzw. legt auf oder verabschiedet sich.

Die Vorstellungsgespräche (VGs) haben Vorfahrt. Kein Wenn, kein Aber, kein Hättehättehätte. :biggrin:
Sie toppen also alles was an Maßnahmen oder Einladungen oder Gesangsstunden von JC oder MT kommt.
Und wie schon festgestellt machen sie Dich leider, leider ungeeignet für eine AGH im Sinne des § 2 SGB II.
Deswegen beide Vorgänge so gut und so sicher wie möglich dokumentieren, da sie als Nachweis, vielleicht auch Beweis genutzt werden können.

Die Stellenanzeige des MTs unbedingt auch sichern (Screenshot, als PDF ausdrucken) und, wenn Zeit und Gelegenheit ist, die Ausschreibung auch anders dokumentieren (Schwarzes Brett irgendwo, Mitteilungsblättchen, ...).
Damit wird recht drastisch belegt, dass reale Jobs mit Steuergeldern vernichtet werden sollen, was ganz prima gegen den § 16d SGB II verstößt und ganz toll öffentliches Interesse erzeugen könnte.

Einen Widerspruch könnte man sich in den nächsten Tagen ruuuhig :)wink:) zusammenbosseln.

Die zeitliche Verteilung ist z. B. unbestimmt und unverständlich, mal von 7:00 bis 18:00 Uhr, mal von 8:00 bis 20:00 Uhr, und man kommt damit auf deutlich mehr als 30 Stunden pro Woche.

Die Tätigkeitsbeschreibungen sollten wir eigentlich in gemeinsamer Andacht still beschweigen, aber es geht leider nicht.

Pech auch. :biggrin:

"Mit Kindern [...] gemeinsam [...] genießen lernen" wäre für mich persönlich schon Grund genug, mich nach einem Schulbuchverlag und einer 22er umzusehen, aber diesen aggressiven Impetus sollten wir vielleicht absublimieren.

Ich habe nichts gegen Kinder, Gemeinsamkeit, Genießen oder Lernen, aber sehr viel gegen die Vorstellung, dass aus dieser Kombination jemals ein Broterwerb wird.
Nicht in drei geologischen Zeitaltern.
Das bitte auch in den Zusammenhang zu Deinem bisherigen Ausbildungsverlauf (Master, Naturwissenschaft, ...) stellen, da ganz besonders besonders ungeeignet zur Verbesserung der Eingliederungschancen.

Damit und den weiteren Kabinettstückchen (Bastel-Instrumente aus Karton, Körperbewegung zur Musik (wessen Körper auch immer, mit oder ohne Rotlicht) fehlt das Integrationskonzept.
Mit dem Integrationskonzept fehlt auch das Ermessen, was anders als bei einer fehlenden Ermessensbegründung nicht mehr geheilt werden kann.
AGH nicht bei gleichzeitigen Bewerbungsverpflichtungen oder ohne Integrationsfunktion
Die dritte Sanktion ist wegen offensichtlicher Rechtswidrigkeit aufzuheben. Dem Ast. war die Arbeitsgelegenheit nicht zumutbar. Denn es ist nicht im Ansatz erkennbar, welche Integrationsfunktion die Arbeitsgelegenheit im Fall des Ast. entfalten sollte. Der Ast. hat durch diverse Beschäftigungen auf dem ersten Arbeitsmarkt bewiesen, dass er keine Förderung zur Überwindung besonderer Vermittlungshemmnisse benötigt. Dementsprechend ist er in den seit 2007 abgeschlossenen EGVs nicht verpflichtet worden, eine Arbeitsgelegenheit auszuüben.
Es wäre auch ein offenkundiger Widerspruch, den Ast. einerseits zu verpflichteten, 5 bzw. 10 Bewerbungen pro Monat (EGV vom 11.3.2008) nachzuweisen, wenn ihm anderseits mit dem Angebot einer Arbeitsgelegenheit bescheinigt wird, dass eine Erwerbstätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt "in absehbarer Zeit nicht möglich ist" (§ 2 Abs. 1 Satz 3 SGB II). D. h. würde man die Zumutbarkeit einer Maßnahme nach § 16 Abs. 3 SGB II bejahen, wäre die zweite Sanktion (mangelnde Bewerbungsbemühungen) rechtswidrig, da der dann auf dem ersten Arbeitsmarkt chancenlose Ast. nicht verpflichtet werden kann, sinnlose Bewerbungen abzuliefern.
SG Berlin, Az. S 37 AS 19402/08 ER, B. v. 14.07.2008
https://www.elo-forum.org/beruf/273...lose-bewerbungen-sg-berlin-37-19402-08-a.html

Sollte es eine gültige EGV/gültigen EGVA mit Bewerbungsverpflichtungen geben, wäre das auch in den Widerspruch aufzunehmen, um den Ermessensausfall möglichst genau obduzieren zu können.
(AGHs sind ja für aussichtslose Fälle, Bewerbungsquoten für aussichtsreiche Fälle.)

Da gibt es bestimmt noch viel zu finden in dem Sumpf und deswegen fürs Erste ...

To be continued ... :wink:
 

HilfesuchenderMensch

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AW: HILFE: Sinnlos Maßnahme nach §16s SGB2 Arbeitsgelegenheit, völlig ungeeignet was tun?

HAHAHA erstmal Danke für eure aufmunternden Antworten :peace: :icon_pause::icon_pause::icon_pause:

Ich wollte mal berichten wie der Stand jetzt ist. Nach der schlaflosen Nacht habe ich heute früh meinen Anwalt angerufen und mir wurde angeraten beim MT anonym schnell mal durchzurufen, da sonst schnell eine Sanktion droht, und da ich ein ruhiges WE wollte...und eben auch ander ermutigen will KEINE Angst zu haben. Mein RA meinte, erstmal herausfinden was genau die wollen und weitere Fakten sammeln, bevor man da einen Widerspruch einlegt.

Habe ich auch gemacht, war soweit "nett" und es hieß, dass es mehrere Vermittlungsvorschläge für diese "Stelle" gibt und alle Sklaven am Montag eingeladen werden zum Vorstellungsgespräch beim MT, da erstmal geprüft werden muss, ob man überhaupt dafür geeignet ist. (aha, dachte das wurde von der mir unbekannten SB geprüft??) :doh:

Dazu soll ich meinen Lebenslauf mitbringen (Ja ne ist klar, kann auch ein älterer sein, muss nicht neu ausgedruckt werden)
--> nur angucken ok, aber kopieren ist nicht, richtig?Wer weiß wo das dann wieder landet, und wie gehabt so wenig wie möglich. Handy etc hab ich eh nicht zuverlässig, bringe auch gern mein altes MiniHandy Panasonic GD55 mit, wo der Akku immer rausspringt :icon_mrgreen:

Nun überlege ich wegen der "Überprüfung der Eignung auf die Einsatzstelle" ein Schreiben aufzusetzen, und zwar direkt morgen abgeben, wie es sein kann, dass der MT erst jetzt selbst prüfen muss, und danach geht es wohl zum Vorstellungsgespräch zur Einsatzstelle, wo nochmals geprüft wird?? Haben die noch alle Latten am Zaun?
Das Schreiben würde ich direkt an die TL oder GF schicken, was meint ihr?

Geht also Montag in die nächste Runde..:popcorn:

Ich habe mal bei den Stellenanzeigen geguckt...die besagte Stelle, die inhaltlich zwar anghobener ausformuliert ist, also nicht "Klatschen und Singen gemeinsam mit Kindern" :doh: sondern "Freizeitbeschäftigung" betitelt ist nun weg aus der Liste :icon_evil: interessant, nehme ich auf jeden Fall mit zur Diskussion hihi da sie seeeeeehr ähnlich ist, wie die Zuweisung, nur ohne Ortsangabe der Tätigkeit, ansonsten wer sich beliest in die Projekte weiß ganz genau welches hierbei gemeint ist :icon_mrgreen: und für dumm lasse ich mich nicht verkaufen.

Mal sehen was der Bürgermeister und der Zoll dazu sagen werden...


Die Stellenanzeige des MTs unbedingt auch sichern (Screenshot, als PDF ausdrucken) und, wenn Zeit und Gelegenheit ist, die Ausschreibung auch anders dokumentieren (Schwarzes Brett irgendwo, Mitteilungsblättchen, ...)
Gute Idee da in den Fluren danach zu suchen. Und ja was glaubt ihr wie ich gefeiert habe, als ich das gespeichert habe.

Die zeitliche Verteilung ist z. B. unbestimmt und unverständlich, mal von 7:00 bis 18:00 Uhr, mal von 8:00 bis 20:00 Uhr, und man kommt damit auf deutlich mehr als 30 Stunden pro Woche.
Sicher auch nur alles Copy&Paste und Textbausteine, sicher nie nochmal drübergelesen oder gar geprüft. Aber das müsste ja dann in deren tolle Vereinbarung stehen was genau, und nach meiner Prüfung zuhause wird das dann danach halt alles verlangt:
- konkrete Tätigkeitsbeschreibung, und zwar alle!
- Arbeitszeit etc

Das bitte auch in den Zusammenhang zu Deinem bisherigen Ausbildungsverlauf (Master, Naturwissenschaft, ...) stellen, da ganz besonders besonders ungeeignet zur Verbesserung der Eingliederungschancen.

Naja, auf deren Seite zu dem Projekt steht auch was von Naturkita, also haben die noch Fellvieh aufm Hinterhof oder sowas..das könnte man jetzt wieder auf mein Profil abstimmend hinzudichten :doh:

... fehlt das Integrationskonzept.
Mit dem Integrationskonzept fehlt auch das Ermessen, was anders als bei einer fehlenden Ermessensbegründung nicht mehr geheilt werden kann.

geheilt werden kann? Wie ich oben schon berichtet habe, will MT JETZT ja erst in 2 VG´s die Eignung ersteinmal prüfen :doh:


Sollte es eine gültige EGV/gültigen EGVA mit Bewerbungsverpflichtungen geben, wäre das auch in den Widerspruch aufzunehmen, um den Ermessensausfall möglichst genau obduzieren zu können.
(AGHs sind ja für aussichtslose Fälle, Bewerbungsquoten für aussichtsreiche Fälle.)

Eine gültige EGV gibts, aber die eine neue ist im Hintergrund bei der 2. Prüfung und ich warte ja schon auf den VA., da SB sicher meine Änderungen nicht schmecken wird. :icon_mrgreen:

Bewerbungen muss ich monatlich mind 5 machen. Ok ich habe seit August über 50 Bewerbungsbemühungen erreicht. JETZT würde mich so eine sinnfreie Maßnahme daran hindern, weiterhin das so zu intensiv zu verfolgen.
 

karuso

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AW: HILFE: Sinnlos Maßnahme nach §16s SGB2 Arbeitsgelegenheit, völlig ungeeignet was tun?

Bezeichnung der Tätigkeit: Kindergartenhelferin
Tätigkeitsbeschreibung: Es ist ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis erforderlich. „Unterstützung beim Spielen mit Kindern in seinen verschiedensten Formen.........; beim Thematisieren von gesunder Ernährung (mit Kindern backen und kochen, gemeinsam kochen und genießen lernen,...); zusätzliche Musik-und Tanzangebote (spielen und vorstellen eines Instrumentes, Instrumente selber basteln aus Dosen oder Kartons, das Vorstellen verschiedener kultureller Musikrichtungen oder Kinderlieder, Tanzschritte, Körperbewegung nach Musik usw.); reparieren, verschönern und aufarbeiten von Kinderspielzeug; Veranstaltungshilfstätigkeiten; gemeinsam mit den Kindern und dem Fachpersonal erfolgt das Zusammenstellen von Spielen oder anderen Angeboten auf Sommerfesten oder zum Fasching (themenorientiertes Basteln mit den Kindern im Vorfeld), Arbeitszeit zwischen 07:00 – 18:00 Uhr.

Für mich sieht das nach Schwarzarbeit aus. Hier wird jemand gesucht mit pädagogischen Kenntnissen also Facharbeiter bzw. Studium für ein Hungerlohn. Ich glaube auch nicht das so was als gemeinnutzig angesehen werden kann da ja Eltern für die Betreuung und Erziehung Geld bezahlen also für eine Dienstleistung.Ich würde das auf jeden Fall der Kontrolle Schwarzarbeit melden bzw einen Anwalt kontaktieren oder die Gewerkschaft einschalten. Notfalls das vor dem Sozialgericht überprüfen lassen ob das gemeinnützig angesehen werden kann.
Hier will man jwemand haben ausgebildet für einen Hungerlohn und nicht nach TV-L.:wink::wink:
 

Schmerzgrenze

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AW: HILFE: Sinnlos Maßnahme nach §16s SGB2 Arbeitsgelegenheit, völlig ungeeignet was tun?

Mein RA meinte, erstmal herausfinden was genau die wollen und weitere Fakten sammeln, bevor man da einen Widerspruch einlegt.
Soweit mußt Du es garnicht kommen lassen.
... und es hieß, dass es mehrere Vermittlungsvorschläge für diese "Stelle" gibt und alle Sklaven am Montag eingeladen werden
zum Vorstellungsgespräch beim MT, da erstmal geprüft werden muss, ob man überhaupt dafür geeignet ist.
Dazu soll ich meinen Lebenslauf mitbringen ...
VV für eine AGH? Das paßt doch hinten und vorne nicht.
Den anonymisierten LL würde ich ausschließlich gemeinsam mit einer reguläre Bewerbung auf diese Stelle rausrücken.
Und zwar nur gegen eine schriftlichen Bestätigung, daß ich mich hier und jetzt auf diese Stelle beworben habe. :icon_mrgreen:
Nun überlege ich wegen der "Überprüfung der Eignung auf die Einsatzstelle" ein Schreiben aufzusetzen,
und zwar direkt morgen abgeben, wie es sein kann, dass der MT erst jetzt selbst prüfen muss,
und danach geht es wohl zum Vorstellungsgespräch zur Einsatzstelle, wo nochmals geprüft wird??
Das Schreiben würde ich direkt an die TL oder GF schicken, was meint ihr?
Damit würdest Du Teile Deiner Strategie preisgeben und ggf. wirkungslos in´s Abseits driften.
Folge doch einfach dem (vermeintlichen) Willen Deines Brötchengebers und melde Dich ordnungsgemäß zum VG zwecks AGH.
Dort stellst Du zur zugewiesenen Tätigkeit sehr viele Fragen und landest schließlich bei Deinen Vorstellungen zum Entgelt der angebotenen Arbeit.
Natürlich wird MT erstaunt tun und die Tätigkeit als gemeinnützig hinstellen ...
Dann weise ihn darauf hin, daß praktisch jede Arbeit als gemeinnützig anzusehen ist
deswegen aber noch lange nicht rechtfertigt, Arbeit nicht zu entlohnen.

Der weitere Verlauf sollte für Dich dann keine große Rolle mehr spielen.
Berichte dem JC über das Ergebnis Deiner Verhandlungen und hetze die beiden aufeinander.
Die Argumente behalte solange für Dich, wie die Sanktionskeule scheinbar über Deinem Haupte schwebt.
Mal sehen was der Bürgermeister und der Zoll dazu sagen werden...
Vorsicht. Oder was meinst Du, wer in einer Kommune die leeren Kassen durch AGH-Ersatz zu füllen pflegt?
 
D

Dinobot

Gast
AW: HILFE: Sinnlos Maßnahme nach §16s SGB2 Arbeitsgelegenheit, völlig ungeeignet was tun?

Mal was ganz grundsätzliches zu den dir angedrohten Tätigkeiten im Detail:

(mit Kindern backen und kochen, gemeinsam kochen und genießen lernen,...);

Du hättest mtihin die Aufsichtspflicht. Gefahrenquellen gibt es dabei viele für die Kinder und Ausicht über eine Vielzahl von Kindern dabei -das muss gelernt sein. Und der Teilnehmer muss auch gute Nerven haben . Und sich dabei mit Kindern auskennen. Eigene Kinder zu haben , das könnte dabei helfen, was den Umgang angeht. Aber -nicht was die Haftung anbetrifft.

Instrumente selber basteln aus Dosen, reparieren,

Auch hier ist Verletzungsgefahr gegeben. Kinder sind sich der besonderen Gefahren im Umgang mit Handwerkszeugen nämlich noch nicht bewusst. Und hier ist der Knackpunkt, denn Du schon selbst angesprochen hast:

An hafte ich doch für Schäden, oder?Was passiert also wenn so einem Kind was passiert, weil ich grad nicht hingeguckt habe? omg:sorry: aber das kann ich nicht

Genau deswegen würde ich das im Gespräch mit dem Träger gleich als erstes ins Gespräch bringen -an Deiner Stelle. Die Argumentation könntest du mit diesen Hinweisen verbinden:

Die Rechtssprechung nimmt nur dann eine Haftung durch die Aufsichtperson an, wenn schon der vernünftige Menschenverstand eine Gefährdung des Kindes annimmt.


Quelle: https://kiga.at/aufsichtspflicht.html

...übernimmt der Träger durch den Aufnahmevertrag ausdrücklich oder stillschweigend auch die Aufsichtspflicht über das Kind. Da er die Aufsichtspflicht nicht selbst ausüben kann, überträgt er sie ausdrücklich oder stillschweigend auf die Kindergartenleiterin und das übrige Personal. Zu seinen Pflichten gehört es, seine Mitarbeiterinnen sorgfältig auszuwählen, ihre Eignung zu prüfen, ihre Einarbeitung sicherzustellen, wichtige Informationen an sie weiterzugeben und sie nicht zu überfordern.

Quelle: https://www.kindergartenpaedagogik.de/22.html

Trotzdem bieten die Versicherer auch in Deutschland für ausgebildete Erzieherinnen Berufshaftpflichtversicherungen an. Ganz bestimmt nicht ohne Veranlassung. Du bist aber dann noch nicht einmal Teil seines Personals.

Wie willst du Dich dann -im Schadensfall - schützen ? Du müsstest schon jetzt eine verdammt gute Rechtsschutzversicherung privat besitzen und zudem sehr gute Kenntnisse im Umgang mit Kindern besitzen -weil sonst ganz schnell ein Nervenzusammenbruch oder eine Gefährdung eines Kindes nicht ausgeschlossen werden kann, dessen Folgen unabsehbar sind.

Und wenn Du nicht kochen kannst - im Stil von Gro0küchen -dann bist Du dort auch fehl am Platz.
 

Merse

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AW: HILFE: Sinnlos Maßnahme nach §16s SGB2 Arbeitsgelegenheit, völlig ungeeignet was tun?

Mein RA meinte, erstmal herausfinden was genau die wollen und weitere Fakten sammeln, bevor man da einen Widerspruch einlegt.

Mit anderen Worten: Er hat keine Ahnung und muss sich erstmal einlesen. Schade, dass du statt uns lieber lieber einem Anwalt vertraust, der trotz offensichtlichsten, gravierendsten Mängeln keinen Grund für einen Widerspruch sieht.
 

HilfesuchenderMensch

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AW: HILFE: Sinnlos Maßnahme nach §16s SGB2 Arbeitsgelegenheit, völlig ungeeignet was tun?

Mit anderen Worten: Er hat keine Ahnung und muss sich erstmal einlesen. Schade, dass du statt uns lieber lieber einem Anwalt vertraust, der trotz offensichtlichsten, gravierendsten Mängeln keinen Grund für einen Widerspruch sieht.

Klar vertraue ich auch hier, bin schon eine Weile hier unterwegs und sehr dankbar für die hilfreichen Tipps. Dennoch wollte ich mal eine Anwaltsversion hören. Im Grunde meinte der das nur, dass wenn ich gegen diese Maßnahme angehe, das auch Hand und Fuss haben sollte, um zu gewinnen. Keine Ahnung. Ich höre eh immer auf mein Bauchgefühl.

Nur einen Widerspruch alleine abzugeben, da traue ich mich leider nicht so ran, ich muss mich absichern im Paragraphenjungle.
 

0zymandias

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AW: HILFE: Sinnlos Maßnahme nach §16s SGB2 Arbeitsgelegenheit, völlig ungeeignet was tun?

Was ist an "nicht telefonieren" und "kein Lebenslauf" nicht zu verstehen?

Es gibt eine Zuweisung, damit ist die Entscheidung in umfassender Vollständigkeit gefallen.
Folgerichtig gibt es kein Auswahlverfahren, keine Vorstellung im üblichen Bewerbungssinne, keinen Vermittlungsvorschlag und es gibt keine Notwendigkeit für einen Lebenslauf.
Es gibt auch nichts zu vereinbaren oder nachzureichen.

Was "die wollen", ist irrelevant für den Widerspruch. Die gehören nicht zur Behörde und sind nicht maßgeblich am VA beteiligt.
Was "die wollen", ist ein nützlicher Trottel, der für Null Euro Lohn arbeitet.

Für ein kaputtes Wochenende, fehlende Fahrtkosten und zwei Vorstellungsgespräche in der Kasperlbude hat sich der Anwalt aber ganz schön Mühe gegeben.

Die anderen Arbeitslosen sollten bei dem Nichtvorstellungsgespräch I und dem Nichtvorstellungsgespräch II nicht anwesend sein.

Dieser [der Maßnahmeträger] benötigt für seine schlicht ausführende Funktion grundsätzlich nur Personenangaben, die die Ansprechbarkeit und Kontaktaufnahme mit dem Mitarbeiter ermöglichen. Darüber hinausgehende Personendaten, wie sie regelmäßig in einem Lebenslauf zu finden sind, sind hierzu nicht erforderlich. Der Antragsteller beruft sich zu Recht auf § 4a des Bundesdatenschutzgesetzes. Ein außerhalb des Sozialrechtsverhältnis stehender Dritter, wie hier der Maßnahmeträger, kann nur mit Zustimmung des Leistungsberechtigten Daten erheben und verwerten. Eine nichterteilte Zustimmung kann im Umkehrschluss nicht dazu führen, den Leistungsempfänger in der Sache dafür zu sanktionieren (so im Ergebnis auch Sozialgericht Berlin, Beschluss vom 15.02.2012 - S 107 AS 1034/12 ER - Rdnr. 8 - zitiert nach Juris).
SG Leipzig S 25 AS 1470/12 ER vom 29.05.2012

Eine entsprechende Verpflichtung zur Unterzeichnung eines Vertrages mit einem Maßnahmeträger ist aber weder dem Gesetz zu entnehmen, d.h. das SGB II sieht keine entsprechende Verpflichtung vor und eine etwaige Nichtunterzeichnung eines Vertrages mit einem Maßnahmeträger ist insbesondere nicht über Absenkungstatbestände nach § 31 SGB II zu sanktionieren. Durch die Nichtunterzeichnung des streitigen Vertrages [...] hat die Antragstellerin somit auch keinen Anlass für den Abbruch der Maßnahme gegeben.
SG Ulm, Az. S 11 AS 3464/09 ER

Schon der Umfang der Unterlagen sowie die Vielzahl und die Bedeutung der behandelten Inhalte rechtfertigen es ohne weiteres, dass der Antragsteller sich bis zum nächsten Morgen Zeit nehmen wollte, um die Formulare zu prüfen und seine Entscheidung zu überdenken. Welche "organisatorischen Gründe" im Bereich des Maßnahmeträgers dem entgegengestanden haben sollen, hat dieser nicht konkretisiert. Letztlich kommt es darauf aber auch nicht an, denn ggf. müsste der Maßnahmeträger seine Abläufe anders organisieren. Es ist jedenfalls unverhältnismäßig, einen erwerbsfähigen Leistungsempfänger mit der Notwendigkeit einer sofortigen Unterschrift unter eine Vielzahl von Dokumenten unter Druck zu setzen, bloß um einen Maßnahmeträger die Arbeitsabläufe zu erleichtern. Wie allgemein beim Abschluss von wichtigen Verträgen üblich, ist auch hier ein gewisser Zeitraum für die Prüfung der Rechtmäßigkeit und der Rechtsfolgen zuzubilligen (vgl. auch Sonnhoff, in : jurisPK-SGB II, 2. Aufl. 2007, § 31 Rn. 39 zum früheren Sanktionstatbestand der Weigerung, eine angebotene Eingliederungsvereinbarung abzuschließen, in § 31 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a SGB II in der bis zum 31.03.2011 geltenden Fassung).
SG Hamburg, 20.12.2012, S 38 AS 3756/12 ER
 

HilfesuchenderMensch

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AW: HILFE: Sinnlos Maßnahme nach §16s SGB2 Arbeitsgelegenheit, völlig ungeeignet was tun?

Du hättest mtihin die Aufsichtspflicht. Gefahrenquellen gibt es dabei viele für die Kinder und Ausicht über eine Vielzahl von Kindern dabei -das muss gelernt sein.

Genau so sehe ich das auch, ich denke mal genau deswegen wollen die nochmal die Eignung prüfen, aber da sollte ich allein schon deswegen raus sein.
Zudem werde ich so verfahren wie Zeitkind schon gesagt hat mit der Entlohnung :icon_mrgreen:
und falls die mir was anderes andrehen wollen wie bei einer Zaffe? Dürfen die eh nicht oder?

Und wegen der Aufsichtspflicht sehe ich das auch so, das muss vertraglich eh festgelegt sein, dass ich nie alleine mit den Kindern sein soll, genauso wie die konkreten aufgelisteten Tätigkeiten. Ich will das haarklein drin haben, FALLS ich dann noch in Frage komme, und das muss eh erstmal geprüft werden, so 14 Tage lang.

Und wenn Du nicht kochen kannst - im Stil von Gro0küchen -dann bist Du dort auch fehl am Platz.
Lach, kochen kann ich eh nicht. Versalze oder vepfeffer schon mal Gerichte derb :icon_mrgreen:
 
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HilfesuchenderMensch

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Es gibt eine Zuweisung, damit ist die Entscheidung in umfassender Vollständigkeit gefallen.
Folgerichtig gibt es kein Auswahlverfahren, keine Vorstellung im üblichen Bewerbungssinne, keinen Vermittlungsvorschlag und es gibt keine Notwendigkeit für einen Lebenslauf.
Es gibt auch nichts zu vereinbaren oder nachzureichen.

Dh es wird vor der Zuweisung schon alles "geprüft"? Das wusste ich nicht. hm..gut dann habe ich diesbezüglich einen Fehler gemacht, aber ich muss den Lebenslauf ja nicht mitnehmen. Kann mich über die Tage ja informiert haben und den brauchen sie ja dann nicht zu sehen, da SB das ja schon geprüft hat. Fertig, sollen sie sich an SB wenden. Weitere Daten gibt es dann eh nicht von mir.

Es gibt eine Zuweisung, damit ist die Entscheidung in umfassender Vollständigkeit gefallen.

Danke für die Urteile, werde mich darauf berufen und mich vorbereiten. Wisst ihr, es ist für mich als netten Menschen echt nicht so leicht. Es laufen 2 Widersprüche parallel und alles weitere im HIntergrund. Und nervlich auch nicht so auf der Höhe nach all der Schikane. ..fast täglich neue "Geschenke", da ist man schnell überfordert. Aber nur kurz bis man wieder neuen Mut fasst dank euch.:icon_cool:
 
D

Dinobot

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AW: HILFE: Sinnlos Maßnahme nach §16s SGB2 Arbeitsgelegenheit, völlig ungeeignet was tun?

Und wegen der Aufsichtspflicht sehe ich das auch so, das muss vertraglich eh festgelegt sein, dass ich nie alleine mit den Kindern sein soll, genauso wie die konkreten aufgelisteten Tätigkeiten. Ich will das haarklein drin haben,

Zuerst einmal gibt es auch AGH in einigen Breiten von Deutschöand, die müssen voerher dem Jobcenter eine vorhandene Haftpflicht für die Teilnehmer garantieren. Nur ist das nicht überall so. Insofern wäre es vollkommen statthaft wenn Du dem Träger StattDESSEN einfach mal das folgende Formular unter die Nase reibst und ihn nach der vorhandenen Haftpflichtversicherung für Dich als Teilnehmer fragst und ihn oder das Jobcenter um eine Bestätigung dessen bittest.

Das erachte ich für besser -denn es entspricht dem Lebenssachverhalt, dem Helfer im Kindergarten auch zugestanden werden muss und auch in anderen Regionen wird.

Der Träger muss eine Haftpflichtversicherung liefern -meine Meinung. Das nachfolgende Formular sollte Dir auch helfen, dass JC merkt -du kennst dich aus, insbesondere, was 6. des Formulars für Träger im Hinblick auf deren Angebote für Teilnehmer einer AGH -im Vorfeld -beschreibt.:

https://www.amt-schafflund.de/media/custom/146_5230_1.PDF?1292401208
 

Surfing

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AW: HILFE: Sinnlos Maßnahme nach §16s SGB2 Arbeitsgelegenheit, völlig ungeeignet was tun?

Wie schon geschrieben wurde, bei einer schriftlichen Zuweisung hat der SB/FM eine verbindliche Entscheidung getroffen. Deshalb ist kein VG im üblichen Sinne erforderlich, man muss sich mit denen in Verbindung setzen. Das VG soll nur simuliert werden, so läuft das Spiel bei AGHs allgemein. Der MT hat bei einer JC-Zuweisung kein Auswahlrecht und darf keinen Zugewiesenen ablehnen wie das bei regulären Stellen Firmen machen dürfen. Das ist der Hintergrund zum sog. Vorstellungsgespräch beim MT. Es geht bei einer AGH um keine reguläre Arbeitsstelle. Das ist eine Maßnahme!

Was du vorausschauend für ein mögliches Verfahren beim SG machen solltest ist, beim JC-SB ein schriftliches Integrationskonzept bzw. Eingliederungskonzept nachweisbar (per Fax oder Einschreiben) anfordern! Damit Du die Enscheidungsgründe und Erwägungen für diese Zuweisung lesen kannst. Ohne dieses Konzept ist die AGH willkürlich zugewiesen worden und damit rechtswidrig. In einem solchen Konzept muss nämlich auch stehen, wie eine AGH dich dauerhaft in den ersten Arbeitsmarkt integrieren soll.
 
G

Gelöschtes Mitglied 57503

Gast
AW: HILFE: Sinnlos Maßnahme nach §16s SGB2 Arbeitsgelegenheit, völlig ungeeignet was tun?

Der Hase liegt doch schon bei "VG für AGH" im Pfeffer.

Ich habe zwar auch schon "VG" für eine AGH gehabt, allerdings war das auch nötig vom Träger, denn der hatte bis auf Name, Nummer und Geschlecht keine Angaben von seinen zugewiesenen Schützlingen und wusste nicht einmal, ob dieser in der Lage war einen Hammer am richtigen Ende zu packen.

Das war so eine: Wir nehmen alle im Alter von bis in die Liste und schicken alle mal dorthin, da wird schon einer bei sein . . .

Mein Ansprechpartner damals vor Ort war auch nur ausführende Kraft und konnte einem schon echt Leid tun.
Er sagte: Wir gemeinnützig (einer der Großen), möchten einen Platz in dem und dem Bereich anbieten, aber das JC ist nicht in der Lage unsere Angaben zu lesen. So schickt es uns vom Apotheker bis zum Zoowart alles, davon kann ich 99% nicht gebrauchen, weil das nicht deren Baustelle ist.

Entweder ist die Kindereinrichtung "neu" in Sachen AGH und versucht ihr bestes nach Schema F (was bei normalen Jobs gut ist, kann hier nicht falsch sein), oder aber es ist bewusst mal wieder was "schief" gelaufen.

Ich würde mir wahrscheinlich den Spass erlauben dorthin zu gehen, genug Infos zu sammeln um dann mit nötigen Hintergrund bei den richtigen Stellen mal ein wenig auf die :icon_tonne: zu hauen
 

Surfing

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AW: HILFE: Sinnlos Maßnahme nach §16s SGB2 Arbeitsgelegenheit, völlig ungeeignet was tun?

Eignungsfeststellung beim MT mittels VG? Dafür gibt es regulär eine Probezeit mit voller Bezahlung, bei echten Stellen. Bei einer AGH ist das nicht so. Die Feststellung ob ein Betroffener "reif" für eine solche Maßnahme ist, hat ausschließlich das JC zu treffen. Dazu gehört das vorher zu erarbeitende Integrationskonzept, wenn es zu einer Zuweisung kommt.

Die Auswahl der AGH für bestimmte Tätigkeiten/Aufgabengebiet muss ebenfalls der JC-SB alleine machen. Stichwort Bestimmtheitsgebot. Der Träger kann und darf nicht entscheiden welcher Zugewiesene wo eingesetzt wird, weil er kein regulärer Arbeitgeber ist.
 

HilfesuchenderMensch

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Hallo Ihr Lieben,
ich habe heute das "Vorstellungsgespräch" gehabt und will euch berichten solange es noch frisch ist und ich es vergesse. Das gesamte Gespräch hat ca 5-10 min gedauert und wurde vom MT abgebrochen da er mich ablehnte.

Ich war pünktlich zum sogenannten "Vorstellungsgespräch" da, wurde im Flur "abgefangen" und es wurde kurz gefragt, ob ihre Kollegin zuhören darf, da die Person neu angelernt wird. Ich war so perplex, zumal das "Gespräch" im Büro stattfand, wo auch noch jmd anderes gerade am PC saß.

Der MT2 wurde mir kurz vorgestellt und ich notierte mir den Namen.
Vorweg gesagt musste ich nichts vorlegen, kein Perso etc. Ich habe als erstes mein von mir erstellte Bestätigung über Teilnahme für den Fahrtkostenantrag vorgelegt, der auch sofort unterschrieben wurde.

MT: Ich habe Sie eingeladen, ich hatte Ihnen ja bereits am Telefon gesagt, dass ich jeden einfach mal vorher sehen möchte, auch wenn das 4 min dauert.

Ich: Mir fällt gerade ein, bevor ich es vergesse (und überreiche mein Blatt mit Anwesenheitsbestätigung), dass ich das noch bitte unterschrieben bekomme, da ich keine schriftliche Einladung bekommen habe für meine Fahrtkostenerstattung.
-->hier kurz allgemein über Fahrkosten und Aufwandsentschädigung geredet

MT: Ist das Ihre 1. Maßnahme?

Ich: Das ist meine erste Zuweisung.

MT: oh ok. (da war Sie direkt begeistert:doh:)

Ich: Ich möchte übrigens nebenbei noch darauf hinweisen, dass ich gegen die Zuweisung Widerspruch eingelegt habe und den Rechtsweg bestreite.

MT: Achso, Sie wollen es auch gar nicht machen?

Ich: Nein, ich will das schon machen, ich will sie nur darauf hinweisen.

MT: Ja ok, darf ich den Grund erfahren?

Ich: Ich habe den Widerspruch schon eingelegt und als Beteiligte darf ich auch nichts dazu sagen, tut mir leid.

MT: Ok, weil mir geht’s nur darum, es hängt ja auch ein Einsatzort dran, und wenn Sie jetzt Widerspruch eingelegt haben, weil Sie diese Maßnahme oder an diesen Ort, was auch immer der Grund ist, nicht machen wollen, macht es für mich auch keinen Sinn, dass Sie in diese Maßnahme einmünden. Darum geht’s mir.

Ich: Machen würde ich das schon gerne wollen, deswegen bin ich ja hier.

MT: Ok. Auch an dieser Einsatzstelle XY kann ich Ihnen auch gleich sagen, es ist nicht konkret, es ist aber weiterhin beim Z-Verein,

Ich: OK (und notiere mir das brav)

MT: weil XX ist eine XYkita, und die XYkita hat nicht jeden Tag auf. Der Widerspruch läuft aber gegen das Jobcenter?

IcH: Ja, gegen die Zuweisung.

MT: Ok.

Ich: Also das bedeutet nun was? Die XYkita wäre nicht DER feste Einsatzort?

MT: Richtig.

Ich: Aha (verwundert notiere ich mir das wieder)

MT: Ähm, (kurze Pause) ich habe ein schlechtes Gefühl, ich würde, das unterschreibe ich Ihnen da, ich würde das gerne nicht machen wollen.

Ich: (Verwundert) Warum nicht?

MT: Ähm, Sie haben mir das zwar gerade gesagt, dass Sie gegen die Zuweisung, dass Sie Widerspruch eingelegt haben. (Pause) Ich habe kein gutes Bauchgefühl einfach. Warum auch immer, weil wenn im Vorfeld, ohne dass wir gesprochen haben, ich weiß nicht, Sie sagen mir nicht warum Sie Widerspruch eingelegt haben,

Ich: Das darf ich ja nicht.

(kurze Pause)
MT: Das ist mir...Ich sag Ihnen einfach warum, weil ich das Gefühl habe, jetzt gerade mit dem Einsatzort, das hat sich an sich jetzt nicht geändert, aber das gehört ja auch zum Z-Verein, diese Kita XX, und der Z-Verein hat momentan an sich nicht das Personal die die ganze Zeit zu betreiben, deswegen wird sie spontan betrieben, also an bestimmten Tagen und dann eben auch nur von Teilnehmern, die in der Kita, es gibt nämlich noch eine Kita, nee nicht Kita, eine Kindereinrichtung, das XYZ in der Straße B, und dort sind die Teilnehmer. Es ist auch ein zugelassener Einsatzort, so wie er hier drinnen ist, den hätte ich Ihnen dann auch vorgestellt.

Ich: (notiere mir die Straße)

MT: Ich muss hier aber auch sagen, und wie gesagt ich begründe das auch, dass ich Sie ablehne, ich würde es nicht machen wollen.

Ich: Ok Schade.

MT: Tut mir leid, aber ähm.

Ich: Schade, ich halte mich ja auch nur an die Zuweisung, da steht bei mir drin, dass der Einsatzort in Str A ist bei XXX.

MT: Richtig, genau, und das hatte sich im Nachhinein, als mich die Dame angerufen hat, auch gesagt, mensch wir können die Kita nicht die ganze Zeit betreiben, und da hätte ich Ihnen jetzt erklärt, aber wie gesagt, ich unterschreibe Ihnen das gerne ganz, aber mit dem Hintergrund würde ich es gerne lassen wollen.
Ich schreibe Ihnen das dann in den Vermittlungsvorschlag, das kriegt Ihr Arbeitsvermittler. Ich schreibe das auch rein, dass ich das abgelehnt habe, dass Sie da eben nicht irgendwas zu befürchten haben, in der Hinsicht, rein vom Einsatz her, hat er mit der Zuweisung an sich nichts zu tun gegen die Sie Rechtsmittel eingelegt haben, aber von meiner Seite aus, ähm, ich hab kein gutes Bauchgefühl. Nichts in der Person an sich begründet, aber..

Ich: Bauchgefühl?

MT: Weil mit dem was Sie jetzt gerade erzählt haben, dass Sie das eingereicht haben und mit dem Dokumentieren Ihrerseits.

Ich: Ich muss mir das mit dem neuen Einsatzort doch auch notieren, weil das eine neue Information ist, gerade wenn ich jetzt erst erfahre, dass es einen anderen Einsatzort gibt, als in der Zuweisung steht, dann ist das für mich ja auch relevant.

MT: Das ganze an sich, das tut mir leid, aber ich würde hiervon Abstand nehmen.

Ich: Ok

MT: Ich schicks dann auch so zurück, ja?

Ich: Ok

MT: Dann wird ihr Arbeitsvermittler gucken, ob sie in irgendeiner Form etwas anderes hat, oder vielleicht wird sie auch erstmal abwarten, ich weiß gar nicht ob sie das zur Kenntnis kriegt, wenn Widerspruch eingelegt wird, ja? Ok. Gut, es tut mir leid, dann sind Sie für 5 min gekommen nichtmal für 10, aber das konnte keiner im Vorfeld wissen. Danke fürs Kommen.

---------------------------------------------------
:doh: Aha, Einsatzort ist also ein anderer, bzw ein zusätzlicher? Und wer weiß ob ich je zu dem in der Zuweisung bleibe oder je hinkomme. Schon frech finde ich.

So und nun?
Ich habe dennoch ein mulmiges Gefühl bei der Sache.
Ich habe den Widerspruch ohne Begründung abgegeben, da sich das mit dem Einsatz in die Maßnahme jetzt aber erledigt hat, stehe ich auf dem Schlauch. Den Widerspruch lasse ich erstmal solange ich keinen Bescheid der Absage in den Händen halte.

Da ich am Fr den Rückbogen schon abgegeben habe wegen der Rückmeldung, dass ich mich dort am xx gemeldet hatte meine Idee erstmal wegen heute:

Brief an SB der Maßnahme:
Sehr geehrte Sklavenhändlerin,
Das Vorstellungsgespräch am xxxx um xxx wurde seitens des Maßnahmeträgers abgebrochen und ich wurde als Teilnehmer abgelehnt.

MfG

Reicht das so? Sollten mehr Infos rein, zb WARUM ich abgelehnt wurde? Nur weil Madame ein schlechtes Bauchgefühl hatte und ich mir ein paar Sachen notiert habe, die für mich relevant sind? Nur wenn ich nichts als Begründung reinschreibe, und mir MT sonstwas anlastet, dann wäre eine Begündung JETZT besser? :sorry: ich bin noch geflasht davon.

Bin für Tipps offen und sehr dankbar.
 
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Schmerzgrenze

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Brief an SB der Maßnahme: ... Reicht das so?
Ja, das genügt vollkommen. Falls noch nicht geschehen;
Antrag auf Erstattung der Fahrtkosten am besten gleich mitsenden.
Sollten mehr Infos rein, zb WARUM ich abgelehnt wurde?
Nein. Jede weitere Info an den SB ist eine Info zuviel. Ich verstehe Deine Unsicherheit, mir erging es nicht anders.
Aber glaube mir; Dein Gegenüber ist noch unsicherer. Du hast wirklich alles richtig gemacht.
Weitere Begründungen hebe Dir lieber für das SG auf, falls SB so unklug ist, Dich jetzt sanktionieren zu wollen.
Gesprächsprotokoll meinte:
MT: Das ist mir...Ich sag Ihnen einfach warum, weil ich das Gefühl habe, jetzt gerade mit dem Einsatzort, das hat sich an sich jetzt nicht geändert,
aber das gehört ja auch zum Z-Verein, diese Kita XX, und der Z-Verein hat momentan an sich nicht das Personal die die ganze Zeit zu betreiben,
deswegen wird sie spontan betrieben, also an bestimmten Tagen und dann eben auch nur von Teilnehmern, die in der Kita, es gibt nämlich noch eine Kita,
nee nicht Kita, eine Kindereinrichtung, das XYZ in der Straße B, und dort sind die Teilnehmer.
Es ist auch ein zugelassener Einsatzort, so wie er hier drinnen ist, den hätte ich Ihnen dann auch vorgestellt.
Wie üblich ein Vereinsgeflecht, um kommunale Aufgaben (hier Kinderbetreuung) günstig an Erwerbslose abzutreten.
Wenn Du dort antreten solltest, um als Personal den Betrieb aufrechtzuerhalten, kann diese Tätigkeit nicht zusätzlich sein.
 

Pixelschieberin

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Ahsoooo: Ohne kostenlose Zwangsarbeiter können die den Kindergartenbetrieb nicht aufrecht erhalten?
Ist der Aufenthalt der Kinder für die Eltern völlig kostenlos?
[...] So und nun?
Ich habe dennoch ein mulmiges Gefühl bei der Sache. [...]
Knapp Meldung machen und gleich noch den Fahrtkostenantrag mit dran heften.

Du kannst SB konkret auffordern, dir mitzuteilen, wie du dich jetzt verhalten sollst.
Mehr diensteifrige Mitwirkung kann beim Status Quo wohl kaum erwartet werden. :biggrin:
[...] Brief an SB der Maßnahme:
[...]
Reicht das so? [...]
So wie du geschrieben hast, kurz und knapp ist das Ungefährlichste.
[...] Sollten mehr Infos rein, zb WARUM ich abgelehnt wurde? Nur weil Madame ein schlechtes Bauchgefühl hatte und ich mir ein paar Sachen notiert habe, die für mich relevant sind? [...]
Warum sich die Grube selber schaufeln und großartig erklären, warum das Bauchgefühl der Sozialmafia Ärger signalisiert hat?
Das kann Madame selber texten.
Die bekommt dafür gut bezahlt.
Ich würde abwarten, ob mir etwas vorgeworfen wird und dann "richtig" oder "falsch" geschildert sagen.

Ob es gut ist, Zeugen zuzulassen, bei denen fraglich ist, ob sie im Ernstfall deine Sichtweise teilen werden, hast du dir sicher schon selber überlegt.
Da Sozialdaten auf den Tisch kommen, hättest du fremde Ohren ablehnen dürfen.
Datenschutz.
Es ist nachvollziehbar, daß sich der bloody beginner von eingespielten Manipulatoren-Teams übertölpeln läßt.
Lerne daraus und wappne dich beim nächsten Termin gegenüber vielfältigen Eventualitäten.
 

HilfesuchenderMensch

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Antrag auf Erstattung der Fahrtkosten am besten gleich mitsenden.

Danke für deine schnelle Antwort. :icon_mrgreen:Ja den Antrag auf Fahrtkostenerstattung hatte ich schon Freitag eingereicht, aber da ich keine schriftliche Einladung zum VG hatte, habe ich eine Anwesenheit bestätigen lassen, damit ich was vorzeigen kann.

Ich würde abwarten, ob mir etwas vorgeworfen wird und dann "richtig" oder "falsch" geschildert sagen.

Danke :icon_evil:ich hoffe da kommt nichts, die Unsicherheit bleibt ja immer, ich habe jedoch gemerkt, dass MT selbst sehr unsicher wurde und iwie Angst bekommen hat.

Ob es gut ist, Zeugen zuzulassen, bei denen fraglich ist, ob sie im Ernstfall deine Sichtweise teilen werden, hast du dir sicher schon selber überlegt.
Da Sozialdaten auf den Tisch kommen, hättest du fremde Ohren ablehnen dürfen.
Datenschutz.

Ja, das ging mir auch durch den Kopf :/ da war ich wirklich einfach nur überrumpelt und ich wollte nicht direkt beim 2.Satz gegen angehen. Hätte ich aber müssen! Gut, für die Zukunft bin ich noch ehrgeiziger in meinen Rechten. Das ist auch der Grund, warum ich dann den Widerspruch erst recht nicht weiter ausdiskutieren wollte.:icon_evil:
 
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