Maßnahme kollidiert mit Ortsabwesenheit bzw. Minijob

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KlaraNamaste

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Hallo ich hatte gerade einen Termin bei meiner SB, vor der ich jetzt ein Jahr Ruhe hatte, weil ich so lange in der Joboffensive gewesen bin.

Sie teilte mir mit, dass die Chancen in meinem Job (Redakteurin) aussichtslos seien und sie mich ab sofort nicht mehr für Jobangebote im Redaktionswesen berücksichtigen würde. Das allein find ich schon dreist. Einige Monate zuvor hatte ich schon nach sinnvollen Weiterbildungsmaßnahmen gefragt. Sinn würde für mich etwas wie Business English, Photoshop, Indesign machen. Alles abgelehnt! Nun hat sie sich in den Kopf gesetzt ich müsste in den kaufmännischen Bereich gehen und droht mir mit einer Maßnahme im EDV-Bereich, am besten Excel.
An sich kann ich damit leben, es schadet nicht meine Excel-Kenntnisse aufzufrischen. Trotzdem bringt die Maßnahme dann einige Probleme mit sich.

1. Ich soll mir selbst eine Maßnahme aussuchen und das in kürzester Zeit, denn der Bildungsgutschein wäre nur bis zum 14.12. gültig, bis dahin muss die Maßnahme angetreten sein. Hat hier jemand Erfahrung mit solchen Maßnahmen im linksrheinischen Köln?
Nach einigem Googlen tendiere ich aufgrund der Nähe zu meiner Wohnung zum ISBB.
Ansonsten bin ich hilflos. Bohlenscheid scheidet aufgrund der Horror-Berichte die ich im Netz gefunden habe jedenfalls schon mal aus.

2. Mit meiner alten SB bei der Joboffensive habe ich bereits eine Ortsabwesenheit über die Weihnachtswoche ausgemacht, weil ich mit meiner Familie in den Urlaub fahren möchte. Dieser Urlaub ist bereits gebucht. Die Ortsabwesenheit steht auch noch im System, bestätigte mir die neue SB. Jedoch: Wenn ich im Dezember in die Maßnahme gehe, müsste ich ggf. trotzdem anwesend sein. Der Urlaub lässt sich unmöglich canceln, weil er aus wirklich wichtigen familiären Gründen erfolgt.
Die SB meinte ich solle das mit der Maßnahme klären und drückte mir Sprüche, dass mein Job vorrang hätte etc. Gibt es eine Möglichkeit innerhalb der Maßnahme die bereits genehmigte Ortsabwesenheit geltend zu machen?

3. Ich habe morgen ein Vorstellungsgespräch und das auch noch in meinem Bereich. Allerdings nur für einen Minijob. Ich dachte ja meine SB schreit Juchu. Das Gegenteil war der Fall. Zwar würde sie vorläufig auf die Vollzeit-Maßnahme aufgrund des Jobs (sollte ich ihn denn bekommen) verzichten, aber spätestens in zwei-drei Monaten würde sie mich trotzdem in eine Weiterbildung schicken, sollte ich in dem Job nicht so weit aufgestiegen sein, dass ich meinen kompletten Lebensunterhalt davon bestreiten kann. Den Job müsste ich dann zugunsten der Maßnahme aufgeben. Dürfen die das wirklich verlangen?


Ich danke euch schon jetzt für eure Antworten!
 

Seepferdchen 2010

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Willkommen Klara,

zu Punkt 3)

Den Job müsste ich dann zugunsten der Maßnahme aufgeben. Dürfen die das wirklich verlangen?

Nein, weil du würdest deine Hilfebedürftigkeit wieder erhöhen.
Und das möchte der SB dir schriftlich geben,das du kündigen sollst, da wirst
du wohl warten bis Tag X...............................

zu Punkt 2)

das mit der Ortsabwesenheit hast du schriftlich?

Bedenke wenn du in der Maßnahme bist, gibt es keine Ortsabwesenheit, es sei denn
es liegt ein gewichtiger Grund vor.

Manche Träger haben über Weihnachten Urlaub, das mußt du mal abklären mit dem Träger.

1. Ich soll mir selbst eine Maßnahme aussuchen und das in kürzester Zeit, denn der Bildungsgutschein wäre nur bis zum 14.12. gültig, bis dahin muss die Maßnahme angetreten sein.

Nun es gibt doch einzelne Module bei den Trägern, meist gehen diese 14 Tage, also
Excel Modul rausgesucht und Kostenvoranschlag vom Träger mitgenommen, das ganze
zum SB.

Das heisst du kannst jedes Modul für sich buchen.

:icon_pause:
 
S

silka

Gast
1. Ich soll mir selbst eine Maßnahme aussuchen und das in kürzester Zeit, denn der Bildungsgutschein wäre nur bis zum 14.12. gültig, bis dahin muss die Maßnahme angetreten sein. Hat hier jemand Erfahrung mit solchen Maßnahmen im linksrheinischen Köln?
Nach einigem Googlen tendiere ich aufgrund der Nähe zu meiner Wohnung zum ISBB.
Gegenfrage: Was passiert, wenn du bis 14.12. keinen Platz in einer solchen Maßnahme findest?
Gibt es dann ab 15.12. einen neuen BGS, der länger als 3 Wochen gültig ist?
-2. Mit meiner alten SB bei der Joboffensive habe ich bereits eine Ortsabwesenheit über die Weihnachtswoche ausgemacht, weil ich mit meiner Familie in den Urlaub fahren möchte. Dieser Urlaub ist bereits gebucht. Die Ortsabwesenheit steht auch noch im System, bestätigte mir die neue SB. Jedoch: Wenn ich im Dezember in die Maßnahme gehe, müsste ich ggf. trotzdem anwesend sein. Der Urlaub lässt sich unmöglich canceln, weil er aus wirklich wichtigen familiären Gründen erfolgt.
Die SB meinte ich solle das mit der Maßnahme klären und drückte mir Sprüche, dass mein Job vorrang hätte etc. Gibt es eine Möglichkeit innerhalb der Maßnahme die bereits genehmigte Ortsabwesenheit geltend zu machen?
Gegenfrage: Was tust du, wenn du bis 14.12. nicht in einer Excel-Maßnahme unterkommst?

3. Ich habe morgen ein Vorstellungsgespräch und das auch noch in meinem Bereich. Allerdings nur für einen Minijob. Ich dachte ja meine SB schreit Juchu. Das Gegenteil war der Fall. Zwar würde sie vorläufig auf die Vollzeit-Maßnahme aufgrund des Jobs (sollte ich ihn denn bekommen) verzichten, aber spätestens in zwei-drei Monaten würde sie mich trotzdem in eine Weiterbildung schicken, sollte ich in dem Job nicht so weit aufgestiegen sein, dass ich meinen kompletten Lebensunterhalt davon bestreiten kann. Den Job müsste ich dann zugunsten der Maßnahme aufgeben. Dürfen die das wirklich verlangen?
Gegenfrage: Willst du diesen Minijob haben?
Wenn ja, dann setze alles dran, ihn zu kriegen.
Stelle dich ab 1.1. einsatzbereit vor, dann ist das mit dem Weihnachts-Urlaub sicher.
Was in einigen Monaten mit Minijob und JC ist---wird man sehen.
Grundsätzlich dürfen die trotz Minijob auch in eine Maßnahme zuweisen.
Die Frage ist, ob sie das bei dir machen würden---also nicht vorher schon Panik haben.
Ankündigen im Gespräch tun sie immer gern.
 

KlaraNamaste

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Danke, ihr habt mir schon mal sehr geholfen!!

Ich habe gerade direkt nach dem Vorstellungsgespräch die Zusage zum Minijob bekommen! Den Weihnachtsurlaub habe ich mit dem neuen Arbeitgeber schon abgesprochen, das ist kein Problem.

Ich denke die SB wird nun von der Maßnahme (erstmal) absehen. Hoffe ich. Ansonsten frage ich mich natürlich auch, was geschieht, wenn man bis zum 14.12. keine Maßnahme gefunden hat. Wäre schließlich nicht mein Verschulden.
Da es in Köln aber viele Träger gibt, wird es wahrscheinlich schon irgendwo eine Möglichkeit geben unterzukommen. Ich hoffe aber dass ich nun wirklich vorläufig ein Häkchen dahinter machen kann.
Sollten Sie mich trotzdem in eine Maßnahme schicken, ob nun im Dezember oder kommendes Jahr, werde ich auf keinen Fall dafür auf den Job verzichten, egal was sie mir erzählt. Ich habe mir heute noch fachmännischen Rat geholt, welcher auch sagte, wenn die SB das verlangt, Beschwerde einreichen, das wäre ein Unding.
 

Purzelina

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Kein Arbeitsverhältnis mit Erwerbseinkommen muss für eine Maßnahme aufgegeben werden. Sollte der SB trotzdem auf die Idee kommen, eine Maßnahme zuzuweisen, dann muss für die Dauer der Ausübung des Jobs von der Maßnahme freigestellt werden.

Grundsätzlich geht jede Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt vor.
 

gelibeh

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Du hast einen BGS. Ich kann mich nicht erinnern, dass man zum Einlösen gezwungen werden kann. Hast Du dazu etwas Schriftliches, dass Du den einlösen musst, weil es ansonsten eine Sanktion gibt?
 
S

silka

Gast
Kein Arbeitsverhältnis mit Erwerbseinkommen muss für eine Maßnahme aufgegeben werden. Sollte der SB trotzdem auf die Idee kommen, eine Maßnahme zuzuweisen, dann muss für die Dauer der Ausübung des Jobs von der Maßnahme freigestellt werden.

Grundsätzlich geht jede Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt vor.
Der Grundsatz kennt jedoch Ausnahmen.
Es gibt Konstellationen, wo die Aufgabe eines Jobs verlangt werden kann.
Ich habs nur noch nicht als Rechtsgrundlage gesucht, habs aber im Hinterkopf gespeichert.
Zum Glück trifft das bei der TE nicht zu.

Was zählst du zum 1. Arbeitsmarkt?
 
S

silka

Gast
Ich habe mir heute noch fachmännischen Rat geholt, welcher auch sagte, wenn die SB das verlangt, Beschwerde einreichen, das wäre ein Unding.
Welcher Fachmann rät denn im Sozialrecht zu Beschwerde??
Ich bin kein Fachmann, sondern geübter Laie, aber ich würde hierzu raten:
Wenn die SB schriftlich dazu auffordert, ein bestehendes Arbeitsverhältnis für eine JC-Maßnahme wieder zu kündigen, dann wieder hier melden---mit dem genauen Wortlaut der schriftlichen Forderung.
Denn: Verlangen und zumuten können die im Gespräch viel, dann das aber als *Bescheid* zu verschicken, möglichst rechtssicher ---dazwischen liegen kleine Welten.

Dir alles Gute!
 

KlaraNamaste

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Noch habe ich keinen BGS, weil meine SB ja erst mein Bewerbungsgespräch abwarten wollte.
Ich muss den also wirklich nicht einlösen, wenn ich einen bekomme?
 

KlaraNamaste

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Welcher Fachmann rät denn im Sozialrecht zu Beschwerde??
Ich bin kein Fachmann, sondern geübter Laie, aber ich würde hierzu raten:
Wenn die SB schriftlich dazu auffordert, ein bestehendes Arbeitsverhältnis für eine JC-Maßnahme wieder zu kündigen, dann wieder hier melden---mit dem genauen Wortlaut der schriftlichen Forderung.
Denn: Verlangen und zumuten können die im Gespräch viel, dann das aber als *Bescheid* zu verschicken, möglichst rechtssicher ---dazwischen liegen kleine Welten.

Dir alles Gute!
Kein Fachmann im Sozialrecht sondern jemand der selbst bei einem Träger arbeitet und tagtäglich damit zu tun hat.
Aber danke, wenn die SB eine schriftliche Aufforderung schicken sollte, komme ich auf jeden Fall hier aufs Forum zurück.
 

Purzelina

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Der Grundsatz kennt jedoch Ausnahmen.
Es gibt Konstellationen, wo die Aufgabe eines Jobs verlangt werden kann.
Ich habs nur noch nicht als Rechtsgrundlage gesucht, habs aber im Hinterkopf gespeichert.
Zum Glück trifft das bei der TE nicht zu.

Was zählst du zum 1. Arbeitsmarkt?

Jede bezahlte Tätigkeit bei einem AG unabhängig von der Stundenanzahl.

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man verpflichtet werden kann, einen Job zugunsten einer Maßnahme aufzugeben. Schriftlich hab ich so eine Forderung auch noch nie gesehen.
 

Makale

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1. Eine Eingliederungsmaßnahme darf zeitlich nicht mit einem hilfebedürftig verringernden Minijob kollidieren. Ist eine zeitliche Verschiebung der Maßnahmezeiten aus organisatorischen Gründen nicht möglich, so ist die Maßnahme unzumutbar.

2. Ein Minijob muss nur für ein höher bezahlten bzw. mehr hilfebedürftig verringernden oder beendenden Job aufgegeben werden.

3. Ein Zwang zur Einreichung eines BGS unter dem Druckmittel der Leistungskürzung besteht nicht. Bildungsmaßnahmen sind freiwillig.
 
S

silka

Gast
Jede bezahlte Tätigkeit bei einem AG unabhängig von der Stundenanzahl.
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man verpflichtet werden kann, einen Job zugunsten einer Maßnahme aufzugeben. Schriftlich hab ich so eine Forderung auch noch nie gesehen.

Bitte lies:
Absatz 3
SGB 2 - Einzelnorm

Du bist dann also auch der Meinung, ein Minijob mit <100,- monatlich bewahrt einen LB auf Dauer vor Maßnahmen?
Ich fürchte, du unterliegst einem fatalen Irrtum.
@Makale immerhin nennt Erwerbstätigkeiten, die die Hilfebedürftigkeit verringern. Also die, wo was anzurechnen geht.
bei > 100,-

Woher@Makale sein Wissen hat, verrät er nicht.
 

Strolchi

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Du musst Dir angewöhnen, das mündliche Gelaber der SB vollkommen zu ignorieren.

Nur schriftliches Zählt.
Wenn die meinst, du müsstest Job kündigen, der Deine Hilfebedürfigkeit vermindert -
zu Gunsten einer Maßnahme. die sogar nch Geld kostet, -
dann lass Dir das SCHRIFTLICH geben !!!

Ich komme als Beistand oft in vier Jobcenter in meiner Gegend - und zu vielen verschiedenen SB, die diese Sprüche auch laufend loslassen - aber nur wenn ich nicht als Beistand dabei bin.
Auf alle Aufforderungen, das schriftlich zu bekommen - vielen die SB alle in Betretenes Schweigen -
Soooo dumm. das grob rechtswidrige niederzuschreiben, war (leider) noch kein(e) SB.

Hast DU überhaupt eine schriftliche Aufforderung zum Antrott dieser Weiterbildubng ??
Wenn nein - und wenn nicht mit Folgenbelehrung, kannst DU das auch vergessen.

Geh nicht mehr alleine zum JC - schau hier nach einem Beistand oder nimm nur eine vertrauenswürdige Person mit, der komische Bemerkungen mitschreibt.
Dann unterbleibt zum gößten Teil das rechtswidrige Gelaber der SB.
 

Purzelina

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Bitte lies:
Absatz 3
SGB 2 - Einzelnorm

Du bist dann also auch der Meinung, ein Minijob mit <100,- monatlich bewahrt einen LB auf Dauer vor Maßnahmen?
Ich fürchte, du unterliegst einem fatalen Irrtum.

Nein, ein Minijob bewahrt nicht unbedingt vor Maßnahmen. Aber, es kann trotzdem nicht verlangt werden, eine Arbeit zugunsten einer Maßnahme zu kündigen. Der SB hat bei seiner Zuweisung auf den Erhalt des Arbeitsplatzes zu achten.

Bei < 100 € arbeitet man nur wenige Stunden im Monat, das läßt sich doch mit den Maßnahmezeiten koordinieren.
 
S

silka

Gast
Nein, ein Minijob bewahrt nicht unbedingt vor Maßnahmen. Aber, es kann trotzdem nicht verlangt werden, eine Arbeit zugunsten einer Maßnahme zu kündigen. Der SB hat bei seiner Zuweisung auf den Erhalt des Arbeitsplatzes zu achten.

Bei < 100 € arbeitet man nur wenige Stunden im Monat, das läßt sich doch mit den Maßnahmezeiten koordinieren.
Das war aber nicht deine Aussage.
Denn deine war diese:
Jede bezahlte Tätigkeit bei einem AG unabhängig von der Stundenanzahl.
Und das ist nun mal leider falsch.
Denn in der Konsequenz hieße das ja:
Jeder sucht sich einen kleinen Job und ist damit gefeit vor jeder Sinnlos-Maßnahme.
Das wär schön---aber Hartz-4 hätte sich endgültig etabliert und die Minijob-Anbieter auch.
Genau DAS ist nicht das Ziel.
(Sinnlos-Maßnahmen bringen leider auch nicht ans Ziel)

Freuen wir uns mit @KlaraNamaste, daß sie den Minijob hat, in Weihnachtsurlaub fährt und keine Maßnahme an der Backe hat;-):popcorn:

p.s. Wo hast du jetzt das gefunden, was der SB zu beachten hat? Wo steht das bitte?
 
S

silka

Gast
Geh nicht mehr alleine zum JC - schau hier nach einem Beistand oder nimm nur eine vertrauenswürdige Person mit, der komische Bemerkungen mitschreibt.
Dann unterbleibt zum gößten Teil das rechtswidrige Gelaber der SB.
Das mag sein.
Aber lies doch, was @KlaraNamaste zuletzt schrieb.

Und auch für dich:
Die Rechtslage gibt es her. Es muß gar kein SB sooo dumm daherkommen.
Schön, daß du dich hier auch noch als Beistand sooo unwissend präsentierst---:icon_eek:
 

Seepferdchen 2010

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Die Zumutbarkeit von Maßnahmen bei bestehendem Job

Nach § 2 SGB II steht die Verringerung der Hilfebedürftigkeit an erster Stelle, d.h. ein Job, egal mit welchem zeitlichen Umfang, geht einer Eingliederungsmaßnahme generell vor.
Nur in Ausnahmefällen ist es zulässig, neben dem Job die Teilnahme an einer Maßnahme zu fordern, und zwar dann, wenn die Maßnahme erforderlich ist, um den ALG II-Bezieher in die Lage zu versetzen, seine Hilfebedürftigkeit weiter zu veringern als bislang (vgl. § 16d Abs. 1 SGB II) und die Maßnahme mit seinem Job zeitlich vereinbar ist (vgl. § 2 SGB II).

Würde der Leistungsträger die Teilnahme an einer Maßnahme fordern, die zeitlich nicht mit dem Job vereinbar ist, müsste man den Job aufgeben und würde damit seine Hilfebedürftigkeit vergrößern, sowie sich der Gefahr eine Sanktion nach § 31 Abs. 1 S. 1 Nr. 1c SGB II aussetzen. Eben deshalb ist eine solche Forderung rechtlich unzulässig.

Quelle: Hatz******

:icon_pause:
 
S

silka

Gast
Quelle: Hatz******
Sagt wer?
Eine AGH nach Abs.1 § 16d SGB II dürfte der vermaledeite Ein-Euro-Job sein.
Der ist keine Erwerbstätigkeit, die die Hilfebedürftigkeit verringert.
Der § 2 SGB II spricht in Abs. 1 ebenso nur von AGH.

Um die AGH gehts doch grad nicht, sondern um eine geringfügige Beschäftigung=Minijob.
oder/und um eine Maßnahme (welche auch immer, eine mit BGS)
Also garantiert keine AGH.

Was deine Quelle im Absatz 2 schreibt, ist ein Widerspruch in sich.
Entweder verlangt das JC die Kündigung des Jobs wegen einer Maßnahme, dann kann es deswegen nicht sanktionieren und tut das auch nicht.
 

StartMeUp2013

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Hallo ich hatte gerade einen Termin bei meiner SB, vor der ich jetzt ein Jahr Ruhe hatte, weil ich so lange in der Joboffensive gewesen bin.

Sie teilte mir mit, dass die Chancen in meinem Job (Redakteurin) aussichtslos seien und sie mich ab sofort nicht mehr für Jobangebote im Redaktionswesen berücksichtigen würde. Das allein find ich schon dreist. Einige Monate zuvor hatte ich schon nach sinnvollen Weiterbildungsmaßnahmen gefragt. Sinn würde für mich etwas wie Business English, Photoshop, Indesign machen. Alles abgelehnt! Nun hat sie sich in den Kopf gesetzt ich müsste in den kaufmännischen Bereich gehen und droht mir mit einer Maßnahme im EDV-Bereich, am besten Excel.
An sich kann ich damit leben, es schadet nicht meine Excel-Kenntnisse aufzufrischen. Trotzdem bringt die Maßnahme dann einige Probleme mit sich.

1. Ich soll mir selbst eine Maßnahme aussuchen und das in kürzester Zeit, denn der Bildungsgutschein wäre nur bis zum 14.12. gültig, bis dahin muss die Maßnahme angetreten sein. Hat hier jemand Erfahrung mit solchen Maßnahmen im linksrheinischen Köln?
Nach einigem Googlen tendiere ich aufgrund der Nähe zu meiner Wohnung zum ISBB.
Ansonsten bin ich hilflos. Bohlenscheid scheidet aufgrund der Horror-Berichte die ich im Netz gefunden habe jedenfalls schon mal aus.

2. Mit meiner alten SB bei der Joboffensive habe ich bereits eine Ortsabwesenheit über die Weihnachtswoche ausgemacht, weil ich mit meiner Familie in den Urlaub fahren möchte. Dieser Urlaub ist bereits gebucht. Die Ortsabwesenheit steht auch noch im System, bestätigte mir die neue SB. Jedoch: Wenn ich im Dezember in die Maßnahme gehe, müsste ich ggf. trotzdem anwesend sein. Der Urlaub lässt sich unmöglich canceln, weil er aus wirklich wichtigen familiären Gründen erfolgt.
Die SB meinte ich solle das mit der Maßnahme klären und drückte mir Sprüche, dass mein Job vorrang hätte etc. Gibt es eine Möglichkeit innerhalb der Maßnahme die bereits genehmigte Ortsabwesenheit geltend zu machen?

3. Ich habe morgen ein Vorstellungsgespräch und das auch noch in meinem Bereich. Allerdings nur für einen Minijob. Ich dachte ja meine SB schreit Juchu. Das Gegenteil war der Fall. Zwar würde sie vorläufig auf die Vollzeit-Maßnahme aufgrund des Jobs (sollte ich ihn denn bekommen) verzichten, aber spätestens in zwei-drei Monaten würde sie mich trotzdem in eine Weiterbildung schicken, sollte ich in dem Job nicht so weit aufgestiegen sein, dass ich meinen kompletten Lebensunterhalt davon bestreiten kann. Den Job müsste ich dann zugunsten der Maßnahme aufgeben. Dürfen die das wirklich verlangen?


Ich danke euch schon jetzt für eure Antworten!
Du bist verpflichtet, Deinen Hilfebedarf zu senken. Und wenn Du keine Chance mehr hast, in Deinem erlernten Beruf eine auskömmliche Beschäftigung zu finden - dann darfst Du Dich auch als Sklave verdingen. Hartz4 ist nicht "Schön wär", sondern: SO ISSES!
 
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