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Massnahme in Verbindung mit EGV VA und Minijob

Syringa

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#1
Hallo zusammen,
wie es so will, öffnete ich gestern den Briefkasten und fand die angehängten Schriftstücke vor.
Es fing damit an, dass ich vor Zwei Wochen einen Anruf vom Maßnahmeträger bekam, dass ich dort aufschlagen soll. Ich erwähnte das ich seit Juli 14 eine Beschäftigung in den Vormittagsstunden habe, woraufhin die Dame am Telefon mir mitteilte, dass ich dann ja gar nicht an der Maßnahme teilnehmen kann und für mich das Thema somit erledigt war.

Meine Beschäftigung ist ein kleiner Job in den Unternehmen meiner Mutter, die dieses im Februar 2014 nach dem plötzlichen Tod meines Vaters übernommen hat.
( Wir transportieren in den Vormittagsstunden Patienten zum Onkologen und den verschiedenen Kliniken zu ihren Behandlungen, ich werde hierbei je nach Arbeitsaufkommen eingesetzt und erhalte dafür 100€ da meine Mutter derzeitig nicht in der Lage ist mich mit höhren Gehalt anzustellen, jedoch meiner Familie und mir auf dieser Weise unter die Arme greifen möchte.)

Frau SB ist bekannt, dass ich dort angestellt bin, denn die Dame hat vor einer Woche bei meiner Mutter angerufen und sich erkundigt ob ich dort arbeite. ( Jedoch hat die Dame es wohl nicht so mit Namen, denn weder den Unternehmensnamen noch meinen hat sie richtig vorliegend gehabt, so wurden meine Mutter und ich einfach mal umgenannt. Auf den hinweiß wie wir richtig heißen und das ich durchaus dort angestellt bin, antwortetet SB Sie brauch den Arbeitsvertrag, ansonnsten würde sie mich regelmäßig einladen etc.
Auch lagen bereits die Gehaltsabrechnungen vor.

Ich habe ihr daraufhin ein Schreiben zugesendet, von meinem AG (Mutter) das ich dort seit dem 1.7.2014 auf 100€ angestellt bin, Arbeitszeiten variieren in den Vormittagsstunden, und das ich ihr den Arbeitsvertrag nicht in Kopie zusenden könne, da ich damit gegen die Verschwiegenheitsklausel im Vertrag verstoßen würde.

Gestern kam dann die Schreiben vom Maßnahmeträger, dass ich sehrwohl an der Maßnahme teilnehmen kann, eine EGV via VA obwohl vorher keine EGV versucht wurde abzuschließen, sowie die Zuteilung von SB zu der Maßnahme mit einem Infofleyer des Maßnahmeträgers.

Ich bin froh das ich im Vormittagsbereich dort arbeiten kann, es macht mir Spaß und es lässt sich prima mit den Betreuungszeiten meiner Kids vereinbaren.
Sollte ich nun wegen dieser Maßnahme aufhören müssen, würden uns ja auch monatlich 100€ fehlen und wir wissen alle, Geld ist immer knapp.

Ich habe absolut keine Ahnung was ich nun machen soll. Wie ich da wieder rauskommen soll.
Mir ist durchaus bewusst, dass ich morgen dort beim Maßnahmetrüger nichts unterschreiben werde, sondern alles zur Prüfung mitnehmen werde.
Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.

Liebe Grüße
Syringa
 

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Charlot

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#2
Du bekommst als erstes einen Anruf vom Maßnahmeträger
Dann teilt Dir der MT mit, dass Du doch an der Maßnahme teilnehmen musst.
Der MT schickt Dir einen VA zu.

Korrekt ?
 

Syringa

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#3
Als erstes kam der Anruf des Maßnahmeträgers, das sie mich einladen wollen, im Vormittagbereich eine Maßnahme zu absolvieren. Woraufhin ich Ihnen mitgeteilt habe, dass ich vormittags arbeite und der MT am Telefon sagte, dass sich das dann erledigt hat, da ich dann ja zeitlich gar nicht teilnehmen kann.

2 Wochen Ruhe

Gestern waren dann
-eine EGV VA
-die Zuweisung vom Jobcenter mit einem Fleyer der Maßnahme,
-sowie die schriftliche Einladung vom MT mit hinweis, dass ich sehrwohl an der Maßnahme teilnehmen kann, laut SB im Briefkasten

Halt alles auf einmal.
 

Charlot

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#4
Dann lasse Dir von Deiner Mutter schriftlich geben, dass Du am soundsovielten arbeiten musst.

Das JC schreibst Du an und beantragst, Dir mitzuteilen, weshalb sie von Dir Daten ohne Dein Wissen an fremde weitergeben.

Den MT schreibst Du an, das sie umgehend Deine Tel-Nummer zu löschen haben.

Gegen den VA legst Du Widerspruch ein und beim Sozialgericht beantragst Du eine eA.

Du hast einen Arbeitsvertarg und musst diesen erfüllen.
Dazu bist Du gesetzlich verpflichtet.

Weiteres hier:
http://www.elo-forum.org/weiterbild...se-massnahmen/138102-massnahmenzuweisung.html
 

Purzelina

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#5
Rein vom zeitlichen Umfang her dürfte die Maßnahme zumutbar sein. In der Maßnahme fallen 20 Stunden an und bei 100 € Einkommen im Monat sind die Arbeitszeiten im Unternehmen deiner Mutter doch sicher nicht höher als 5 Stunden in der Woche, das wären dann 25 Stunden in der Woche.
 

Syringa

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#6
Soweit habe ich auch nichts gegen die Maßnahme, nur findet diese Vormittags statt, in der Zeit von 9- 12 uhr laut Fleyer, genau zu diesen Zeiten werde ich auch Mo, Di und Mi eingesetzt um Bürokram zu erledigen und gleichzeitig die Fahrer zu ihren Fahrten zu koordinieren. Um 13 Uhr hole ich dann auch die Jüngste vom Kindergarten ab und um 13.40 Uhr die Große von der Schule.
Daher sind die Zeiten für mich optimal. Ab Ende Mai 2015 wäre ich dann auch in der Lage einen Personenbeförderungsschein zu machen, ( meine Mutter hat mir nach dem Tod meines Vaters den Führerschein vorgestreckt, damit ich später auch voll mit in die Personenbeförderung einsteigen kann, jedoch muss ich laut Gesetz 1 Jahr min. den Führerschein haben, um einen P- Schein zu machen) Also auf die Zeit gesehen, hätte ich ab Juni 2015 zumindenst schonmal einen besser bezahlten Teilzeitjob, da ab diesem Zeitpunkt einer der Fahrer das wohlverdiente Rentenalter erreicht hat.
 

obi68

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#7
Teile dem Maßnahmeträger mit, daß du sehr gerne bereit bist, an der Maßnahme in den Zeiten, in denen du nicht arbeiten mußt, teilzunehmen.

Damit beweist du guten Willen.

Auf Einkommen zu verzichten, damit sich ein Maßnahmeschmarotzer an dir bereichern kann, sollte jedoch keine Option sein.
Und wie schon erwähnt: du hast einen Arbeitsvertrag (mit entsprechender Kündigungsfrist) und dein Arbeitgeber besteht natürlich auf Erfüllung. :wink:
 

swavolt

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#8
Der nur 100,- € Nebenjob verringert nicht deine Hilfsbedürftigkeit. Das beginnt erst ab 100,- €. Außerdem kommt man dabei auf ca. 13 Arbeitsstunden im Monat was ungefähr 4 Vormittagsarbeitstagen entspricht. Dadurch könntest du einen Tag in der Woche vormittags arbeiten, aber nicht 3.

Rechtsbehelfsbelehrung fehlt.
Damit haste 1 Jahr Zeit Widerspruch einzulegen.
Der SB hat nicht auf VA umgestellt, somit ist auch die Rechtsfolgenbelehrung die einer EGV, so das Sanktionen schwerlich durchsetzbar werden.
Daneben hast du aber auch noch das Angebot zu der Maßnahme. Obwohl ich das auch für rechtswidrig halte, wegen der unbestimmten Fahrtkostenregelung, solltest du die Maßnahme anderweitig abwehren.

Und zwar gehst du hin(der 8.9. ist ein Montag und nicht Dienstag wie im Einladungsschreiben). Ich würd da dann kackfrech am Dienstag auftauchen, weil wahrscheinlich Montag gemeint ist. Keine eigenen Unterlagen mitnehmen. Nur deine notwendigen Daten preisgeben - das sind Name Anschrift Geburtsdatum(alle Daten die ein Perso beinhaltet) - sonst nichts. Nichts unterschreiben. Unterlagen die dir der Maßnahmeträger vorlegt mit nach Hause nehmen um sie dort in Ruhe eine Woche zu prüfen. Will das der Maßnahmeträger nicht, ja nichts unterschreiben, auch später nicht. An der Maßnahme teilnehmen. Nach ein paar Tagen ist der Spuk dann vorbei und der Maßnahmeträger schickt dich nach Hause. Das lässt du dir schriftlich bestätigen. Falls der Maßnahmeträger das nicht machen will gehst du umgehend zu deinen SB und teilst ihm mit das der Maßnahmeträger dich nicht mehr teilnehmen lässt.
 
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