Maßnahme für Kranke: Muss ich Auskunft geben?

Sternenbande

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
3 September 2015
Beiträge
86
Bewertungen
3
Hi,
ich soll zu einem Infogespräch gehen bzgl. einer Maßnahme für "Menschen die wegen körperlichen oder geistigen Einschränkungen besondere Unterstützung auf ihrem Weg zur Arbeitsaufnahme brauchen"


Meine Frage:

Muss ich bei diesem Infogespräch Auskunft über die Art meiner Erkrankung geben bzw. wie sich diese äußert und welche Einschränkungen ich habe?

LG
 

faalk

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
18 Dezember 2014
Beiträge
1.220
Bewertungen
1.089
kurz und knapp, Nein.

Irgendeinen Heini eines MT geht das garnichts an.

Ganz ausgebuffte MT versuchen dann u.u. den King zu spielen. Das artet dann aus in "Sie müssen", "Das gibt Ärger mit dem JC" etc.

Müde lächeln und auf nichts einlassen, was der Heini will.
 

Echogamer

Elo-User*in
Mitglied seit
17 Juli 2015
Beiträge
199
Bewertungen
229
Ich kann dem was @faalk geschrieben hat nur zustimmen.

Und beim Infogespräch nichts direkt vor Ort unterschreiben, sondern alles erstmal zur Prüfung mitnehmen.

Viel Glück und Erfolg :icon_daumen:
 

DonOs

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
23 Februar 2014
Beiträge
1.884
Bewertungen
3.367
Müde lächeln und auf nichts einlassen, was der Heini will.

Zu dem Müden lächeln würde ich aber noch zum einen erwähnen, daß Drohungen im strafrechtlichen Bereich liegen, sollte der Träger auf diese Gedanken kommen (Das gibt Ärger mit dem JC). Und zum anderen, daß der Träger fachlich dazu nicht ausgebildet ist, über die medizinische Erheblichkeit bestimmter Unterlagen entscheiden zu können, sowie man eine gewinnorientierte Firma, hier Maßnahme-Träger, keine sensiblen Daten bekannt machen wird, Stichwort Sozialdatenschutz.
 

Jaskolki77

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
1 November 2014
Beiträge
941
Bewertungen
931
Auf die Idee kam ein SB bei mir auch einmal, als ich nach langer Erkrankung vorgeladen wurde: "Da ist auch ein Arzt, der hilft Ihnen bei der Stellensuche."

Ich stellte mich bewusst begriffsstutzig: "Ein Arzt? Was für ein Arzt? Ich komme doch gar nicht aus dem medizinischen Bereich."

Als SB dann weiterbohrte, musste ich Farbe bekennen: 1. möchte ich mit SB nicht über meine Gesundheit sprechen, 2. entscheide ich noch selbst, mit wem ich über meine Gesundheit spreche, 3. habe ich bereits einen Arzt, der 4. absolut vertrauenswürdig ist, und nichts von dem Besprochenen an das JC weitergeben würde. Und 5. so ziemlich alle JC-Mitarbeiter und Maßnahmeträger verachtet. Das habe ich aber nur gedacht, nicht ausgesprochen.

Eintrag ins System, seitdem gab es keinerlei derartigen Vorstöße mehr.
 
Oben Unten