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Maßnahme Eignungsfeststellung

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eli30

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
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#1
Hallo, ich habe mal einige Fragen:


EGV bisher nicht unterschrieben, bin zur „Strafe“ direkt in eine Maßnahme zur Orientierung & Aktivierung gesteckt worden. Vorrangig dient diese Trainingsmaßnahme jedoch der Feststellung der Eignung, Klärung der Chancen auf dem Arbeitsmarkt und Unterstützung der Bewerbungsbemühungen.
Gehe seit einer Woche da hin und werde bald affig. Der Kursleiter redet übers Wetter, über Astrologie, welche Leute er schon im Kurs hatte, z.B. Penner und Alkoholiker etc. Eine Woche lang hat der eine Scheiße gelabert ohne Ende. Wir haben am Anfang vom Träger einen Kursplan vorgelegt bekommen, nichts davon ist umgesetzt worden.
Am Ende der Woche hatte ich ein Vorstellungsgespräch. Der Kursleiter hat mich gefragt, wie es denn gewesen sei. Ich habe darauf nur merklich ungern geantwortet, weil die Woche mit der gesamten Laberei mich schon so genervt hatte und ich mir keine wirklichen Erkenntnisse davon erhofft habe. So war´s dann auch: Ich erzählte auf seine Frage, was ich bei dem Job zu machen hätte, dass ich am Telefon Seminare verkaufen solle. Da meinte der Kursleiter doch glatt vor der ganzen Gruppe: „Ach so, Sie müssen „Klinken putzen!“ Ich war echt platt. Das ich doch wohl echt das Letzte für jemanden, der angehende Hartz-IV-Leute bei ihren Bewerbungsbemühungen unterstützen soll!.
Eine Weile später hat der Kursleiter mit einem anderen Kursteilnehmer über einen nicht anwesenden Kursteilnehmer aus der ehemaligen DDR herumgelabert, dass dieser sich ja für diese Landsleute typischerweise nicht in das hiesige System integrieren wolle und an seinen Problemen selbst Schuld sei. Aus meiner Sicht ein klarer Verstoß gegen Neutralität, zu der er als Kursleiter verpflichtet ist.

Ich hatte für diesen Tag die Faxen echt dicke.
Nun weiß ich nicht, was ich machen soll. Am Ende des Tage haben wir so einen Fragebogen zur Bewertung des Kurses mitbekommen. Alle Kursteilnehmer haben sofort angekreuzt, dass sie das alles hier super finden. Note 1 für den Trainer. Obwohl alle schnarchend und gähnend dasitzen. Ich habe als einzige den Bogen mit nach Hause genommen.
Soll ich das Maul aufmachen oder die Klappe halten. So wie ich die Lage einschätze, werde ich keine Unterstützung von den anderen Kursteilnehmern bekommen, wenn ich mich beschwere und es zu einer Art Befragung kommen sollte. Dazu sind die viel zu feige.
Wir haben ja auch unterschrieben, dass wir mit einem Maximum an Kooperation an dieser Maßnahme teilzunehmen haben. Das ist in meinem Fall ohnehin schon mehr als fraglich.
Mir widerstrebt es echt zu lügen und in dem Bogen anzukreuzen, was nicht den Tatsachen entspricht. Anderseits habe ich dann noch mehr Ärger mit der ARGE als ohnehin schon mit der EVB und die warten nur auf eine weitere Gelegenheit, um mir als Quertreiberin endlich was anzuhängen und die Gelder zu kürzen.. Ich habe das Gefühl es werden immer mehr unmögliche Sachen von mir gefordert, zu denen ich einfach nicht ja sagen kann. Ich werde mit Gewalt und Androhung von schwersten Sanktionen in eine Maßnahme gezwungen, die erfüllen ihre Leistungen nicht und händigen einem dann noch zum Test einen Bewertungsbogen aus. Das ist schon echt perfide.
Ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll, was ich mit dem Bewertungsbogen machen, mit der gesamten Maßnahme machen soll :icon_neutral:
 

Merkur

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#2
So wie ich die Lage einschätze, werde ich keine Unterstützung von den anderen Kursteilnehmern bekommen, wenn ich mich beschwere und es zu einer Art Befragung kommen sollte. Dazu sind die viel zu feige.
Das ist überall ,manchmal könnte man meinen die Leute fühlen sich wohl in den Maßnahmen und mit H4.
 
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ExitUser

Gast
#3
...Ich weiß nicht, [...] was ich mit dem Bewertungsbogen machen [...] soll :icon_neutral:
Ich habe diese Bewertungsformulare genau so zurück gegeben, wie sie mir ausgehändigt wurden: leer. Für die Bewertung und den Einkauf einer Maßnahme ist die Arge zuständig. Das Ausfüllen dieser Bewertungsbögen ist nicht geheim und Du müsstest -wie Du ja selbst schon schreibst- mit Repressalien rechnen. Außerdem erhältst Du für Dein "Gutachten" keinerlei Bezahlung und wer arbeitet schon freiwillig für nix?
 

physicus

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#4
Anderseits habe ich dann noch mehr Ärger mit der ARGE als ohnehin schon mit der EVB und die warten nur auf eine weitere Gelegenheit, um mir als Quertreiberin endlich was anzuhängen und die Gelder zu kürzen..
du musst dir als erstes mal überlegen ob du derlei kram überhaupt noch unterschreiben willst, wie ihn eine EGV darstellt, ohne EGV keine handhabe auf sanktionen der darin vereinbarten dinge, sie sind sowieso nur einseitig zustande gekommen.

die unterschriften sind meist, mit sicht auf repressalien, erpresst.

ansonsten trifft für diese bögen das zu was gavroche geschrieben hat, leer zurück an absender, gutachten, gleich welcher art, werden in der freien wirtschaft teuer bezahlt und wenn ich so einen spaten schon bewerten muss dann gegen kohle. ;)

mfg physicus
 

hergau

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#5
Kann mich meinen Vorrednern nur anschließen.
Sollen die halt einen "Qualitätsmanager" anstellen.
 

Rounddancer

Forumnutzer/in

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#6
Sollen die halt einen "Qualitätsmanager" anstellen.
Au ja, MICH,- oder einen meiner Kollegen ...

Aber zum OP:
Ich würde aufschreiben, was im Kurs so ablief. Und dann eine Kurzfassung davon, -von Emotionen bereinigt, nach Ende der Maßnahme an die Arge, bzw. das Kundenreaktionsmanagement liefern. Dies, weil oft Träger der Arge in schönsten Tönen vormachen, wieviel Gutes sie den Teilnehmern bieten können und werden,- um den Auftrag zu kriegen,- möglichst noch als Unikat, damit die öffentliche Ausschreibung unterbleiben kann. In Wirklichkeit aber will der Träger sparen,- und verdienen,- und stellt dann billigst eingekaufte Referenten hin,- immer öfter selbst Ein-Euro-Jobber ...
Die wiederum taugen entweder nicht, oder taugen was, können das aber nicht verkaufen, taugen was, aber sind von der großen Gruppe überfordert, oder taugen eigentlich was, sehen aber ihre miese Bezahlung und leisten so nur das Allernötigste.

Den Fragebogen würde ich liegenlassen, bis zum Ende der Maßnahme,- wenn der nicht nur über die erste Woche der Maßnahme urteilen soll.

Und ansonsten die Maßnahme entweder aussitzen, wie Deine Kurskameraden, die halt versuchen, so widerstandslos wie möglich durchzukommen, oder, streng am eigentlichen Kursplan ausgerichtet, Fragen stellen, den Referenten löchern. Sachlich, nicht aggressiv, nicht beleidigend.
Nur nicht negativ, nicht als Störer auffallen.

Bei diesen Maßnahmen legt die Arge leider oft nur Wert darauf, daß die hingeschickten Teilnehmer da sind,- und daß sie pünktlich da sind. Daß dem so ist, darüber müssen die Referenten dem Träger und der der Arge berichten.
 
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#7
...wenn ich sowas schon höre und hier lese.... die Arge will ..?? Hallo ? Ach ja die Arge als Dienstleistungsunternehmen ! :icon_twisted:

Wenn du keine Nerven hast mache es so wie mein Vorposter es bereits gesagt hat.
Wenn du aber sowieso mehr Zeit momentan hast würde ich genau diese zeit dafür nutzen mal Stress zu machen.

Gehe mit den Fakten am nächsten Tag zu Deinem SB. - Was interessiert schon was Andere Kursteilnehmer gerade dazu sagen ? Lügen werden die ja wohl kaum können wenn sie wirklich einzeln befragt werden und sich am Ende sowieso nichts decken würde.
Meistens machen auch erst ihre Klappe auf wenn es der erste tut !

Jetzt reiß Dich zusammen und wehre dich. - Was will Dein SB da schon machen ? Ne Sanktion ? HAH ! Weswegen ? -- Du hattest einen Vertrag den die in keinster Weise eingehalten haben, über Penner und Arbeitslose hergezogen haben etc..... Die Träger bekommen dafür UNSER Geld vom Land.
NEIN ! Sowas muss man sich nicht geben !
Du erhälst hier unsere volle Unterstützung.
Berichte mal wie es weiter geht.

Ich vermute aber aus Erfahrung das Dein SB das unterm Tisch fallen lassen wird.
Akteneinsicht wäre danach mal nett. Dazu steht hier was:
http://www.elo-forum.org/infos-abwe...561-man-arge-co-akteneinsicht-verschafft.html

Magst du uns verraten um welchen Träger es sich da handelt ?
 
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#8
Ich schließe mich Rounddancer an. Schreib es wertneutral auf, was da läuft und melde es der Arge. Woher sollen die denn wissen, dass die Maßnahme nicht so läuft, wie ausgeschrieben, wenns niemand meldet? Der Träger ist einen Vertrag eingegangen und in dem stehen, welche Maßnahmeinhalte vermittelt werden müssen. Offensichtlich kommt er dem nicht nach. Aber wo kein Kläger, da kein Richter. Melde es nach Ende der Maßnahme. Der Träger bekommt dann ganz "angenehmen" Besuch durch die Arge und muss Stellung beziehen, eventuell Strafe zahlen und überlegt sich das beim nächsten Mal vielleicht so einen Mist anzubieten.
Schade, dass Du anscheinend der Einzige bist, der sich daran stört. Wer weiß wie lange das schon läuft.
 

eli30

Elo-User/in

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#9
Liebe Leute, vielen Dank für eure zahlreichen Ratschläge. Finde ich super! Ich denke ich werde einen Mittelweg gehen. Jeden Tag alles aufschreiben und notieren und am Ende einen Bericht an Arge. Falls die Lage sich im Kurs weiter zuspitzen sollte, kann ich immer noch den Weg einer direkten Beschwerde beim SB gehen. Auch dafür habe ich ja dann genug in der Hand.
 
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