Maßnahme BKAV / "Baukastensystem"

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Einauge

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Hallo,

bin neu hier und erst heute, rein zufällig, auf dieses recht informative Forum gestoßen.

Bisher fand ich leider noch nicht die Zeit, ausgiebig hier herumzustöbern und deswegen folgende Frage:
kennt bzw. durchläuft/durchlief schon einer von Euch hier diese Art von "Maßnahme"?

Ich wurde vor circa 3 Wochen von meiner Sachbearbeiterin dort reingesteckt und empfinde diese mehr als nur sinnlos.

Falls jemand von Euch diese Baukastensystem-Maßnahme nicht kennt, dem sei gesagt, dass es sich hier um eine 3monatige Maßnahme handelt, welche "Bewerbungstraining / Bewerbungen schreiben", sowie "Stellenrecherche" und auch noch zusätzlich ziemlich blödsinnige Übungen in MS-Word, Excel, und PowerPoint umfasst.

Das Ganze findet 2mal pro Woche von 7.30 Uhr bis 15.45 Uhr statt - jeweils 8 Stunden.
Man muss also in einer Woche auf 16 Stunden kommen.

Erschwerend kommt noch hinzu, dass fast jeder in dieser Maßnahme einer geringfügigen Beschäftigung nachgeht und man dieser nicht innerhalb 2 Tagen nicht wirklich nachgehen kann.

Dies bedeutet dann, dass die betreffenden Personen die Zeit nacharbeiten müssen, in welcher sie nicht anwesend sein können.
Dies trifft sogar auch im Krankheitsfall (!) zu.

Sehr schlimm ist es für diejenigen, die in Schichten arbeiten - einer davon sogar nachts!
Und dennoch muss dieser es unter einen Hut bringen, in einer Woche seine 16 Stunden vollzubekommen.
Laut seiner Aussage meinte sein SB zu ihm, dass er ja auch nach seiner Nachtschicht (beginnt um 19 Uhr und endet um 7 Uhr frühs am Folgetag) dort erscheinen könne.
Man bedenke, dass er dies bereits eine halbe Stunde nach Dienstende tun müsste...!

Der Dozent meinte dann aber zu ihm, dass dies nicht nötig sei und er am darauffolgenden Tag nicht kommen müsste, da es (richtigerweise) auch gewisse "Ruhephasen" geben müsse.
Jedoch muss auch er diesen Tag nachholen.

Bei mir verhält es sich so, dass ich jeden Tag für ein paar Stunden weg muss, wg. meines sogenannten "Mini-Jobs", weil ich eben dort unter der Woche wirklich jeden Tag gebraucht werde und auch nur bezahlt werde, wenn ich anwesend bin.
Aus diesem Grund bin auch ich dazu gezwungen, die fehlende Zeit unter der Woche nachzuholen.

Aber der Hammer steht noch bevor: an "Heiligabend" dürfen bzw. müssen wir auch erscheinen, jedoch wird an diesem Tage offiziell schon um 14 Uhr Schluss gemacht, aber den Rest müssen wir dann auch nacharbeiten.

Und die beiden Weihnachtsfeiertage (mitten in der Woche!) ist der Maßnahmeträger geschlossen und es fehlen somit 2 ganze Tage, die wir dann auch noch nachholen müssten.

Von diesen Regelungen stand übrigens nichts in der EGV.

Nun, meine Frage: ist so etwas überhaupt zulässig?

Und überhaupt finde ich es ziemlich unverschämt, dass man hier Leute in eine derartige Maßnahme steckt, die im Prinzip schon mit einem Bein vom JC weg sind und sich somit auch bemüht haben, ihre Hilfebedürftigkeit zu verringern, während man das ganze faule Säuferpack unschuldig Zuhause rumsitzen lässt.

Diese ganze Maßnahme kommt irgendwie einer Strafe gleich, obwohl ich mir beim JC noch NIE etwas zu Schulden kommen lassen habe!
 

Texter50

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Hallo Einauge und herzlich willkomen hier im Forum!
Ja, das mit den Maßnahmen ist eine echt hässliche Sache, die in den meisten Fällen keinen wirklichen Nutzen bringen wird.

Fassen wir das mal kurz zusammen, wird dann übersichtlicher:
Du bist in eine Maßnahme geschlittert. Kannst Du mal den Träger benennen?
Du musst dahin, obwohl Du einen Minijob hast?
Du musst 2 x jeweils acht Stunden dahin bei einer Gesamtlaufzeit von 3 Monaten?
Alle Fehlzeiten werden nachgeholt?
Inhalt der Maßnahme wie gahabt: Bewerbungstraining, Stellensuche und ein bisken Excel, Word und Powerpoint?
Du bist seit 3 Wochen dabei? O weh!
Hab ich was vergessen, ich denke nicht.

Hast Du eine EGV unterschrieben, dann lichte die doch bitte ab und stell die doch mal anonymisiert hier ein.
Hast Du einen Vertrag beim Träger unterschrieben?
Davon hängt dann auch ab, was Du must oder eben was nicht.
Die Frage, die Dich scheints am meisten bewegt, was auch verständlich ist, warum Du die Stunden nachholen musst, in denen Du Geld verdienst und Deine Bedürftigkeit verminderst?

Ich habe hier schon von der Möglichkeit gehört, dass einzelne Teilnehmer die Stunden erlassen bekommen haben, die sie mit Arbeit verbringen. Aber warte mal ab, da meldet sich sicher wer.


Was ich allerdings traurig :icon_cry: finde, ist der Abschnitt, der dieser Stelle folgt:
Nun, meine Frage: ist so etwas überhaupt zulässig?
Hab noch nen guten Abend.
 
E

ExitUser

Gast
Mein Beileid zur deiner Situation.

Maßnahmen sind zu 95-99% immer sinnlos, da sie nicht individuell auf die Teilnehmer abgestimmt und von eher fragwürdigen Trägern durchgeführt werden.

Mit 16 Stunden die Woche bist du aber eher noch gut bedient, man denke nur an Vollzeitmaßnahmen. Beißt sich natürlich mit Arbeitsverhältnissen, doch auch da gab's schon einige, die gezwungen wurden, diese deswegen aufzugeben. Denn solange es keine "richtige" Arbeit ist, von der man leben kann, untersteht der Elo den Weisungen des Jobcenters. Auch bei Mini-Jobs und sogenannten Midi-Jobs (die es ja kaum gibt, da es dort ja im Gegensatz zu Mini-Jobs eine Arbeitszeitbegrenzung gibt) kann solch ein Stuss leider anstehen. Es gibt hier genug dieser Szenarien.

Maßnahmen müssen nicht in EGV's stehen, die Zuweisung ist ausreichend.
Aber bis die EGV/Zuweisung hier nicht hochgeladen ist, kann man dazu nicht viel sagen.
Wie Texter schon sagte, es kommt es darauf an, ob du dazu dein Einverständnis per Unterschrift unter einem Vertrag mit dem Maßnahmeträger gegeben hast.

Ohne eine solche Passage in der Zuweisung und ohne Vertrag mit dem MT ist es nur heißes Gelaber.

Solltest du vielleicht mal mit deinem Sachbearbeiter abklären.

Tipp am Rande, was mir negativ aufgefallen ist:

"... während man das ganze faule Säuferpack unschuldig Zuhause rumsitzen lässt"

Solche Aussagen kommen nicht gut rüber. Nicht jeder, der keinem Mini-Job nachgeht, ist in diese Schublade zu stecken, von der Wortwahl mal ganz abgesehen, Ärger hin oder her. Zumal es eine Reihe von Gründen gibt, die gegen solche Beschäftigungen sprechen.
 

Einauge

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Ja, ich habe eine EGV unterschrieben.

Wir hatten auch beim MT anfangs so einige Sachen unterschrieben, aber ich kann da ja die Tage noch einmal genauer nachhaken.
(und ich bin mir ZIEMLICH sicher, dass auch dort NICHTS vom Nachholen der Stunden steht, die man dort nicht anwesend sein kann!)

Ich habe jetzt mal eben die EGV bzw. einen Teil dessen, der für diesen Thread relevant sein dürfte, eingescannt und hochgeladen (anonymisiert natürlich).

Alles Wichtige befindet sich im oberen Abschnitt und, wie schon angemerkt, wird nichts Näheres bzgl. "Nacharbeiten" beschrieben.

Der Dozent, Jobcoach (eine ziemlich bescheuerte Namensgebung) usw. sind zu uns soweit ganz nett und finden diese ganze Sache ebenfalls nicht wirklich sinnvoll, aber merken immer wieder an, dass sie sich auch an die Vorgaben des JC halten müssen.

Auch ich habe schon davon gehört, dass einigen der Mini-Job regelrecht "weggenommen" wurde, nur damit diese sich auch voll und ganz der Maßnahme widmen konnten, was natürlich völliger Schwachsinn ist, da auch das Jobcenter hier wieder die Hilfebedürftigkeit erhöht und sich somit ganz bestimmt keinen Gefallen tut.

Meine Aussage zum "faulen Säuferpack" war nicht auf alle Arbeitslosen/Arbeitssuchenden bezogen, sondern vielmehr auf die, welche wirklich keinen Bock auf eine Arbeit haben - was natürlich auch die mit einschließt, welche jetzt nicht unbedingt die ganze Zeit an der Flasche hängen.

Was ich allerdings traurig :icon_cry: finde, ist der Abschnitt, der dieser Stelle folgt:
Nun, meine Frage: ist so etwas überhaupt zulässig?

Inwiefern...?
 

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Texter50

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Guckst Du bitte letzen Abschnitt von cogito ergo sum an.

Die Maßnahme steht drin, das ist übelst. Und Du hast das unterschrieben? Aber zu Deinen Pflichten steht auch drin, dass Du Deine Beschäftigung erhalten und ausbauen sollst. Wie sieht die Verteilung Deiner Arbeitsstunden aus? Vielleicht ein Ansatzpunkt?

Wenn alle Stricke reißen: es grassiert gerade wieder ein Gripewelle. Das ergäbe schon mal ne kurze Pause.

Gibts es was an den Räumlichkeiten zu beanstanden? Das wäre ein anderer Ansatzpunkt. Obwohl nach drei Wochen...
 

Einauge

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Es blieb mir ja wohl kaum etwas Anderes übrig oder...??
Mir ist natürlich klar, dass man das nicht unterschreiben muss, aber dazu muss man dann auch einen plausiblen Grund vorlegen, und da fällt einem momentan keiner ein.
Vom Nachholen (speziell von der fehlenden Zeit der Feiertage) war da keine Rede, nur eben, dass man halt insgesamt 16 Stunden anwesend sein sollte.

Meine Beschäftigung werde ich auf jeden Fall aufrechterhalten (bei einem Abbruch droht einem eine Sanktion), nur leider ist da nicht viel mehr drin als ein "Mini-Job".
Dies ließ man mich schon einige Male wissen, nachdem ich nach einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung fragte.
Ich bin in einer Küche und auch mit der Essensausgabe beschäftigt, falls das hier von Interesse sein sollte.

Jedoch ruhe ich mich keineswegs auf dieser Nebentätigkeit aus und habe momentan wieder 2-3 Bewerbungen, in Eigeninitiative, verschickt.

Einfach so "krank machen" dürfte schwierig werden, da - wie oben schon angemerkt - auch das nachgeholt werden müsste.
Auch das wurde zuvor nicht erwähnt und steht auch nicht in der EGV drin, denn sonst hätte ich das ganz bestimmt nicht einfach so unterschrieben, da diese Regelung doch ziemlich krass ist.
Und wenn man mal bedenkt, dass es dann auch Leute gibt, die dann (besonders zu dieser Jahreszeit) wirklich einmal krank werden können, ist dann die Gefahr groß, dass diese sich dann (aus Angst vor dem Nachholen der Fehlzeiten) regelrecht zur Maßnahme quälen.

So etwas ist mir bisher noch nicht untergekommen und es würde mich wirklich mal interessieren, ob hier jemandem dasselbe oder Ähnliches wiederfahren ist.

Am MT gibt es (leider) nichts, was man bemängeln könnte - auch nicht die Räumlichkeiten.
 

Ein Hartzianer

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@Einauge:
Und überhaupt finde ich es ziemlich unverschämt, dass man hier Leute in eine derartige Maßnahme steckt, die im Prinzip schon mit einem Bein vom JC weg sind und sich somit auch bemüht haben, ihre Hilfebedürftigkeit zu verringern, während man das ganze faule Säuferpack unschuldig Zuhause rumsitzen lässt.

Diese ganze Maßnahme kommt irgendwie einer Strafe gleich, obwohl ich mir beim JC noch NIE etwas zu Schulden kommen lassen habe!
Verrate mir doch bitte mal, welcher Teufel dich geritten hat.
Hattest du keine Kinderstube ?.:eek:
 

Einauge

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Dies habe ich weiter oben schon erklärt, Hartzianer.

Und warum der letzte Absatz auch rot ist bzw. mit von Dir "zitiert" wurde, musst Du mir jetzt mal genauer erklären.
 

0zymandias

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[...]
Wir hatten auch beim MT anfangs so einige Sachen unterschrieben, aber ich kann da ja die Tage noch einmal genauer nachhaken.
(und ich bin mir ZIEMLICH sicher, dass auch dort NICHTS vom Nachholen der Stunden steht, die man dort nicht anwesend sein kann!)
[...]

Du hast also IRGENDWAS unterschrieben und Dich damit zu IRGENDWAS verpflichtet, wodurch sich die Forenschaft Gedanken machen muss über IRGENDWAS. Und das ist ZIEMLICH sicher.

Ich formuliere es deswegen so spitz, weil das ein prima Anlass ist, Deinen Umgang mit Deiner Unterschrift zu überdenken. :biggrin:

[...]Am MT gibt es (leider) nichts, was man bemängeln könnte - auch nicht die Räumlichkeiten.
Ich maße mal mut, dass Du ZIEMLICH sicher das - vielleicht sogar umfangreiche - Vertragswerk nicht in zweifacher Ausführung bekommen hast. Dadurch kannst Du Deine eingegangenen Verpflichtungen nicht nachhalten; dadurch musst Du bei irgendwem irgendwas nachhaken.

Ich persönlich würde diesen Mangel an Seriosität als Mangel des MT betrachten.
 

Texter50

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@ 0zymandias
Jetzt landen wir wieder beim Datenschutz und beim Vertragsrecht. Hat der TE nicht einen Anspruch daruf, sich das Zeuchs, was er unterschrieben hat, aushändigen zu lassen?
Schließlich hat er verbindliche Unterschriften geleistet und da muss doch eine Kopie in seine Unterlagen? :icon_pfeiff:
 

0zymandias

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@ 0zymandias
Jetzt landen wir wieder beim Datenschutz und beim Vertragsrecht. Hat der TE nicht einen Anspruch daruf, sich das Zeuchs, was er unterschrieben hat, aushändigen zu lassen?
Schließlich hat er verbindliche Unterschriften geleistet und da muss doch eine Kopie in seine Unterlagen? :icon_pfeiff:

Zum Datenschutz:

Die Userin Minimina hat zwei Textvorlagen und ein Gerichtsurteil für die Widerrufung der Datenweitergabe eingestellt unter: https://www.elo-forum.org/alg-ii/113506-entbindung-schweigepflicht-massnahme.html#post1450438


Ebenso https://www.elo-forum.org/weiterbildung-umschulung-sinnlose-massnahmen/111892-angebot-sinnlos-massnahme.html#post1428397

Zur Kopie der Unterlagen: Interessant :biggrin: Zum Rechtlichen kann ich da nichts sagen, aber was spräche denn gegen einen lieben, netten Brief mit der Bitte um Kopie? Schließlich wollen seriöse MTs gerne zeigen, was sie alles für unser Geld tun. :icon_pfeiff:

Nachtrag zum Datenschutz: In Hinsicht auf Grundsätzliches scheint mir dieser Sticky-Fred sehr interessant zu sein: https://www.elo-forum.org/weiterbil...0-sozialdatenschutz-eingliederung-sgb-ii.html
 

Einauge

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Du hast also IRGENDWAS unterschrieben und Dich damit zu IRGENDWAS verpflichtet, wodurch sich die Forenschaft Gedanken machen muss über IRGENDWAS. Und das ist ZIEMLICH sicher.

Ich formuliere es deswegen so spitz, weil das ein prima Anlass ist, Deinen Umgang mit Deiner Unterschrift zu überdenken. :biggrin:


Ich maße mal mut, dass Du ZIEMLICH sicher das - vielleicht sogar umfangreiche - Vertragswerk nicht in zweifacher Ausführung bekommen hast. Dadurch kannst Du Deine eingegangenen Verpflichtungen nicht nachhalten; dadurch musst Du bei irgendwem irgendwas nachhaken.

Ich persönlich würde diesen Mangel an Seriosität als Mangel des MT betrachten.

Nein, nicht einfach "IRGENDWAS", sondern zuvor eine EGV, mit Angaben zu dieser Maßnahme - in welcher aber NICHTS von einigen, der weiter oben aufgeführten Sachen, zu finden ist.
Man erfuhr das alles erst "vor Ort" vom MT.
Da die EGV bereits unterschrieben war, konnte man dagegen nun nichts weiter unternehmen.
Und ich gehe auch mal stark davon aus, dass ich beim Verweigern der Unterschrift beim MT dann eine Sanktion vom JC dafür bekommen hätte, weil ich ja im Prinzip schon "Vertragsbruch" (bzgl. EGV) begangen habe.

Wie schon angedeutet, hätte ich das garantiert nicht unterschrieben, wäre mir das vorher alles so zugetragen worden.

Ich werde mir auf jeden Fall noch einmal die Unterlagen (eine Kopie händigte man uns nicht aus) vom MT zeigen lassen - und dies definitiv noch in dieser Woche!
 

Texter50

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Und ich gehe auch mal stark davon aus, dass ich beim Verweigern der Unterschrift beim MT dann eine Sanktion vom JC dafür bekommen hätte, weil ich ja im Prinzip schon "Vertragsbruch" (bzgl. EGV) begangen habe.
Nö, das kommt eher selten vor. Wenn man beim MT nix unterschreibt, weil man mit dem Vertrag aus dem MobCenter völlich ausgelastet ist, dann zeigt die grundsätzliche Erfahrung hier, dass der MT einen nicht mehr mag. :icon_knutsch:
Und wenn doch, gibt es hier reichlich kreative Vorschläge, individuell auf die Situation angepasst.
Mach ein Schreiben, der MT soll Dir das in Kopie geben / schicken - er hat doch nichts zu verbergen?
Ist allerdings auch eine Frage des Temperaments, wovon Du scheints ausreichend besitzt. :icon_wink:
 
E

ExitUser

Gast
Ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass man bei Verträgen ein Recht auf ein eigenes Exemplar hat. Vllt sieht die Rechsprechung das ja anders, aber normalerweise wird ein Vertrag IMMER in zumindest zweifacher Ausfertigung ausgestellt, für jede Vertragspartei ein Exemplar, ist ja auch nur logisch.

Mal einfach so Sachen zu unterschreiben ist in der Tat bedenklich. Immer schön mit der Materie auseinandersetzen, du gehst ja damit Verpflichtungen ein, die du einzuhalten hast.

Das mit der Widersprüchlichkeit in Bezug auf den Passus mit deinem Mini-Job hättest du besser gleich mal angesprochen, denn man in der EGV steht ja auch irgendwo, dass der Inhalt mit einem durchgegangen wurde.

Das erst 3 Wochen nach Beginn der Maßnahme zu bemängeln...schön unterschreiben, egal was drin steht... wie unbedarft (wie deine Stammtischparole im ersten Post, und das auch noch in einem Erwerbslosenforum).

Datenschutz kannst du widersprechen, ob das bei Word, Excel Bewerbungstraining relevant ist, ist was anderes. Die müssen dafür deine Daten nicht haben, eher in Bezug auf die Vermittlung von Arbeitsstellen interessant. Wenn du Pech hast, wird dir das als Verletzung deiner Mitwirkungspflicht ausgelegt, kannst dann aber klagen.
 

Einauge

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Entschuldigt, mir fiel vorhin ein, dass ich doch die Unterlagen als Kopie damals ausgehändigt bekommen hatte und schaute Zuhause dann prompt im Ordner nach.
Dort steht in Etwa alles so, wie es auch in der EGV des JC aufgeführt wurde.
Soll heißen, dass auch hier nichts davon erwähnt wurde, dass man Fehlzeiten nachholen muss und auch nichts darüber, dass die beiden GESETZLICHEN Weihnachtsfeiertage ebenfalls nachgeholt werden sollen.

Ich werde später noch die Kopie (anonymisiert) einscannen.

Mir wurde seitens des MT heute auch noch einmal gesagt, dass sie hierfür leider nichts können und sie sich an die Vorgaben des JC halten müssen.
 

Ein Hartzianer

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@Einauge,
Dies habe ich weiter oben schon erklärt, Hartzianer.

Und warum der letzte Absatz auch rot ist bzw. mit von Dir "zitiert" wurde, musst Du mir jetzt mal genauer erklären.
Das erkläre ich dir gern. Zitate nehme ich gern im ganzen Satz und
hebe den Stein des Anstoßes farblich hervor.
Auch im Kontext zu deinem übrigen Beitrag gehört sich solcher
Text einfach nicht.
 

Texter50

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Auf meinen Wegen durch das Forum las ich in etlichen EGVs, die sich mit Maßnahmen beschäftigten, den Hinweis auf einen Nachschlag bei Fehlstunden. In den Teilen von den MTs, da kann ich mich weniger dran erinnern.
Wenn die das inne EGV reinschreiben, dann doch nur, um sich/den MT abzusichern.
Wenn das fehlt, hat das dann die Bedeutung von: IS NICHT? Nur mal so gefragt. :icon_wink:
 

Einauge

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Nun habe ich mir die Unterlagen vom MT noch einmal genauer zu Gemüte geführt und war - mehr oder weniger - überrascht, dass auch darin nichts vom Nachholen der fehlenden Zeit (auch im Krankheitsfall) drin steht.

In der EGV steht übrigens was von einer Dauer von mindestens 16 Stunden geschrieben.

(Die Unterlagen des MT als Anhang folgen noch!)
 
E

ExitUser

Gast
Dann hat sich die Angelegenheit ja erledigt.

Steht nicht in der EGV und auch nicht im Vertrag mit dem MT.

Es ist im Interesse des MT, dass die Leute möglichst nicht fehlen, es gibt ja sonst weniger Geld. Die können dann schon mal Bullshit erzählen.

Du hast ein Enddatum, daran ist sich zu halten.

Ich z.B. stecke ebenfalls in einer Maßnahme, in der es hieß, Krankentage werden angehängt. Pustekuchen, ich hab ja nicht mal 'nen Vertrag mit denen abgeschlossen, die Zuweisung besagt ebenfalls nichts Derartiges. Muss zwar da sein, aber am Stichtag ist für mich Sense (und ich werde bestimmt auch noch mal krank werden, Wetter wird ja schlechter...).

Kannst ja mal ausprobieren, ob dich Widerspruch gegen deren Datenschutzregelung da hinauskatapultiert. Sonst halt ebenfalls "krank" werden, wenn du etwas Besseres zu tun hast (fast ein Jeder hat etwas Besseres zu tun, selbst das "ganze faule Säuferpack", nehme ich an).

Nebenbei, es ist Vorgabe, dass die Kunden beim Jobcenter früher oder später in Maßnahmen gesteckt werden, ist also piepegal, wie du dich bisher betragen hast.
Wenn du deinem SB auf den Keks gehst, kann es sein, dass er dir öfters mal eine "anbietet".
Andererseits, wenn du jeden Murks schön brav unterschreibst, egal welchen Inhalts, und hoffst du würdest ausreichend im Vorhinein informiert werden, kann ich mir vorstellen, dass bestimmt bald die Nächste ansteht.

Und nochmals für die Zukunft: Achte auf deine Wortwahl und deine Vergleiche, oder rechne damit, dass man dein Anliegen links liegen lässt, kommt sonst weder clever noch sympathisch rüber.
 

Einauge

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Hallo,

die Maßnahme ist (laut angegebener Zuweisungsdauer) seit dem 31.01.14 vorbei.

Ich war jede Woche 16 Std. dort anwesend und es gab ansonsten auch keine Probleme.

Jedoch blieb bis zuletzt im Raum, wann ich die Fehlzeit von Weihnachten, sowie dem Jahreswechsel nachhole (unglaublich, aber wahr!), denn zu dieser Zeit hatte der MT geschlossen.
Auch wurde dies weder in der EGV, noch in den Unterlagen des MTs angegeben.

Ich gab darauf bis zum Ende der Maßnahme KEINE Antwort und wollte dazu einen schriftlichen Nachweis des Jobcenters bzw. meiner Vermittlerin haben.

Nun rief mich heute früh der "Jobcoach" (ich weiß, ich wiederhole mich hier, aber: eine blödere Bezeichnung ist denen wohl nicht eingefallen, oder?!) an (Handynr. entnahm er wohl dem Verbis-Dingens) und fragte nach, wann ich denn die noch offenen 16 Std. von Weihnachten und Silvester nachhole.
Ich meinte daraufhin, dass ich ohne schriftlichen Nachweis überhaupt nichts machen werde.
Er sagte daraufhin, dass er diesbezüglich mit meiner Vermittlerin (die wechselte übrigens erst diesem Monat) nochmal sprechen möchte und meinte nur, dass er mir ansonsten noch "eine schöne Zeit" wünscht.

Ich schaute auch nochmal in meiner EGV nach und diese lief bereits am 11.12.13 ab (hätte ich nur mal eher drauf kommen sollen - da hätte ich mir wohl die letzten 5 Wo. Sinnlos-Maßnahme erspart).
Meiner Meinung nach muss ich also überhaupt garnichts befürchten, sowie auch nichts nachholen (was ich sowieso nicht vor habe).

Aber nun bekam ich von meiner neuen Vermittlerin heute gleich 2 (!) Einladungen (in EINEM Briefumschlag).
Sind Beides ganz normale Einladungsschreiben mit dem üblichen Standardgesülze.

Ich fragte nun per Email bei meiner Vermittlerin nach, welcher Termin nun der "Richtige" sei (beide Einladungsschreiben wurden von mir eingescannt und als Anhang zur Mail beigefügt).
Bin mal gespannt, was da morgen kommt.

Eins ist sicher: beim kommenden Gespräch mit meiner neuen Vermittlerin werde ich garantiert nicht noch einmal eine EGV einfach so unterschreiben.
Diese werde ich zum Prüfen mit nach Hause nehmen und dann entscheide ich, wie ich weiter verfahre.
 

EMRK

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Hinweis für die Zukunft:

Telefonnummer und E-Mail Adresse löschen lassen und nur noch postalisch oder im persönlichen Gespräch mit dem Gegenüber kommunizieren.
 

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Einauge

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Nun hat sich folgendes in der Zwischenzeit getan:

Meine Vermittlerin hatte letzte Woche zu mir gemeint, dass bei ihr der "Jobcoach" angerufen hat und meinte zu mir, dass ich die 16 Stunden nachholen soll.
Daraufhin meinte ich auch zu ihr - wie schon zuvor zum "Jobcoach" - das ich hierfür aber erst einen schriftlichen Nachweis haben möchte.
Den gab sie mir während des Gespräches nicht, aber meinte zu mir, dass sie mir das im Laufe der nächsten Tage zuschickt.

Während des Gespräches stellte sie auch fest, dass die EGV von meiner alten Vermittlerin (diese gab mich im Januar dann praktisch weiter) noch bis zum 7. April 2014 läuft und wir dann eine Neue machen werden.
(kurze Anmerkung: ich hatte mich da letztens "verguckt" - leider stimmt es, dass diese noch bis April gültig ist)

Heute früh erhielt ich plötzlich einen Anruf von meiner Vermittlerin und sie meinte, dass sie mir nun eine neue EGV, sowie den schriftlichen Nachweis, in den nächsten Tagen zuschicken wird. Auch soll ich mich noch einmal mit dem Jobcoach telefonisch in Verbindung setzen.
Ich wunderte mich über die neue EGV (wo die Alte ja noch gültig ist), sowie darüber, dass ich mich nochmal telefonisch beim Coach melden soll (wofür?!).
Ich erhielt diesbezüglich keine vernünftige Antwort, außer ein "darüber müssen wir doch jetzt nicht diskutieren".

Nun schaute ich mal auf mein Profil in der Jobbörse und sah dort die neue EGV (welche demnächst bei mir per Post ankommen müsste) als PDF-Datei.
In dieser steht, dass die 16 Stunden vom Dezember 2013 bis zum 7. März 2014 nach zu holen seien.
Auch äußerst seltsam, dass die neue EGV nur bis zum 7. April 2014 läuft.

Nun, mich stört das natürlich sehr, aber ein Problem stellt dies jetzt nicht unbedingt für mich dar (ich habe dort schließlich auch schon ganze 3 Monate "überstanden" - da jucken mich 16 Stunden nicht wirklich), jedoch stört mich der Punkt mit dem Datenzugriff des MTs.

Nun habe ich 2 Möglichkeiten in Erwägung gezogen:

1. ich unterschreibe die EGV (unter Vorbehalt) und rücke dann beim MT an mit dem Schreiben zur Unterlassung des Zugriffs auf meine Daten, sowie der Forderung, diese dann auch zu löschen

2. ich unterschreibe die EGV nicht, warte den VA ab, und lege dann Widerspruch ein (ob dieser dann auch durchkommt, ist die zweite Frage...auch möchte ich mir nicht unbedingt einen mehrmonatigen Nervenkrieg mit dem JC antun)

Was meint Ihr? Wie würdet Ihr in meiner Situation reagieren?

Auch wäre interessant, welche Punkte in der EGV noch anfechtbar wären (ich bin, was das angeht, nicht so erfahren wie manch andere hier).

Die neue EGV findet ihr im Anhang.
Einige Textstellen mit persönlichen Angaben habe ich rausgeschnitten.

Ich danke Euch jetzt schon einmal für Eure Hilfe.
 

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G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Wenn du die EGV nicht unterschreibst hat sich das mit den 16 Stunden erledigt.

Und wo ist dieser "schriftliche Nachweis" den man angekündigt hat? Naja, eine Zuweisung nur wegen den 16 Stunden wär unsinnig, da dann diese Maßnahme nur aus den 16 Stunden bestehen würde und umgehend gekippt wäre.
 
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