Maßnahme beim Internationalen Bund umgehen? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Jisaka

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
28 August 2013
Beiträge
124
Bewertungen
26
Hallo!

Ich soll eine Maßnahme beim Internationalen Bund (IB) beginnen. In dieser Maßnahme war ich bereits vor drei Jahren schon einmal. Das letzte mal wurde ich aus der Maßnahme genommen, weil die nicht mehr wussten, wohin die mich stecken sollen. (In die Werkstätten, Küche und den Bau kann ich aufgrund körperlicher Einschränkungen nicht.)

Nun soll ich erneut an dieser Maßnahme teilnehmen, und laut Maßnahmeleiterin hat sich seitdem ich das letzte Mal dort gewesen bin nichts verändert, ich kann also wieder nicht in die Werkstätten, in die Küche oder auf den Bau. (Das haben die Maßnahmeleiterin und ich heute in einen Gespräch auch festgestellt.)

Die dazugehörige Eingliederungsvereinbarung, den Teilnehmervertrag und die Einverständniserklärung habe ich nicht unterschrieben. (Soll ich morgen aber unterschrieben wieder mitbringen.) Könnte ich diese Maßnahme aufgrund der bisherigen Erfahrungen zusammen mit den Erkenntnissen meines Hausarztes, Hautarztes und den Amtsarzt ablehnen?

Mit freundlichen Grüßen
Jisaka

PS: Die dazugehörigen Dokumente findet ihr in diesen Thread.
 

DonOs

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
23 Februar 2014
Beiträge
1.903
Bewertungen
3.529
Ich bin darüber informiert worden, dass es mir freigestellt ist, bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen...

In Kenntnis der jederzeitigen Widerruflichkeit dieser Erklärung bin ich damit einverstanden...

Ich wurde darüber informiert, dass die Einwilligung freiwillig ist...

Ich sehe hier überall eine Freiwilligkeit, man wird ja auch explizit darauf hingewiesen. Warum sollte ich also etwas unterschreiben. Warum sollst du dann den ganzen Mist morgen unterschrieben mitbringen. :icon_evil:

Sofern du das nicht unterschreibst, vor allem im Hinblick auf den Datenschutz, bist du für die "Maßnahme" wohl eher ungeeignet. Wobei ich auch gar nicht näher darauf eingehen würde, sondern auf die freiwilligkeit verweisen würde und zudem auf deine gesundheitlichen Einschränkungen.
 

SB Feind

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
18 Februar 2013
Beiträge
995
Bewertungen
516
Du könntest ja deinem SB mal schreiben warum diese Maßnahme für dich sinnvoll sein soll und darauf verweisen auch durch das Amtsärztliche Gutachten du da keines von den Sachen mitmachen kannst.
 

Jisaka

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
28 August 2013
Beiträge
124
Bewertungen
26
Die Freiwilligkeit der Einverständniserklärung ist mir auch aufgefallen. (Werde ich also nicht unterschreiben.) Wie sieht es denn mit dem Teilnehmervertrag aus? Was kann mir passieren, wenn ich diesen auch nicht unterschreibe? (Wie schon gesagt, die dazugehörige Eingliederungsvereinbarung habe ich auch nicht unterschrieben.)

Ich verstehe sowie so nicht, wieso mein Sachbearbeiter mich in diese Maßnahme gesteckt hat, er weiß immerhin von meinen gesundheitlichen Einschränkungen. (Sämtliche Dokumente der Ärzte liegen dem Sachbearbeiter auch vor.) Er weiß auch, dass ich schon einmal in der selben Maßnahme gewesen bin.

Mein Sachbearbeiter ist zur Zeit im Urlaub, also nicht zu erreichen.
 

gelibeh

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2005
Beiträge
23.664
Bewertungen
17.055
Du musst nichts unterschreiben. Wir haben in Deutschland immer noch Vetragsfreiheit. Dann braucht Du eben noch Bedenkzeit und musst Dich auch noch mal mit der SB in Verbindung setzen, wie das denn mit Deinen gesundheitlichen Einschränkungen ablaufen soll. Dem Maßnahmeträger ist Dein Gesundheitszustand doch so etwas von egal, der will Gelder abgreifen. Ohne Teilnehmervertrag geht das aber schlecht.
Edit:
Nichts von dem unterschreiben, davon wurde Dir im anderen Thread ja schon abgeraten.
Ist natürlich schwierig hier zu antworten, wenn die wichtigen Infos im anderen Thread zu finden sind.
 

Jisaka

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
28 August 2013
Beiträge
124
Bewertungen
26
In Ordnung, werde also nichts davon unterschreiben!

Die Mitarbeiterin dort meinte, dass sie die Einverständniserklärung braucht, um die Dokumente der verschiedenen Ärzte beim JobCenter einzufordern, stimmt das? Eigentlich könnte ich diese Dokumente doch auch selbst einfordern und dann Kopien davon dem MT geben, oder? (Falls dies überhaupt nötig ist, eigentlich sollten MT und JobCenter so zusammenarbeiten, dass man so etwas gar nicht machen müsste.)

Ich weiß leider nicht genau wie lange mein SB im Urlaub ist, wie würde es denn dann ablaufen, wenn sich der MT beim JobCenter meldet, wer übernimmt dann meinen "Fall"?
 
E

ExitUser

Gast
In Ordnung, werde also nichts davon unterschreiben!

Die Mitarbeiterin dort meinte, dass sie die Einverständniserklärung braucht, um die Dokumente der verschiedenen Ärzte beim JobCenter einzufordern, stimmt das? Eigentlich könnte ich diese Dokumente doch auch selbst einfordern und dann Kopien davon dem MT geben, oder? (Falls dies überhaupt nötig ist, eigentlich sollten MT und JobCenter so zusammenarbeiten, dass man so etwas gar nicht machen müsste.)

Ich weiß leider nicht genau wie lange mein SB im Urlaub ist, wie würde es denn dann ablaufen, wenn sich der MT beim JobCenter meldet, wer übernimmt dann meinen "Fall"?

Dokumente von Ärzten haben beim Maßnahmeträger nichts zu suchen.
Beim Jobcenter anfordern??
Haben die etwa ärztliche Unterlagen von Dir, ich meine außer einem Gutachten?
 

Jisaka

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
28 August 2013
Beiträge
124
Bewertungen
26
Was genau das JobCenter von den Ärzten hat weiß ich nicht. Die hatten aber die Erlaubnis um bei meinen Hausarzt und beim Hautarzt Dokumente anzufordern, die müssten die eig. auch bekommen haben. (Und dann halt noch die Sachen vom Amtsarzt.)

Wenn ärztliche Dokumente nichts beim Maßnahmeträger zu suchen haben, woher wollen die denn dann wissen, dass ich wirklich gesundheitliche Einschränkungen habe?
 
E

ExitUser

Gast
Was genau das JobCenter von den Ärzten hat weiß ich nicht. Die hatten aber die Erlaubnis um bei meinen Hausarzt und beim Hautarzt Dokumente anzufordern, die müssten die eig. auch bekommen haben. (Und dann halt noch die Sachen vom Amtsarzt.)

Wenn ärztliche Dokumente nichts beim Maßnahmeträger zu suchen haben, woher wollen die denn dann wissen, dass ich wirklich gesundheitliche Einschränkungen habe?


Du hast doch ein Gutachten vom Amtsarzt, oder?
Dort stehen die Einschränkungen doch drin.

Ärztliche Befunde hingegen haben nichts beim Maßnahmeträger zu suchen, und erst recht nicht beim Jobcenter.

Hatte Dich das Jobcenter aufgefordert ein Schriftstück zu unterschreiben, in dem Du sie berechtigst, Unterlagen von Ärzten anzufordern?
 

Jisaka

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
28 August 2013
Beiträge
124
Bewertungen
26
Ich selber habe kein Gutachten vom Amtsarzt hier, den hat nur das JobCenter zugeschickt bekommen.

Und ja, ich hatte was unterschrieben, was das JobCenter befugt sich diese Dokumente von den Ärzten einzuholen. (War noch vor meiner Zeit hier im Forum.)
 
E

ExitUser

Gast
Von dem Gutachten steht Dir eine Kopie zu, anfordern beim Jobcenter.
Es gibt außerdem Teil A und Teil B vom Gutachten.
Achte darauf, dass das Jobcenter nur Teil B hat, dann da stehen keine Diagnosen drin.

Das das Jobcenter einen so etwas unterschreiben lässt, das finde ich ja echt erschreckend.

Ich würde auf, jeden Fall die Ermächtigung dazu wiederrufen, und Löschung aller vorhandenen ärztlichen Dokumente in Deiner Akte verlangen.

Wie Du das am Besten machst, dazu werden Dir hier bestimmt andere Tips geben, die sich besser mit den § auskennen.
 

gelibeh

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2005
Beiträge
23.664
Bewertungen
17.055
und Löschung aller vorhandenen ärztlichen Dokumente in Deiner Akte verlangen.
In Deiner Akte hat so etwas nichts zu suchen. Eventuell haben die die Schreiben damals aber auch direkt an den Amtsarzt weiter gegeben. Aber man weiß ja nie.

Jedenfalls jetzt erst einmal nichts beim Maßnahmeträger unterschreiben.
Die Mitarbeiterin dort meinte, dass sie die Einverständniserklärung braucht, um die Dokumente der verschiedenen Ärzte beim JobCenter einzufordern, stimmt das? Eigentlich könnte ich diese Dokumente doch auch selbst einfordern und dann Kopien davon dem MT geben, oder? (Falls dies überhaupt nötig ist, eigentlich sollten MT und JobCenter so zusammenarbeiten, dass man so etwas gar nicht machen müsste.)
Das geht nur mit Deinem Einverständnis und die Erlaubnis ist immer freiwillig. Das heißt, die musst Du nicht erteilen. Sollte die Maßnahmetante etwas anderes behaupten, dann soll sie es Dir schriftlich geben, weil Du beim Landesdatenschützer nachfragen willst.
Das JC darf einem Maßnahmeträger nur ganz wenige Daten von Dir automatisch übermitteln, für alles Andere brauchen die Deine Genehmigung.
 

Jisaka

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
28 August 2013
Beiträge
124
Bewertungen
26
Und auch hier nochmal: Danke für all eure Antworten! Ich weiß echt nicht, was ich ohne dieses Forum machen würde. Mal schauen wie's morgen läuft, sobald ich wieder zu Hause bin gebe ich euch bescheid.
 

SB Feind

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
18 Februar 2013
Beiträge
995
Bewertungen
516
@ Jisaka

Dein SB und der Maßnahmeträger sind doch keine Ärzte. Diagnosen gehen denen nichts an. Es reicht wenn dein Jobcenter weiß das du z.B nicht mhr als 5 Kilo hebendarfst oder was auch immer.
 

gelibeh

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2005
Beiträge
23.664
Bewertungen
17.055
Es reicht wenn dein Jobcenter weiß das du z.B nicht mhr als 5 Kilo hebendarfst oder was auch immer.
Und aufgrund des Wissens haben die eine passgenaue Maßnahme auszusuchen. Das ist hier ja nicht geschehen.
 

Jisaka

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
28 August 2013
Beiträge
124
Bewertungen
26
Hey Leute...

War leider kein erfolgreicher Tag. Kurz nachdem ich beim MT gewesen bin, wurde ich zum JobCenter zu meinen SB geschickt. (Hab meine Mutter mitgenommen.) Dort musste ich mir erstmal eine Standpauke anhören inkl. Drohungen für mehrere 100%-Sanktionen. (Dazu sollte noch ein Teil der Miete einbehalten werden.)

Er meinte, wenn ich an dieser Maßnahme nicht teilnehmen werde, würde er mich immer wieder in neue Maßnahmen stecken und sanktionieren.

Bin nach diesem Gespräch nochmal zum MT, und wohl nun "offiziell in der Maßnahme" (Zu diesem Zeitpunkt konnte ich einfach nicht mehr.) Die EGV ist übrigens immernoch nicht unterschrieben.

Bin nun langsam wirklich am überlegen zum Psychologen zu gehen und mich wegen Depressionen und eine Sozialphobie krankschreiben zu lassen. Ich halte diesen Mist mit dem JobCenter einfach nicht mehr lange aus. (Während ich das hier schreibe stehe ich kurz vor den Tränen.)
 

gelibeh

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2005
Beiträge
23.664
Bewertungen
17.055
Was hast Du beim Maßnahmeträger unterschrieben?
 

Jisaka

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
28 August 2013
Beiträge
124
Bewertungen
26
Einverständniserklärung, Teilnehmervertrag sowie Hausordnung. Im Nachhinein bereue ich es wirklich, war zu dem Zeitpunkt aber einfach fertig mit allem. (Bin ich immernoch, die Woche ist echt gelaufen.)
 

gelibeh

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2005
Beiträge
23.664
Bewertungen
17.055
Dir ist bewusst, was Du da unterschrieben hast? Hast Du denn das Geld, was da im Vertrag verlangt wird?
Widerruf mal die Einverständniserklärung. Gesundheitliche Dinge gehen den MT nichts an. Sollte das JC deswegen sanktionieren wollen, dann muss man sich eben wehren. Erstens würde ich dann den Datenschützer einschalten.

Deine Mutter und Du solltet mal ein Gedächtnisprotokoll vom Jobcenterbesuch schreiben. Für mich ist das fast Nötigung, was da passiert ist.
 

Jisaka

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
28 August 2013
Beiträge
124
Bewertungen
26
Nein, das Geld habe ich / wir natürlich nicht.
Ich habe mittlerweile einfach nur Angst vor der Reaktion meines Sachbearbeiters, ich halte das einfach nicht mehr aus, diese ständigen Drohungen vom Arbeitsamt / Sachbearbeiter, diese ständigen Maßnahmen die keinen weiterhelfen. Am liebsten würde ich solche Sachen nur noch zusammen mit einem Anwalt machen, das geht aber zu sehr ins Geld.

Wie würde das mit dem Widerruf der Einverständniserklärung ablaufen? Auf dem Teilnehmervertrag steht drauf, dass ich innerhalb von zwei Wochen ab Vertragsbeginn ohne Gründe anzugeben kündigen kann, dann geht aber wieder die Sache mit dem Sachbearbeiter los.

Im Ernst, lange werde ich das nicht mehr mitmachen können, das treibt mich persönlich schon jetzt an meine Grenzen, ich kann an nichts anderes mehr denken. Musste mich vorhin beim Gespräch mit dem Sachbearbeiter zusammenreißen, dass ich nicht den Raum verlasse.

Dieser ganze Mist mit dem Arbeitsamt treibt mich langsam aber sicher in psychische Erkrankung.
 

Neudenkender

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
3 Dezember 2012
Beiträge
4.378
Bewertungen
4.433
Er meinte, wenn ich an dieser Maßnahme nicht teilnehmen werde, würde er mich immer wieder in neue Maßnahmen stecken und sanktionieren.
Dieses heutige Gebilde (von manchen "Staat" genannt), wie es leibt und lebt ... :icon_klatsch:

Solch eine Aussage mir ggü. im Beisein eines Beistand ... und draußen wären rasch DAB und Strafanzeige ...

Nur MEINE Meinung, keine Rechtsberatung.
 

gelibeh

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2005
Beiträge
23.664
Bewertungen
17.055
Am liebsten würde ich solche Sachen nur noch zusammen mit einem Anwalt machen, das geht aber zu sehr ins Geld.
Bei Sanktionen bekommst Du doch einen Beratungshilfeschein beim Amtsgericht. Der Anwalt hätte die angedrohte Sanktion ganz bestimmt kippen können.

Scann mal die Einwilligungserklärung ein oder schreib den Inhalt sinngemäß ab.
 

Jisaka

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
28 August 2013
Beiträge
124
Bewertungen
26
Eine Einwilligungserklärung habe ich nicht. Ich habe nur noch die nicht unterschriebene EGV.
 

gelibeh

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2005
Beiträge
23.664
Bewertungen
17.055
Du wirst doch so halbwegs wissen, was da drin gestanden hat, oder?
 

Neudenkender

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
3 Dezember 2012
Beiträge
4.378
Bewertungen
4.433
Sie meint die Einverständniserklärung ... hast du unterschrieben, aber keine Kopie, was?
 
Oben Unten