Maßnahme beenden mit guter Argumentation möglich?

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eljey

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Guten Abend, ich hatte letztens ein Gespräch mit der AV, da ich die Elternzeit auf meinen Partner übertragen habe, weil ich mich auf Ausbildungen für nächstes Jahr bewerbe. Mir wurde eine Maßnahme "vorgeschlagen", ich habe gesagt, dass ich es ja mal ausprobieren kann.

Nun ja, wie erwartet sind dort Leute, die diese Maßnahme wirklich brauchen. Schulabbrecher etc. 8-16 Uhr. Morgens wird gefrühstückt, dann werden Bewerbungen geschrieben bis ca 12 Uhr. Die Leiterin war der Meinung, dass mein Anschreiben gut war und ich es nicht ändern bräuchte. Oft werden auch Spiele gespielt oder Unterricht a lá "Welche Unterlagen muss ich mein Leben lang aufbewahren"

Dann die Fragen der Teilnehmer (alle ca. 16, ich 22): "Was machst du hier mit Fachabi?"^^

Und ab 12 geht´s dann ans Arbeiten. Ich bewerbe mich für Ausbildungen im Büro, es gab aber leider nur Schwerpunkt Handel dort. Also alles, was man als Verkäuferin in einem Klamottenladen macht. 12 -16 Uhr, unbezahlt (meine nächste Frage, gibt es nicht das Gesetz mit dem Mindestlohn)

Also sozusagen eine kostenlose Versklaverei von Jugendlichen/Minderjährigen(!) :cheer2:

Wie komme ich am besten aus der Maßnahme raus? Sie ist befristet bis März 2017.

Reicht die Begründung, dass ich keinerlei Unterstützung bei meinen Bewerbungen benötige und dieser Handel-Bereich mich nicht weiter bringt, da ich in diesem Bereich nicht arbeiten möchte (und laut Betreuer auch überqualifiziert sein)?

Habt ihr Tips?
 

Zeitkind

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Mir wurde eine Maßnahme "vorgeschlagen", ich habe gesagt, dass ich es ja mal ausprobieren kann.
Für das "Ausprobieren" hast Du sicherlich Dokumente unterschrieben.
Zum einen wäre da die Teilnehmervereinbarung mit dem MT.
Diese ist privatrechtlicher Natur und könnte einseitig gekündigt werden.
Da Du die Maßnahme bereits begonnen hast, wäre das ein Maßnahmeabbruch,
welcher laut RFB einer Zuweisung i.d.R. sanktioniert wird.
Wurde Deinerseits in einer EGV der Verpflichtung zur Maßnahmeteilnahme zugestimmt,
dann müßtest Du neben dem Teilnehmervertrag auch diese EGV kündigen.
Das setzt aber nach § 59 SGB X wesentliche Änderung in den Verhältnissen oder Unzumutbarkeit voraus.
Davon abgesehen, daß zu wenig Informationen (EGV oder VA, Zuweisung) vorliegen,
wird es schwer, eine begonnene Maßnahme so einfach abzubrechen.
 
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