Maßnahme an der Volkshochschule, Bitte um Durchsicht des Maßnahmevertrags

DrDosenpfand

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Hallo ihr Lieben,

heute bin ich im Auftrag eines Bekannten unterwegs, der (leider Gottes) eine EGV unterschrieben hatte, die ihn zu einer sechsmonatigen Maßnahme an der vhs verdonnert.
Gestern hatte er seinen ersten vhs-Termin und hat die Dokumente dort nicht unterschrieben und mit nach Hause genommen (Siehe Anhänge).

Da er natürlich nicht an dieser Maßnahme teilnehmen möchte – er hatte zudem bei der vhs schon letztes Jahr ein „Vermittlungstraining“, meine Frage an euch:
Ist an diesem Vertrag irgendetwas auszusetzen? Abgabe der unterschriebenen Dokumente wäre nächsten Dienstag.

Liebe Grüße und schon mal vielen Dank im voraus :)
 

Anhänge

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karuso

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Das zweite Blatt ist ja auch lustig. Die wollen mit der Einwilligung deine Bewerbungsunterlagen haben,aufbereiten,speichern und danach verteilen unteranderem an das JC die das dann zu den Akten legen und verteilen an ZAFFEN. Sowas geht garnicht. Da wird ja die DSGVO völlig ausgehebelt gar nicht unterschreiben.Desweiteren wiederspricht sich da was.Die schreiben das sie bei Unterschrift berechtigt sind die Unterlagen an Unternehmen (ZAFFEN) weiterzugeben für Bewerbungen aber eine Weitergabe an Dritte erfolgt nicht.Aber was den nun??? Aber Unternehmen sind schon Dritte.Die haben doch keine Ahnung vollig dum.
Nichts Unterschreiben.
 
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abcabc

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Meine persönliche Meinung: Nichts ausfüllen (aber auch GAR nichts!) und schon gar nicht irgendetwas unterschreiben. Blanko zurückgeben oder in den Shredder damit.
Bloß nicht wegschmeißen oder zurückgeben! Blanko abheften und aufbewaren! Falls es zu einem Sanktionsversuch kommt braucht man das unbedingt als Beweismaterial.
 

DrDosenpfand

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Vielen Dank für eure Antworten :)

Ich werde ihm ausrichten, dass er das bloß nicht unterschreiben soll.

Sollte er am nächsten Dienstag dennoch hingehen (ohne Wisch natürlich) oder reicht eine schriftliche Absage?
 
G

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Ja, bei dieser Passage habe ich auch geschluckt!
Mir stößt außerdem noch die "Ortsabwesenheit (z.B. Urlaub), die für 6 Monate nicht möglich ist, auf.
Wenn Dein Bekannter hilfe- oder pflegebedürtige Familienmitglieder hat, könnte er sich nicht mehr kümmern.
Wäre die vhs-Maßnahme täglich für 4-6 oder 8 Stunden? Ein paar Tage Urlaub müßten in 6 Monaten für jeden mal drin sein.
Gibt Maßnahmen, die Ortsabwesenheit bzw. Urlaub gewähren.
 

karuso

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Sollte er am nächsten Dienstag dennoch hingehen (ohne Wisch natürlich) oder reicht eine schriftliche Absage?

Er sollte auf jeden Fall wieder dort hingehen aber nichts unterschreiben keinen Vertrag und keine Datenerklärung.Er muß die VHS dazubringen das sie ihn nicht haben wollen also ihn ablehnen.Das ist ja die Kunst oder Kür an der ganzen Sache.Nicht selber fernbleiben oder abbrechen sonnst ist eine Sanktion sicher.
 

Gollum1964

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Ich frag mich, weshalb bei solchen Inhalten ein volles halbes Jahr benötigt wird. Üblich sind bei solchen Bewerbungstrainings doch eher nur 6-12 Wochen, obwohl auch das schon zu lang ist. Diese Überlänge deutet eher darauf hin, dass das JC von mehreren schwerwiegenden Vermittlungshemmnissen beim Betroffenen ausgeht. Falls dein Kollege über solche nicht verfügt, würde ich einmal genauer nachhaken beim JC vielleicht durch Einblick in die Verbis-Akte und das direkt begründen lassen, zumal er ja im letzten Jahr schon eine solche aufgebrummt bekam.
Oder hängt evtl. ein kostenloses Praktikum dran?

Ich hoffe dein Kollege hat keine EGV unterschrieben, wo diese Maßnahme aufgeführt wurde.
 

DrDosenpfand

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Ich wusste gar nicht, dass die VHSen jeetzt auch schon in der Massnahmeindustrie mitmischen.

Es ist lukrativ und macht wenig Arbeit, welches Großunternehmen reizt das nicht?

Wäre die vhs-Maßnahme täglich für 4-6 oder 8 Stunden?

Soweit ich ihn verstanden habe, 3 Stunden täglich.

Mir stößt außerdem noch die "Ortsabwesenheit (z.B. Urlaub), die für 6 Monate nicht möglich ist, auf.

Da kommt noch ein zusätzliches Problem: Mitte Mai hatte er Urlaub gebucht, ein Antrag auf Ortsabwesenheit wurde lange vor der Maßnahme gestellt und abgeschmettert.

muß die VHS dazubringen das sie ihn nicht haben wollen also ihn ablehnen

Ja, das wird das Schwierigste werden. Nicht umsonst hat er bis jetzt immer alles brav unterschrieben (obwohl ich ihm immer vehement davon abgeraten habe), er kann mit Konfliktsituationen so gar nicht umgehen. Ich werde versuchen, ihm Mut zu machen.
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

dass das JC von mehreren schwerwiegenden Vermittlungshemmnissen beim Betroffenen ausgeht.

Nicht, dass ich wüsste, andernfalls müsste dies doch im Rahmen einer Potentialanalyse festgestellt worden sein.

Ich hoffe dein Kollege hat keine EGV unterschrieben, wo diese Maßnahme aufgeführt wurde.

Hat er, siehe Beitrag #1. Das dies ein sehr großer Fehler war (diese EGV wurde zudem dann erlassen, als noch eine ältere gültig war....), lass ich ihn oft genug wissen ^^

Oder hängt evtl. ein kostenloses Praktikum dran?

Dies ist durchaus möglich, bisher ist mir kein Dokument in die Hände gefallen, in dem Dauer, Maßnahmeinhalt oder sonstige Parameter genau definiert wurden.
 

DrDosenpfand

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Nachtrag: Seine Leistungsbewilligung endet am 31.03.2020, ein Weiterbewilligungsantrag wurde ihm erst heute zugestellt. Hat dies irgendwelche Auswirkungen auf die Maßnahme und deren Dauer?
 

Zermürbt38

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ein Weiterbewilligungsantrag wurde ihm erst heute zugestellt.
Wieso erst? Ist völlig im Rahmen. Bei manchen Jobcentern oder Optionskommunen muss man sich rechtzeitig selber drum kümmern. Faustregel heißt ca. 4-6 Wochen vor Ende der Bewilligung den WBA zu stellen damit ein natloser Übergang gewehrleistet ist. Nein hat keine Auswirkungen. Ich selber musste auch zwischen der 6monatigen Maßnahme meinen neuen WBA stellen so auch viele viele andere.
 

karuso

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Nachtrag: Seine Leistungsbewilligung endet am 31.03.2020, ein Weiterbewilligungsantrag wurde ihm erst heute zugestellt. Hat dies irgendwelche Auswirkungen auf die Maßnahme und deren Dauer?
Wenn er im Bezug bleibt bleibt alles beim alten nur wenn er Arbeit findet oder aus dem Bezug ALG2 rausfällt dann ist Schluss.
 

abcabc

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Sollte er am nächsten Dienstag dennoch hingehen (ohne Wisch natürlich) oder reicht eine schriftliche Absage?
Er darf auf keinen Fall die Maßnahme abbrechen - sonst hat er 0 Chancen gegen eine Sanktion vorzugehen.
Er sollte da JEDEN Tag brav hin tingeln und an der Maßnahme teilnehmen - so lange die EGV rechtskräftig ist. Aber natürlich NICHTS unterschreiben. Sehr wahrscheinlich wird es darauf hinauslaufen, dass der MT ihm dann sagen wird, dass er dann nicht teilnehmen kann. Das muss er sich schriftlich geben lassen. Auf keinen Fall fernbleiben, wenn der Rauswurf nur mündlich erfolgt.
Mit etwas Glück bekommt er das schriftlich oder es "eskaliert" - was auch nicht weiter schlimm ist. Falls man ihm Hausverbot gibt, sollte er darauf bestehen, dass er es schriftlich bekommt. Erst dann kann er fernbleiben. Bekommt er das nicht schriftlich, sollte er so lange bleiben, bis die Polizei gerufen wird (er selbst sollte aber nichts bzgl. Polizei erwähnen). Kommt die Polizei wirklich, zeigt er den Beamten einfach die Zuweisung bzw. EGV und sagt, dass er hier sein muss. Wenn die Polizisten es anders sehen, ist er aber natürlich gerne bereit freiwillig bereit zu gehen. Da ist die Polizei der beste Zeuge für den Rauswurf. Passieren kann nichts.

Es kann passieren, dass es dann trotzdem zu einer Sanktion oder zumindest Sanktionsversuch kommt. Die Chancen stehen zwar gut, da rauszukommen, aber es gab immer wieder Fälle hier im Forum, wo das SG die Sanktion bestätigt hat bei verweigerten Unterschriften beim MT. Aber das ist zum Glück eher selten so.

Edit: Er verweigert natürlich niemals die Unterschrift. Er prüft nur unendlich lang die Verträge (über Wochen bis Monate). Aber auf Nachfrage keinen Grund angeben, warum das so lange dauert. Ist halt so. Er sollte einfach behaupten: Sobald die geprüft sind und ok sind, unterschreibt er die gerne. ;)
 
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G

Gelöschtes Mitglied 4

Gast
@DrDosenpfand
Wie "lange" vor der Maßnahme war den die Nichtgenehmigung des (gebuchten) Mai-Urlaubes?
Dein Bekannter hätte ja 21 Tage "Urlaub" bzw. Ortsabwesenheits-Erholung im Jahr. Schon originell, wenn man bis Anfang 3/20 noch keinen hatte, 6 Monate darauf verzichten soll, hätten wir dann mal September...
Wie lange wäre denn der Urlaub im Mai gewesen bzw. wo (kennt SB das Urlaubsziel) und konnte er seinen Urlaub stornieren bzw. bleibt jetzt auf den Kosten noch sitzen? Mit welcher Begründung wurde er abgelehnt?

Ich hatte vor knapp 1 Jahr folgenden Fall...das 1. Mal OAW für 5 Tage beantragt, beim Meldetermin. Hab mir das schriftlich geben lassen.
Genau in der Zeit war die "Einladung" mit RFB für das Teilhabechancengesetz THCG 16e/i...falls Dir das was sagt.
Also konnte ich meinen Urlaub knicken, bin brav erschienen. Nur weil an diesem Tag noch eine Probearbeit bei einem AG anstand, hätte mein SB das als wichtigen Grund angesehen, nicht kommen zu können. Hätte mich dann aber für Folgetermin vorgesehen.

Mein SB wußte also, wann ich in Urlaub wäre und hat halt so "kundenfreundlich" (n) gehandelt. Was mir wie Absicht vorkam.
Wie gut steht Dein Bekannter mit seinem SB?
Der SB weiß jetzt, dass Dein Bekannter eigentlich schön brav, grad im Mai, in der zugewiesenen Maßnahme sitzen müsste und kann gut sein, dass er darauf ein Auge hat und seine Nase zur Überprüfung anhand der unterschriebenen täglichen Teilnehmerliste steckt.

Wie man sinnlose Maßnahmen abschmettert...dazu gibt es hier erfahrenere User und auch einen Leitfaden. Dein Bekannter hat aber diese blöde EGV unterschrieben.

Je nach guter oder schlechter Lage Deines Bekannten mit dem SB...aber das rege ich nur unter Vorbehalt an.
Solange wie Dein Bekannter (erst einmal) dem SB signalisiert, dass er zu einer Maßnahme bereit ist, die neue vhs-Maßnahme nach reiflicher Überlegung ihm doch nichts bringen würde, er ABER einen anderen Vorschlag/neue Maßnahme haben möchte, mit der Bitte um neue Vorschläge, so lange kann ihm da keiner einen Strick draus drehen, weil er ja sein Interesse an einer anderen Teilnahme signalisiert.

Jetzt ist es etwas blöd, weil ihm eigentlich nur noch das Wochenende oder der Montag bleibt, um dahingehend ein Briefchen, eine E-Mail oder am Montag einen Anruf, mit der Bitte um schnellen Besprechungstermin für Alternativ-Maßnahme zu machen. Das würde ihn allerdings nur in eine hoffentlich harmlosere Maßnahme mit Möglichkeit auf zukünftiger (nicht Mai-) OAW bringen. Vielleicht muß er da nur 2x die Woche 3-5 Stunden hin, statt täglich. Und nur 3 Monate...
Was nicht heißen soll, dass er im Mai seinen Urlaub antreten kann, da abgewiesen und äußerst riskant, genau in dem Zeitraum zu verreisen.

Unser MT hat damals normal Urlaub gewährt, den mußte man nur beim MT einreichen, und nicht beim Jobcenter. JC hat nur später mit dem monatlichen Bericht die Info bekommen. Da waren öfter mal ein paar Leute 1-2 Wochen weg, mußten die Fehltage aber nachholen, also hinten dranhängen.

Problem ist nur, dass man vorher nicht erfährt, welcher MT "Urlaub" gewährt, das liest sich leider erst wieder am ersten Tag mit den Papieren. Aber man fühlt sich nicht so unter Druck und könnte mal durchschnaufen, wenn mans braucht.
 
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