Maßnahme als Praxiserprobung für Leute mit Vorkenntnissen: falsche Vorgaben erhalten, was tun? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

dots

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Hallo an alle,
ich habe dummerweise mehr oder weniger freiwillig in eine Maßnahme eingewilligt, die als Praxiserprobung daher kommt und eigentlich für Leute gedacht ist, die Vorkenntnisse haben, meine jobcenter-Betreuerin hat mich da regelrecht reingequatscht, und nun sehe ich, dass ich da eigentlich total falsch bin. Ich habe meine Ausbildung damals ja auch nicht abgeschlossen, also passen auf mich auch nur zwei "Fächer": Excel und Word, bzw, Office Word, alle anderen Dinge sind überflüssig, weil ich darin einfach nur schlecht bin und meiner Betreuerin das auch gesagt habe. Die Lehrer dort gehen von Vorkenntnissen aus und lassen uns dort quasi ins kalte Wasser springen, eruiert wurde auch schon, dass es für uns keinen Sinn macht da wir niemals einen Job in dem Bereich bekommen können, da das nur die Experten machen dürfen (Buchhaltung, Personalwesen und Gehalt etc). Ich bin eine Mathenull und tue mich unendlich schwer, mir wurde auch schon schlecht während ich da verzweifelt rumgerechnet habe, und zwar das den ganzen Tag über.
Ich hatte geglaubt, dass es nur ein Teil dieser Dinge wäre, und man hat mir das auch so dargestellt und blöd wie ich bin bin ich drauf reingefallen. Die Maßnahme dauert ganze 6 Monate und es wird natürlich noch schwieriger werden, in all den Bereichen von denen ich keine Ahnung habe, die mir überhaupt nicht liegen und die auch wirklich einfach zu schwer für mich persönlich sind. Und nur zwei Fächer für ganze 6 Monate wäre ja auch irgendwie albern, denke ich.. ? :doh::icon_surprised::icon_kinn:

Was kann ich also hier machen? Ich bin auch nicht die einzige, die sich über alles mögliche beschwert (also beschwert habe ich mich noch nicht, bin auch erst kurz da)... Die Maßnahme scheint eine einzige Katastrophe zu sein, wie "Kollegen" schon durchblicken ließen, auch mit den Lehrern ist so gut wie keiner zufrieden... (ist ja auch nichts neues, aber gut...).
Ich habe alles unterschrieben, Eingliederungsvereinbarung, den Maßnahmevertrag, und die Hausordnung natürlich. Aber was mir eingeredet wurde, stimmt einfach überhaupt nicht. Ich würde einfach gerne wissen, was kann ich machen da raus zu kommen, ich halte nicht ganze 6 Monate durch, jeden Tag rechnen, und das 8 Stunden durchgehend, mit Pausen aber das hilft mir ja auch nicht...
Ich bin kein dummer Mensch aber meine Veranlagung ist eben eine andere Richtung als Mathematik, und man sagte mir noch: nö, rechnen muss man da in der Regel nichts, alles wird in Tabellen eingetragen und fertig, stimmt nicht, ich rechne fast ausschließlich. Ganz wie bei Lohngehalt und allem ja auch üblich. Zudem, ich drehe Zahlen gern mal um, sowas wie eine Mathelegasthenie oder so. Die Lehrerin in dem Fach hat das auch schon gemerkt, wir haben schon gesagt dass so ein Beruf für mich nichts ist, ich weiß das aber auch schon längst seit vielen Jahren (bin ja auch nicht mehr die jüngste, bin spezialisiert auf Sprachen und nicht auf Mathe...):wink:
Habe ich also eine Chance, meine Zeit nicht die nächsten 6 Monat zu vergeuden, wobei ich mir nachmittags auch immer vorkomme wie im Kindergarten, als jene die vergessen wurde und nur abgestellt wurde, weil ich fast immer allein bin nachmittags...? (Ich glaube, es gibt sehr hohe Fehlzeiten, oder denen laufen einfach die Leute weg..)
Danke für's Lesen erstmal...
:cheer2:
lg, dots
 

erwerbsuchend

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Es wäre hilfreich, wenn du die entsprechenden Dokumente in anonymisierter Form hochladen könntest. Eventuell kann man dort einen Ausweg finden.
 

FrauStahl

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Hier werden glaube ich zwei verschiedene Probleme zusammengewürfelt.

Was hast du denn für eine Vorstellung, in welchem Bereich du in Zukunft arbeiten willst? Wenn du im Büroumfeld arbeiten willst, wirst du an Excel, Word etc. einfach nicht vorbei kommen. Zu sagen du bist "schlecht" darin ist eigentlich ja der beste Grund um anfangen in dem Bereich etwas zu lernen, denn hier sollen ja Vermittlungshemmnissen beseitigt werden und du sollst dich für einen zukünftigen Job qualifizieren.

Davon unabhängig ist natürlich das didaktische Problem. Sprich wenn du unter- oder überfordert bist, oder die Themen einfach zu deinem gewünschten Berufsziel nicht passen.

Ich kenne leider die konkrete Rechtsgrundlage nicht, aber hier im Forum wird oft darauf hingewiesen, dass es nicht rechtens ist, wenn man in einer Maßnahme unterfordert (gilt sicher auch für Überforderung) ist und/oder die Inhalte für den ELO einfach nicht passen. Sprich wenn du Bautischler bist und auch als solcher weiter arbeiten willst, brauchst du sicher kein Office-Zertifikat.
 

dots

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Danke für Eure Antworten. Und entschuldigt bitte, dass ich jetzt erst wieder antworte.
Es ist alles schon recht komplex, muss ich sagen.
Erstmal: die Maßnahme hat sich schon für mich erledigt, in der Tat hat da nichts gepasst und vor allem, habe ich mich unterfordert gefühlt, aber auch irgendwo überfordert. Unterfordert im Allgemeinen, überfordert vom Thema her. Ist durchwachsen gewesen.... Ich habe irgendwann angefragt, ob man was ändern kann und mich evtl in andere Kurse stecken kann, die mir mehr zusagen (ich bin mathematisch nicht grad gut, und da es eine angebliche Maßnahme für Leute mit Vorkenntnissen war, war ich da auch eh falsch.) Sie sagten uns irgendwann auf eine Frage einer Teilnehmerin hin, im Unterricht, dass wir eh nicht in dem Bereich etwas bekommen würden, wo wir hier geschult wurden, dann die Frage, was sollen wir da, daraufhin hieß es, es könne ja nicht schaden auch mal in sowas reinzuschnuppern. Also völlige Zeitverschwendung. Habe ich nicht verstanden und auch nicht akzeptiert. Bin dann nicht mehr hingegangen (es gab auch Querelen zwischen Lehrern und Schülern mal wieder, völlig kindisch... wie übrigens in bisher jeder Maßnahme, die ich bis jetzt erlebte.)
Ich verschwende nicht meine kostbare Zeit, bin eh schon älter, und zudem ist es wohl wirklich nicht rechtens, wenn man vorher mit der einen Erwartung angelockt wird und dann, wenn man dann da drin sitzt, ist alles anders und es wird einfach so weggeredet. Völlig ätzend.
Es hieß dann irgendwann, ja hier sind alle neu und haben von dem Thema keine Ahnung. Aber grundsätzlich hätte keiner von denen einen Fuß in die Tür gekriegt und das wußten die Verantwortlichen auch, nur die Leute waren gutgläubig und brav, ich allerdings bin eher so Whistleblower-Typ iund das wissen die auch irgendwie. Früher hätte ich auch geglaubt, dass das meine "Chance" gewesen wäre, so ein Blödsinn, heutzutage bin ich schlauer, nach etlichen Maßnahmen die allesamt Zeitverschwendung waren.
Nachmittags wurde man in irgendwelche Kurse gesteckt wo man nicht angemeldet war, nur weil (warum weiß ich eben nicht mal) evtl die Lehrer keine Zeit mehr hatten oder so, und der betreffende Lehrer konnte nicht helfen wenn man nicht weiter kam, weil er/sie grundsätzlich von den Übungen und dem Thema keine Ahnung hatte. Also teilweise war es nur eine Beschäftigungsmaßnahme. Ich glaube, ehrlich, es gab dort kaum Leute die wirklich in dem Beruf irgendwelche Kenntnisse hatten, also , die sitzen da grundsätzlich nur so rum. Und machen Übungen, die nichts für sie bedeuten, weil kein Personaler die nehmen würde, da sie keine Ausbildung in dem Bereich haben.
Der Punkt war, ich bin keine Buchhalterin, und auch keine die im Personalwesen arbeitet und in diesen Bereichen können eh nur Leute arbeiten mit entsprechender Ausbildung. Davon gab es vorherein kein einziges Wort. Excel und Word sind ja kein Problem für mich, aber wozu verbringe ich 8 Stunden in einem Kurs für Buchhalter oder im Personalwesen, wenn es zu nichts führen wird und das auch noch offen ausgesprochen wird.
Aber ich denke, ich habe schon alles gesagt. Ich bin dann hingegangen und darum gebeten, entweder gibt es andere Kurse für mich oder ich spiel nicht mehr mit... das überforderte die dann wohl. Darum wurde die Maßnahme dann einfach beendet. Nicht zu meinem Nachteil, aber angestrengt haben die sich auch nicht. Ach ja, und natürlich durfte man vorher nicht wissen, welche Fächer man am nächsten Tag hatte, das war halt für solche "Sklaven" nicht angebracht, denke ich. Sind ja Sklavenhalter wie wir alle wissen. Und genauso läuft das auch. Man darf gar nicht sagen, was für seltsame Dinge man da so gehört hat.... besser als im Film. :popcorn:
:icon_pause::doh:
Jetzt hab ich endlich wieder Zeit für richtige "Arbeit", das was ich selber machen kann... haha. Ich komme sonst zu viel mehr als wenn ich in solchen Kindergärten rumsitz. Und zudem schenke ich denen doch nicht einen Haufen Geld wenn ich nichts davon habe... :icon_pfeiff:
 
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